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Diese Frage wartet auf Beantwortung

Die Bahn entwickelt sich zum Katastrophen-Unternehmen!

Ich bin vergangen Dienstag von Münster nach Wien zusammen mit meinem Vater gefahren. Wir beide haben eine BC 25 1.Klasse. Diese Zugfahrt hat mal wieder gezeigt wie die Bahn es einfach nicht hinbekommt die Gäste zuverlässig ans Ziel zu bringen.

Zwischen Dortmund und Wuppertal brauchte ein Fahrgast ärztliche Hilfe, da kann die Bah wirklich nichts für, ABER: EIN Güterzug defekter Güterzug hat den KOMPLETTEN Bahnverkehr im Frankfurt-Flughafen Fernbf zum erliegen gebracht. Wir mussten fast 2 Std. im Zug sitzen am Bahnhof ohne, dass der Zugbegleiter uns eine richtige Information geben konnte. Unser Anschlusszug nach Wien in München war damit weg!

Im Zug lagen überall Karten vom Bordrestaurant. Im Bordrestaurant hieß es plötzlich man dürfte nichts verkaufen da es gleich Personalwechsel gebe. Danach hieß es die Spülmaschine funktioniert nicht, sodass man nichts im Bordrestaurant verkaufen könne. WARUM gibt es dann Speisekarten, WARUM gibt es keine Durchsage dazu, Ich habe doch extra einen Zug mit Bordrestaurant gebucht.
Sowas darf man nicht "GENUSS AUF GANZER STRECKE" nennen. DAS NENNT MAN: "SO WERDEN KUNDEN VERGRAULT"

Kurz vor Ulm hieß es plötzlich der Zug fährt heute nur bis Augsburg, aufgrund der hohen Verspätung. Eine riesen Frechheit. Glücklicherweise fuhr ein RE nach München.

Im ÖBB Railjet hat ALLES funktioniert: Das Bordrestaurant, Das Klo, Das Personal war zuvorkommend und freundlich(Natürlich ist dies auch manchmal bei der DB der Fall).

Die Rückfahrt hat aber reibungslos funktioniert

Das Geld führ die Hinfahrt bekommen wir natürlich auch nicht direkt zurück. Aufgrund der Intransparenz der DB AG. Es dauert Vier Wochen, da man ja ein Formular nach Frankfurt schicken muss, anstatt es dem Kunden direkt im Reisezentrum Auszuzahlen. Das ist Kundenunfreundlich!

Zum Schluss möchte ich eins betonen: Ich bin fahre gerne und viel Bahn ich werde auch weiterhin viel mit der DB fahren, aber irgendwann platzt einem der Kragen, dabei ist Bahnfahren so eine schöne Sache.
Die Italiener, die Österreicher, die Schweizer, die Niederländer, alle kregen es hin nur wir nicht. Der Vorstand interessiert sich anscheinend nur für die Zahlen und nicht fpr den Kunden. Im Vorstand müssten Leute sitzen die den Bahnhalltag kennen oder die selber mal Zugbegleiter etc. waren. Ich halte den Vorstand für unfähig, schon seit Jahren. Natürlich liegt die Verantwortung dafür auch bei der Politik.
Man findet übrigens keinen Kontakt zum Bahnvorstand im Internet!

So jetzt habe ich aber genug gelästert. Ich Hoffe es wird mal nach oben durchgegeben!!

Simonjung

Simonjung
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Antworten

Simonjung
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Hallo NRW,

ich wusste nicht, dass dort Gehfahrgut austritt. Natürlich ist es dann richtig die Strecke zu sperren, aber eigentlich sollten ja der Personenverkehr und der Güterverkehr getrennt laufen.

Vielen Dank für die Antwort
Simonjung

kabo
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kabo

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"aber eigentlich sollten ja der Personenverkehr und der Güterverkehr getrennt laufen"
-> Völlig getrennte Netze für Personenzüge und Güterzüge gibt es aber in keinem europäischen Land, weder in Österreich, noch in der Schweiz, noch in den Niederlanden. (In Frankreich und Spanien sind auch nur die Hochgeschwindigkeitsstrecken vom Rest-Netz getrennt).

Simonjung
Simonjung

Simonjung

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Hallo Kabo,

ich wollte damit nur sagen, dass es eigentlich so sein sollte. Da viele Fernzüge von Güterzügen ausgebremst werden.

Simonjung

Simonjung
Simonjung

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Ich möchte mit diesem Text natürlich keinem DB-Mitarbeiter schlecht machen oder gar zu nahe treten. Ich habe großen Respekt vor ihrer Arbeit, denn ohne Sie würde der Bahnbetrieb nicht funktionieren. Ich weiß natürlich wie viel getan werden muss und wie viel sie leisten, damit die Züge rollen.

Simonjung

kabo
kabo

kabo

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Ich weiß worauf Sie hinaus wollen:
Früher hatte die Aufrechterhaltung des Bahnbetriebs die höchste Priorität - egal was passiert ist.
Mittlerweile wird bei jedem Gefahrgutaustritt und bei jedem Personenunfall stets die komplette Strecke gesperrt. Das war nicht immer so.

Simonjung
Simonjung

Simonjung

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Diese Aussage war nicht beleidigend gemeint, es bezieht sich auf den ganzen Satz. Ich habe es etwas unglücklich formuliert. Außerdem bin ich JEDEM Zugbegleiter der DB bei JEDER Zugfahrt mit "Hallo" und "auf Wiedersehen" begegnet. Ich muss mir also nicht sagen lassen das ich den Mitarbeitern nicht respektvoll begegne.

Simonjung
Simonjung

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Das ist natürlich richtig. Ich rede von der schlechten Kommunikation zwischen DB und Kunden. Es wurde uns nämlich nichts von einem Gefahrgutaustritt gesagt.

Simonjung
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@Kabo

Ja genau darauf wollte ich hinaus. Leider habe ich diese Zeit nicht erlebt, ich kenne sie nur noch aus Erzählungen:)

kabo
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"Sicherheit geht vor. Und das sollte immer oberste Priorität haben."
Klar.
Aber früher hatte jeder Bahnhof mindestens einen Mitarbeiter vor Ort, der kompetent und autorisiert war, zu entscheiden, ob eine Streckensperrung notwendig ist - und wenn ja, in welchem Umfang.
Heute wird erstmal alles gesperrt bis der Notfallmanager vor Ort ist - d.h. die Sperrung verlängert sind auf jeden Fall schon mal um die Zeit, die der Notfallmanager zur Anfahrt benötigt - abseits vonn Ballungsräumen ist da schon mal eine Stunde vergangen.

Simonjung
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@NRW

Lesen sie doch mal den kompletten Text, da steht noch mehr als nur die Streckensperrung.

Damit Rettungskräfte die schneller vor Ort sind ohne Gefahr arbeiten können. Aber ich denke mal die Diskussion führt zu nix, weil für sie alles schlecht ist was die DB macht. Und außerdem sperrt in solchen Fällen nicht die DB sondern Polizei und Feuerwehr.

kabo
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"Und außerdem sperrt in solchen Fällen nicht die DB sondern Polizei und Feuerwehr."
-> Und das war früher eben nicht so. Zu Zeiten, wo die Bahn noch eine Bundesbehörde war, war weder die Polizei noch die Feuerwehr weisungsbefugt gegenüber der Bundesbahn. Da lag die Entscheidung beim örtlichen Bahnpersonal, das aufgrund der bahnspezifischen Ausbildung die Gefahr für den Bahnbetrieb wahrscheinlich sogar besser beurteilen konnte, als die Polizei. Entsprechende Fälle sind zwar schon einige Jahrzehnte her, aber mir persönlich bekannt.

Bahnfr0sch
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Nur mal 'ne Frage: Werden in anderen zivilisierten Ländern auch Gefahrenstoffe wie Erdöldestillate in maroden Kesselwagen vormittags über Strecken gejagt, wo im 10 Minutentakt Hochgeschwingkeitszüge durchmüssen?

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@NRW
Sie fragen: "Und dann hätten sie diesen langen Text nicht geschrieben?"
Aus Kundensicht kann ich dazu schreiben: Je situationsbezogener und genauer die Informationen sind, die man erhält, desto leichter fällt es, Verständnis zu entwickeln. Im stehenden Zug zu sitzen und keine Informationen zu erhalten, führt hingegen zur Verärgerung, weil man sich als Kunde einfach nicht ernstgenommen fühlt. Außerdem ist es für die meisten Kunden auch nicht unwichtig, wann und wie sie ihren Zielort erreichen.

"Aber ich denke mal die Diskussion führt zu nix, weil für sie alles schlecht ist was die DB macht."
Und für Sie ist alles schlecht, was Kunden hier an Kritik an der DB formulieren. kabo ist einer der fachlich kompetentesten und sachlichsten Mitglieder dieser Community.

kabo
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"Nur mal 'ne Frage: Werden in anderen zivilisierten Ländern auch Gefahrenstoffe wie Erdöldestillate in maroden Kesselwagen vormittags über Strecken gejagt, wo im 10 Minutentakt Hochgeschwingkeitszüge durchmüssen?"
-> Ja

Nachtrag:
@Benutzerin
Vielen Dank für die Blumen.

Bahnfr0sch
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"-> Ja"

Das ist dann schlimm...sehr schlimm. Vielleicht sollte die EU-Politik da mal gegensteuern, statt den Bürgern ständig den Umweltgedanken einzutrichtern und über CO2-Steuer oder Dieselverbote zu schwafeln (o.k. leicht off topic...passt aber irgendwie).

Sparflieger
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Die DB ist die Kommunikationssenke schlechthin, von daher wundert es mich nicht, was Simonjung da erlebt hat.

Was die maroden Güterwagen betrifft, warum sollte es da besser sein als bei den Reisezugwagen?

kabo
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Warum?
Auf der Straße fahren der Schulbus und der Tanklastzug mit 30.000L Heizöl doch auch direkt hintereinander.

Da würden mir ziemlich viele Punkte einfallen, wo größerer Handlungsbedarf besteht als bei der Trennung von Personen- und Güterverkehr.

Bahnfr0sch
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"Auf der Straße fahren der Schulbus und der Tanklastzug mit 30.000L Heizöl doch auch direkt hintereinander."
--->Aber beim Tanklastzug auf der Straße wird nicht der gesamte Straßenverkehr im Umkreis von 200 Km stillgelegt, wenn an einem Einfüllstutzen etwas raustropft. ;)

kabo
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"Aber beim Tanklastzug auf der Straße wird nicht der gesamte Straßenverkehr im Umkreis von 200 Km stillgelegt, wenn an einem Einfüllstutzen etwas raustropft. ;)"
-> Stimmt, das ist ja das, was ich oben ansprach - gut auf den Punkt gebracht.