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Ist eine Erstattung berechtigt wenn die Abfahrtzeit des ICE nach vorne verlegt wird?

Es wurde vor etwa dreieinhalb Wochen ein Supersparpreis als Onlineticket gebucht.

Bei der Ursprünglichen Buchung sollte der ICE 578 um 11:24 Uhr abfahren, wurde aber dann vor kurzer neu auf 11:04 Uhr fest gelegt.

Dadurch ist natürlich meine komfortable Umsteigezeit in Stuttgart von ursprünglich 25 Minuten auf 5 gesunken, da für den Zubringer RE auch Verspätungen angesagt waren und ich nicht stehen bleiben wollte habe ich das Bahn fahren gelassen und habe mich mit dem Auto zum Flughafen bringen lassen.

Jetzt meine Frage der RE war wider Erwarten pünktlich, der Umstieg wäre also möglich gewesen.
Wäre der RE Verspätet gewesen hätte ich ein Fahrgastrechteformular ausgefüllt und darauf hingewiesen dass wegen dem drohenden Anschlussverlust des ICE die Fahrt gar nicht angetreten wurde und so die Erstattung über der Servicecenter abgewickelt.

Aber was mache ich jetzt?
Die ungenutzte Fahrkarte einfach abschreiben? oder gibt es doch einen Weg der Erstattung? Weil ich bin ja nicht gefahren ich wäre aber gefahren wäre die Umsteigezeit durch die Änderung nicht so gering geworden.

Antworten

kabo
kabo

kabo

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Die Umsteigezeit in Stuttgart ist >5 Minuten. D.h. wenn nach der Planänderung nur noch 5 Minuten Umsteigezeit blieben, dann ist das kein offizieller Anschluss mehr (auch wenn es in der Praxis doch klappt).

Mark1807
Mark1807

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Verstehe ich das richtig das ihre Fahrt in der Vergangenheit liegt?
Dann haben sie wahrscheinlich Pech gehabt. Wenn die Reisedaten ihrer Verbindung geändert werden haben sie das Recht von ihrer Fahrt zurücktreten und diese Erstattet zu bekommen (z.B im Reisezentrum).
Außerdem wäre in diesem Fall ihre Zugbindung aufgehoben gewesen (sie hätten also jede beliebige Verbindung an diesem Tag nehmen können), da die Mindestumsteigezeit in Stuttgart bei 10 Minuten liegt (meines Wissens) und diese somit unterschritten ist.

Ich würde das als Fahrt nicht angetreten einreichen und in einem Begleitschreiben auf die Fahrplanänderung und die damit einhergehende zu geringe Umsteigezeit verweisen.
Fahrgastrechte kann man bis zu einem Jahr im Nachgang geltend machen. Dass die Fahrt bereits in der Vergangenheit liegt, ist kein Grund wieso ein Antrag abgelehnt wird.

Joeopitz
Joeopitz

Joeopitz

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Der Fahrplan ist geändert worden, daher können Sie von der Fahrt zurücktreten. Ein Zubringer RE der 5 Minuten vorher ankommt, ist kein Anschlußzug, da die Mindestumsteigezeit in Stuttgart 7 Minuten beträgt. Sie hättten damit den ICE nicht sicher erreicht.

Wenn der nächste Zug erst eine Stunde später ankommt, dann wären Sie mindestens eine Stunde verspätet und könnten über das Servicezentrum Fahrgastrechte eine Erstattung beantragen. "Wegen der zu erwarteten Verspätung habe ich meine Fahrt nicht angetreten."

Sollte Ihr Reiseziel mit dem nächsten Zug mit weniger als einer Stunde Verspätung erreichbar gewesen sein, treten Sie wegen der Fahrplanänderung von der Reise zurück. Dafür ist dann nicht das Servicezentrum Fahrgastrechte zuständig, sondern die Deutsche Bahn.

Bei einem Onlineticket schreiben Sie dazu eine Mail an fahrkartenservice@bahn.de. Bei einem Papierticket senden Sie den Rücktritt mit Ticket an:

DB Vertrieb GmbH
Postfach 100247
76232 Karlsruhe

Die Fahrt wäre heute gewesen.

Früher abfahren hätte einen zwei Stunden früheren Fahrtbeginn bedeutet und der spätere Zug wäre eher schlecht für den Flug gewesen dann wäre der Puffer aufgebraucht gewesen, dann noch eine Verspätung und der Flug ist vielleicht weg.

Besonders bei dem Chaos das heute in FRA herrschte, die Schlangen vor der Fluggastkontrolle waren riesig.

Darum kam auch der Entschluss mit dem Fahrzeug gefahren zu werden.

Aber danke ich werde den Fall genau so beim Servicecenter einreichen und sehen was zurück kommt.