Nach oben

Frage beantwortet

Bezahlmöglichkeiten, Phishingblödsinn

Ich habe heute eine Fahrkarte gebucht, und konnte nicht wie gewohnt über Lastschrift bezahlen. Als Gründe geben Sie an dass es derzeit Phishing-Betrug gibt.

Was für ein Unsinn! Phishing gibt es immer, nicht nur jetzt Das gab es auch als ich noch per Lastschrift zahlen konnte!

Ausserdem, E-mail ist am gesamten Prozess des Bezahlens mittels Lastschrift an keiner Stelle beteiligt! Wie soll also der Verzicht auf Lastschrift auch nur im Entferntesten vor Phising schützen? Das ist vollkommen unmöglich, da E-Mail keine Rolle spielt und nicht beteiligt ist.

Stattdessen zwingen Sie mich einen Drittanbieter (Sofort/Klarna) zu nutzen, den ich nicht kenne, den ich nicht nutzen will, bei dem ich keinerlei Kontrolle habe was mit meinen Daten passiert. Es interessiert mich nicht ob er allgemein als sicher gilt. ICH ALS KUNDE WILL ENTSCHEIDEN OB ICH ES NUTZE ODER NICHT! Ich entscheide welche Anbieter ich als sicher erachte. Und wenn möglich (und es war immer möglich) bevorzuge ich Bankeinzug der Bahn, direkt, ohne eine weitere Firma dazwischen. Daran ist auch nichts unsicher, wenn die Bahn mit Einzugermächtigung etwas bei mir mit meinem Einverständnis abbucht. Wie gesagt, Email ist hierbei nicht beteiligt, Phising spielt absolut keine Rolle für diese Transaktionen. Was soll dieser Unfug also?

Es ist vollkommen unnötig dass ich für das Buchen meienr Fahrkarte nun mit IBAN, Login, PIN udn TAN rumhantieren muss, NICHTS ist daduch sicherer als zuvor!

Ich bin höchst verärgert über diesen Schwachsinn, der meiner Sicherheit dienen soll, es aber in keinster Weise tut. Lastschrift ist sicher und bequem, an Sofort/Klarna ist nichts sicherer!

Wie lange soll dieser Missstand andauern? Sagen sie nicht bis Phishing-Attacken aufhören, denn das ist niemals.

00schiene
00schiene

00schiene

Ebene
0
1 / 100
Punkt
Die Antwort wurde von DB Bahn bestätigt
kabo
kabo

kabo

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

"Ausserdem, E-mail ist am gesamten Prozess des Bezahlens mittels Lastschrift an keiner Stelle beteiligt! Wie soll also der Verzicht auf Lastschrift auch nur im Entferntesten vor Phising schützen? Das ist vollkommen unmöglich, da E-Mail keine Rolle spielt und nicht beteiligt ist."
-> Indirekt schon.
Bei den letzten Betrugswellen haben Betrüger nicht direkt das bahn.de-Konto angegriffen, sondern erst das Email-Konto des Opfers. Über die "Passwort-vergessen"-Funktion von bahn.de haben sich die Betrüger dann ein neues Passwort an das Email-Konto senden lassen und sind damit dann in das bahn.de-Konto eingedrungen und haben per Lastschrift vom Bankkonto des Opfers Tickets eingekauft.

"bevorzuge ich Bankeinzug der Bahn, direkt, ohne eine weitere Firma dazwischen. Daran ist auch nichts unsicher, wenn die Bahn mit Einzugermächtigung etwas bei mir mit meinem Einverständnis abbucht"
-> Für Sie ist nichts unsicher - für die Bahn aber schon.
Bei einer unberechtigten Lastschrift bleibt die Bahn auf dem Schaden sitzen, wenn der Betrüger nicht gefunden wird. Bei den Zahlungsarten Sofortüberweisung und Kreditkarte würde dagegen die Bank den Schaden tragen (und nicht die Bahn), was für die Bahn natürlich besser ist.
Lastschriftzahlung können sich eigentlich nur Anbieter leisten, die durch überhöhte Preise für ehrliche Kunden die Verluste durch Lastschrift-Betrüger locker wegstecken können.

"Wie lange soll dieser Missstand andauern?"
-> Durch die zweite Zahlungsdiensterichtlinie ("PSD II-Richtlinie") wird die Bedeutung der Lastschriftzahlung voraussichtlich zurückgehen, während Zahlungsdienstleister gestärkt werden. Apple und Google stehen schon in den Startlöchern. Europaweit gesehen ist Lastschriftzahlung ohnehin ein "deutsches Randphänomen", welches voraussichtlich keine lange Zukunft mehr hat.

Tipp: Buchen Sie am Schalter oder Automat. Da sind Sie nicht auf Sofortüberweisung angewiesen.

Fanden Sie diese Antwort hilfreich?

Nein (5)

Ja (2)

29%

29% der Personen fanden diese Antwort hilfreich

Weitere Antworten

Das Problem sind die Gutscheine die man beim Stornieren des Sparpreises bekommt, diese sind nicht an ein Konto gebunden und lassen sich sehr leicht und anonym zu Geld machen, das Problem ist nicht das Phishing ansich, sondern die einfache Möglichkeit mit diesen Daten an Geld zu kommen.

kabo
kabo

kabo

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

"Ausserdem, E-mail ist am gesamten Prozess des Bezahlens mittels Lastschrift an keiner Stelle beteiligt! Wie soll also der Verzicht auf Lastschrift auch nur im Entferntesten vor Phising schützen? Das ist vollkommen unmöglich, da E-Mail keine Rolle spielt und nicht beteiligt ist."
-> Indirekt schon.
Bei den letzten Betrugswellen haben Betrüger nicht direkt das bahn.de-Konto angegriffen, sondern erst das Email-Konto des Opfers. Über die "Passwort-vergessen"-Funktion von bahn.de haben sich die Betrüger dann ein neues Passwort an das Email-Konto senden lassen und sind damit dann in das bahn.de-Konto eingedrungen und haben per Lastschrift vom Bankkonto des Opfers Tickets eingekauft.

"bevorzuge ich Bankeinzug der Bahn, direkt, ohne eine weitere Firma dazwischen. Daran ist auch nichts unsicher, wenn die Bahn mit Einzugermächtigung etwas bei mir mit meinem Einverständnis abbucht"
-> Für Sie ist nichts unsicher - für die Bahn aber schon.
Bei einer unberechtigten Lastschrift bleibt die Bahn auf dem Schaden sitzen, wenn der Betrüger nicht gefunden wird. Bei den Zahlungsarten Sofortüberweisung und Kreditkarte würde dagegen die Bank den Schaden tragen (und nicht die Bahn), was für die Bahn natürlich besser ist.
Lastschriftzahlung können sich eigentlich nur Anbieter leisten, die durch überhöhte Preise für ehrliche Kunden die Verluste durch Lastschrift-Betrüger locker wegstecken können.

"Wie lange soll dieser Missstand andauern?"
-> Durch die zweite Zahlungsdiensterichtlinie ("PSD II-Richtlinie") wird die Bedeutung der Lastschriftzahlung voraussichtlich zurückgehen, während Zahlungsdienstleister gestärkt werden. Apple und Google stehen schon in den Startlöchern. Europaweit gesehen ist Lastschriftzahlung ohnehin ein "deutsches Randphänomen", welches voraussichtlich keine lange Zukunft mehr hat.

Tipp: Buchen Sie am Schalter oder Automat. Da sind Sie nicht auf Sofortüberweisung angewiesen.

Wie so oft arbeitet der Fachbereich angeblich mit Hochdruck an einer Lösung für dieses Problem. Es kann sich also nur noch um Jahre handeln bis man das Lastschriftverfahren wieder für Sparpreise freigibt.

kabo
kabo

kabo

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

Ich rechne eher damit, dass nicht die Lastschriftzahlung für Sparpreistickets wieder aktiviert wird, sondern langfristig die Lastschriftzahlung für alle Tickets wegfällt.

Lastschriftzahlung ist eine Zahlungsmethode, die nur eine 1-Faktor-Autorisierung aufweist. Der Trend geht klar zu Zahlungsmethoden mit 2-Faktor-Autorisierung.

wsky
wsky

wsky

Ebene
0
42 / 100
Punkte

„Durch die zweite Zahlungsdiensterichtlinie ("PSD II-Richtlinie") wird die Bedeutung der Lastschriftzahlung voraussichtlich zurückgehen“…
Für die zusätzliche Sicherheit der Zahlungsdienstleister werden wir Kunden bezahlen müssen. Mir ist klar, dass Sie (die Bahn) die Gebühren der Dienstleister auf den Ticketpreis aufschlagen werden. Natürlich werden Sie es so nicht kommunizieren.
SEPA-Lastschrift ist (abgesehen von Überweisung) die Zahlungsmethode mit den mit Abstand geringsten Gebühren. Diese Entwicklung und dass die Bahn vorauseilend die obige Einschätzung erfüllen will, ist sehr traurig.