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Frage beantwortet

Zwischenhalt fehlt bei Fahrkarte "über"

Ich habe die Strecke Dresden -Lübeck mit Zwischenhalt in Scharbeutz online gebucht (Sparpreis).

Auf dem Ticket zeigt die Reiseverbindung die Strecke Dresen-Büchen-Lübeck-Scharbeutz-Lübeck korrekt an.Ab Büchen ist alles Nahverkehr.

Da mir der Preis für die Verbindung mit Zwischenhalt online so angeboten wurde und es keinen Hinweis gab, dass weitere Tickets benötigt werden, gehe ich davon aus, dass es auch erlaubt ist, entsprechend zu fahren.

Unter der Reiseverbindung steht allerdings als Anmerkung, dass das Ticket nur für die unter "Fahrkarte" angegebene Verbindung gilt.
Dort steht aber nur Dresden - Lübeck*City über Büchen*NV. Der Zwischenhalt Scharbeutz ist dort nicht erwähnt.

Daher bin ich jetzt doch verunsichert. Darf ich die Strecke Lübeck - Scharbeutz - Lübeck so ohne Zugbindung (da Nahverkehr) fahren?

Silentium
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Bahnfr0sch
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Lübeck - Scharbeutz - Lübeck ist eine Stichstrecke und eigentlich verboten zu fahren mit einem Ticket. Warum sie sowas buchen konnten? Keine Ahnung. Wieder mal ein Bug oder sowas... Verbindlich ist das, was im grauem Feld steht. Ihre Reise ist in Lübeck zu Ende, denn dafür haben sie auch das Cityticket. Wenn sie trotzdem so fahren mit der Stichstrecke, wird es sicher Ärger geben mit dem Kontrolleur.

Dann soll die DB diese Rück- bzw. Rundfahrten halt irgendwie in der Reiseauskunft blockieren. Das schafft der IT-Fachbereich aber wahrscheinlich gar nicht. Wenn die DB mir das so verkauft, kann ich das Ticket auch so nutzen.

md11
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Ich denke auch, dass die Verbindung so gefahren werden kann, wie sie beim Kauf angezeigt wurde. Die Wegevorschrift ist vor dem Kauf schließlich nicht ersichtlich. Ist aber ein altes Thema ohne eindeutige Antwort.

Bahnfr0sch
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@Signal "Wenn die DB mir das so verkauft, kann ich das Ticket auch so nutzen."
--->Ja das machen wir, weil wir Vielfahrer mit den Kontrolleuren diskutieren können und denen ihre eigenen Regeln und Buchungs-Fehlfunktionen um die Ohren knallen können, aber der Wenigfahrer, der erstmal einen Schreck bekommt, wenn der Kontrolleur sagt, man sei Schwarzfahrer und um 60 Euro bittet...was macht der? Der kann sich nicht drauf berufen: "Dort in dieser komischen DB-Community haben paar Leute erzählt, ich darf so fahren". Das wird dem Kontrolleur völlig schnuppe sein...Der sieht nur das Ticket und da steht Dresden-Büchen im FV und Büchen-Lübeck im NV.
Bei Umwegen die noch relativ erklärbar sind, sehe ich kein Problem, aber bei solch einer Stichfahrt, welche explizit in den BB ausgeschlossen wird? Ich würd's nicht riskieren.

Silentium
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Es geht mir als Kunde ja darum, dass ich keine Lust habe, mir etliche Einzelkarten zu buchen und deswegen explizit den Zwischenhalt angebe, um alles in einem Ticket zu haben. Ob ich jetzt durch den Zwischenhalt 30 km Umweg fahr oder 30 km Stichfahrt ist ja eigentlich egal und dann eher Zufall, dass ggf. ein Bahnhof zweimal angefahren wird. Es ist dann ja auch meine Annahme ist, dass das im angegebenen Preis auch so einkalkuliert ist. Das dann auf dem Ticket plötzlich was anderes steht als in der Buchungsmaske angeboten, ist rechtlich sicher schwer haltbar.

Es wäre ja okay wenn es nicht geht, dann sollte das bei der Buchung aber auch ersichtlich sein. Dann hätte ich gleich das Ticket bis Scharbeutz gebucht (preislich kein Unterschied), aber wenn mir das erst im nachinein gesagt wird, das das Ticket nur bis Lübeck gilt, dann muss ich ja Lübeck - Scharbeutz ja explizit neu buchen und würde mehr zahlen als nötig gewesen wäre. Das wäre nicht wirklich fair. Den meisten Fahrgäste wäre die Inkonsistenz zwischen Ticket und Buchung sicher nicht aufgefallen, denn wirklich deutlich ist es nicht.

Bin gespannt wie die offizielle Antwort der DB ist.

@ Bahnfrosch
"--->Ja das machen wir, weil wir Vielfahrer mit den Kontrolleuren diskutieren können ..."
Dennoch würdest du es nicht riskieren? Also, was nun? Eigentlich braucht man doch nichts außer den Argumenten, die hier in den Antworten stehen.

"... bei solch einer Stichfahrt, welche explizit in den BB ausgeschlossen wird?"
Das bezieht sich wohl auf die Passage in 2.1.2: "Für Rund-, Kreuz- und Querfahrten sowie Fahrten in entgegengesetzter Fahrtrichtung ist der Erwerb mehrerer Fahrkarten erforderlich."
Da steht übrigens nicht: "Manche Fahrkarten, die wir ausstellen, können teilweise ungültig sein." Vielmehr verstehe ich es als Hinweis, dass nicht für alle Verbindungen, die der Kunde anfragt, Fahrkarten ausgestellt werden müssen. (Der Folgesatz in 2.1.2 lautet nämlich: "Bei der Auswahl der Verbindung pro Fahrkarte kann der Reisende bis zu zwei Bahnhöfe bestimmen, welche in Richtung auf das Fahrziel durchfahren werden sollen.")
Wenn nun aber eine einzige Fahrkarte für die Anfrage ausgestellt wird, darf der Kunde auch davon ausgehen, dass es sich nicht um eine verbotene Rund-, Kreuz-, Quer- oder "Stich"-Fahrt handelt.

@ Silentium
Ihren Argumenten kann ich mich nur anschließen.
"Offizielle Antworten" der DB gibt es hier nicht, die Moderatoren "geben nur Hilfestellungen".

Woodstock
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Bahnfr0sch
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Da ja der Link von Woodstock bestätigt wurde, nehme ich an, die DB übernimmt die Folgekosten. Nun gut.... bei dem verlinkten Fall ist es eine Stichfahrt während der Reisekette. Der hier vorliegenden Fall ist anders. Der Kunde ist ja dann schon an seinem gebuchten Reiseziel angekommen und tritt erst danach die Stichfahrt an.
Aber wenn die DB-Social Media Abteilung sich so sicher ist...
Hab vorhin gerade einen KiN auf das Thema angesprochen...der zeigte mir einen Vogel...dann könnte ja jeder eine Ausflugsfahrt mit Hin- und Rückfahrt mitbuchen ohne zu bezahlen und die Fahrgastrechte auslegen wir man will, irgend ein Anschlusszug hat dann bestimmt Verspätung.
Außerdem ist das eine Umgehung des Nichtanspruchs auf das Cityticket. Wäre die Reise in Scharbeutz zu Ende, gäbe es kein Cityticket. Durch diese Buchung könnte jeder zu einem kostenlosen Cityticket kommen.

@Silentium wäre nett, wenn sie nach der Reise nochmal berichten könnten, was nun passierte!

kirroyal
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"dann könnte ja jeder eine Ausflugsfahrt mit Hin- und Rückfahrt mitbuchen ohne zu bezahlen"

-> Vielleicht hatte genau das Silentium auch vor? Nicht jeder kennt die Verkehrsgeographie und weiß, dass Scharbeutz aus Richtung Büchen hinter Lübeck liegt und dass dieselbe Strecke 2x befahren wird. Wie schon andere geschrieben haben: Wenn die DB es so verkauft, kann auch so gefahren werden. Wenn die Stichstrecke oder der Umweg zu lang wird, blockt das Buchungssystem die Anfrage ab.

"und die Fahrgastrechte auslegen wir man will, irgend ein Anschlusszug hat dann bestimmt Verspätung"

-> Das Argument trifft auch auf alle "normalen" Fahrkarten zu, die zu einer Sammelbezeichnung (tarifliche Gleichstellung) ausgestellt sind. Da könnte man sich auch einen Zug aussuchen, der Verspätung hatte.

"Außerdem ist das eine Umgehung des Nichtanspruchs auf das Cityticket. Wäre die Reise in Scharbeutz zu Ende, gäbe es kein Cityticket."

-> Die Reise ist aber in Lübeck zu Ende. Dort gibt es ein Cityticket, welches wiederum nicht in Scharbeutz gilt. Also wird nichts umgangen.

Bahnfr0sch
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"-> Die Reise ist aber in Lübeck zu Ende. Dort gibt es ein Cityticket, welches wiederum nicht in Scharbeutz gilt. Also wird nichts umgangen."

--->Die Reise geht 2 x über Lübeck.

Wenn ich eigentlich nach Scharbeutz fahren möchte, paar Stunden Aufenthalt in Lübeck einplane um dort eine Stadtbesichtigung zu machen, buche ich über Scharbeutz mit Stichstrecke und komme so zu einem Cityticket in Lübeck. Die Rückfahrt lasse ich verfallen. Wenn das durchgeht, dann Danke DB. Dann buche ich demnächst auch so, wenn ich unterwegs ein Cityticket benötige.

Leo
Leo

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https://community.bahn.de/questions/1974568-abweichung-ve...

Ich mache das schon seit Jahren so, und hatte zwar gelegentlich Diskussionen, aber nie Probleme.

Als ich noch eine Bahncard50 hatte war der Klassiker folgende einfache Fahrt:

Von Holzkirchen nach Warngau über Taufkirchen und München Marienplatz und dort ein paar Stunden Aufenthalt.

Am besten, immer möglichst so fahren, wie gebucht:

https://community.bahn.de/questions/1635311-unerlaubte-bu...