Frage beantwortet

Warum muss ich die Bearbeitungsgebüren bezahlen, wenn der online BahnCard-Service nicht zur Verfügung steht?

Ich bin mit einem Sparpreisticket (nach 25% Rabatt durch Bahncard) für 22,40€ von Freiburg nach Karlsrue gefahren und habe das Ticket dem Schaffner gezeigt. Leider kann weder über die App noch über die Webseite die BahnCard geladen werden, Es wird mir lediglich der Hinweis gezeigt:

Hinweis
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,

die BahnCard-Services sind derzeit leider nicht verfügbar. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

Wir bitten um Ihr Verständnis.

Ihr Team von http://www.bahn.de

In der app kann ich nun zwar das Cover der Banhcard anzeigen lassen (auf dem ebenfalls die Gültigkeit steht) aber nicht den Barcode (worauf der Schaffner aber besteht), da dieser nicht geladen wird, weil der Dienst nicht zur Verfügung steht.
Nun musste ich erstmal direkt 28,95€ Aufpreis bezahlen um auf den Preis für ein Flexticket zu kommen, wobei der Schaffner meinte, dass ich mir das Geld wieder am Schalter erstattet bekomme. Dann sagte er, dass ich die 7 € Bearbeitungsgebühr aber bezahlen muss, weil ich die Bancard nicht vorzeigen kann.
Warum muss ich nun die Bearbeitungsgebühr bezahlen obwohl ich ganz offensichtlch nichts dafür kann und sogar auf der Bahnwebseite steht, dass der Dienst nicht zur Verfügung steht?

Grüße Chris

muchach0
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In den AGBs lassen sich alle Verkehrsunternehmen und Verkehrsverbünde von ihren Kunden abnicken, dass das Risiko zum Vorzeigen von Online-Tickets und sonstigen „virtuellen“ Karten beim Kunden liegt. D.h. der Kunde hat dafür zu sorgen, dass alles geladen ist, bevor er in den Zug steigt, und auch dafür, dass der Akku lange genug durchhält, usw. Im Zug selbst ist ja leider nicht garantiert, dass man ausreichend stabiles Internet hat, um noch Daten zu laden. Und ob die Daten nicht geladen werden können, weil kein Internet vorhanden ist, oder der Dienst (BC-Services) ausgefallen ist, macht hier keinen Unterschied, man muss sich vorher drum kümmern, dass das alles klappt.

Die App speichert die BC ja durchaus, so dass diese offline vorgezeigt werden kann. D.h. man kann vorher sicherstellen, dass alle Daten in der App sind, und falls das nicht klappt (Ausfall eines DB-Servers, sonstige Störung, Ausfall Internet usw.) sollte man dann einfach die echte BC mitnehmen.

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In den AGBs lassen sich alle Verkehrsunternehmen und Verkehrsverbünde von ihren Kunden abnicken, dass das Risiko zum Vorzeigen von Online-Tickets und sonstigen „virtuellen“ Karten beim Kunden liegt. D.h. der Kunde hat dafür zu sorgen, dass alles geladen ist, bevor er in den Zug steigt, und auch dafür, dass der Akku lange genug durchhält, usw. Im Zug selbst ist ja leider nicht garantiert, dass man ausreichend stabiles Internet hat, um noch Daten zu laden. Und ob die Daten nicht geladen werden können, weil kein Internet vorhanden ist, oder der Dienst (BC-Services) ausgefallen ist, macht hier keinen Unterschied, man muss sich vorher drum kümmern, dass das alles klappt.

Die App speichert die BC ja durchaus, so dass diese offline vorgezeigt werden kann. D.h. man kann vorher sicherstellen, dass alle Daten in der App sind, und falls das nicht klappt (Ausfall eines DB-Servers, sonstige Störung, Ausfall Internet usw.) sollte man dann einfach die echte BC mitnehmen.

Leo
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"Warum haben Sie nicht einfach Ihre Bahncard mit dabei? Auf die ganzen Online-Sachen würde ich mich bei der DB nicht verlassen."

So ist es!

Aber auch das kann in die Hose gehen:

https://community.bahn.de/questions/1749980-erhohtes-befo...

https://community.bahn.de/questions/1982732-bezahlte-bahn...

Bei Zahlungsproblemen wird die Bahncard einfach nach Gutsherrenart für wertlos erklärt obwohl der Kunde den vollen Preis bis zum regulären Ablauf zahlen muss! Und dann steht der Kunde dumm da – genau so wie im Fall der Nichtlesbarkeit seiner Monatskarte oder Bahncard, die trotz korrekter Zahlung vom Terminal als angeblich ungültig deklariert wird:

https://community.bahn.de/questions/1847887-abokarte-lesbar

Auch ein Stück bedrucktes Plastik als Bahncard ist für den Kunden also evtl. genau so wertlos wie eine digitale Variante, die sich wegen Software-Murks nicht aktualisieren lässt. Und wenn der Kunde sich nicht schnell genug sputet, gerät er in für die DB (z.B. im Vergleich mit E-mail-Bearbeitungzeiten) ungewohnter Schnelle in die Mühlen der Bürokratie:

https://community.bahn.de/questions/1749980-erhohtes-befo...

Auch zum Thema Nicht-Erhalten der neuen Bahncard haben einige Kunden wohl schon kräftig Lehrgeld gezahlt:

https://community.bahn.de/questions/1842932-bahncard-lief...

Nach diesem happigen Lehrgeld anderer sollte man also stets seine Bahncard kündigen, den Ablauftermin rot im Kalender markieren und bei Bedarf GEGEN BARZAHLUNG eine neue kaufen. Dann ist man wenigstens die ersten 2 Monate mit der vorläufigen Bahncard im Besitz eines Dokuments, dessen Anzweiflung man nicht befürchten muss.

muchach0
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Ich hatte die Bahncard ja offline in der App, nur der aktuelle Barcode konnte nicht abgerufen werden, aber dieser ist auf der Plastik-Bahncard ja auch nicht vorhanden! Warum sollte ich denn die Bahncard mit mir herumtragen wenn ich doch 1:1 die gleiche offline in der App habe?

Ich lade gerne die screenshots hoch wenn es irgendwie möglich ist.

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@Leo
Naja, die meisten Ihrer Beispiel beziehen sich auf nicht bezahlte Bahncards. Dass diese Probleme eindeutig dem Kunden zuzuschreiben sind, und verständlicherweise bei der Kontrolle nicht anerkannt werden, sollte klar sein. Und der eine Fall, bei dem der Kunde im Ausland weil, als die bestellte BC zu Hause ankommt, ist dann auch nicht unbedingt der Bahn anzulasten. Daher bin ich mir nicht sicher, was Sie mit diesen Beispielen sagen wollen, außer dass man sich auf vielfältige Weise Ärger einhandeln kann für den man höchst selbst verantwortlich ist.

@muchach0
Sie hatten offensichtlich offline keine aktuelle Bahncard in der App. Das „Foto“ der Bahncard ist zwar ein Abbild der „echten“ Bahncard, dient aber nicht der Kontrolle. Für die Kontrolle ist der Aztec-Code zuständig. Und dieser muss monatlich aktualisiert werden (die App macht das ggfs. automatisch, klappt aber nicht immer, dann muss man das eben manuell erledigen). Dieser Zwang zur Aktualisierung dient wohl dazu, ungültig gewordene BCs (Ablauf des Abos, Diebstahl, nicht bezahlt, usw.) auch in der App zurückziehen zu können, bzw. einfach nicht mehr zu verlängern.

muchach0
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Dann sehe ich da definitiv einige Probleme, zum einen hätte mich die App via Benachrichtigung informieren müssen, dass die Bahncard nicht automatisch aktualisiert werden konnte und ich deswegen die Plastikkarte bei mir tragen muss, was aber nicht passiert ist. Zum anderen macht es kein Sinn, dass nur der Aztec-Code zur Validierung dient, da dort offensichtlich ja nur die gleichen Informationen enthalten sind wie diese, die auf der Bahncard abgedruckt sind:

https://community.bahn.de/questions/1346858-fur-daten-bah...

Weiter wird der Fall bei dem Comfort-Check In ja überhaupt nicht berücksichtigt. Da ist es in dem Fall ja okay, wenn man seine Bahncard nicht dabei hat oder über die App nicht aktualisiert werden konnte oder diese durch Diebstahl abhanden kam.

Sie sollten mir als Kunde Ihrers Dienstes und der App zumindest die Möglichkeit geben dem Schaffner zu vermitteln, dass ich eine valide Bahncard besitze auch wenn Ihre Systeme technische Probleme haben, z.b. über eine abgedruckte Prüfziffer auf dem "Foto" der Karte, die er im Zweifel auf sein Gerät eintippen und validieren kann, oder ein Zweitsystem das im Falle eines Ausfalls zur Validierung genutzt werden kann, z.b. eine automatische Hotline mit Bandansage die ich anrufen kann, Nummer eintippen und die Valdidierung bestätigt werden kann. Aber in dem Fall hat man mich ja einfach in die Situation rein laufen lassen und auf dem Nachzahl-Ticket steht: "Kunde hat Bahncard vergessen". Das ist nicht fair.

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@muchach0
Es wäre sicherlich schön, wenn die App sich melden würde, andererseits ist das wie bei den Tickets: Man muss sich schon selbst drum kümmern. Die AGBs regeln das so, was auch keine Besonderheit der DB ist, das machen alle Verkehrsverbundes so. Ich fände es auch besser, wenn jedes Unternehmen sehr viel deutlicher darauf hinweist, dass das Risiko des Vorzeigens beim Kunden liegt, denn auch wenn das in den AGBs steht, die jeder anfangs mal abgenickt hat, sind die viel zu groß, als dass sich die jeder auch durchliest.

Das „Foto“ der echten BC in der App beinhaltet definitiv nicht die selbe Information wie der Aztec-Code. Das Verfallsdatum der virtuellen BC steht nämlich nicht auf dem Foto (wie schon erwähnt, gilt die virtuelle immer nur einen Monat, die echte aber je nach Type 3 oder 12 Monate). Auch nicht, ob die Karte noch gültig ist.

Die echte BC speichert ihre Daten auf einem Magnetstreifen. Der Aztec-Code der virtuellen ist sozusagen das Äquivalent zu diesem Magnetstreifen.

Um die Echtheit bzw. Gültigkeit zu prüfen, braucht man daher den Magnetstreifen oder den Aztec-Code.

Auch beim Comfort-Checkin muss man Ticket und BC dabei haben und bei Bedarf vorzeigen können. Die Bahn prüft nämlich ggfs. auch trotz Comfort-Checkin vereinzelt, um Betrug zu erkennen/erschweren.

muchach0
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@Elementarteilchen:
Auf dem Foto der virtuellen Bahncard steht ganz eindeutig:
"GÜLTIG VOM: 10.03.19 BIS: 09.03.20"

Und in dem Fall sagen Sie mir, dass die Informationen die mir angezeigt werden und auf die ich mich verlasse nicht zählen?

Und wenn da nicht die gleichen Informationen drauf stehen wie auf dem Magnetstereifen/Aztec-Code dann sollten Sie das auch eindeutig kommuniziert. Aber Sie sagen mir gerade nun das eine, einem anderen Kunden wurde hier

https://community.bahn.de/questions/1346858-fur-daten-bah...

eine ganz andere Information gegeben. Das wirkt jetzt gerade nicht sehr glaubwürdig auf mich.

Elementarteilchen
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@muchach0
Wie schon erwähnt, ist die Laufzeit der virtuellen Karte nicht(!) identisch mit der echten. Die virtuelle läuft immer nur einem Monat, und verfällt dann. Danach muss diese aktualisiert werden und man bekommt eine neue virtuelle, die wieder nur einen Monat gültig ist. Das geht dann solange, bis die echte ungültig wird.

Dadurch kann beispielsweise sichergestellt werden, dass die virtuelle BC bei Verlust oder Diebstahl des Handys oder der echten Karte nicht ewig gültig bleibt.