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Frage beantwortet

Taxigebühren nicht erstattet Warum?

Ich bin im Juli von Erfurt nach Wien gefahren, jedoch mit mehr als 2h Verspätung in Wien angekommen. Da es jedoch gegen Mitternacht war und sich somit eine zeitnahe Weiterfahrt mit dem ÖPNV zum Zielort nicht möglich war, habe ich ein Taxi bis zum Zielort genommen, da man mir mehrmals versicherte, dass ich die Kosten in einem solchen Fall erstattet bekommen würde. Das Fahrgastrechteformular mit Belegen... ist nach Frankfurt geschickt worden und eine Erstattung von 50% des Ticketpreises erfolgte, nicht jedoch die Erstattung der Taxigebühren. Wieso nicht?

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Wenn Du ein Ticket bis nach Wien hast, dann hast Du einen Beförderungsvertrag bis zum Bahnhof in Wien. Wegen der Verspätung steht Dir eine Entschädigung von 50 Prozent des Ticketpreises zu. die hast Du bekommen. Damit ist die Sache erledigt.

Die Fahrt ab dem Bahnhof sollte mit dem ÖPNV erfolgen. Damit hat die Bahn nichts mehr zu tun. Sie hat ihren Vertrag vollständig erfüllt.

Ob Du danach einen Bus, ein Taxi oder ein Fahrrad benutzt um vom Bahnhof weiterzukommen ist Deine Sache. Nimmst Du ein Taxi, dann musst Du ein Taxi bezahlen.

Die Information dass Du die Kosten in einem solchen Fall erstattet bekommen würdest war leider falsch.

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Wenn Du ein Ticket bis nach Wien hast, dann hast Du einen Beförderungsvertrag bis zum Bahnhof in Wien. Wegen der Verspätung steht Dir eine Entschädigung von 50 Prozent des Ticketpreises zu. die hast Du bekommen. Damit ist die Sache erledigt.

Die Fahrt ab dem Bahnhof sollte mit dem ÖPNV erfolgen. Damit hat die Bahn nichts mehr zu tun. Sie hat ihren Vertrag vollständig erfüllt.

Ob Du danach einen Bus, ein Taxi oder ein Fahrrad benutzt um vom Bahnhof weiterzukommen ist Deine Sache. Nimmst Du ein Taxi, dann musst Du ein Taxi bezahlen.

Die Information dass Du die Kosten in einem solchen Fall erstattet bekommen würdest war leider falsch.

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Und das obwohl die Bahn dafür verantwortlich ist, dass ich mit einer solchen Verspätung ankomme, sodass eine Weiterfahrt nicht möglich ist, die bei zeitgerechter Ankunft jedoch möglich gewesen wäre? Wie sollte ich denn bitte von dort weiterkommen? Im Bahnhof übernachten?

"Und das obwohl die Bahn dafür verantwortlich ist, dass ich mit einer solchen Verspätung ankomme, sodass eine Weiterfahrt nicht möglich ist,"
-> So ist es. Das was Sie beschreiben ist ein Folgeschaden der Verspätung. Bereits 1938 wurde gesetztlich festgelegt, das ein Eisenbahnunternehmen nicht für Folgeschäden haften muß. (Haftungsausschluss der Bahn aufgrund § 17 Eisenbahn-Verkehrsordnung). In einem Urteil des Amtsgerichts Frankfurt am Main vom 14.3.2003 (Az.: 32 C 3037/02-18) wurde dieser Grundsatz erneut bekräftigt.

"Wie sollte ich denn bitte von dort weiterkommen? Im Bahnhof übernachten?"
-> Sie haben doch eine Lösung gefunden. Ob Sie warten bis der erste Bus fährt, ob Sie zu Fuß gehen, ob Sie ein Taxi nehmen oder einen Bekannten bitten das ist egal. Nur es ist Ihr Problem, nicht das der Bahn.

Natürlich ist es doof um Mitternacht im Dunkeln zu stehen. Dafür gibt es auch die 50% Entschädigung vom Fahrpreis.

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Dann doch mal bitte das Personal dahingehend schulen, dass richtige Informationen herausgegeben werden. Danke für die Hilfe! Mit freundlichen Grüßen

"Dann doch mal bitte das Personal dahingehend schulen, dass richtige Informationen herausgegeben werden."
-> Das mit falschen Infos ist ein Problem. Auf die Schulung des Bahnpersonals hat hier leider keiner Einfluss. Hier antworten Bahnkunden und keine Bahnmitarbeiter.

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@joeopitzz Der von dir genannte § 17 ist nicht mehr Teil der Eisenbahn-Verkehrsordnung. Diese endet bereit bei § 11. https://www.gesetze-im-internet.de/evo/index.html#BJNR206...

„Der von dir genannte § 17 ist nicht mehr Teil der Eisenbahn-Verkehrsordnung. Diese endet bereit bei § 11.“
-> Das ist mir bekannt. In der Neufassung wurde die EVO dem Europäischen Recht angepasst. So flossen die Bestimmungen der Verordnung (EG) Nr. 1371/2007 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. Oktober 2007 über die Rechte und Pflichten der Fahrgäste im Eisenbahnverkehr in die EVO ein. Da die EU Verordnung in bestimmten Fällen Entschädigungsansprüche gegenüber der Bahn begründet, fiel die Formulierung des ehemaligen § 17 EVO „Verspätung oder Ausfall eines Zuges begründen keinen Anspruch auf Entschädigung.“ in der Neufassung der EVO weg. Die Frage ist nun, ob durch die VO (EG) Nr. 1371/2007 und die Neufassung der EVO die durch Artikel 1 der Verordnung vom 5. April 2019 (BGBl. I S. 479) geändert worden ist, weitergehende Haftungsansprüche herzuleiten sind als die Beförderungsbedingungen der Bahn, die EVO und die VO (EG) Nr. 1371/2007 regelt. Dies ergibt sich aus den genannten Regelungen jedoch nicht. Auch nach Inkrafttreten der VO (EG) Nr. 1371/2007 geht die Rechtssprechung mehrheitlich davon aus, das weitergehende Ansprüche, insbesondere die Haftung für Folgeschäden, nicht bestehen (z.B. Amtsgericht Frankfurt, Urteil vom 20. Februar 2018, 32 C 1966/17).
Der Ausschluss der Haftung für Folgeschäden geht daher auf den § 17 der EVO vom 08.09.1938 zurück.