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Verpflegung/Entschädigung bei Liegenbleiben auf offener Strecke

Was für Ansprüche habe ich, wenn der Zug liegen bleibt, auf offener Strecke wegen Oberleitungsschaden ? Zug stand ganze 5 Stunden, ohne Strom, ohne Klima, Toiletten gingen nicht. Zug fährt jetzt wieder, Verspätung etwa 6 Stunden - kein Bordrestaurant, keine Getränke, nichts - wir haben Kinder dabei !
Verspätung bis zum Zielort ingesamt werden mindestens 8 Stunden sein.....
Was haben wir für Ansprüche auf Entschädigung ???

Sibbie
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kabo
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Da wird nur die Entschädigung für die Verspätung bleiben: 50% des Ticketpreises wegen mehr als 120min.
Verpflegung wird nur "soweit verfügbar" geschuldet - und wenn der Zug kein Bordrestaurant hat, ist halt nichts verfügbar.

sorry aber ist das nicht etwas zu kurz gedacht?

Die VERORDNUNG (EG) Nr. 1371/2007 sagt im Artikel 18 Abs. 2 a "Mahlzeiten und Erfrischungen in angemessenem Verhältnis zur Wartezeit, sofern sie im Zug oder im Bahnhof verfügbar oder vernünftigerweise lieferbar sind"
Wenn ein Zug mehrere Stunden auf offener Strecke steht und keine Versorgung der Fahrgäste durch Bordmittel erfolgt, wären durchaus andere Wege möglich gewesen ohne Strom in der Oberleitung besteht ja kein Risiko der Bahnanlage.

Auch müsste man sehen wie die Verpflichtung nach Abs. 2 c erfüllt wurde, einfach den Zug stehen lassen und sich nicht um die Leute kümmern könnte eine gesonderte Haftung auslösen.

kabo
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Wenn man die Reisenden nicht aussteigen lässt, wird eine Situation vorgelegen haben, die auch eine Lebensmittellieferung an den Zug nicht möglich gemacht hat. Bzw. umgekehrt: Wenn der Zug von außen hätte beliefert werden können, hätte man die Reisenden auch aus dem Zug holen können.

Rein interessehalber: Wo und wann war das?

Sibbie
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Das war letzte Nacht die Strecke Nürnberg - Würzburg, Oberleitungsschaden......es hat sich niemand gekümmert, bis jetzt gab es nichts. Meine Kinder sitzen mit einer befreundeten Familie im Zug ( Wien - Hamburg ) Man hätte doch zumindest im nächsten Bahnhof etwas zuladen können, um die Leute zu versorgen.

kabo
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Fernzüge haben eigentlich das sogenannte "Notfallwasser" in ausreichender Menge an Bord. Das ist stilles Mineralwasser in 0,5L-Tetrapacks. Das wird eigentlich auch regelmäßig bei solchen Betriebsstörungen verteilt.
Ansonsten ist die DB halt darauf angewiesen, dass auch jemand liefern kann. Mitten in der Nacht ist das nicht sonderlich realistisch.

Also Tatsache ist wenn man will kann man handeln!
Bei einem Oberleitungsschaden ist der Strom abgestellt es kann kein Zugverkehr statt finden man hätte den Leuten Busse schicken können oder zumindest einen Transporter zur Versorgung, Sicherheitsbedenken zum Betreten der Bahnanlagen kann es sicher nicht mehr gegeben haben.

Hier war einfach die Bahn zu faul oder zu inkompetent etwas zu unternehmen.
Die Bahn hat eben nur Glück dass die Fahrgastrechteverordnung deutlich unternehmensfreundlicher als die Fluggastrechteverordnung formuliert ist sonst könnten solche Aktionen deutlich teurer werden.

Sibbie
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kabo....aber dann hätte doch heute morgen, im nächsten Bahnhof irgendwie etwas geliefert werden können. Die Fahrt dauert nun 6 Stunden länger als geplant und es gibt keinen Halt, der lang genug ist um etwas am Kiosk zu holen. Bin einfach entsetzt, das ist doch schon fahrlässig.....

kabo
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"kabo....aber dann hätte doch heute morgen, im nächsten Bahnhof irgendwie etwas geliefert werden können."
-> Hätte können.
Aber wenn die Störung beseitigt ist, dann wird (nach Beseitigung der Störung) - realistisch gesehen - niemand mehr eine Lieferung beauftragen.

"Bei einem Oberleitungsschaden ist der Strom abgestellt es kann kein Zugverkehr statt finden man hätte den Leuten Busse schicken können oder zumindest einen Transporter zur Versorgung"
-> Und wo hätte der Busfahrer die Reisenden mitten in der Nacht hinbringen können / sollen? Und welcher Transporteur geht mitten in der Nacht ans Telefon und hat auch noch zufällig einen Lieferwagen bereitstehen, in dem zufällig genug Verpflegung für einen ganzen Zug geladen ist und hat dann auch noch zufällig einen Fahrer verfügbar, der in der Nacht fahren darf (denn ein Fahrer, der am Tag vorher gefahren ist, darf wegen der gesetzlichen Ruhezeiten noch nicht wieder eingesetzt werden und ein Fahrer, der nachts fährt darf am nächsten Tag wegen der gesetzlichen Ruhezeiten nicht schon wieder eingesetzt werden)?

Ich bin auch schon mehrmals mehrere Stunden mit dem Zug gestrandet - aber es ist einfach völlig unrealistisch, dass außerhalb der üblichen Arbeitszeiten einfach auf Anruf Hilfe organisiert werden kann. Es gibt einfach keine Firmen, die ständig bereit stehen und nur darauf warten, dass jemand von der DB anruft und Hilfe bestellt.

Sibbie
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Die Tickets sind über die DB gekauft - laut ÖBB ist es ein Verbund und in Deutschland ist die DB zuständig.
Ändert alles nichts daran, dass dass in einem Zug in Deutschland Menschen sitzen,die nicht versorgt werden.

kabo
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@Woodstock

Ach so.
Von Österreich aus ist es natürlich noch schwieriger Hilfe zu organisieren.
Für Reisende in einem Zug, der nicht der DB gehört, ist die DB nicht zuständig.

@kabo sorry aber das ist doch einfach vollkommener Unsinn!

Mag sein dass es bei der Bahn zur Nachzeit zwischen Hbf X und Hbf Z schwieriger ist, aber derjenige der behauptet es würde pauschal keine Möglichkeiten geben hat einfach keine Ahnung!

Airlines bekommen es auch hin wenn Nachts um 2 Uhr eine Maschine in CGN rein kommt weil sie sonst nicht mehr am Ziel landen durfte, Ersatzbusse oder Verpflegung zu organisieren!
Man kann also einen finden wenn man denn will, das wollte die Bahn/ÖBB eben nicht.

Übrigens egal ob die Kiste der DB oder ÖBB gehört und wer zuständig ist die Verpflichtungen sind die gleichen.

Aber die Entschädigungen bei der Bahn sind eben bis zu einem absolut lächerlichen Betrag gedeckelt so dass sie die Bahn eben keine Gedanken zu machen braucht gute Leistung ab zu liefern.

Darum ist es aus sicht des Reisenden viel besser von MUC, STR nach HAM zu fliegen als die Bahn zu nehmen weil man dort viel besser abgesichert ist.

zeka
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@Caroline0916: "aber derjenige der behauptet es würde pauschal keine Möglichkeiten geben hat einfach keine Ahnung!"

sorry aber kabo hat eine Menge Ahnung!

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Ja, es ist halt eine Frage des Geldes.
Fluglinien können es sich halt leisten, Busfirmen für Bereitschaftsdienste und "Standby" zu bezahlen.

Bei der DB ist es - selbst an Werktagen tagsüber - völlig normal, dass bei Störungen sämtliche Busfirmen in 50 km Umkreis dankend ablehnen. Manchmal kommen dann Busse, die 100km Anfahrt haben.
Spontaneinsätze sind halt finanziell nicht attraktiv. Eine betriebswirtschaftlich denkendende Busfirma hat weder Busse noch Fahrer unbezahlt auf "Standby". Und ein Fahrer, den man dann aus dem Feierabend holt, darf am nächsten Tag keinen Linienbus/Schulbus mehr fahren (Lenkzeit überschritten) - ist also auch keine Alternative.
Wenn man das wollte, könnte man sicher bundesweit ein Netz an Busfirmen dafür bezahlen, dass Sie ständig einsatzbereit für die DB wären. Aber dafür gibt es keinen politischen Willen.
BaWü nimmt jetzt einen zweistelligen Millionenbetrag aus Steuergeld in die Hand, um einen ständig betriebsbereiten Pool an Ersatzzügen und Ersatzlokführern aufzubauen. Das nutzt aber natürlich auch nichts bei Oberleitungsstörungen.

"Übrigens egal ob die Kiste der DB oder ÖBB gehört und wer zuständig ist die Verpflichtungen sind die gleichen."
-> Die Frage ist halt, wer die Verpflichtung erfüllen muss. Hier wäre es die ÖBB gewesen.

"Aber die Entschädigungen bei der Bahn sind eben bis zu einem absolut lächerlichen Betrag gedeckelt so dass sie die Bahn eben keine Gedanken zu machen braucht gute Leistung ab zu liefern.
Darum ist es aus sicht des Reisenden viel besser von MUC, STR nach HAM zu fliegen als die Bahn zu nehmen weil man dort viel besser abgesichert ist."
-> Da haben Sie wahrscheinlich recht.

Sibbie
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Die Logik erschliesst sich mir nicht. A) ist es ja ein Fehler der DB, wenn soetwas passiert, B) ist es Ticket der DB, C) ist es ein "Verkehrsverbund" und D) sollte die DB doch wohl an jedem größeren Bahnhof ein Lager besitzen, einen Vorrat, für die Bordrestaurants, solche Fälle, wo man ganz simpel ein paar Kästen Wasser, Schokoriegel, Kekse o.ä. zu einem Zug liefern kann, spätestens im nächsten Bahnhof. Gerade die DB sollte doch wohl auf soetwas vorbereitet sein, kommt ja häufiger vor.

Oder werden bei großem Stau auf deutschen Autobahnen jetzt auch nur noch die inländischen Autos mit Getränken, Snacks versorgt ???

kabo
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"D) sollte die DB doch wohl an jedem größeren Bahnhof ein Lager besitzen, einen Vorrat, für die Bordrestaurants, solche Fälle, wo man ganz simpel ein paar Kästen Wasser, Schokoriegel, Kekse o.ä. zu einem Zug liefern kann"
-> Ob die DB das haben sollte, darüber kann man trefflich diskutieren. Sie hat es nicht.
Stützpunkte für die Bordgastronomie gibt es nur in ganz wenigen Bahnhöfen. Und diese Versorgungsstützpunkte sind auch nachts nicht besetzt.

"Oder werden bei großem Stau auf deutschen Autobahnen jetzt auch nur noch die inländischen Autos mit Getränken, Snacks versorgt ???"
-> Bei mir in der Nähe sind ständig große Staus. Da kommt niemand mit Schokoriegeln. Bei medizinischen Notfällen kommen Rettungsdienste. Wäre es im Zug zu einem medizinischen Notfall gekommen, wäre das BRK auch gekommen, obwohl es ein ÖBB-Zug war. Aber die DB fühlt sich nicht zuständig für Schokoriegel in österreichischen Zügen. (Der Nightjet ist ein eigenwirtschaftlicher Zug der ÖBB, ohne Verbund mit der DB)

Sibbie
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Die ÖBB ist nicht zuständig, wurde mir erklärt.....die DB ist zuständig, auch bei der DB sind entsprechende Entschädigungen zu beantragen.
Abgesehen davon, wurde der vollgebuchte Nightjet dann abgesetzt und alle Passagiere auf einen ICE "umgebucht" - was bedeutete, dass es ein ganz eiliger Umstieg war, der ICE völlig überfüllt, alle stehen mußten, über mehrere Stunden. Spätestens da hätte die DB reagieren müssen, Wagen anhängen, Zusatzzug, aufteilen, irgendetwas. Ankuft Zielort sollte 9.23 sein, ganz entspannt......nun sind sie immernoch unterwegs und völlig am Ende.

Hallo Sibbie und alle anderen in diesem Beitrag. Erst einmal möchte ich sagen, dass es mir sehr leid tut, dass solch eine unglückliche Situation eingetreten ist. Hier wurde ja auch viel schon zur Situation gesagt. In solch einem Fall ist es immer ratsam, dass sich die betroffenen Personen an das Personal im Zug wenden. Die Kollegen im Zug stehen in Kontakt mit der Verkehrsleitung und können gegebenfalls weitere Informationen geben.

Letztendlich kann im Nachhinein nur das Fahrgastrechte-Formular ausgefüllt werden, sodass die Entschädigung geprüft wird. Zudem können Sie sich alternativ noch an den Kundendialog wenden, da es ja wirklich eine sehr außergewöhnliche Situation ist. /no

Sibbie
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Liebe DB.....das werde ich tun, mal wieder. Wir fahren die Strecke nicht zum ersten Mal. Nadem es bei den über Tag Fahrten immer Verspätungen und Umsteigestress von mind. 4 Stunden gab ( alles deutsche Züge ) - wollten wir den ÖBB Nightjet probieren, aber auch das ist nun zum 2.Mal schief gegangen. Vor zwei Wochen in umgekehrter Strecke 5 Stunden Verspätung und nun dieser Horrortrip. Nein, künftig werden wir fliegen.
Die DB sollte sich grundsätzlich Gedanken machen, das ist unverschämt, kundenunfreundlich, nicht serviceorientiert.....garnicht dran zu denken, wenn das bei den Temperaturen der letzten Woche passiert wäre.

Also das sind alles Ausreden gut ein Bus mag schwierig zu bekommen sein, aber die Versorgung der Fahrgäste wäre möglich gewesen wenn man wollte.

Im Zweifelsfall kauft man der/den nächsten Tankstelle/n den Vorrat an Getränken ab und schickt das Zeug per Großraumtaxi zum Zug, schließlich müssen bei einem liegen geblieben Fernverkehrszug keine tausende Leute versorgt werden, wie viele werden mit so einem Nachtzug unterwegs sein? 200 oder maximal 300?

Übrigens selbst ein Hotel etwa 80km südlich von Mombasa hat es hinbekommen mit Taxis in der Nacht Wasser heran zu schaffen weil es eine Störung mit der Wasserleitung gab und die Reparatur sehr lange gedauert hat.
Aber klar die Bahn ist ja schlechter als dritte Welt Niveau.

Irgendwie hat sich meine Buchung von gestern bestätigt besser von München über Amsterdam nach Hamburg fliegen als den ICE nehmen dauert fast genauso lange und die Bahn wollte nur ganze vier Euro weniger als KLM da ist die Entscheidung leicht gefallen.
Die DB taugt gerade noch für die Fahrt zum Flughafen für mehr aber nicht, aber wie man sieht hat die DB wohl keinen wirklichen Druck besser zu werden.

Sibbie
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Wir sind letzten Winter ( wegen zuviel Schnee ) vor Salzburg mit dem Zug "liegengeblieben" - die ÖBB hat vom nächsten Burgerrestaurant Frühstücksmenüs zum Zug gebracht.
Und warum mußten ALLE Fahrgäste in Fulda SOFORT in den nächsten ICE ? Die fahren stündlich, hätte man aufteilen können, ein Frühstück anbieten.... Ne, Service und DB gehören nicht zusammen.

Hallo Caroline0916,

Sie hätten damals in der Schule - besonders im Fach Physik - wohl besser aufpassen sollen. Wenn eine Oberleitungsstörung eintritt bedeutet dies nicht zwangsläufig und automatisch dass der Strom „weg“ ist. Eine Oberleitungsstörung kann daher mehrere Ursachen haben. Z. Bsp. fließt der Strom unregelmäßig und könnte somit die sensible Elektronik in den Fahrzeugen beeinträchtigen. Eine Oberleitungsstörung besagt auch noch lange nicht dass der Strom gänzlich abgeschaltet ist. Nennt sich im Fachjargon auch Restspannung und wird erst mit dem Erden komplett „tot“ gemacht. Bevor Sie also beim nächsten mal fachsimpeln und Thesen aufstellen würde ich mich freuen wenn Sie sich zum entsprechenden Thema etwas mehr belesen.

War ja klar Physik und Schule hahaha, bei einem Defekt der Oberleitung wird garantiert der Strom aus Sicherheitsgründen abgestellt!
Wie sollte man denn sonst den Schaden beheben können?
Im übrigen am es im Zug selbst noch "sicher" sein aber es könnte Paxe geben denen diese Situation zu viel wird und dann ist die Notentriegelung der Tür schneller offen als das die handvoll an Personal verhindern kann die würden dann ja einen potenziell tödlichen Stromschlag bekommen können.
Mag sein, dass das mit der Erdung noch beachtet werden muss aber auch das ist lösbar.

Tatsache ist doch entweder will die Bahn bei solchen Dingen nichts unternehmen oder ist zu inkompetent dazu, Zug zum nächsten Flughafen taugen sie noch mehr dann aber auch nicht mehr.

Wird er eben nicht. Die Schaltzentralen versuchen den Strom wieder aufzuschalten. Denn wieso sollte eine eventuell kurze Störung gleich zum kompletten Abschalten der Oberleitung führen. Wenn bei Ihnen daheim der Strom ausfällt rufen Sie doch auch nicht gleich den Elektriker sondern legen die Sicherung oder den KS Schalter wieder ein. Das passiert auch bei der Bahn. Und ebenso verhält es sich andersrum mit der Erdung. Schalten Sie nur den Lichtschalter aus ist die Leitung nicht tot oder trauen Sie sich unter diesen Voraussetzungen eine Lampe zu installieren. Bei der Bahn muss erst der Notfallmanager oder eine geeignete Person am Ereignisort eintreffen der die Erdung durchführen darf. Wer - wie Sie sagen - eigenmächtig das Fahrzeug verlässt, handelt grob fahrlässig und begibt sich aus dem faradayschen Käfig und somit in unmittelbare Gefahr von einem Stromschlag verletzt zu werden. Wenn also niemand aus dem Zug heraus kann, kann demzufolge auch niemand rein. Was bringt ihnen also der beste Pizzaservice wenn dieser nicht in den Zug gelangt. Manch eine Oberleitungsstörung ist eben auch so komplex dass zudem ein Turmtriebwagen zur Schadensbegutachtung herangezogen werden muss z. Bsp. wenn die Oberleitung auf den Zug gefallen ist. So sehr Sie auch die Bahn in die Mangel nehmen erwarte ich auch, dass Sie sich mit den Gegebenheiten vertraut machen.

ja ja alles schön herum getextet geht aber dann doch am Sachverhalt vorbei!
Natürlich wird nicht beim kleinsten Problem abgeschaltet aber hier war das Problem größer und der Zug stand über Stunden dort! was das Risiko dass Paxe eigenmächtig aussteigen extrem vergrößert wenn dann die Bahn diese Gefahr tatsächlich nicht beseitigt ist das schon kriminell.

Dazu kommt wenn man will kann man eben auch den qualifizierten Techniker hinschicken der dann den Weg für die Versorgung frei macht und die Voraussetzungen schafft!

Also mag ja alles in der Tat technisch richtig sein geht aber trotzdem hier am Thema vorbei die Bahn lässt Paxe ewig sitzen und ist zu faul oder zu inkompetent um etwas zu unternehmen und kommt leider damit durch weil die Schadensersatzansprüche zunächst einmal auf die hälfte des Fahrkartenwerts beschränkt ist.

Ich merke schon. Es bringt leider nichts Ihnen den Sachverhalt zu erklären. Weder Sie noch ich waren vor Ort. Daher finde ich es gegenüber allen Beteiligten herablassend so unqualifiziert zu urteilen. Sicher ist jede Verzögerung - auch in diesem großen Ausmaß - ärgerlich. Aber ohne Grundkenntnisse (die ich Ihnen nunmal vorwerfe) und ohne die Situation zu kennen bzw. selbst erlebt zu haben, kommen wir hier nicht weiter. Von daher klinke ich mich an dieser Stelle aus.

Tja wenn die Fanboys eben nicht mehr die Tatsachen wegleugnen können, dann sind sie eingeschnappt und ziehen den Schwanz ein.

Tatsache ist der Zug stand über viele Stunden dort und es wurde nichts unternommen die Situation zu verbessern!
Natürlich können immer Hindernisse entstehen aber an keiner Stelle wird erwähnt welche Maßnahmen getroffen wurde und warum sie gegebenenfalls fehlgeschlagen sind.

Aber die Bahn kann es sich ja leisten weil die Konsequenzen so lächerlich begrenzt sind, 50% des Fahrkartenwerts ist lächerlicher und um größeren Schaden geltend zu machen braucht es eine komplexe Prüfung durch Anwälte und noch komplexere Gerichtsverfahren.

kabo
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@Sibbie
Sie könnten ja mal erzählen, was die Zugbegleiter des betroffenen Nightjets zu der Situation gesagt haben.
Der Nightjet ist meines Wissens ausschließlich mit ÖBB-Personal besetzt, es sind keine DB-Mitarbeiter an Bord.

"Die ÖBB ist nicht zuständig, wurde mir erklärt.....die DB ist zuständig, auch bei der DB sind entsprechende Entschädigungen zu beantragen. "
-> Da hat es sich das ÖBB-Personal aber verdammt einfach gemacht.
Richtig ist, dass bei internationalen Tickets die verkaufende Bahn die Verspätungsentschädigung bearbeiten muss, weil man Kunden nicht zumuten möchte, die Fahrgastrechte in einem anderen Land geltend machen zu müssen als dem Land des Fahrkartenkaufs. Den Antrag auf Verspätungsentschädigung können Sie also beim deutschen Serviceenter Fahrgastrechte einreichen. Die 50% des Ticketpreises, die Ihnen die DB für die Verspätung über das Servicecenter Fahrgastrechte auszahlen wird, holt sich die DB aber bei der ÖBB zurück. Für die Hilfeleistung vor Ort im Zug ist das ausführende Bahnunternehmen verantwortlich - hier also die ÖBB. Das hat man Ihnen wohl nicht erzählt.

Was ich halt an der ganzen Sache befremdlich finde, dass sich hier über die DB beschwert wird. Da kein DB-Mitarbeiter an Bord war, wüsste ich gerne, wie die DB hätte wissen sollen, welche Art von Unterstützung die Reisenden im Zug gerne gehabt hätten. Die DB kann vieles, aber nicht hellsehen. Wir wissen ja gar nicht, ob die ÖBB irgendwas der DB mitgeteilt hat, und wenn ja was. Hat das ÖBB-Personal evtl. gar keine Hilfe bei der DB bezüglich Verpflegung angefordert? Eigentlich hat ein Nightjet nämlich auch eigene Frühstücksutensilien an Bord, schließlich sind auch Nachtfahrten mit Verpflegung buchbar. Warum hat die ÖBB die eigenen Vorräte nicht ausgegeben? Warum hat das ÖBB-Personal keine Frühstücksmenüs bestellt? (In der ländlichen Region zwischen Nürnberg und Würzburg gibt es immerhin zwei Restaurants bekannter Burgerketten, die allerdings zwischen 24h und 8h bzw. 24h und 9h geschlossen haben.)
Es ist müßig darüber zu diskutieren, ob die DB keine Hilfe leisten wollte oder keine Hilfe leisten konnte, wenn man nicht weiß, ob überhaupt Hilfe angefordert wurde.

Dass es wahrscheinlich nicht besser gelaufen wäre, wenn es ein DB-Zug gewesen wäre, steht auf einem anderen Blatt.

@DB
"Zudem können Sie sich alternativ noch an den Kundendialog wenden, da es ja wirklich eine sehr außergewöhnliche Situation ist. /no"
-> Was genau denken Sie wird der Kundendialog antworten, außer auf das Servicecenter Fahrgastrechte für die Verspätungsentschädigung und an die ÖBB für eine eventuelle weitere Kompensation zu verweisen?