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Frage beantwortet

Zug fällt aus - was nun

Ich habe per App die Nachricht bekommen, dass meine gebuchte Verbindindung dank zu geringer Auslastung ersatzlos gestrichen wurde. Die hochintelligente DB App zeigt einem dann aber weder einen Ersatzzug noch eine Rückerstattungsmöglichkeit an. Also habe ich die Fahrt erst gar nicht angetreten (ich hatte Zugbindung). Statt online den Geldbetrag erstattet zu bekommen, da die gebuchte Leistung erst gar nicht angeboten wurde soll ich nun ein umständiges Formular ausfüllen und per Post schicken oder mich im Reisezentrum anstellen.
Kundenfreundlichkeit sieht anders aus, und vermutlich bekomme ich nicht mal mein Geld zurück, da ich ja nen anderen Zug hätte nehmen können ...
Ein sehr zufreidener Kunde ;)

HelAu000
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Tino Groß
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Guten Morgen HelAu000,

um eine Erstattung einzufordern muss eine Verspätung am Zielbahnhof von mindestens 60 min. vorgelegen haben. Trifft dies - durch Nutzung der Alternativverbindung nicht zu - erhalten Sie leider nichts zurück. In allen anderen Fällen nutzen Sie bitte das Fahrgastrechteformular.

Gruß, Tino!

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Tino Groß
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Guten Morgen HelAu000,

um eine Erstattung einzufordern muss eine Verspätung am Zielbahnhof von mindestens 60 min. vorgelegen haben. Trifft dies - durch Nutzung der Alternativverbindung nicht zu - erhalten Sie leider nichts zurück. In allen anderen Fällen nutzen Sie bitte das Fahrgastrechteformular.

Gruß, Tino!

kabo
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Seit wann meldet denn die App "Streichung wegen zu geringer Auslastung"? Außerdem gibt es immer den Link zu "aktuelle Alternativen".

Da stimmt doch was in der Sachverhaltsschilderung nicht.

HelAu000
HelAu000

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Hallo,
Mag sein dass ich die Meldung wegen zu geringer Auslastung nicht in der App sondern durch den Link auf der DB seite gesehen habe. Ausgefallen ist der IC2164 am 7.9. ab Mühlacker 8.24
Da ich zugegeben nur sehr selten Bahn fahre (und wenn ich solche Erlebnisse habe wirds auch nicht öfter werden ) wusste ich nicht dass ich alternative Züge nutzen kann, zudem ist eine Stunde später definitiv keine Alternative mehr gewesen.

HelAu000
HelAu000

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Wir fassen also zusammen, der Anbieter X bietet dem Kunden Y die Ware A an. Y zahlt dafür, aber X beschliesst nun A aus dem Programm zu nehmen, dafür kann Y nun B nehmen, das allerdings nicht dasselbe ist. Y kann mit B nichts anfangen und verzichtet darauf, muss aber dennoch für A bezahlen.
Kein Wunder dass dann sowas entsteht:
https://www.rubikon.news/artikel/schaden-in-der-oberleitung

InsideBahn137830
InsideBahn137830

InsideBahn137830

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@NRW
„Der Zug war doch hier schon Thema“ .
Dann besteht wohl des Öfteren eine technische Störung an diesem Zug,
was die Sache für die Kunden nicht besser macht, gell

HelAu000
HelAu000

HelAu000

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Natuürlich ists so dass der Zug wegen geringer Nachfrage gestrichen wurde. Die Bahn ist so marode, dass sie Ihren kompltten Fahrplan nicht mehr bedienen kann. Daher werden die Züge gestrichen welche zu wenig Nachfrage haben. Genialerweise lässt die Bahn auch noch ihre Kunden für die ausgefallenen Züge bezahlen und schafft es dennoch weit in den roten Zahlen zu stehen...

Wenn ein IC - aus welchem Grund auch immer - komplett ausfällt, entsteht ja wohl die größtmögliche Verspätung (also in jedem Fall über 60 bzw. 120 Minuten). Und in meinen Augen hat der Fahrgast dann nach der Fahrgastrechteverordnung mehrere Möglichkeiten:

Artikel 16
Erstattung oder Weiterreise mit geänderter
Streckenführung
Muss vernünftigerweise davon ausgegangen werden, dass bei
Ankunft am Zielort gemäß Beförderungsvertrag die Verspätung
mehr als 60 Minuten betragen wird, so hat der Fahrgast unverzüglich
die Wahl zwischen
a) der Erstattung des vollen Fahrpreises unter den Bedingungen,
zu denen er entrichtet wurde, für den Teil oder die Teile der
Fahrt, die nicht durchgeführt wurden, und für den Teil oder
die Teile, die bereits durchgeführt wurden, wenn die Fahrt
nach den ursprünglichen Reiseplänen des Fahrgasts sinnlos
geworden ist, gegebenenfalls zusammen mit einer Rückfahrt
zum ersten Ausgangspunkt bei nächster Gelegenheit. Die
Erstattung erfolgt unter denselben Bedingungen wie die Entschädigung
nach Artikel 17;
b) der Fortsetzung der Fahrt oder der Weiterreise mit geänderter
Streckenführung unter vergleichbaren Beförderungsbedingungen
bis zum Zielort bei nächster Gelegenheit; oder
c) der Fortsetzung der Fahrt oder der Weiterreise mit geänderter
Streckenführung unter vergleichbaren Beförderungsbedingungen
bis zum Zielort zu einem späteren Zeitpunkt nach
Wahl des Fahrgasts.

Er hat also die Wahl und muss nicht zwingend die alternative Reisemöglichkeit wählen. Demnach kann er auch von der Fahrt zurücktreten und den vollen Fahrpreis erstattet bekommen.

Tino Groß
Tino Groß

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Hallo Popocate,

da bin ich absolut nicht bei Ihnen. Wenn z. Bsp. am Frankfurter Hauptbahnhof der ICE Sprinter um 15:02 Uhr ausfällt, hat der Fahrgast die Möglichkeit sofort um 15:14 Uhr weiterzufahren. Die Verspätung am Zielbahnhof beträgt somit „nur“ 22 min. Also keine 60 oder 120 min. wie von Ihnen prophezeit und damit hat der Fahrgast kein Recht auf volle Rückerstattung des Fahrpreises. Ihre Aussage ist somit falsch.

kabo
kabo

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Das Servicecenter Fahrgastrechte erstattet das Ticket bei Zugausfall im Regelfall aber voll - auch wenn eine alternative Fahrmöglichkeit mit weniger als 60min Verspätung besteht - obwohl (da schließe ich mich Tino an) nach dem Wortlaut der EU-Fahrgastrechterichtlinie eine Verspätung am Zielort von 60 Minuten erforderlich ist, um von der Fahrt zurücktreten zu können.
Der Ansicht, dass bei Ausfall eines Zuges automatisch eine "unendliche" Verspätung vorliegt, kann ich mich nicht anschließen - das gibt die EU-Fahrgastrechteverordnung nicht her.

Tino, Sie haben recht..... Da hatte ich wohl einen kleinen Denkfehler..... Die Wahlmöglichkeit habe ich erst, wenn ich mit der Alternativverbindung am Zielort mehr als 60 Minuten ankommen würde....

sorry!