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Entschädigung wenn der teurere Direktzug in 2 x Umsteigen und Fahrt mit günstigeren Zügen endet?

Liebe Bahn,
es ist zwar sinnlos zu fragen, aber welche Entschädigungsleistungen außer für Verspätung leistet ihr? Ich habe einen Direktzug von Frankfurt nach Chur gebucht, der 2 Umstiege in Basel und Zürich nötig machte. Ich habe ein ICE-Ticket gebucht, was nach der Hälfte der Fahrt ein downgrade zum TGV und IC bedeutet hat. Ich habe eine Sitzplatzreservierung gebucht, die nur hälftig bis zum ersten Umstieg nutzbar war. Sprich: ich habe Aufpreise für Services gezahlt (Direktzug, ICE Komfort, Internet, Sitzplatzreservierung), die ich nicht erhalten habe. Ich hatte kein Internet und konnte nicht wie geplant im Zug arbeiten. Ich bin müde, mich immer wieder aufzuregen, die hohen Ticketpreise sind schon ärgerlich genug, aber die Abweichungen bedeuten zusätzlich noch Stress und fehlende Planbarkeit. Es macht keinen Spaß mit der Bahn zu reisen, man muss immer mit dem Schlimmsten rechnen. Ihr macht es einem echt nicht leicht, von Auto oder Flugzeug auf den Zug umzusteigen.
Es passiert immer häufiger, dass ihr Züge nicht bis zum Ziel fahren und Haltestellen ausfallen lasst, um eure Pünktlichkeits-Statistik zu schönen. Dafür müssen Fahrgäste dann ungeplante und ungewollte Umstiege, andere Zugklassen, verloren gegangene Sitzplatzreservierungen oder Stehplätze, Verspätungen und vor allem STRESS in Kauf nehmen. Und das wird dann mit einem Achselzucken quittiert, oft noch mit einem blöden Spruch. Wenn es aber nicht mindestens 60 Minuten Verspätung bedeutet, entschädigt ihr noch nicht mal? So etwas können sich andere Dienstleister schlichtweg nicht leisten. Bezahlt man im Restaurant das georderte teure Steak, wenn aber nur das günstigere Schnitzel ungefragt als Ersatz serviert wird?? Schade, dass der Lastschrifteinzug schon zu lange zurück liegt, sonst hätte ich das gerne eskalieren lassen.

clanot
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Joeopitz
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„es ist zwar sinnlos zu fragen, aber welche Entschädigungsleistungen außer für Verspätung leistet ihr?“
-> Wir leisten noch nicht einmal bei Verspätung Entschädigungsleistung. Hier ist auch nicht die „liebe Bahn“. In dieser Community antworten Bahnkunden auf die Fragen andere Bahnkunden rund um den Personenverkehr der deutschen Bahn.

„nach der Hälfte der Fahrt ein downgrade zum TGV und IC bedeutet hat.“
-> TGV ist kein Downgrade, er gehört in die gleiche Produktkategorie wie der ICE.

„Ich habe eine Sitzplatzreservierung gebucht, die nur hälftig bis zum ersten Umstieg nutzbar war.“
-> In einem Reisezentrum kannst Du Dir die komplette Reservierungsgebühr sofort in bar erstatten lassen.

„ich habe Aufpreise für Services gezahlt (Direktzug, ICE Komfort, Internet, Sitzplatzreservierung), die ich nicht erhalten habe.“
-> Reservierungsgebühr hätten wir ja schon. Bei den anderen Dingen ist die Frage ob Du wirklich Aufpreise bezahlt hast. Beim Sparpreis- oder Supersparpreis Europa gibt es solche Aufpreise ja nicht, da ist ein ICE Ticket nicht teurer als ein IC Ticket.
Bei einem Flexpreisticket (nur da gibt es einen Aufschlag für den ICE) würde die Differenz erstattet werden, wenn kein ICE genutzt wurde. Da es aber auch beim Flexpreis keine Rolle spielt ob der ICE für die Gesamtstrecke oder nur für ein Teilstück (der Zuschlag bleibt gleich) gebucht wurde, gibt es bei Teilnutzung keine Gutschrift.

„Ihr macht es einem echt nicht leicht, von Auto oder Flugzeug auf den Zug umzusteigen.“
-> Hatte ich schon erwähnt, wir machen hier garnichts. Wir sind Bahnkunden genau wie Du, manchmal von der Bahn genauso genervt wie Du und hin und wieder fahren wir Auto, nehmen ein Flugzeug oder fahren Flixbus.

• „ausfallen lasst, um eure Pünktlichkeits-Statistik zu schönen“
• „Stehplätze, Verspätungen und vor allem STRESS in Kauf nehmen.“
• „entschädigt ihr noch nicht mal?“
• „wird dann mit einem Achselzucken quittiert, oft noch mit einem blöden Spruch.“
• „Bezahlt man im Restaurant das georderte teure Steak, wenn aber nur das günstigere Schnitzel ungefragt als Ersatz serviert wird“

Hier ist doch aber nicht die Beschwerdestelle der Bahn. Da hast Du was nicht richtig mitbekommen und bist bei den Falschen gelandet. Wie gesagt hier beantworten Bahnkunden freiwillig und in ihrer Freizeit die Fragen andere Bankunden um denen zu helfen.

Ein paar Dinge habe ich Dir jetzt erklärt. Vielleicht war’s doch nicht so sinnlos hier Fragen zu stellen was zum Beispiel Entschädigung betrifft.

Für Anmerkung Lob Kritik und Beschwerden gibt es den Kunden Dialog der deutschen Bahn den erreicht du hier:

https://www.bahn.de/p/view/home/kontakt/kundendialog.shtm...

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Joeopitz
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„es ist zwar sinnlos zu fragen, aber welche Entschädigungsleistungen außer für Verspätung leistet ihr?“
-> Wir leisten noch nicht einmal bei Verspätung Entschädigungsleistung. Hier ist auch nicht die „liebe Bahn“. In dieser Community antworten Bahnkunden auf die Fragen andere Bahnkunden rund um den Personenverkehr der deutschen Bahn.

„nach der Hälfte der Fahrt ein downgrade zum TGV und IC bedeutet hat.“
-> TGV ist kein Downgrade, er gehört in die gleiche Produktkategorie wie der ICE.

„Ich habe eine Sitzplatzreservierung gebucht, die nur hälftig bis zum ersten Umstieg nutzbar war.“
-> In einem Reisezentrum kannst Du Dir die komplette Reservierungsgebühr sofort in bar erstatten lassen.

„ich habe Aufpreise für Services gezahlt (Direktzug, ICE Komfort, Internet, Sitzplatzreservierung), die ich nicht erhalten habe.“
-> Reservierungsgebühr hätten wir ja schon. Bei den anderen Dingen ist die Frage ob Du wirklich Aufpreise bezahlt hast. Beim Sparpreis- oder Supersparpreis Europa gibt es solche Aufpreise ja nicht, da ist ein ICE Ticket nicht teurer als ein IC Ticket.
Bei einem Flexpreisticket (nur da gibt es einen Aufschlag für den ICE) würde die Differenz erstattet werden, wenn kein ICE genutzt wurde. Da es aber auch beim Flexpreis keine Rolle spielt ob der ICE für die Gesamtstrecke oder nur für ein Teilstück (der Zuschlag bleibt gleich) gebucht wurde, gibt es bei Teilnutzung keine Gutschrift.

„Ihr macht es einem echt nicht leicht, von Auto oder Flugzeug auf den Zug umzusteigen.“
-> Hatte ich schon erwähnt, wir machen hier garnichts. Wir sind Bahnkunden genau wie Du, manchmal von der Bahn genauso genervt wie Du und hin und wieder fahren wir Auto, nehmen ein Flugzeug oder fahren Flixbus.

• „ausfallen lasst, um eure Pünktlichkeits-Statistik zu schönen“
• „Stehplätze, Verspätungen und vor allem STRESS in Kauf nehmen.“
• „entschädigt ihr noch nicht mal?“
• „wird dann mit einem Achselzucken quittiert, oft noch mit einem blöden Spruch.“
• „Bezahlt man im Restaurant das georderte teure Steak, wenn aber nur das günstigere Schnitzel ungefragt als Ersatz serviert wird“

Hier ist doch aber nicht die Beschwerdestelle der Bahn. Da hast Du was nicht richtig mitbekommen und bist bei den Falschen gelandet. Wie gesagt hier beantworten Bahnkunden freiwillig und in ihrer Freizeit die Fragen andere Bankunden um denen zu helfen.

Ein paar Dinge habe ich Dir jetzt erklärt. Vielleicht war’s doch nicht so sinnlos hier Fragen zu stellen was zum Beispiel Entschädigung betrifft.

Für Anmerkung Lob Kritik und Beschwerden gibt es den Kunden Dialog der deutschen Bahn den erreicht du hier:

https://www.bahn.de/p/view/home/kontakt/kundendialog.shtm...

Bertosch
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„Liebe Bahn,“

Wir sind hier ebenfalls nur Bahnkunden, nicht die Bahn.

„es ist zwar sinnlos zu fragen, aber welche Entschädigungsleistungen außer für Verspätung leistet ihr?“

WIR (die Bahnkunden leisten keine Entschädigung, das macht die Bahn, bzw. das ServiceCenter Fahrgastrechte oder der Kundendialog.

„Ich habe einen Direktzug von Frankfurt nach Chur gebucht, der 2 Umstiege in Basel und Zürich nötig machte. Ich habe ein ICE-Ticket gebucht, was nach der Hälfte der Fahrt ein downgrade zum TGV und IC bedeutet hat.“

Ein TGV ist einem ICE gleich gestellt.

„Ich habe eine Sitzplatzreservierung gebucht, die nur hälftig bis zum ersten Umstieg nutzbar war.“

Dann lassen Sie sich doch die Sitzplatzreservierung erstatten.

„Sprich: ich habe Aufpreise für Services gezahlt (Direktzug, ICE Komfort, Internet, Sitzplatzreservierung), die ich nicht erhalten habe. „

Für Internet zahlen sie nicht, dies ist eine Serviceleistung.

„Ich hatte kein Internet und konnte nicht wie geplant im Zug arbeiten.“

Ärgerlich.

„Ich bin müde, mich immer wieder aufzuregen, die hohen Ticketpreise sind schon ärgerlich genug, aber die Abweichungen bedeuten zusätzlich noch Stress und fehlende Planbarkeit. Es macht keinen Spaß mit der Bahn zu reisen, man muss immer mit dem Schlimmsten rechnen. Ihr macht es einem echt nicht leicht, von Auto oder Flugzeug auf den Zug umzusteigen.“

WIR machen es Ihnen leicht, die DB vielleicht nicht!

„Es passiert immer häufiger, dass ihr Züge nicht bis zum Ziel fahren und Haltestellen ausfallen lasst, um eure Pünktlichkeits-Statistik zu schönen.“

WIR lassen keine Züge ausfallen und schönen auch keine entsprechende Statistik.

„Dafür müssen Fahrgäste dann ungeplante und ungewollte Umstiege, andere Zugklassen, verloren gegangene Sitzplatzreservierungen oder Stehplätze, Verspätungen und vor allem STRESS in Kauf nehmen. Und das wird dann mit einem Achselzucken quittiert, oft noch mit einem blöden Spruch. Wenn es aber nicht mindestens 60 Minuten Verspätung bedeutet, entschädigt ihr noch nicht mal?“

Richtig, auch bei 60 Minuten entschädigen WIR nichts.

„So etwas können sich andere Dienstleister schlichtweg nicht leisten. Bezahlt man im Restaurant das georderte teure Steak, wenn aber nur das günstigere Schnitzel ungefragt als Ersatz serviert wird?? Schade, dass der Lastschrifteinzug schon zu lange zurück liegt, sonst hätte ich das gerne eskalieren lassen.“

Ja echt schade, aber die Leistung (Beförderung von A nach B) wurde erbracht.
Die Sitzplatzreservierung können Sie sich erstatten lassen.
Für den entgangenen Komfort (IC statt ICE) können sie sich gerne an den Kundendialog wenden, ggf. gibt es dort einen Gutschein. Falls es sich um einen (Super-)Sparpreis handelt, sieht es aber düster aus, dort gibt es keine preislichen Unterschiede bzgl. der Produktklassen.

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"Falls es sich um einen (Super-)Sparpreis handelt, sieht es aber düster aus, dort gibt es keine preislichen Unterschiede bzgl. der Produktklassen."

Das stimmt nicht so ganz. Für ICE-Direktverbindungen wird die untere Preiskategorie oft überhaupt nicht (mehr?) angeboten.
Und auch wenn man hier in der Community nichts dran ändern kann: der Fragesteller hat Recht. Während die DB in Richtung des Kunden auf der Zugbindung beharrt (ist okay, das sind die Konditionen), hält sie diese selbst nicht ein, sodass der Kunde wirklich überhaupt keine Planungssicherheit mehr hat. Und diese Einseitigkeit und die Zumutung von Komforteinschränkungen (gegenüber der fest gebuchten Verbindung) ist alles andere als okay.

kabo
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kabo

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Ja, das ist ein grundsätzliches Problem, dass bei der DB die Erwartungshaltung nicht auf Gegenseitigkeit beruht.

Wenn statt des gebuchten Zuges ein alter Zug kommt, muss ich das entschädigungslos hinnehmen.
Wenn ich statt der aktuellen Bahncard im Zug meine Bahncard vom letzten Jahr vorzeige, muss ich nachzahlen.

Wenn der Zug verspätet kommt: "Wir bitten um Ihr Verständnis".
Wenn der Kunde verspätet zahlt: Wir beauftragen eine Inkassofirma.

Das ließe sich noch endlos fortsetzen ...

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Wo wir gerade dabei sind...

Zu den Grausamkeiten, die die Kunden mehr oder weniger entschädigungslos zu ertragen haben, zählt (in zunehmendem Maße?) der Aus-/Wegfall reservierter Plätze bzw. die Unmöglichkeit der Reservierung.
Fällt aufgrund von Bahnverschulden der Zug, in dem man Plätze reserviert hat, aus, kann man sich die Reservierungskosten erstatten lassen. Wie überaus großzügig! Dafür, dass man evtl. stehen muss oder einen Heidenstress hat, weil vielleicht Kinder dabei sind oder man sich mit Gepäck (das man, wie wir ja hier immer wieder lernen, besser nicht mit Hermes verschickt) durch den vollen Zug quetschen muss.
Für diese Unbequemlichkeit müssten, analog zu den Verspätungsregelungen, endlich Entschädigungen einforderbar sein
Die Auskunft "die Beförderungsleistung wurde erbracht" kann's doch wirklich nicht sein. Nein, eine wesentliche gebuchte Leistung wurde in so einem Fall eben nicht erbracht.

Thorbena
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@Benutzerin: Daran, dass man sich durch Züge quetschen muss, sind in hohem Maße viele Fahrgäste schuld: Sie stellen große Koffer in den Gang und blockieren Sitze selbst zu Stoßzeiten mit Taschen, anstatt die Gepäckablagen zu nutzen. Selbst in sehr vollen Zügen muss man viele dieser Egoisten persönlich ansprechen, damit Sitze ihrer Bestimmung zugeführt werden können.

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Ich will nicht abstreiten, dass es unter den Reisenden zahlreiche Egoisten gibt. Aber angesichts der 'Größe' der Gepäckablagen über den Sitzen ist das Verstauen von Gepäck ja auch nicht so einfach. Und da man für die Aufsicht über sein Gepäck selbst verantwortlich ist, würde ich dies angesichts von Diebstählen auch nicht weit weg von mir lagern.
Und wenn ein Zug zu Stoßzeiten auf einmal nur mit dem halben Platzangebot verkehrt, sind daran auch nicht die Fahrgäste schuld.

kabo
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Ich stelle mir gerade vor:
Ich buche ein Urlaub mit all-inclusive-Verpflegung. Im Hotel heißt es plötzlich:
"Die Küche ist defekt, wir bieten ihnen dafür mogens, mittags und abends jeweis eine einzelne Scheibe altes Brot ohne Belag, dazu reichen wir vielleicht noch Leitungswasser. Die all-inklusive-Verpflegung müssen Sie jetzt nicht mehr bezahlen, den Übernachtungspreis aber natürlich voll. Die bereits bezahlte all-inklusive-Verpflegung können Sie sich in einem Büro in 50km Entfernung bar erstatten lassen. Wie Sie dort hinkommen, ist Ihr Problem. Wir wünschen Ihnen trotz der entstandenen Unannehmlichkeiten einen schönen Urlaub. Thank you for choosing our hotel today."

Sparflieger
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Es geht ja auch um das Procedere, wenn es eine Änderung gibt. Als Verursacher hält sich die DB hier vornehm zurück und überlässtüberlässt alles Ihren Kunden, das kann sich eben nur jemand leisten, der in seinem Kerngeschäft konkurrenzlos ist