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Ticket am Schalter gebucht - Verbindung nicht fahrbar, da falsches Datum

Wir haben am DB Schalter in Freiburg Tickets für die Verbindung Wien-Emmendingen (über Frankfurt) am 25.9. gebucht. Nach Durchsicht der Fahrkarten ist uns nun aufgefallen, dass die Abfahrt der Verbindung Frankfurt-Emmendingen zeitlich vor der Abfahrt in Wien liegt, was natürlich keinen Sinn macht. Die Dame am Schalter hat sich um einen Tag geirrt, vermutlich weil die Verbindung Wien-Frankfurt ein Nachtzug ist.
Bei der Aushändigung der Tickets hat sie die korrekten Daten vorgelesen. Wir haben keinen Zugang zu einem DB -Schalter. Was sollen wir tun?

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kabo
kabo

kabo

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Es wird kein Weg daran vorbei führen, einen Schalter aufzusuchen - am besten natürlich den, wo Sie die Tickets gekauft haben.

Reklamationen müssen - wie auch beim Wechselgeld - sofort geltend gemacht werden. Später wird man auf rechtlichem Weg keine Chance mehr haben. Auch wenn - wie in diesem Fall - die Fahrt für den Fahrgast nicht durchführbar ist.

Beim Wechselgeld verstehe ich es, weil sich später schwer beweisen wird lassen, dass es nicht gestimmt hat. Bei einem Ticket ist ja das Ticket der Beweis des Irrtums bzw. des Fehlers.

Naja wenn man zwei getrennte Tickets bucht ist es schwer nachzuweisen dass die Buchung nicht so gewollt war. Auf einem Ticket ausgestellt wird eine Rückreise nicht vor der Abfahrt der Hinreise durchführbar sein.

kabo
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Das Problem ist, dass man den Fehler leicht hätte beheben können, wenn der Fehler sofort bemerkt worden wäre.

Jetzt haben Sie ein Problem, allein schon weil Sie für den richtigen Tag keine Fahrkarte für Frankfurt-Emmendingen haben und deshalb entweder von Wien aus online oder unmittelbar in Frankfurt am Schalter / Automat ein neues Ticket für Frankfurt-Emmendingen kaufen müssen. Sie haben also Mehrkosten, bei denen es sehr fraglich ist, ob Sie die erstattet bekommen.
Jetzt haben noch nicht mal die möglichkeit das "falsche" Ticket vor dem Geltungstag zurückzugeben, was der erste Schritt der Problemlösung wäre.

Um was für ein Ticket handelt es sich denn bei Frankfurt-Emmendingen? (Flexpreis, Sparpreis, Supersparpreis)

Antwort an kabo: Bei dem "falschen" Ticket handelt es sich um einen Supersparpreis.
Ich kann die Tickets sofort in ein Kuvert geben und an die DB schicken. Das ist kein Problem, auch vor dem Geltungstag. Gibt es da eine Postadresse?

„Antwort an Tino Groß: Es handelt sich nicht um Hin-und Rückreise, sondern nur um eine Reise in einer Richtung.“

Aber es sind zwei Tickets. Einige Verbindungen lassen sich nicht auf einem Ticket buchen, wenn unterschiedliche Tarife zur Anwendung kommen (z.B. Globalpreis für einen Nachtzug und DB-Supersparpreis). Das sind dann aber auch zwei unabhängige Fahrkarten.

„Naja wenn man zwei getrennte Tickets bucht ist es schwer nachzuweisen dass die Buchung nicht so gewollt war.“
-> Das ist das Problem. Es kann so verlangt oder gewollt sein. Sie haben sich ein Ticket für Mittwoch Abend von Wien nach Frankfurt gekauft. Weil Sie sowieso am Bahnhof waren, haben Sie für einen Bekannten noch ein Ticket für Mittwoch früh nach Emmendingen mitgebracht.

Man kann zwar glauben, dass es nicht so gewollt war. Man muß es aber nicht.

Ich habe ein Ticket von Wien nach Emmendingen verlangt. In wieviele Einzeltickets uns die Dame am Schalter die Fahrt zerstückelt, haben wir keinen Einfluss, ebensowenig auf das Buchungssystem der DB. Gerade deshalb sind wir zu einem Schalter gegangen, weil wir ein korrektes Service erwartet haben.

„Gerade deshalb sind wir zu einem Schalter gegangen, weil wir ein korrektes Service erwartet haben.“
-> Den sollte man auch erwarten können. Beim Kauf ist ein Fehler passiert. Die Bahn hat Schuld.

Aber Fahrscheine sind nach Erhalt zu prüfen. Jetzt haben Sie das Problem und einen falschen Fahrschein. Natürlich haben Sie den Fehler nicht mit Absicht erst dann bemerkt, als es schon zu spät war um ihn zu reklamieren.

Die Frage ist ja auch nicht „wer hat Schuld?“, sondern „was kann man jetzt tun?“

ok dann habe ich die Ausgangssituation falsch verstanden. Das tut mir leid. Trotzdem bleibe ich bei der Meinung dass grundsätzlich alle Dinge die man gekauft hat auf Richtigkeit zu überprüfen sind. Bei späteren Reklamationen ist man grundsätzlich in der Beweispflicht wer den vermeidlichen Fehler begangen hat.

kirroyal
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Haben die beiden Tickets dieselbe Auftragsnummer (ganz klein gedruckte Nummer links unten auf der Fahrkarte) UND ist auf einem der Tickets im oberen Teil die komplette Reiseverbindung Wien-Emmendingen enthalten? Dann wäre das der Beweis, dass die Tickets a) in einem Vorgang gekauft worden sind und b) es um eine durchgehende Verbindung Wien-Emmendingen ging und Sie nicht absichtlich nach einer separaten Fahrkarte Frankfurt-Emmendingen einen Tag vorher gefragt haben.

Auf jeden Fall würde ich erstmal die Bahn informieren. Es wird sicher nicht einfacher, wenn Sie sich nicht bei der Bahn melden. Sonst hat die Bahn hinterher immer das Argument: „Warum haben Sie denn vorher nicht Bescheid gesagt, nun ist es zu spät.“

Schwierig nur zu sagen, welcher Weg nun noch zu einem Erfolg führen könnte.

Eine Möglichkeit ist, das ganze in einem Brief mit Originalticket Frankfurt-Emmendingen und Kopie vom Ticket Wien-Frankfurt und Erklärung was passiert ist an den Kundendialog zu schicken.

DB Fernverkehr AG
Kundendialog
Postfach 10 06 13
96058 Bamberg

Das ganze mit Poststempel vor dem Geltungstag der Rückfahrttickets.

Wenn die Reklamation nicht anerkannt wird, kann man hinterher immer noch versuchen wenigstens eine Kulanzlösung vom Kundendialog zu erbitten.

Ein neues Ticket ab Frankfurt brauchen Sie ja sowieso.

Ein anderer Weg wäre bei der Servicehotline der Bahn anzurufen. Achtung auf die Gebühren achten. Es ist eine 01806... Nummer. Je nach Provider kann es aus dem Ausland teuer werden.

kabo
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"Schwierig nur zu sagen, welcher Weg nun noch zu einem Erfolg führen könnte."
-> Wahre Worte

Eine neues Ticket für F-EM muss ja nun auf jeden Fall her - am besten online von Wien aus buchen.
Aber was macht man mit dem "falschen" Ticket? Da es ein Supersparpreis ist, ist es eigentlich nicht stornierbar und am Schalter gekaufte Tickets per Post an den DB-Service zu schicken, davon verspreche ich mir sowieso nichts. Da kommt ein "wenden Sie sich an die Stelle, wo Sie das Ticket gekauft haben" zurück. Ich tendiere dazu, alle Unterlagen zusammenzuhalten und nach der Fahrt mit dem Nachtzugticket, dem "falschen" Ticket und dem nachträglich gekauften Ticket am Schalter in Freiburg zu reklamieren. Wenn das nicht klappt, hat man immer noch alle Unterlagen zusammen und kann sich immer noch per Post an den Kundendialog wenden.
Außerdem: Wenn man das "falsche" Ticket behält, kann man immer noch auf die Fahrgastrechte spekulieren. Behalten Sie an dem Tag, an dem das "falsche" Ticket gilt, die online-Auskunft der DB im Blick. Wenn Sie sehen, dass der Zug, den Sie mit dem "falschen" Ticket hätten nehmen müssen, mehr als 20min Verspätung hat, können Sie sich das Ticket sowieso über die Fahrgastrechte erstatten lassen.

Hallo BenjaminSta,

beim Kauf einer Fahrkarte muss der Kunde nach Erhalt prüfen, ob die Fahrkarte richtig ausgestellt wurde. Eine eventuelle Reklamation sollte unverzüglich bei der ausgebenden Stelle erfolgen.
Da die Stornierung eines Super Sparpreises ausgeschlossen ist, kann ich nur den Empfehlungen der Community zustimmen, den Kontakt zum Kundendialog zu suchen. Die Meldung im Vorfeld der Fahrt halte ich auch für wichtig, damit nach der Fahrt der Vorgang zugeordet werden kann.
Bitte senden Sie nach der Fahrt alle relevanten Fahrkarten, aus der die falsche Buchung ersichtlich ist, ein. Die Kollegen werden dann eine Prüfung vornehmen. /ka