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Frage beantwortet

Durch Streckensperrung höheren Fahrpreis zahlen?

Hallo, ich möchte am Sonntag (08.09) von Haren (Ems) nach Hannover fahren. Leider ist ein Streckenabschnitt gesperrt, sodass die Reiseauskunft vorschlägt über Leer oder Münster zu fahren (statt in Rheine umzusteigen). Diese Strecken sind deutlich länger. Dazu kommt, dass ich nun auch 10 Euro mehr als den normalen flexpreis zahlen soll. Schlägt die Bahn Profit aus der Streckensperrung?

FHIL
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kirroyal
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Um vielleicht produktiv noch etwas beizutragen: Die Leistung wird angeboten. Sie wird in der Reiseauskunft nur nicht angezeigt, weil der direkte Weg über Rheine-Osnabrück länger dauert als der (teurere) Umweg über Münster. Sie erhalten den normalen Preis, wenn Sie in der Reiseauskunft als Zwischenhalt Ibbenbüren eingeben.

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Weitere Antworten

"Schlägt die Bahn Profit aus der Streckensperrung?"

--->Um es mal frech zu sagen...JA.
Dieses Problem ist bekannt, wurde hier (und anderswo) schon öfters angesprochen, leider schafft (...oder will?) die DB das nicht, dieses Problem zu lösen.

Sie können maximal im Nachgang versuchen, über den DB-Kundendialog eine Kompensation auf Kulanzbasis zu erhalten...aber ob das Erfolg hat...Keine Ahnung.

Joeopitz
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Wenn wegen einer Sperre eine bestimmte Verbindung nicht gefahren werden kann, werden dafür auch keine Tickets verkauft. Sie haben die Wahl auf die Fahrt zu verzichten oder alternativ einen Umweg zu einem höheren Fahrpreis zu wählen.

Das ist nicht nur bei der Bahn so. Gibt es auf der Autobahn eine Sperrung, so muß ich entweder einen Umweg fahren und habe wegen des höheren Treibstoffverbrauchs auch höhere Kosten, oder ich muß auf die Fahrt verzichten. Niemand schenkt mir Benzin wegen einer Autobahnbaustelle.

Äpfel und Birnen. Neben der Autobahn gibt es meist noch Alternativrouten über Landstraßen, wo der Spritpreis noch im erträglichen Rahmen bleibt. Man muss da nicht teilweise Umwege von 1-2 Stunden fahren. Sag nur als Beispiel Frankfurt-Erfurt-Halle mit Umweg über Kassel.

Joeopitz
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Als Ausgleich gibt es dann mal überraschend die „Happy Hour“ der Bahn. 5 Stunden Bahnfahrt zum Preis von drei.

(4 Stunden Bahnfahrt gebucht. Dazu eine Stunde Verspätung und 25% Erstattung)

Vergleiche hinken meist, aber wenn eine Leistung nicht angeboten werden kann, kann man nicht immer verlangen Mehrleistung ohne weiteres zum gleichen Preis zu bekommen. Wenn es trotzdem angeboten wird, ist das natürlich ein willkommener Service. Teilweise macht das auch die Bahn. Gelegentlich können bei Sperrungen z.B. Fernzüge mit Nahverkehrskarten genutzt werden oder es werden Umwege gestattet. Aber das ist nicht grundsätzlich so.

kirroyal
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Um vielleicht produktiv noch etwas beizutragen: Die Leistung wird angeboten. Sie wird in der Reiseauskunft nur nicht angezeigt, weil der direkte Weg über Rheine-Osnabrück länger dauert als der (teurere) Umweg über Münster. Sie erhalten den normalen Preis, wenn Sie in der Reiseauskunft als Zwischenhalt Ibbenbüren eingeben.

@kirroyal Und das wissen wie viel Prozent der Reisenden, dass man so buchen kann? Und die DB bestätigt das auch noch, anstatt diese Alternative auch normal in der Reiseauskunft anzubieten bzw. einen Hinweistext zu schalten bei der teureren Verbindung. Echt geil. *lol*

Leo
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"Das ist nicht nur bei der Bahn so. Gibt es auf der Autobahn eine Sperrung, so muß ich entweder einen Umweg fahren und habe wegen des höheren Treibstoffverbrauchs auch höhere Kosten, oder ich muß auf die Fahrt verzichten. Niemand schenkt mir Benzin wegen einer Autobahnbaustelle.

Joeopitz

vor circa 2 Stunden

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Bahnfr0sch

Äpfel und Birnen. Neben der Autobahn gibt es meist noch Alternativrouten über Landstraßen, wo der Spritpreis noch im erträglichen Rahmen bleibt. Man muss da nicht teilweise Umwege von 1-2 Stunden fahren. Sag nur als Beispiel Frankfurt-Erfurt-Halle mit Umweg über Kassel.

Bahnfr0sch

vor circa einer Stunde"

Wenn ich mit dem Auto über die Autobahn fahre, zahle ich nur für die tatsächlich gefahrenen Kilometer - und nicht für historische Umwege die ich gar nicht mehr nehme - und geschweige dann auch noch einen Express-Zuschlag...

(Hintergrund: Die Neubaustrecke Köln - Frankfurt ist wesentlich kürzer als über Koblenz, sollte also nach Autofahrer-Logik billiger sein. Nach Bahn-Logik bleibt es selbstverständlich bei der historischen Tarif-Entfernung gemäß der geschwungenen Altstrecke am Rhein entlang. Zusätzlich wird noch ein heftiger Express-Aufschlag von 25,50€ im Vergleich zu ICEs über Koblenz erhoben.)

kirroyal
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@Bahnfr0sch: Was soll die DB denn sonst bestätigen? Immerhin besser, als die vorherige Antwort ("entweder mehr zahlen oder verzichten"). Anders als von FHIL angenommen, ist die Strecke ja überhaupt nicht gesperrt. Dass die Reiseauskunft schnellere Verbindungen bevorzugt ist kein Geheimnis. Ich sehe auch gerade, dass man die Verbindung sogar ohne Zwischenhalt findet, wenn man den Haken bei "schnelle Verbindungen bevorzugen" rausnimmt.

Joeopitz
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Joeopitz

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@Leo

„Die Neubaustrecke Köln - Frankfurt ist wesentlich kürzer als über Koblenz, sollte also nach Autofahrer-Logik billiger sein.“
-> Seit fast 15 Jahren (genau seit dem 12. Derzember 2004) werden die Preise im Fernverkehr der Bahn nicht mehr nach Tarifkilometern berechnet, Es gilt ein überwiegend Strecken- und Produktbezogenes Tarifsystem. Schnellfahrende Züge sind teurer als langsamere, genauso wie eine zeitkürzere Verbindung über eine Schnellfahrstrecke teurer ist, als die zeitaufwendigere Strecke die sich durch die Landschaft schlängelt. Wenn Du bereit bist, für eine entsprechende Zeitersparnis etwas mehr zu bezahlen, dann nimm die Schnellfahrstrecke. Möchtest Du günstiger Reisen, dann kannst Du nach wie vor die Strecke entlang des Rheins nehmen. Landschaftlich auch deutlich schöner.

Spar- und Supersparpreise werden nach Angebot und Nachfrage (Auslastung) verkauft und haben noch weniger mit der Entfernung zu tun. Fahrpreise die hauptsächlich von den Tarifkilometern abhängen gilt es nur noch im Regionalverkehr.

Zudem beruht die ganze Diskussion hier auf einen Irrtum des Fragestellers. Der ging fälschlich davon aus, das es eine Streckensperrung und deshalb eine Umleitung gibt. Außer kirroyal sind wir alle auf diesen Fake von FHIL reingefallen.

Letztlich lässt sich alles auf das schon lange bekannte Problem zurückführen, das die Verbindungsauskunft die Strecken mittels Algorithmen absucht und dabei manchmal suboptimale Ergebnisse geliefert werden. Manche Verbindungen lassen sich erst mit Hilfe von umständlichen Handständen finden, andere überhaupt nicht. Der Durchschnittsbahnfahrer kommt meist nicht auf die Idee mit solchen Tricks zu buchen. Man muß auch erst mal wissen oder ahnen, das es noch andere Verbindungen gibt, die für mich besser oder günstiger sind.