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Wie gehe ich mit dem Fahrgastrechte-Formular um bei mehreren Tickets für Teilstrecken?

Hallo,

auf grenzüberschreitenden Fahrten (in diesem Fall Deutschland/Schweiz) kann man bei online-Ticket (im Gegensatz zu Tickets vom Automaten oder Reisezentrum) nur eine einzige Reduktionskarte angeben. Hat man also wie in meinem Fall eine BahnCard 50 und das schweizerische Halbtax-Abo, so ist man bei der Online-Buchung gezwungen zwei Tickets getrennt zu kaufen, sofern man 50% Rabatt auf der ganzen Strecke nutzen will. Beide Tickets kann man bei der DB kaufen, sofern Start oder Ziel in Deutschland liegen: einmal die Strecke nur in Deutschland mit BahnCard 50 bis zur Grenze, und das andere mal dem Halbtax-Abo ab der Grenze (auf deutscher Seite) bis zum Ziel.

Wie ist es dann bei Verspätungen: kann man die Online-Tickets mit den Teilstrecken gemeinsam mit dem Fahrgastrechte-Formular einreichen? Oder gehen Nutzer von Online-Tickets in diesem Fall leer aus?

Grüße
Rolf Schneider

rlfschndr
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Bei der SBB kann man übrigens problemlos Bahncard UND Halbtax angeben - und hat dann hochoffiziell die INTERNATIONALEN Fahrgastrechte. Für Leute mit Kreditkarte ohne Umrechnungsgebühr bei Flexpreisen eine gute Alternative.

Bei der Stückelungs-Variante zahlt man aber auch das Stückchen bis zur Grenze evtl. doppelt oder zumindest teurer (mit 15% Halbatx-Rabatt auf das Deutsche Teilstück statt 50% Bahncard-Rabatt).

Es sind dann 2 Beförderungsverträge, die eigentlich getrennt zur Erstattung eingereicht werden müßten, wobei der 2. Teil für die Schweiz nichts bringt, wenn man mit einem anderen Zug ab dem angeblichen Starts dieses Tickets mit weniger als 60 Minuten Verspätung angekommen wäre.

Hallo. Beide Ermäßigungs-/Reduktionskarten können Sie im personenbedienten Verkauf in einem DB Reisezentrum berücksichtigen lassen und dann erhalten Sie auch eine Fahrkarte. Alternativ können Sie bei der SBB Ihr Ticket kaufen. Wenn Sie jedoch zwei getrennte Beförderungsverträge (A → B und B → C) erwerben, kann entsprechend nur die Verspätung ab 60 Minuten am Zielbahnhof B (für Fahrkarte A → B) entschädigt werden. Gleiches gilt für die Fahrkarte von B → C, wenn Sie dort ebenfalls mit mindestens 60 Minuten Verspätung am Zielbahnhof C ankommen. /ch

rlfschndr
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Danke für die Antworten.

Da die Buchung via SBB m.E. teurer ist (das ist mein persönlicher Eindruck und mag an Währungseffekten liegen) und es dazu weder Rabattaktionen (à la Nutella etc.) noch Bonusprogramm gibt, werde ich bei der Buchung bei der DB bleiben.

Den Betrag beim Grenzübergang kann man bei "Basel Bad"/"Basel SBB" vernachlässigen.

Aber es ist interessant, dass die DB für Tickets, die sie selbst (am Automaten/im Reisezentrum) verkauft, beim Online-Kauf den Kauf bei der SBB empfielt. Das ist wenigstens ehrlich, das schätze ich!

Eine Regelung solcher Fälle wird m.W. von der EU diskutiert, insofern gibt es Hoffnung. Immerhin kann man das Ganze als Diskriminierung sehen (hier muss ich selbst seufzen, weil das in mehrfacher Sicht eine sehr "billige Keule" ist), weil man in allen drei Fällen (Online (hier zahlt man sogar mehr, weil 15$ statt 50% im Grenzübergang), am Automaten, im Reisezentrum) das Gleich zahlt, aber unterschiedliche Rechte hat.

Danke für da Aufzeigen der Möglichkeiten (und der Limitierungen)

Rolf Schneider