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Frage beantwortet

An wen muss ich mich wenden um mich über den 19€ Aufschlag bei Fahrkartenkauf im IC zu Beschweren?

Bin Gestern von Düsseldorf nach Hamburg gefahren. Ich war spät dran und der IC hat 10 Min. Verspätung. Über die Handy-App und am Automaten konnte ich keine Fahrkarte mehr kaufen. Reise-Center war auch zu spät. Also in den Zug gestiegen um dort eine Fahrkarte zu kaufen. Muss dazu sagen das ich es schon öfter gemacht habe und immer eine Karte zum Flex-Preis bekommen habe. Gestern musste ich aber 19€ Aufschlag bezahlen. Ist es überhaupt erlaubt Aufschlag zu nehmen wenn man keine Fahrkarte für diesen Zug Buchen kann? Hätte man mich bei den vorherigen Malen nicht darauf Aufmerksam machen müssen das ich einen Aufschlag zahlen muss?

Jo1955
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Die Antwort wurde von DB Bahn bestätigt

Tickets erhalten Sie online oder am Automaten bis zu 5 Min. vor der fahrplamäßigen Abfahrzeit des Zuges.

Ansonsten: Beförderungsbedingungen:

3.8.2 Statt des erhöhten Beförderungsentgeltes kann der Reisende in Zügen, in denen ein Verkauf von Fahrkarten (einschließlich Übergang/Umweg) stattfindet, den festgesetzten Bordpreis
zahlen, wenn er dem Zugbegleitpersonal bei der Prüfung der Fahrkarten unaufgefordert meldet,
dass er keine gültige Fahrkarte besitzt und sofort eine Fahrkarte erwirbt. Diese Regelung gilt
nicht, wenn der Reisende seiner Verpflichtung zum Kauf der Fahrkarte beim Triebfahrzeugführer vor Abfahrt des Zuges bzw. nach Betreten des Fahrzeuges an den Automaten gemäß Nr.
2.1 bestimmter Nahverkehrszüge oder zum Kauf einer Antrittsfahrkarte gemäß Nr. 2.2 nicht
nachgekommen ist. Der Bordpreis entspricht der Summe (i) des Flexpreises nach Berücksichtigung eines etwaigen BahnCard-Rabattes und (ii) eines Aufschlags auf diesen Flexpreis. Für
Fahrkarten der Produktklassen ICE und IC/EC beträgt der Aufschlag nach (ii) 19,00 €. Für Fahrkarten der Produktklasse C beträgt der Aufschlag nach (ii) 10 %, mindestens 2 €, höchstens
10 €.

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Tickets erhalten Sie online oder am Automaten bis zu 5 Min. vor der fahrplamäßigen Abfahrzeit des Zuges.

Ansonsten: Beförderungsbedingungen:

3.8.2 Statt des erhöhten Beförderungsentgeltes kann der Reisende in Zügen, in denen ein Verkauf von Fahrkarten (einschließlich Übergang/Umweg) stattfindet, den festgesetzten Bordpreis
zahlen, wenn er dem Zugbegleitpersonal bei der Prüfung der Fahrkarten unaufgefordert meldet,
dass er keine gültige Fahrkarte besitzt und sofort eine Fahrkarte erwirbt. Diese Regelung gilt
nicht, wenn der Reisende seiner Verpflichtung zum Kauf der Fahrkarte beim Triebfahrzeugführer vor Abfahrt des Zuges bzw. nach Betreten des Fahrzeuges an den Automaten gemäß Nr.
2.1 bestimmter Nahverkehrszüge oder zum Kauf einer Antrittsfahrkarte gemäß Nr. 2.2 nicht
nachgekommen ist. Der Bordpreis entspricht der Summe (i) des Flexpreises nach Berücksichtigung eines etwaigen BahnCard-Rabattes und (ii) eines Aufschlags auf diesen Flexpreis. Für
Fahrkarten der Produktklassen ICE und IC/EC beträgt der Aufschlag nach (ii) 19,00 €. Für Fahrkarten der Produktklasse C beträgt der Aufschlag nach (ii) 10 %, mindestens 2 €, höchstens
10 €.

"Ist es überhaupt erlaubt Aufschlag zu nehmen wenn man keine Fahrkarte für diesen Zug Buchen kann?"

Ja, ist es. Nennt sich Bordzuschlag: https://community.bahn.de/questions/1881565-wegen-gestohl...
Dass Sie zu spät dran waren, im Vorfeld ein Ticket zu kaufen, daran ist ja die Bahn nicht schuld...

An wen Sie sich wegen einer Beschwerde wenden können: an den Kundendialog. https://www.bahn.de/p/view/hilfe/bahn_de/mail.shtml?dbkan...
Wahrscheinlich werden Sie da auf wenig Verständnis treffen.

-->"Hätte man mich bei den vorherigen Malen nicht darauf Aufmerksam machen müssen das ich einen Aufschlag zahlen muss?"<--

Warum? Sei froh, dass du ihn bei den letzten Fahrten erlassen bekommen hast.

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"Ist es überhaupt erlaubt Aufschlag zu nehmen wenn man keine Fahrkarte für diesen Zug Buchen kann?"

Wenn man tatsächlich auf analogem Weg keine Fahrkarte buchen KANN - weil z.B. der Automat am Bahnhof defekt und alle Schalter geschlossen sind - darf der Bordzuschlag nicht erhoben werden.
Sie hätten aber, wenn Sie zeitig genug am Bahnhof gewesen wären, die Möglichkeit dazu gehabt.
Insofern: ja, das ist erlaubt. Und ich schließe mich Maverick an: freuen Sie sich, dass die Zugbegleiter in den anderen Zügen da großzügig waren und auf den Zuschlag verzichtet haben.

Braunschweiger
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Hier haben wir das klassische Problem, dass der Verkauf inzwischen nicht mehr nach der tatsächlichen sondern nach der planmäßigen Abfahrtszeit des Zuges organisiert ist.

Mal ein Beispiel mit fiktiven Uhrzeiten: Fährt der IC laut Fahrplan um 19.00 können Karten in der app und am Automaten bis 18.55 Uhr verkauft werden.
Nun fährt der IC statt um 19.00 erst um 19.10 Uhr ab (die 10 Minuten Verspäütung aus der Frage). Der Verkauf endet aber nicht erst um 19.05 sondern trotzdem schon um 18.55 Uhr.
Falls Jo1955 im Zeitfenster 18.55 - 19.05 am Bahnhof ankommt und versucht eine Karte zu erwerben, dann ist der Bordpreis zu unrecht verlangt worden weil es eben rein technisch nicht möglich war.

@Jo1955: In diesem speziellen Fall könnte es also sein, dass der Bordpreis nicht hätte erhoben werden dürfen. Im Allgemeinen hätten Sie den aber wohl schon öfters zahlen müssen und er ist aus Kulanz nicht erhoben worden.

In meinen Augen wäre es fair, dieses Mal zu zahlen und nun zu wissen, wie der Kartenverkauf geregelt ist - falls Sie sich beschweren wollen, könnte das - mit der Schilderung der tatsächlichen Uhrzeiten und Orte, an denen es kein Ticket mehr gab - über den Kundendialog erfolgreich sein.

@Benutzerin: Niemand schreibt den Kunden vor, wann Sie am Bahnhof zu sein haben - genau dafür gibt es den Bordpreis ja.

Hustensaft
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Im Zweifelsfall wenden Sie sich an den Kundendialog - wenn die Buchung mit dem Navigator tatsächlich nicht möglich war, sehe ich gewisse Chancen auf eine Erstattung im Wege der Kulanz.

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@Braunschweiger
Natürlich schreibt das den Kunden niemand vor. Aber wenn sie, weil sie ein Ticket aufgrund der Abfahrtszeitregelung nicht mehr kaufen können, dann ohne Ticket in den Zug steigen, müssen sie halt den happigen Bordzuschlag zahlen.

Evtl. eine Möglichkeit: einfach ein Flexticket für die nächste Verbindung (Wegevorschrift beachten) kaufen.

Hallo. Hier wurde die Frage ja schon von mehreren richtig beantwortet. Die zusätzliche Forderung des Bordpreises war in Ordnung.

Braunschweiger - Der Verkauf fand vorher auch schon zur fahrplanmäßigen Abfahrtszeit statt. Das liegt daran, dass die Verspätungsangaben Prognosen sind, also nur ein Richtwert, keine feste Angabe. Diese Angabe kann entsprechend auch angepasst werden. Es ist schon ab und zu vorgekommen, dass ein Zug mit 10 Minuten Verspätung angezeigt wurde und dennoch pünktlich kam. Daher sollte man immer rechtzeitig am Bahnhof sein, was auch für den Ticketkauf gilt. /no

Braunschweiger
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DB/no: Und wie verhalte ich mich, wenn wie geschildert dann doch kein Fahrkartenverkauf möglich ist? Das Beispiel mit den 10 Minuten ist ja ein sehr knappes, von daher bin ich imkonkreten Fall bei Ihnen. Mit einer Verspätungsprognose von - sagen wir - 45 Minuten und einer Ankunft am Bahnhof 20 Minuten nach der geplanten (aber immerhin 25 Minuten vor der tatsächlichen) Abfahrt würde das nicht kaufen können eines Flexpreises für die letzte Verbindung des Tages ja ganz genauso "funktionieren".

Wenn man weiß, dass man eine Fahrkarte kaufen muss, hat man zwei Möglichkeiten. Entweder man bucht das Ticket rechtzeitig online oder fährt pünktlich zum Bahnhof. Gerade online ist es ja schnell gebucht. Sollte man ein Flexpreis buchen wollen, kann man auch einfach die nächste Verbindung buchen. Da diese Tickets ja nicht zuggebunden sind, kann auch ein früherer Zug als gebucht genutzt werden. /no