Nach oben

Diese Frage wartet auf Beantwortung

Weiterentwicklung DB Mitfahrer-App

Liebes Team,

als Journalist (und häufigen Bahnkunden) würde mich interessieren, warum die DB Mitfahrer-App nicht mehr weiterentwickelt wird?

Im Google Play Store berichten Nutzer seit mehreren Monaten, dass die App praktisch nicht mehr nutzbar ist: https://play.google.com/store/apps/details?id=de.canoco.d...

Auch auf der offiziellen Bahnseite wird die App nicht mehr geführt: https://www.bahn.de/p/view/service/mobile/index.shtml

Warum ist der Support für dieses schöne Produkt eingestellt worden?

Vielen Dank und mit bestem Gruß,
Lino Wirag

LWirag
LWirag

LWirag

Ebene
0
12 / 100
Punkte

Antworten

zeka
zeka

zeka

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

Diese Community ist dafür gedacht, dass Bahnkundinnen auf die Fragen anderer Bahnkunden antworten.
"Wir haben mit „Meine Frage – Deine Antwort“ eine Service-Community geschaffen, um den Nutzern einen hilfreichen Austausch zu ermöglichen und Fragen rund um die Reise mit der Bahn zu stellen. Dabei steht die Idee „Kunden helfen Kunden“ im Vordergrund und wird durch die Moderation des DB Bahn-Teams unterstützt."

Kontakt zur Bahn können Sie über die Servicenummer 0180 6 996633 (20 ct/Anruf aus dem Festnetz, Tarif bei Mobilfunk max. 60 ct/Anruf), die Social-Media-Kanäle (Twitter/Facebook) oder hier https://www.bahn.de/p/view/hilfe/bahn_de/mail.shtml?dbkan... aufnehmen.

Bertosch
Bertosch

Bertosch

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

@ zeka

„Diese Community ist dafür gedacht, dass Bahnkundinnen auf die Fragen anderer Bahnkunden antworten.“

Hier in der Community antworten nicht nur Bahnkundinnen, sondern auch Bahnkunden ;)

zeka
zeka

zeka

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

@Bertosch: Ich weiß und du hast Recht. Ich wurde aber auch mehr oder weniger freundlich darauf hingewiesen, dass die Verwendung des "Dschändersternchen"s "gequirlter Blödsinn" ist, den ich doch bitte lassen soll. Daher variiere ich in meinen Antworten gerade zwischen Bahnkunden und Bahnkundinnen, um Frauen und Männer gleichermaßen zu berücksichtigen.
Und so wie Bahnkundinnen (wie z.b. Benutzerin und ich) bislang unter Bahnkunden subsumiert werden (Idee der Community: "Kunden-helfen-Kunden"), können sich doch auch Bahnkunden (wie z.B. du und Lino Wirag) unter Bahnkundinnen subsumieren lassen...? ;)

Leo
Leo

Leo

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

https://www.openpetition.de/petition/online/hoert-auf-zu-...

Ich übe mittlerweile eine neue Lesetechnik, das alberne - *Inn auszublenden.

Gibt es da noch kein Firefox-Add-on für?

(Meine Freundin findet das ganze auch albern und sich nicht diskriminiert...)

Ach ja, der Nachbarskater, der oft zu besucht kommt, ist ja auch nicht pikiert, wenn wir ihn Katze nennen...

Joeopitz
Joeopitz

Joeopitz

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

Hier wird auf Fragen rund um den Personenverkehr der Deutschen Bahn geantwortet.
Ob ein Fragesteller oder einer Fragestellerin die Frage stellt sollte sekundär sein. Wichtig ist eine hilfreiche Antwort. Ob Sie von einem Kunden oder einer Kundin kommt ist doch sowas von egal.
Sprache hat sich mit der Menschheit entwickelt. Zuerst gab es Begriffe für Dinge. Danach haben sich Zahlen entwickelt. Tatsächlich war Singular und Plural die Folge von ein, zwei, viele. Die Zahlwörter haben sich zuerst bei der Jagd entwickelt, Als man sich sinnvollerweise aufteilte. Für „drei Leute nach links“ gab es zunächst die Zahl „Drei“ nicht. Genausowenig gab es die Unterscheidung zwischen Mann und Frau. Die ergab sich aus der natürlichen Arbeitsteilung. Mensch ist die Gattung, Mann ein Element daraus.

So hat sich Sprache entwickelt.
Auch die Gesellschaft hat sich entwickelt. Die Rolle von Mann und Frau und die dazugehörige Begrifflichkeit.
Herr oder Frau Kunde, Herr oder Frau Präsident, Herr oder Frau Minister, Doch auch da entwickelten sich Unterschiede. Bei höheren Standesformen wurde schon früh in der Begrifflichkeit ein Unterschied zwischen den Geschlechtern gemacht. König und Königin. Elisabet wurde nie als Frau König von England bezeichnet.

Ich benutze der sprachlichen Einfachheit halber meist die sich in der Sprachgeschichtliche entwickelte Form. Bin mir dabei sehr wohl bewusst, das ich dabei nicht eine patriachatische Deutung einfließen lassen möchte.
Persönlich finde ich Worte wie Mensch*innen holprig und blöd. Das heißt aber nicht, dass es auch blöd ist,
Wenn ich in einer Petition eines VDS Worte wie „Genderlobby“ oder „Gendermainstreaming“ lese, dann erinnert mich das irgendwie an Zeitgenossen, die „Gutmensch“ zu einem Schimpfwort machen möchten. Da bekomme ich Angst.
Ist offtopic, aber wichtig.

„Und so wie Bahnkundinnen (wie z.b. Benutzerin und ich) bislang unter Bahnkunden subsumiert werden (Idee der Community: "Kunden-helfen-Kunden"), können sich doch auch Bahnkunden (wie z.B. du und Lino Wirag) unter Bahnkundinnen subsumieren lassen...? ;)“
-> Genau!

Leo
Leo

Leo

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

Nach meinem Sprachverständnis kennzeichnet die Silbe -er aus einer Tätigkeit eine Person – unabhängig vom Geschlecht. Beipiel: Radfahrer. Sind nur weibliche Personen aus dieser Gruppe gemeint, kommt noch die Endung -in dran. Die Männer sind (wenn man sich genau so überempfindlich anstellt wie einige Frauen) schwer benachteiligt, da es für sie gar keine betont männliche Endung gibt wie für die Frauen.

Wenn man also von „Radfahrern“ spricht, sind im Normalfall immer männliche und weibliche Spezies dieser Gruppe gemeint. Unabhängig von der evtl. Richtigkeit der sachlichen Aussage macht also folgendes eigentlich keinen Sinn, bzw. wirkt zumindest holprig:

„Radfahrerinnen fahren umsichtiger als Radfahrer.“

Korrekt wäre: „Radfahrerinnen fahren umsichtiger als männliche Radfahrer.“

„Wenn ich in einer Petition eines VDS Worte wie „Genderlobby“ oder „Gendermainstreaming“ lese, dann erinnert mich das irgendwie an Zeitgenossen, die „Gutmensch“ zu einem Schimpfwort machen möchten. Da bekomme ich Angst.“

Und ich bekomme Angst, wenn ich sehe wie weit dieser alberne Genderwahn schon fortgeschritten ist: Auf Verkehrsschildern reichte früher ein knappes „Fußgänger und Radfahrer frei“, heute steht da holprig: „Zu Fuß gehende und Rad fahrende frei“. OK, das Schild sah ich in Österreich…

Aber auch in der deutschen Straßenverkehrsordnung ist der Genderwahn schon implementiert, wenn auch teilweise recht unaufdringlich:

1970: „§ 25 Fußgänger (1) Fußgänger müssen die Gehwege benutzen.“

aktuell: „§ 25 Fußgänger (1) Wer zu Fuß geht, muss die Gehwege benutzen.“

1970: „„§ 23 Sonstige Pflichten des Fahrzeugführers (1) Der Fahrzeugführer“

aktuell: „§ 23 Sonstige Pflichten von Fahrzeugführenden (1) Wer ein Fahrzeug führt,“

Diese Beispiele finde ich zwar albern, aber nur leicht holprig. Das könnte ich sogar als Kompromiss akzeptieren.

Es gibt aber noch schlimmere Varianten, die Journalisten anerzogen werden sollen:

https://www.genderleicht.de/

Dort propagiertes „schlechtes“ Beispiel, kurz und knapp: „Für Kassenpatienten in Deutschland soll es leichter werden, schnell an Arzttermine zu kommen.“

Bestehen hier irgendwelche Zweifel, dass hier Patienten (schon im Original, Latein geschlechtsneutral genau so wie Studenten) und Ärzte beiderlei Geschlechts gemeint sind? Nein, aber warum einfach, wenn es auch kompliziert geht:

1. „Für Kassenpatient*innen in Deutschland soll es leichter werden, schnell an Ärzt*innentermine zu kommen.“ fürchterlich holprig!

2. „Für Kassenpatient_innen in Deutschland soll es leichter werden, schnell an Ärzt_innentermine zu kommen.“ fürcherlich holprig!

3. „Für Kassenpatientinnen und Kassenpatienten soll es leichter werden, schnell an Termine bei Arzt oder Ärztin zu kommen.“ langatmig

4. „Für Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen“ zwar etwas länger als das Original, aber gelungene neutrale, nicht holprige Formulierung „soll es leichter werden, schnell einen Termin in den ärztlichen Sprechstunden zu erhalten.“ sinnentstellend: Ich will nicht IN der Sprechstunde vor Ort einen Termin für irgendwann später, sondern einen Termin FÜR die Sprechstunde

„Wenn ich in einer Petition eines VDS Worte wie „Genderlobby“ oder „Gendermainstreaming“ lese, dann erinnert mich das irgendwie an Zeitgenossen, die „Gutmensch“ zu einem Schimpfwort machen möchten. Da bekomme ich Angst.“

Besonders unsachlich wird dieser Gender-Kreuzzug in der taz betrieben:

https://taz.de/Kommentar-Gendergerechte-Sprache/!5578851/

„Oh, fuck off
Der Verein Deutsche Sprache ist gegen gendergerechte Sprache. Seinen Aufruf dagegen unterzeichnen lauter Witzfiguren und Wutbürger.

Zu den mutigen Mahner*innen zählen solche bezahlten Witzfiguren wie … Dazu so nervtötend besserwisserische Gestalten wie … Traurig an dieser jämmerlichen Parade kleinbürgerlicher Würstchen ist der Zuspruch einzelner Künstler*innen, …
Aber wenn ihr fragt, wem die Zukunft gehört: Ich tippe auf Genderstern, nicht Stehpinkler.“

Ich so verachtetes Würstchen habe verstanden und mich als früher gelegentlicher Taz-Leser und bekennender Stehpinkler getrollt. Aber solch eine Sprache Trump-scher Vehemenz macht mir wesentlich mehr Angst als etwas übertriebene Formulierungen in der Petition…

„König und Königin. Elisabet wurde nie als Frau König von England bezeichnet.“

Diese Ausnahme kommt wohl daher, dass „King“ im Englischen nicht geschlechtsneutral ist, in der entsprechenden Liste der englischen „kings and queens“ oder geschraubter „monarchs“ steht daher Königin E.. Anders bei Funktionsbezeichnungen: Im Englischen war auch von „Prime Minister May“ die Rede, auf deutsch dann aber Premierministerin. In dem Fall geht es um eine ganz bestimmte Frau, da würde ich auch Premierministerin sagen.
Natürlich hakt es dann manchmal stilistisch etwas:
„Bundeskanzlerin“ (mit -in, da eine bestimmte Frau gemeint) „Merkel ist unser jetziger Bundeskanzler“ (ohne -in aber trotzdem geschlechtsneutral gemeint)

In Frankreich geht man übrigens behutsamer zu Werke:
Früher irritierten mich Anreden etwas wie: „Madame le maire“ oder „Madame le ministre“.

Mittlerweile sagt man: „Madame la maire“:

https://www.ouest-france.fr/bretagne/pontivy-56300/munici...

Die Anbiederung „Madame la mairesse“ weist die selbstbewusste Frau aber mit Augenmaß zurück, und nimmt auch die Post nach alter Art an „Madame le maire“ gelassen hin.

Wenn jemand so übersteigerten Wert auf neutrale Sprache legt, kann ich nur Japan sehr empfehlen: Da ist fast alles neutral von Berufsbezeichnungen, Anreden und -er-Formen. Da verwendet man z.B. oft statt der Endung -er das Zeichen 人.

So könnte man auch deutschen Text kurz und prägnant schreiben – und dann kann jeder Radfahr人 lesen, wie er möchte.

In diesem Paradies der gendergerechten Sprache fokussiert sich dann evtl. der Blick doch auf die wirklich wichtigen Aspekte der Gleichberechtigung:

https://asienspiegel.ch/2017/11/ein-weiter-weg-fuer-japan...

Um zumindest grob zum Thema dieses Forums zurück zu kommen: ALLE Tf, die ich auf 2 längeren Reisen in Japan zu Gesicht bekam waren männlich. Der Posten der ersten Shinkansen-Lokführerin ist also anscheinend noch zu erkämpfen!