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Supersparpreis EU -Ticket ohne Stornomöglichkeit / Erstattung von Steuern und Gebühren?

Das Ticket wurde für Hin- und Rückreise gekauft. Die Rückreise war krankheitsbedingt zum angegeben Termin nicht möglich.
Die Reiseversicherung verlangt, Steuern und Gebühren erstatten zu lassen. Ist das generell richtig? Gilt das ggf. auch für den Supersparpreis EU?

Ruthrud
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Sparflieger
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Bei Flugscheinen werden anfallenden Steuern auf dem Ticket ausgewiesen. Beim EU Supersparpreis gibt es derartige Steuern und Gebühren nicht und können somit auch nicht ausgewiesen oder erstattet werden.

Ihre Versicherung kann dies von daher bei Bahnreisen nicht verlangen.

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Leo
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Fluggesellschaften wurden dazu verurteilt, zumindest Steuern und Gebühren zurückzuzahlen. Immerhin gilt für die DB ja wohl deutsches Recht:

https://www.fvw.de/biztravel/news/steuer-erstattung-wettb...

Bei der selbstherrlichen Bahn hat das aber anscheinend noch niemand durchgesetzt.

Normalerweise sollte die Versicherung das doch durchsetzen.

Da sieht man, wie sinnvoll solche Versicherungen sind...

Sparflieger
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Bei Flugscheinen werden anfallenden Steuern auf dem Ticket ausgewiesen. Beim EU Supersparpreis gibt es derartige Steuern und Gebühren nicht und können somit auch nicht ausgewiesen oder erstattet werden.

Ihre Versicherung kann dies von daher bei Bahnreisen nicht verlangen.

Tino Groß
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Aber Hauptsache unser Leo hat mal wieder einen rausgehauen. Ihr Hass in Ehren. Aber kann man den auch irgendwie bremsen?

Leo
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Und was ist mit der MWSt.?

"Aber Hauptsache unser Leo hat mal wieder einen rausgehauen. Ihr Hass in Ehren. Aber kann man den auch irgendwie bremsen?"

Ganz einfach: Die Bahn macht das, was man nach dem gesunden Menschenverstand erwartet (25% vom Sparpreis zu Unrecht gespart => Nachforderung 25% vom Sparpreis - und nicht 25% oder gar 50% vom Flexpreis) bzw. wozu in vergleichbaren Fällen Urteile ergingen.

Geht es vielleicht insgesamt etwas sachlicher: Wieso erlaubt sich die Bahn etwas, was Fluggesellschaften gerichtlich verboten wurde?

DB
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@Sparflieger

Wie kommen Sie darauf, dass auf den Tickets keine Steuern ausgewiesen werden? /ti

Sparflieger
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Bei den zu erstattenden Steuern und Gebühren geht es nicht um die Mehrwertsteuer.

Hier geht es um die im Flugschein ausgewiesenen Flughafensteuern, Landegebühren, Kerosinsteuern oder sonstige durch die Reisenden zu zahlenden Einreisesteuern oder Entgelte, je nach Flugziel können dies mehr als 20 Einzelposten sein.

Die o.g. Steuern und Gebühren müssen auf der Rechnung und im Ticket getrennt vom Flugpreis ausgewiesen werden.

Im Bahnverkehr gibt es diese Steuern/Gebühren derzeit nicht, ich habe von irgendwelchen Einreisegebühren oder ausgewiesenen Stationsentgelten noch nichts gehört.

DB
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Team

@Sparflieger: Okay, so meinen Sie das. /ch

Leo
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„Bei den zu erstattenden Steuern und Gebühren geht es nicht um die Mehrwertsteuer.
Hier geht es um die im Flugschein ausgewiesenen Flughafensteuern, Landegebühren, Kerosinsteuern oder sonstige durch die Reisenden zu zahlenden Einreisesteuern oder Entgelte, je nach Flugziel können dies mehr als 20 Einzelposten sein.“

Danke für dieses SACHLICHE Gegenargument! (Damit beruhigt man mich viel besser als mit wüsten Pöbeleien.) Ja, das ist mir bekannt, ich hab jetzt mal einen Flugschein gecheckt:

„National/international Charge / Nationaler/Internationaler Zuschlag
EUR 41.49OY EUR 7.51DE EUR 23.26RA EUR 17.18CA EUR
1.00XG EUR 1.99XQ EUR 19.89SQ“

So etwas findet man in der Tat auf keiner Bahnfahrkarte (und MWSt wird dagegen anscheinend bei Flügen nicht fällig).

„Im Bahnverkehr gibt es diese Steuern/Gebühren derzeit nicht, ich habe von irgendwelchen Einreisegebühren oder ausgewiesenen Stationsentgelten noch nichts gehört.“

Ich erinnere mich noch sehr gut an 2001; auf den hier beschriebenen Walk-Around vor dem Rückflug kam ich damals selbstständig: Im Zweifelsfall immer Angestellten des Flughafens oder von Fluggesellschaften nach, die müssen den happigen Zuschlag nämlich auch zahlen:

https://www.sydneycloseup.com/airport-fees-sydney-trains/

Etwas näher fällt mir spontan der Diabolo-Zuschlag ein:

https://www.belgiantrain.be/de/tickets-and-railcards/airp...

„Zuschlag von 5,40 € pro Fahrt
• Zusätzlich zu Ihrem Ticket
• Der Diabolo-Zuschlag ist automatisch in den meisten Tickets vom oder ab Brussels Airport – Zaventem inbegriffen“

„Die o.g. Steuern und Gebühren müssen auf der Rechnung und im Ticket getrennt vom Flugpreis ausgewiesen werden.“

Ob das beim Diabolo-Zuschlag der Fall ist? Der wird auch von der DB berechnet. Beispiel: Supersparpreise ab 13.11. von Köln nach Brüssel Süd oder Brüssel Flughafen:

Köln – Brüssel-Süd: ab 19,90€
Köln – Brüssel Flughafen: ab 25,30€
Differenz: 5,40€ - passt!

Bei einer Fahrkarte EXPLIZIT nach Brüssel Flughafen berechnet die belgische Bahn den Diabolo-Zuschlag automatisch, Leute mit Pauschaltickets (analog zur Bahncard100 etwa) müssen ihn dagegen separat bezahlen.

Ich habe mich jetzt intensiver mit dem Thema beschäftigt:

http://passagierrechte.org/Flugstornierung

„Die Fluggesellschaft muss aber auf jeden Fall alle Kosten erstatten, die aufgrund der Stornierung des Tickets wegfallen. Das gilt insbesondere für Steuern und Gebühren, da diese nur dann anfallen, wenn der Passagier auch am Flughafen abgefertigt wurde.“

Daher sehe ich ein, das die MWSt nicht erstattet wird, da sie ja bei Nichtantritt der Fahrt trotzdem anfällt. Und da der Diabolo-Zuschlag dummerweise auch sofort bei der Buchung kassiert wird kann ich auch dessen Nicht-Erstattung aus Sicht der DB nachvollziehen. (Allerdings frage ich mich, wieso ihn der Kunde nicht auf Wunsch wie auch bei Pauschal-Fahrausweisen separat kaufen kann, aber dafür ist natürlich die belgische Bahn zuständig.)

An anderer Stelle hat mich obige Website jetzt aber nachdenklich gemacht:

„Rechtlich gesehen handelt es sich bei der Buchung eines Flugs um einen Werkvertrag. Grundsätzlich dürfen beide Vertragsparteien – auf die Gültigkeit dieses Vertrags vertrauen. So sieht § 649 BGB vor, dass die Airline auch im Falle einer Stornierung durch den Passagier Anspruch auf den vereinbarten Preis hat. Allerdings gelten dafür Modifikationen. Die Airline muss versuchen, das Ticket an andere Passagiere zu verkaufen. Gelingt ihr der Wiederverkauf des stornierten Tickets, muss sie den Verkaufserlös vom einbehaltenen Ticketpreis abziehen.“

Sparflieger
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Hallo Leo,

ich kann nicht sehen, dass ich hier wüst gepöbelt habe.

Zu Ihrem Beispiel Diabolo:

Dieser Zuschlag wird vom Eisenbahnunternehmen auf Grund tariflicher Bestimmungen selber erhoben und nicht von Seiten Dritter.

Bei den von mir genannten Beträgen handelt es sich bis auf den Kerosinzuschlag um von Dritten erhobene "Zuschläge", auch diese dürfen auf Grund staatlicher Vorgaben nicht alle erstattet werden, so bekommen Reisende in die USA im Falle von nicht erstattbaren Tickets recht wenig zurück, man bessert hier wohl den Haushalt ein wenig auf.

Dies nur zur Info.

Fast alle Airlines haben im Regelwek hinterlegt, dass im Falle von Tarifen Nonref diese Zuschläge ebenfalls nicht erstattet werden.