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Frage beantwortet

Wieso ist die ICE-Fahrtzeit von Kassel nach Göttingen nachts mehr als doppelt so lang wie tagsüber?

Tagsüber braucht der ICE von Kassel-Wilhemshöhe nach Göttingen 19 bis 22 Minuten, nachts sind es mindestens 50 Minuten. Was ist der Grund dafür?

Die Antwort wurde von DB Bahn bestätigt
kabo
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Es ist zumindest auf den Schnellstrecken nicht erlaubt, dass sich Personenzüge und Güterzüge in einem Tunnel begegnen.
Nachts werden deshalb Personenzüge meist auf die langsame Altstrecke geschickt um den Güterzügen auf der Schnellstrecke ein schnelles Vorwärtskommen zu ermöglichen.

Ein schönes Beispiel ist der ICE1593/1595, der letzte Zug spätabends von Frankfurt nach Stuttgart.
Mo-Fr fährt er bis Vaihingen(Enz), Ankunft 0:33 Uhr, auf der Schnellstrecke, verlässt diese dort und fährt ab da gemütlich auf der Altstrecke bis Stuttgart - Fahrzeit 27min. Ab halb eins steht die Schnellstrecke nämlich für Güterzüge zur Verfügung.
Sa+So sind da keine Güterzüge unterwegs und der Zug kann auf der Schnellstrecke bleiben - Fahrzeit 17min. Sa+So ist der Zug also bei völlig identischen Zwischenhalten 10min früher in Stuttgart.

Und wenn der Personenzug viel Verspätung hat, dann ist das auch eine gute Möglichkeit Verspätung abzubauen. Selbst erlebt: Nachtzug von Süddeutschland nach Richtung Hamburg. Bei Abfahrt über 60min Verspätung, in Fulda dann auf die Schnellstrecke abgebogen obwohl planmäßig die langsame Altstrecke vorgesehen war, kaum Güterzüge unterwegs, trotz der Verspätung bei der Abfahrt deutlich zu früh am Ziel angekommen.

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tbsn
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Es fahren nachts doch überhaupt keine ICE mehr über die Strecke. Nachts ist die SFS für den Güterverkehr vorgesehen. Der IC 478 dürfte zum Beispiel über die Regionalstrecke (via Witzenhausen Nord) geleitet werden.

Ah, das wusste ich als Kölnerin nicht. Ich hatte mich nur über die unterschiedlichen Fahrtzeiten gewundert und darüber, dass z.B. der ICE 590 gestern Nacht mehrmals für einige Minuten auf freier Strecke stehenblieb. Welche Strecke er genau gefahren ist, weiß ich leider nicht.

kabo
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Es ist zumindest auf den Schnellstrecken nicht erlaubt, dass sich Personenzüge und Güterzüge in einem Tunnel begegnen.
Nachts werden deshalb Personenzüge meist auf die langsame Altstrecke geschickt um den Güterzügen auf der Schnellstrecke ein schnelles Vorwärtskommen zu ermöglichen.

Ein schönes Beispiel ist der ICE1593/1595, der letzte Zug spätabends von Frankfurt nach Stuttgart.
Mo-Fr fährt er bis Vaihingen(Enz), Ankunft 0:33 Uhr, auf der Schnellstrecke, verlässt diese dort und fährt ab da gemütlich auf der Altstrecke bis Stuttgart - Fahrzeit 27min. Ab halb eins steht die Schnellstrecke nämlich für Güterzüge zur Verfügung.
Sa+So sind da keine Güterzüge unterwegs und der Zug kann auf der Schnellstrecke bleiben - Fahrzeit 17min. Sa+So ist der Zug also bei völlig identischen Zwischenhalten 10min früher in Stuttgart.

Und wenn der Personenzug viel Verspätung hat, dann ist das auch eine gute Möglichkeit Verspätung abzubauen. Selbst erlebt: Nachtzug von Süddeutschland nach Richtung Hamburg. Bei Abfahrt über 60min Verspätung, in Fulda dann auf die Schnellstrecke abgebogen obwohl planmäßig die langsame Altstrecke vorgesehen war, kaum Güterzüge unterwegs, trotz der Verspätung bei der Abfahrt deutlich zu früh am Ziel angekommen.

DB
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Hallo Muhtzel,

ich frage einmal nach und melde mich wieder. /ka

DB
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Hallo Muhtzel,

ich habe eine Rückmeldung erhalten.
Die Antwort, welche kabo gegeben hat, ist korrekt. /ka