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Frage beantwortet

Automatisches aufheben der Zugbindung bei mehr als 20 Minuten Verspätung?

Ich habe nun alle Beiträge zu diesem Thema gelesen, bin aber immer noch nicht schlauer:

Ich habe 50 Minuten Umsteigezeit von Zug A nach Zug B, beide mit Zugbindung. Wenn Zug A nun z. B. 22 Minuten Verspätung hat, so wäre laut https://www.bahn.de/faq/view/pk/de/buchung/zugbindung.shtml die Zugbindung aufgehoben, obwohl die Umsteigezeit noch reichen dürfte, solange keine weiteren Störungen auftreten.

In diesem Forum gibt es jedoch viele bestätigte Antworten, dass sich die "Verspätung von mehr als 20 Minuten" nur auf den Zielbahnhof beziehen. Demnach wäre in oben beschriebenem Beispiel die Zugbindung nicht aufgehoben.

Was stimmt nun und wo steht es so gültig, dass man sich darauf beziehen kann? Leider sind die Antworten auf alle ähnlich gestellten Fragen in dieser Community mehrdeutig.

Diese Antwort wurde als beste Antwort ausgewählt

„wo steht es so gültig, dass man sich darauf beziehen kann?“
-> In den Beförderungsbedingungen.
A.9 Fahrgastrechte
Punkt 9.1.1
„Muss vernünftigerweise davon ausgegangen werden, dass der Reisende mit einer Fahrkarte der Produktklassen ICE, IC/EC oder mit einer zuggebundenen Fahrkarte am Zielbahnhof gemäß Beförderungsvertrag mindestens 20 Minuten verspätet ankommen wird, hat er unverzüglich die Wahl zwischen (i) der Fortsetzung der Fahrt oder der Weiterreise mit geän- derter Streckenführung bis zum Zielbahnhof bei nächster Gelegenheit oder (ii) der Fortsetzung der Fahrt oder der Weiterreise mit geänderter Streckenführung bis zum Zielbahnhof zu einem späteren Zeitpunkt.“

Es geht um die Verspätung am Zielbahnhof. Nachzulesen hier:
https://www.bahn.de/p/view/mdb/bahnintern/agb/gesamt_2019...

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Weitere Antworten

"In diesem Forum gibt es jedoch viele bestätigte Antworten, dass sich die "Verspätung von mehr als 20 Minuten" nur auf den Zielbahnhof beziehen"

So ist es, wenn sie zb ihren Anschluss verpassen und somit ihr Ziel später erreichen wird die Zugbindung aufgehoben.
In ihrem Bsp. kommen sie trotz Verspätung eines Zuges pünktlich an ihr Ziel und deswegen wird die Zugbindung auch nicht aufgehoben.

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"Demnach wäre in oben beschriebenem Beispiel die Zugbindung nicht aufgehoben."
So ist es. Da Sie Ihren Anschlusszug immer noch bequem erreichen und somit (hoffentlich) pünktlich am Zielbahnhof eintreffen, bleibt es bei der Zugbindung.

„wo steht es so gültig, dass man sich darauf beziehen kann?“
-> In den Beförderungsbedingungen.
A.9 Fahrgastrechte
Punkt 9.1.1
„Muss vernünftigerweise davon ausgegangen werden, dass der Reisende mit einer Fahrkarte der Produktklassen ICE, IC/EC oder mit einer zuggebundenen Fahrkarte am Zielbahnhof gemäß Beförderungsvertrag mindestens 20 Minuten verspätet ankommen wird, hat er unverzüglich die Wahl zwischen (i) der Fortsetzung der Fahrt oder der Weiterreise mit geän- derter Streckenführung bis zum Zielbahnhof bei nächster Gelegenheit oder (ii) der Fortsetzung der Fahrt oder der Weiterreise mit geänderter Streckenführung bis zum Zielbahnhof zu einem späteren Zeitpunkt.“

Es geht um die Verspätung am Zielbahnhof. Nachzulesen hier:
https://www.bahn.de/p/view/mdb/bahnintern/agb/gesamt_2019...

Danke an Joeopitz für den hilfreichen Link. Hinweis an DB: In dem FAQ sollte der Satz dringend modifiziert werden, geht ganz einfach durch das einfügen der Worte "am Zielbahnhof".