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BahnComfortberechtigung. Warum kontrolliert nicht der Schaffner und fordert Unberechtigte zur Sitzfreigabe auf?

Als Banhcard 100 Kl 2 Fahrer treffe ich regelmäßig Fahrgäste an, die sich einfach auf die BahnComfortReservierung hinsetzen. Es ist eine Zumutung als Fahrgast dies kontrollieren zu müssen. Warum macht dies nicht automatisch der Schaffner und fordert Unberechtigte zur Freigabe des Sitzplatzes auf?

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kabo
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Und weil die comfort-Plätze Selbstbetrug sind.

Ist der Zug leer, dann sind die comfort-Plätze unnötig, weil man ohnehin einen freien Platz findet.

Ist der Zug voll, dann sind erfahrungsgemäß auch mehr comfort-Kunden an Bord, als es comfort-Plätze gibt. In jedem Freitag-Nachmittag-ICE fahren erfahrungsgemäß mindestens 50 comfort-Kunden mit. Selbst wenn man es schaffen würde, dass nur comfort-Kunden auf comfort-Plätzen sitzen würden, würde es nicht reichen. Es löst also nicht das Problem, wenn man die comfort-Plätze strenger kontrollieren würde.

Aber diese Diskussion hatten wir gefühlt schon 100x.

Meine Vorschlag: comfort-Plätze ganz abschaffen, dafür Express-Reservierung ausweiten, meinetwegen mit verminderter Reservierungsgebühr für comfort-Kunden.

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"Selbst wenn man es schaffen würde, dass nur comfort-Kunden auf comfort-Plätzen sitzen würden,"
Das wär doch immerhin schonmal ein Fortschritt.

Joeopitz
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"... treffe ich regelmäßig Fahrgäste an, die sich einfach auf die BahnComfortReservierung hinsetzen."
-> Das dürfen diese Fahrgäste auch. Es gibt in den Beförderungsbedingungen keine besondere Regelung für diese Plätze.

"Warum macht dies nicht automatisch der Schaffner und fordert Unberechtigte zur Freigabe des Sitzplatzes auf?"
-> Solange kein ComfortKunde Anspruch auf diesen Platz anmeldet, wird er keinen anderen Fahrgast auffordern aufzustehen.

"Es ist eine Zumutung als Fahrgast dies kontrollieren zu müssen."
-> Muß man nicht, man kann auch im Zug stehen bleiben. Auch kann man einen ZUB ansprechen, bleibt aber meistens auch ohne Erfolg. Eine Platzreservierung ist der einzige Weg um halbwegs stressfrei in vollen Zügen an einen Sitzplatz zu kommen.

kabo
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"Selbst wenn man es schaffen würde, dass nur comfort-Kunden auf comfort-Plätzen sitzen würden,"
Das wär doch immerhin schonmal ein Fortschritt."
-> Und dann streiten sich 50 comfort-Kunden um die 8 comfort-Plätze. Wenn die comfort-Plätze konsequenter kontrolliert würden, würden sich auch mehr comfort-Kunden für diese Plätze interessieren. Spielen die dann "Schere-Stein-Papier" oder "Wer hat die meisten Punkte?" ...?

"Eine Platzreservierung ist der einzige Weg um halbwegs stressfrei in vollen Zügen an einen Sitzplatz zu kommen."
-> So ist es.

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Nö. Die spielen: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.
Wenn auf einem bahn.comfort-Platz bereits ein anderer bahn.comfort-Kunde sitzt, dann ist das eben so.
Beim derzeitigen Reservierungssystem der DB sind doch Reservierungen für Reisende, die sich kurzfristig entscheiden, einen bestimmten Zug zu nehmen, auch keine Lösung.

kabo
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Wenn auf einem bahn.comfort-Platz bereits ein anderer bahn.comfort-Kunde sitzt, dann ist das eben so.
-> Aber dann muss ja wieder ein comfort-Kunde den anderen fragen "Sind Sie auch wirklich comfort-Kunde?" - und das scheint ja den meisten unangenehm zu sein.

Die Beschwerde richtet sich ja nicht dagegen, dass es zu wenig comfort-Plätze gibt (was ich vielleicht noch nachvollziehbar fände), sondern dagegen, dass man als comfort-Kunde andere Fahrgäste kontrollieren muss, ob diese auch zu recht auf dem comfort-Platz sitzen.

"Beim derzeitigen Reservierungssystem der DB sind doch Reservierungen für Reisende, die sich kurzfristig entscheiden, einen bestimmten Zug zu nehmen, auch keine Lösung."
-> Ich sag es ja: Das Reservierungssystem muss zugunsten der Expressreservierung ausgebaut werden. Dann kann man die comfort-Plätze abschaffen.

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Aber diese Expressreservierungen sind doch - zumindest in der derzeitigen Form - auch blöd. Wenn in einem ganzen Wagen "ggf. freigeben" steht, hat man als Reisender ohne Reservierung doch nicht den geringsten Hinweis, ob der Platz nun frei ist oder nicht. Solange es die 'Experten' in den sogenannten Fachabteilungen nicht hinbringen, das System so zu gestalten, dass Expressreservierungen dann auch mehr oder weniger in Echtzeit eingepflegt werden und im Zug erscheinen, ist das doch auch nur Flickschusterei.

Und über die Bemerkung, dass es nur mit Reservierung einigermaßen stressfrei sei, können sowohl Kunden, die über Tage und Wochen vergeblich versuchen, Plätze zu reservieren bzw. Kunden, deren reservierte Plätze Zugausfällen zum Opfer fallen, auch nicht unbedingt lachen.

Wenn das Zugpersonal routinemäßig die Kontrolle des bahn.comfort-Status übernehmen würde, hätte man ein bisschen mehr Sicherheit, dass auf den bahn.comfort-Plätzen auch nur bahn.comfort-Reisende sitzen.

Leo
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"Solange es die 'Experten' in den sogenannten Fachabteilungen nicht hinbringen, das System so zu gestalten, dass Expressreservierungen dann auch mehr oder weniger in Echtzeit eingepflegt werden und im Zug erscheinen, ist das doch auch nur Flickschusterei."

Die "Express"-Reservierungen werden ggf. schon Wochen vorher vergeben - aber trotzdem nicht richtig angezeigt, auch nur "ggf. freigeben".

Wenn das aber im ganzen Wagen erscheint, ist wahrscheinlich wie so oft die Anzeige ausgefallen.

Man sollte (zumindest als Fernziel, wenn sich der Fahrzeugmangel hoffentlich irgendwann mal entspannt):

1. Genügend Sitzplätze anbieten, wie in der Schweiz, wo praktisch niemand reserviert.

2. Wie früher nur 80% der Pläze reservieren, um auch Spontanreisenden (mit oder ohne Comfort-Status) eine Chance zu geben

3. Falls gewünscht, kostenlose Reservierungen anbieten

Joeopitz
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"Aber diese Expressreservierungen sind doch - zumindest in der derzeitigen Form - auch blöd. Wenn in einem ganzen Wagen "ggf. freigeben" steht, hat man als Reisender ohne Reservierung doch nicht den geringsten Hinweis, ob der Platz nun frei ist oder nicht.
-> Da nutzt aber auch eine Reservierungsanzeige in Echtzeit nichts. Was nützt das einem Fahrgast wenn er beim Einsteigen sieht, das noch niemand en Platz reserviert hat? Wenn der Fahrgast sich hinsetzt und danach reserviert jemand hat er auch Pech gehabt. Der Reservierungsstatus eines "ggf. freigegebenen" Platzes kann sich während der Fahrt noch ändern.
Ich benutze öfter den InterCity von Braunschweig nach Halle. Erfahrungsgemäß bekommt man immer einem Platz, darum reserviere ich nicht. Vor einiger Zeit war aber der Bahnsteig in Braunschweig proppenvoll mit Reisenden, die auf diesen Zug warteten. Daraufhin hab ich mir über die App noch 2 Minuten vor Abfahrt eine Platzreservierung gebucht. Da war der Zug aber schon 4 1/2 Stunden von Norddeich Mole kommend unterwegs. In den 4 1/2 Stunden war der Platz auch nicht reserviert, was hätte es einem Reisenden genutzt, zu erfahren dass der Platz noch nicht reserviert ist? Es kann sich doch danach noch immer ändern.

"Wenn das Zugpersonal routinemäßig die Kontrolle des bahn.comfort-Status übernehmen würde, hätte man ein bisschen mehr Sicherheit, dass auf den bahn.comfort-Plätzen auch nur bahn.comfort-Reisende sitzen."
-> Solange ausreichend freie Plätze im Zug vorhanden sind, ist es doch völlig egal wer wo sitzt. Problematisch wird es erst, wenn der Zug voll ist. Dann sind aber sowieso mehr BahnComfort Kunden im Zug als BahnComfort Plätze. Der Ärger ist vorprogrammiert. Sowohl die Bahnkunden die evtl. Plätze räumen sollen, als auch die BahnComfort Kunden, die trotzdem keinen Sitzplatz bekommen sind verärgert.

Fazit: In leeren Zügen braucht man keine BahnComfort Plätze, in ausgelasteten Zügen nutzen Sie nichts. Da es auch keinen Anspruch auf diese Plätze gibt, sind sie absolut überflüssig. (Einziger Nutzen ist, dass man damit werben kann. Es ist nichts weiter als ein leeres Werbeversprechen.)

Praktisch würde es zum Status Quo kaum etwas ändern, wenn die BahnComfort Plätze abgeschafft würden.

"Beim derzeitigen Reservierungssystem der DB sind doch Reservierungen für Reisende, die sich kurzfristig entscheiden, einen bestimmten Zug zu nehmen, auch keine Lösung."
-> Solange der Zug nicht ausgebucht ist, kann man auch kurzfristig und nach Abfahrt des Zuges eine Reservierung buchen. (OK, dafür braucht man ein Smartphone. Selbst wenn man eines hat muß auch noch das Betriebssystem der DB genehm sein.) Wenn der Zug ausgebucht ist, dann hilft auch ein geändertes Reservierungssystem wenig.

Trotzdem stimme ich hier kabo zu:
"-> Ich sag es ja: Das Reservierungssystem muss zugunsten der Expressreservierung ausgebaut werden. Dann kann man die comfort-Plätze abschaffen."

Es gibt ja bereits zusätzliche Reservierungsmöglichkeiten für Comfort Kunden. Daran kann man weiter arbeiten. Zusätzliche und evtl. vergünstigte Reservierungsmöglichkeiten für Komfortkunden wäre eine Sache.
Desweiteren würde es Sinn machen, Reservierungen teilweise Stornierbar zu machen. Das würde die Möglichkeiten für Reservierungswillige in ausgebuchten Zügen verbessern.

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Ich hab jedenfalls in gut gebuchten Zügen schon häufiger bahn.comfort-Plätze in Anspruch genommen und fand das jeweils sehr angenehm. Allerdings waren das zugegebenermaßen oft Abfahrtsbahnhöfe, in denen der Zug eingesetzt wurde. Auf der Reservierungsanzeige stand bahn.comfort, der Platz war frei, ich hab mich auf den Platz gesetzt - und gut.