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Frage beantwortet

Fahrpreisnacherhebung trotz gültiger Fahrkarte

MDV, S-Bahn in Leipzig, September 2019.
Mein Sohn besitzt eine Schülermobilcard (Chipkarte).
Im Schuljahr 2018/19 hatte er eine Schülercard, die nur Mo-Sa und nur außerhalb der Ferien bis 18 Uhr gilt. Im Schuljahr 2019/20 hat er eine Schülermobilcard, die rund um die Uhr (auch sonntags und in den Ferien) gilt.
Auf der Chipkarte sind, um einen lückenlosen Übergang zu gewährleisten, beide Fahrkarten abgespeichert, also auch die alte und inzwischen abgelaufene.
An einem Sonntag fuhr mein Sohn mit der S-Bahn., Er hatte die Karte bei sich und hat sie dem Kontrolleur gezeigt. Der Kontrolleur hat offenbar nur die Fahrkarte von 2018/19 gesehen und nicht zur aktuell gültigen Fahrkarte geblättert. Daraufhin erhielten wir nun eine Fahrpreisnacherhebung. Inzwischen habe ich die sie von 60€ auf 7€ runtergehandelt, bin aber natürlich nicht bereit, für den offensichtlichen Fehler eines Kontrolleurs auch nur 1 Cent zu zahlen. Die ungerechtfertigte Beschuldigung meines Sohnes, er würde schwarz fahren, und der aufwändige Schriftverkehr, den das ganze nach sich zieht, ist schon ärgerlich genug.
Die Nachfrage bei der LVB, die die Karte herausgibt, ob die Karte in Ordnung sei, wurde bejaht. "Typischer Fehler der Deutschen Bahn. Kommt öfter vor", so die lapidare Auskunft.
Was tun? Man kann ja kaum von einem (14jährigen) Fahrgast verlangen, dass er dem Kontrolleur erklärt, dass er blättern muss....

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Joeopitz
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Wenn es ein Kontrolleur von der DB war, dann an die Fahrpreisnacherhebung der DB wenden.
https://www.db-fahrpreisnacherhebung.de/kontakte

Falls es vom MDV war, dann hier:
https://www.mdv.de/kontakt/

„Man kann ja kaum von einem (14jährigen) Fahrgast verlangen, dass er dem Kontrolleur erklärt, dass er blättern muss....“
-> Die 7 EUR sind zu zahlen, wenn ein gültiges Ticket existiert, dieses aber nicht vorgewiesen werden kann. Wenn der Kontrolleur das falsche Ticket findet, sollte man schon sagen, dass es da noch ein weiteres Ticket gibt. Wenn der Kontrolleur das richtige Ticket nicht sieht, geht er davon aus dass es keins gibt. Es wurde ja nicht vorgewiesen.

„Die ungerechtfertigte Beschuldigung meines Sohnes, er würde schwarz fahren, und der aufwändige Schriftverkehr, den das ganze nach sich zieht, ist schon ärgerlich genug.“
-> Genau das alles hätte vermieden werden können, wenn Ihr Sohn gleich dem Kontrolleur gesagt hätte, dass es da noch ein Ticket gibt.

Natürlich verstehe ich, das das Kind von der Situation überrascht und evtl. auch überfordert war. Er hatte ein gültiges Ticket und verstand nicht, was der Kontrolleur eigentlich wollte. Vielleicht macht es Sinn, das Kind darauf vorzubereiten, das soetwas durchaus noch einmal passieren kann und das es dann einfach dem Kontrolleur sagt, das auf dem Chip noch ein Ticket drauf ist.

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Wenn es ein Kontrolleur von der DB war, dann an die Fahrpreisnacherhebung der DB wenden.
https://www.db-fahrpreisnacherhebung.de/kontakte

Falls es vom MDV war, dann hier:
https://www.mdv.de/kontakt/

„Man kann ja kaum von einem (14jährigen) Fahrgast verlangen, dass er dem Kontrolleur erklärt, dass er blättern muss....“
-> Die 7 EUR sind zu zahlen, wenn ein gültiges Ticket existiert, dieses aber nicht vorgewiesen werden kann. Wenn der Kontrolleur das falsche Ticket findet, sollte man schon sagen, dass es da noch ein weiteres Ticket gibt. Wenn der Kontrolleur das richtige Ticket nicht sieht, geht er davon aus dass es keins gibt. Es wurde ja nicht vorgewiesen.

„Die ungerechtfertigte Beschuldigung meines Sohnes, er würde schwarz fahren, und der aufwändige Schriftverkehr, den das ganze nach sich zieht, ist schon ärgerlich genug.“
-> Genau das alles hätte vermieden werden können, wenn Ihr Sohn gleich dem Kontrolleur gesagt hätte, dass es da noch ein Ticket gibt.

Natürlich verstehe ich, das das Kind von der Situation überrascht und evtl. auch überfordert war. Er hatte ein gültiges Ticket und verstand nicht, was der Kontrolleur eigentlich wollte. Vielleicht macht es Sinn, das Kind darauf vorzubereiten, das soetwas durchaus noch einmal passieren kann und das es dann einfach dem Kontrolleur sagt, das auf dem Chip noch ein Ticket drauf ist.

Joeopitz, danke für die schnelle Antwort.
Mit der DB-Fachrpreisnacherhebung bin ich in Kontakt. Dort wurde mein Einwand aber bisher nicht verstanden. Sollte das weiterhin der Fall sein (auf die Antwort warte ich noch),werde ich den MDV mit einbeziehen, die kennen und verstehen da Problem vielleicht besser. Danke für den Tipp.
Dass auf der Chipkarte zwei Tickets abgespeichert sind, weiß man als Kunde doch gar nicht. Ich bin zuerst davon ausgegangen, dass bei der Buchung des Tickets für das neue Schuljahr irgendetwas schiefgelaufen ist. Erst bei dem Gespräch mit dem LVB-Mitarbeiter habe ich das mit den zwei Tickets erfahren und verstanden. Insofern ist das etwas schwierig, sein Kind für solche Eventualitäten zu sensibilisieren. Jetzt weiß er natürlich Bescheid. Falls das Problem wieder einmal auftritt, wird er sicher ein "Sie müssen blättern" ausrufen.
"Wenn der Kontrolleur das richtige Ticket nicht sieht, geht er davon aus dass es keins gibt. Es wurde ja nicht vorgewiesen." Doch, es wurde vorgewiesen.

Joeopitz
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„Dass auf der Chipkarte zwei Tickets abgespeichert sind, weiß man als Kunde doch gar nicht.“
Ich weiß nicht, was Sie wissen. Weil Sie schrieben „Auf der Chipkarte sind, um einen lückenlosen Übergang zu gewährleisten, beide Fahrkarten abgespeichert,“ bin ich davon ausgegangen, das es bekannt war. Dem Chip sieht man das natürlich nicht an.

„Man kann ja kaum von einem (14jährigen) Fahrgast verlangen, dass er dem Kontrolleur erklärt, dass er blättern muss....“
-> Wenn das Kind nicht weiß, dass zwei Tickets auf dem Chip sind, dann auf keinen Fall.

„ ‚geht er davon aus dass es keins gibt. Es wurde ja nicht vorgewiesen.‘ Doch, es wurde vorgewiesen.“
-> Jetzt sehe ich das auch so.