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Frage beantwortet

Forderung der Nachzahlung trotz gültigem Hundeticket

Liebe DB Service Community,

Folgender Sachverhalt: Ich habe für meine Partnerin für den 26.06.2019 online eine Fahrkarte inkl. Hundeticket von Leiden Centraal (NL) nach Berlin gebucht. Die Online-Auskunft der Bahn sieht in diesem Fall vor, zusätzlich zum Ticket eines Erwachsenen ein Kinderticket zwischen 6 und 14 Jahren zur Buchung hinzufügen. Im weiteren Verlauf der Buchung wurde außerdem verlangt, das Alter des "Kindes" anzugeben, welches ich mit "6" angegeben habe. Der Gesamtpreis des Tickets (Sparpreis Europa") lautete schließlich 38,80 EUR (inkl. Portogebühren nach NL).

Das Ticket weißt ausdrücklich "1 Erwachsener" und " 1 Kind 6 J" aus. Bei der Fahrkartenkontrolle wurde meine Partnerin (in Begleitung ihres Hundes) jedoch ausgesprochen unfreundlich darauf hingewiesen, dass ihr Ticket lediglich ein Kind zwischen 0 und 6 (sic!) Jahren beinhalten würde und sie deshalb sofort 50% des vollen Ticketpreises nachzuzahlen hätte. Auch nach längerer Diskussion bestand die Schaffnerin auf der Nachzahlung (zum Preis von 46,00 EUR).

Schon allein technisch wär es mir online unmöglich gewesen, ein Erwachsenenticket plus ein Kinderticket für 0 bis 6 Jahre zu buchen (die Auswahlmöglichkeit ist entweder 0-5 oder 6-14 J). Ich habe mich also bei der Buchung vollständig korrekt und im Einklang mit der Anleitung zur Buchung eines Hundetickets verhalten. Wie der spätere Gesamtpreis zustande kommt, liegt nicht in meiner Hand.

Ich möchte daher gerne offiziell Beschwerde bei der Deutschen Bahn einreichen und die zu viel gezahlten 38,80 EUR vollständig zurückerstattet bekommen. Die Originalbelege liegen mir vor und können von mir bereitgestellt werden.

Leider fällt meine Beschwerde nicht unter die offiziellen Fahrgastrechte (keine Entschädigen wegen Verspätung o. ä.), ich möchte mich daher bei Ihnen erkundigen, an welche Adresse ich mich zu richten habe. Alternativ wäre ich Ihnen sehr verbunden, wenn Sie mein Anliegen möglicherweise direkt an die/den Verantwortliche/n weiterleiten könnten.

Haben Sie herzlichen Dank für Ihre Zeit und Mühe in dieser Sache. Ich weiß es zu schätzen.

Mit besten Grüßen,
Fedor Unterlöhner

KarlKummer
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kabo
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Das Problem ist, dass es einen Unterschied zwischen Kind und Hund gibt.

Kinder sind kostenlos, wenn Sie von einem Elternteil begleitet werden. Hunde sind immer kostenpflichtig.

Was Sie gebucht haben, war ein Ticket für einen Erwachsenen und ein kostenloses Kind. Sie hatten aber kein Kind dabei (das kostenlos war), sondern ein Hund (der kostenpflichtig war).

Sie haben für Ihren Hund also nichts bezahlt (weil Sie bei der Buchung so getan haben, als wäre der Hund ein Kind, das in Begleitung von Eltern fährt).

Dass Sie für den Hund nachzahlen mussten, war also korrekt.

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Weitere Antworten

Hallo KarlKummer,

die Forderung seitens der Deutschen Bahn ist vollkommen korrekt. Auf ihrem Fahrschein war lediglich ein Familienkind eingetragen. Denn eigene Familienkinder sowie Enkel reisen in Begleitung von Eltern bzw. Großeltern kostenfrei. Dies regeln die Beförderungsbedingungen. Hunde benötigen einen eigenen - separaten - Fahrschein und zwar ausschließlich aus dem Automaten, DB Reisezentrum oder online über den Postversand. Ein Online Ticket ist für Hunde ungültig. In ihrem Fall hat der auf dem Ticket angegebene Hund (bzw. in Ihrem Fall das Kind) nichts bezahlt. Demzufolge ist der Hund kostenfrei unterwegs gewesen. Die Nachlösung im Zug zum Bordpreis war somit vollkommen korrekt.

Gruß, Tino!

kabo
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Das Problem ist, dass es einen Unterschied zwischen Kind und Hund gibt.

Kinder sind kostenlos, wenn Sie von einem Elternteil begleitet werden. Hunde sind immer kostenpflichtig.

Was Sie gebucht haben, war ein Ticket für einen Erwachsenen und ein kostenloses Kind. Sie hatten aber kein Kind dabei (das kostenlos war), sondern ein Hund (der kostenpflichtig war).

Sie haben für Ihren Hund also nichts bezahlt (weil Sie bei der Buchung so getan haben, als wäre der Hund ein Kind, das in Begleitung von Eltern fährt).

Dass Sie für den Hund nachzahlen mussten, war also korrekt.

KarlKummer
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Hallo Tino und Kabo,

herzlichen Dank für eure hilfreichen Antworten. Laut https://www.bahn.de/p/view/angebot/zusatzticket/hunde.shtml ist ein gültiges Ticket für einen Hund folgendermaßen zu kaufen:
"Buchung: Geben Sie bei der Buchung an, dass ein Kind von 6-14 Jahren ohne Begleitung verreist und wählen Sie Versand per Post. Hundetickets können nicht als Online- oder Handytickets zur sofortigen Verwendung online gebucht werden. In diesem Fall empfehlen wir, die Tickets am Automaten oder im Reisebüro zu kaufen."
Diese Anleitung ist missverständlich. Hier wird ausdrücklich nicht darauf hingewiesen, dass solch ein Ticket als separater Fahrschein gekauft werden muss ("Geben Sie bei der Buchung an (...)"). Ich habe es so interpretiert, dass der Vorgang während der eigentlichen Ticketbuchung zu tätigen ist (und außerdem den Zusatz "ohne Begleitung" nicht richtig eingeordnet). Darüber hinaus war das Ticket kein Online-Ticket, sondern ein per Post versandtes Papier-Ticket.
Vielleicht würde man dem Fahrgast einen Gefallen tun, wenn man die oben genannten Bedingen klarer und unmissverständlich(er) formulieren könnte. Dieser Buchungsprozess ist potenziell fehleranfällig und ich werde nicht der Einzige gewesen sein, der so ein falsches Ticket gebucht hat.

kabo
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Der Knackpunkt ist halt das "ohne Begleitung".
Sie haben ein Ticket für ein Kind mit elterlicher Begeltung gebucht, woduch das Kind kostenlos bleibt - das ist aber nur für echte Kinder erlaubt, nicht für Hunde.

Edit: Mein Beitrag hat sich mit dem Beitrag des Fragestellers überschnitten, deshalb weitgehend gelöscht..

"Vielleicht würde man dem Fahrgast einen Gefallen tun, wenn man die oben genannten Bedingen klarer und unmissverständlich(er) formulieren könnte. Dieser Buchungsprozess ist potenziell fehleranfällig und ich werde nicht der Einzige gewesen sein, der so ein falsches Ticket gebucht hat."
-> Da haben Sie ganz sicher recht. Ähnlich Fälle hatten wir hier auch schon. Und zwar mehrmals.

Benutzerin
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In diese Falle tappen z.T. auch Reisende, die tatsächlich ein mitreisendes Kind, das aber kein 'Familienkind' ist, buchen wollen...

Intelligent (im Sinne der Kundenfreundlichkeit) wäre es, bei der Online-Buchung folgende Optionen anzubieten.

  • Familienkind (in Begleitung von Eltern- oder Großelternteil)
  • Kind
  • Hund

KarlKummer
KarlKummer

KarlKummer

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Vielen Dank an alle für die Hilfe und Auskunft. Der Vorschlag von "Benutzerin", den Buchungsprozess transparenter zu machen, würde in der Tat helfen Missverständnisse von Beginn an auszuräumen. Ich persönlich weiß es beim nächsten Mal besser.