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Frage beantwortet

Sommerticket: Reise abbrechen (Fahrgastrechte) und Wahl eines anderen Reisetages nicht möglich

Wir reisen morgen früh mit dem Sommerticket nach Berlin. Der Nahverkehrszug, der uns zum Fernverkehrsbahnhof bringt, wird plötzlich ausfallen, da plötzlich Baustellen stattfinden. Okay, wir fahren mit dem SEV und fahren dafür etwa 40 Minuten früher los als geplant.

Jetzt aber kommt der ICE. Dafür ist schon bekannt (aufgrund Störungen zwischen Bamberg und Nürnberg), dass es zu einer Verspätung von 84 Minuten kommt. Voraussichtlich wurden wir also statt - wie geplant - um 12:24 jetzt geplant um frühestens 13:48 ankommen - viel später als ursprünglich geplant und da sind andere Behinderungen noch nicht inkludiert.
Wir überlegen daher, die Reise abzubrechen. Dies würde auch zwei Folgetickets betreffen, nämlich von Berlin weiter nach Dresden und von Dresden zurück nach Augsburg (alles Fahrten mit dem Sommerticket).
Wenn wir das machen würden, sind drei Tickets im Sommerticket offen (also ungenutzt), aber das Sommerticket wiederum darf nur noch bis kommenden Donnerstag benutzt werden.

Uns stellt sich daher die Frage, wie es mit Erstattung etc. läuft, weil wir diese drei Fahrten nicht antreten können bzw. es keinen Sinn macht, diese Fahrten anzutreten und, ob die Fahrten nach dem Gültigkeitsdatum eingelöst werden würden, da wir das Ausfällen nicht zu verantworten haben.
Oder würde dann schlicht etwa 75 Euro erstattet werden und wir schauen in die Röhre, weil wir es nicht nutzen konnten?

Ich habe leider nur die Standardantworten gefunden, weshalb es schön wäre, wenn auf den Fall eingegangen wird.

MSky
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Joeopitz
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Die Erstattung beim Sommerticket erfolgt, wie Woodstock schon schrieb, nach den Fahrgadtrechten. Bei einem Sommerticket zu 99,60 EUR werden also pro Fahrt 99,60/4= 24,90 EUR erstattet.

Ihr könnt von der Fahrt morgen zurücktreten, da es zu einer Fahrplanänderung gekommen ist. Die 24,90 EUR werden dann erstattet. Für die Rückfahrten besteht kein Anspruch auf Erstattung, mit den 24,90 EUR müsstet Ihr Euch zufriedengeben wenn Ihr nicht fahrt.

Wenn Ihr fahrt und um 13:48 Uhr statt um 12:24 Uhr ankommt, dann steht Euch ein Anspruch von 25% des Ticketpreises (25%x24,90=6,225) also 6,25 EUR zu.

Ihr seit weder an Zeiten noch an bestimmte Strecken gebunden. Eventuell gibt es Verbindungen die über andere Wege statt über Berlin und Nürnberg zu eurem Reiseziel führen und die besser geeignet sind.

Ihr könnt natürlich schauen, ob es bei der Rückfahrt ähnlich massive Störungen gibt. Sollte auch die Rückfahrt mind. 60 Minuten später ankommen, dann kann auch von dieser Fahrt zurückzutreten werden.

Ansonsten bleibt noch der Kundendialog. Vielleicht kommt man Euch da aus Kulanz etwas entgegen. Allerdings habt Ihr darauf keinerlei Anspruch.

https://www.bahn.de/p/view/home/kontakt/kundendialog.shtm...

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Woodstock
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Auch für das Sommerticket gelten die Fahrgastrechte, Sie können also von der Fahrt zurücktreten und erhalten die anteiligen Kosten voll erstattet.
Nur leider gilt das nicht für die beiden Tickets für die Rückfahrt. Wenn bei diesen beiden Tickets keine Gründe für einen Rücktritt vorliegen bleiben Sie auf diesen Tickets sitzen. Eine nicht für die Hinfahrt genutzte Fahrkarte ist kein Grund für einen Rücktritt.

Joeopitz
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Die Erstattung beim Sommerticket erfolgt, wie Woodstock schon schrieb, nach den Fahrgadtrechten. Bei einem Sommerticket zu 99,60 EUR werden also pro Fahrt 99,60/4= 24,90 EUR erstattet.

Ihr könnt von der Fahrt morgen zurücktreten, da es zu einer Fahrplanänderung gekommen ist. Die 24,90 EUR werden dann erstattet. Für die Rückfahrten besteht kein Anspruch auf Erstattung, mit den 24,90 EUR müsstet Ihr Euch zufriedengeben wenn Ihr nicht fahrt.

Wenn Ihr fahrt und um 13:48 Uhr statt um 12:24 Uhr ankommt, dann steht Euch ein Anspruch von 25% des Ticketpreises (25%x24,90=6,225) also 6,25 EUR zu.

Ihr seit weder an Zeiten noch an bestimmte Strecken gebunden. Eventuell gibt es Verbindungen die über andere Wege statt über Berlin und Nürnberg zu eurem Reiseziel führen und die besser geeignet sind.

Ihr könnt natürlich schauen, ob es bei der Rückfahrt ähnlich massive Störungen gibt. Sollte auch die Rückfahrt mind. 60 Minuten später ankommen, dann kann auch von dieser Fahrt zurückzutreten werden.

Ansonsten bleibt noch der Kundendialog. Vielleicht kommt man Euch da aus Kulanz etwas entgegen. Allerdings habt Ihr darauf keinerlei Anspruch.

https://www.bahn.de/p/view/home/kontakt/kundendialog.shtm...