Frage beantwortet

Ist Ehrlichkeit nichts mehr wert?

Sehr geehrte Damen und Herren,

heute früh konnte ich leider wegen eines großen Ansturms an den Ticketautomaten mir keine gültige Fahrkarte holen. Da ich pünktlich in der Arbeit sein muss und jahrelang ohne Probleme mit der Bahn reise bin ich direkt auf die Schafnerin zu gegangen, trotz des überfüllten Zuges und habe sie gefragt ob ich den bitte ein Ticket nach kaufen kann. Sie meinte nur auf dieser Strecke nicht, ich selber habe aufgrund von defekten Automaten mindestens 5 mal mir ein Ticket auf dieser Strecke im Zug gekauft und das bei verschiedenen Schafnern. Muss ich die 60 Euro Strafe zahlen oder kann ich dagegen angehen. Es ist wirklich traurig das ich für meine Ehrlichkeit eine Bußgeld zahlen muss, wo bleibt hier die Kulanz für treue Kunden?

Ardit059
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Die Antwort wurde von DB Bahn bestätigt

Das ist nicht in erster Linie eine Frage der Ehrlichkeit, sondern eine Frage der Tarifbestimmungen. In den meisten Nahverkehrszügen ist ein Ticketverkauf im Zug nicht mehr vorgesehen. An den Türen ist meist der Hinweis: „Zustieg nur mit gültiger Fahrkarte!“ angebracht. Das ist durchaus ernst zu nehmen. Auch wenn ich Ihren Ärger gut verstehen kann, wenn Sie ohne gültige Fahrkarte in den Zug einsteigen, dann sind Sie ein Reisender ohne gültiges Ticket und werden die 60 EUR zahlen müssen.

Als Fahrgast sind Sie dafür verantwortlich, dass Sie ein gültiges Ticket besitzen. Wird das Ticket erst unmittelbar vor der Fahrt gekauft, dann muß ausreichend Zeit eingeplant werden um ein Ticket zu erwerben. Ist der Andrang am Automaten groß, dann ist das leider Ihr Pech. Einen Anspruch zum Ticketkauf im Zug haben Sie dadurch nicht. Ein defekter Automat ist etwas anderes. Wenn die Bahn keine Tickets verkauft, dann ist das die Schuld der Bahn und dann werden ohne Aufpreis Tickets vom Schaffner verkauft. Wenn das Gedränge am Automaten zu groß ist, dann sind Sie nicht rechtzeitig da gewesen und es ist Ihre „Schuld“.

Wenn man regelmäßig fährt, dann helfen die Möglichkeiten Tickets im Vorverkauf zu erwerben. Ebenso sind Zeitkarten und Onlinetickets eine weitere Alternative.

Einen Anspruch etwas gegen die 60 EUR zu tun haben Sie nicht. Sie können sich natürlich an die Fahrpreisnacherhebungsstelle wenden und auf eine Kulanzlösung zu hoffen. Große Chancen sehe ich aber nicht.

Durch den Verzicht des Fahrkartenverkaufs im Zug sollen die Zugbegleiter entlastet und Personal eingespart werden. Wenn man Ihnen die Nachlösegebühr erlassen würde, dann müsste man das auch bei anderen Fahrgästen tun. Die Folge wäre, das bei größerem Andrang jeder wieder im Zug Tickets kaufen würde. Genau das soll aber vermieden werden.

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Das ist nicht in erster Linie eine Frage der Ehrlichkeit, sondern eine Frage der Tarifbestimmungen. In den meisten Nahverkehrszügen ist ein Ticketverkauf im Zug nicht mehr vorgesehen. An den Türen ist meist der Hinweis: „Zustieg nur mit gültiger Fahrkarte!“ angebracht. Das ist durchaus ernst zu nehmen. Auch wenn ich Ihren Ärger gut verstehen kann, wenn Sie ohne gültige Fahrkarte in den Zug einsteigen, dann sind Sie ein Reisender ohne gültiges Ticket und werden die 60 EUR zahlen müssen.

Als Fahrgast sind Sie dafür verantwortlich, dass Sie ein gültiges Ticket besitzen. Wird das Ticket erst unmittelbar vor der Fahrt gekauft, dann muß ausreichend Zeit eingeplant werden um ein Ticket zu erwerben. Ist der Andrang am Automaten groß, dann ist das leider Ihr Pech. Einen Anspruch zum Ticketkauf im Zug haben Sie dadurch nicht. Ein defekter Automat ist etwas anderes. Wenn die Bahn keine Tickets verkauft, dann ist das die Schuld der Bahn und dann werden ohne Aufpreis Tickets vom Schaffner verkauft. Wenn das Gedränge am Automaten zu groß ist, dann sind Sie nicht rechtzeitig da gewesen und es ist Ihre „Schuld“.

Wenn man regelmäßig fährt, dann helfen die Möglichkeiten Tickets im Vorverkauf zu erwerben. Ebenso sind Zeitkarten und Onlinetickets eine weitere Alternative.

Einen Anspruch etwas gegen die 60 EUR zu tun haben Sie nicht. Sie können sich natürlich an die Fahrpreisnacherhebungsstelle wenden und auf eine Kulanzlösung zu hoffen. Große Chancen sehe ich aber nicht.

Durch den Verzicht des Fahrkartenverkaufs im Zug sollen die Zugbegleiter entlastet und Personal eingespart werden. Wenn man Ihnen die Nachlösegebühr erlassen würde, dann müsste man das auch bei anderen Fahrgästen tun. Die Folge wäre, das bei größerem Andrang jeder wieder im Zug Tickets kaufen würde. Genau das soll aber vermieden werden.

Anonym
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Auch hier möchte ich als Pendler einmal die Erfahrungen aus dem echten Leben ergänzen. Die Antwort ist natürlich komplett richtig, man ist sozusagen selbst schuld, wenn man das Ticket nicht kauft, weil der Automat überlastet ist. Grundsätzlich sind die Zugbegleiter und Kin allerdings schon sehr kulant, wobei man da, wie in Ihrem Beispiel gezeigt, in keinster Weise darauf bauen kann. Und erst recht in der S-Bahn sollten Sie die Hoffnung auf Kulanz gänzlich vergessen, weil da von externen Dienstleistern kontrolliert wird.
Die meisten im Regionalverkehr würden das aber wohl durchgehen lassen. Ach ja... Wenn der Automat wieder mal nicht funktioniert, sollten Sie sich die Automatennummer aufschreiben und bei der Hotline anrufen. Der Zugbegleiter könnte Ihnen nämlich trotzdem eine Fahrpreisnacherhebung ausstellen.
Ich verstehe ihr Problem völlig, aber Sie müssen das leider bezahlen. Die Servicekultur steht nicht ganz oben, auch in dieser Community nicht.