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Flexpreis-Ticket ist glasklarer Betrug bei grenzüberschreitenden Fahrten!

Ich habe ein ICE Flexpreis Ticket gekauft um von Paris Est nach Mannheim zu fahren. Das Ticket hat mit Bahncard 117 Euro gekostet. Es gab auch Spartickets für 39 Euro, ich wollte aber unbedingt flexibel sei, da ich aufgrund der Krankheit eines Familienmitglieds spontan reagieren muss.

Die Info bei der Buchung ist:

Freie Zugwahl am Reisetag (grüner Haken)
Storno vor 1. Geltungstag kostenfrei (grüner Haken)
City-Ticket inklusive (grüner Haken)

Wenn man auf Konditionen klickt, steht dann weiter:

"Mit Ihrer Fahrkarte können Sie am Reisetag alle Züge nutzen. Für die Fahrt in einem reservierungspflichtigen Zug bzw. im IC Bus ist eine Sitzplatzreservierung erforderlich. Wenn Sie eine Verbindung mit reservierungspflichtigem Zug oder IC Bus auswählen, enthält Ihre Buchung bereits eine kostenfreie Sitzplatzreservierung für diesen Zug bzw. IC Bus. Wenn Sie zu einem späteren Zeitpunkt einen anderen Zug bzw. IC Bus wählen, buchen Sie bitte eine neue Sitzplatzreservierung (ggf. kostenpflichtig)."

Gut, es ist da eindeutig, dass ich an dem Tag auch einen anderen Zug nehmen kann, jedoch muss ich eine Reservierung machen. Das hatte ich vor.

Ich hatte meine Verbindung um 17:10, wollte jedoch den Zug um 13:10 nehmen und eine Reservierung dafür kaufen. Weder mit der App noch über wie Website kann man jedoch eine Reservierung ohne Ticket kaufen. Lokal, am Schalter in Paris, wurde mir gesagt, dass das nicht geht, sie verkaufen keine Reservierung ohne Ticket und Deutsche Bahn Tickets können sie auch nicht umbuchen. Ich soll es im Zug versuchen. Der Zugang zum Zug ist aber durch Schranken abgesperrt, die sich nur öffnen, wenn man ein Ticket für die Verbindung hat, mein Flexpreis-Ticket war aber für 17:10 und dementsprechend wurde es nicht akzeptiert. Ich komme also gar nicht in den Zug. Das PErsonal am Gleis sagte mir, ich solle auf den nächsten Zug warten und etwas früher schon zum Zug und dort ein Ticket beim Zugchef kaufen. Als nächstes wollte ich den ICE um 15:20 nehmen. Ich bin um etwa 14:40 zum Zug, der schon am Gleis stand und wollte dort eine Reservierung kaufen. Der Zugchef, übrigens ein unfassbar unverschämter Mensch und mit ziemlicher Sicherheit betrunken oder auf Drogen, sagte mir dass das nicht geht, es ist egal was auf dem Ticket für Konditionen stehen, wir seien in Frankreich und nicht in Deutschland. Ich soll mir ein Ticket kaufen oder raus aus dem Zug, ich sei eine Schwuchtel. Ein etwas netterer Kollege versuchte ihn zu beruhigen und erklärte mir, ich habe zwei Möglichkeiten: Entweder ich kaufe eine Reservierung für 28.50 (!) oder ich storniere mein Ticket und kaufe ein neues für den ICE um 15:20. Zweites wäre billiger, da die Stornierungsgebühr ja nur 19.50 beträgt. Umbuchen geht nicht.

Wo ist der Sinn von einem Flexpreis-Ticket? Das ist nichts anderes als Betrug.
Der ICE um 15:20 war übrigens ICE 9563 am 6.6.2019. Falls Sie Interesse daran haben, den Zugchef zu identifizieren. Seinen Namen für eine Beschwerde wollte er mir nicht geben (Wir seien hier in Frankreich nicht in Deutschland, hier hat der Kunde keine Rechte und ich sei nur ein ganz kleines Licht ohne Eier, eine Schwuchtel etc.) Vermute aber dass Sie kein Interesse haben, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass ich der erste bin der auf diese Abzockemasche reinfällt und sicher auch nicht der erste, der sich über diesen asozialen Junkie-Zugchef beschwert.

Antworten

Frankreich ist da immer so eine Sache... ich halte von der Reservierungspflicht dort generell nichts und für ausländische Tickets sind die Bedingungen recht intransparent.

Um sich über den Zugchef zu beschweren, sollten Sie sich an die SNCF wenden (es sei denn, es war ein Zc von der DB).

Hier in der Community können wir Ihnen aber nicht wirklich helfen. Am besten schildern Sie den gesamten Vorfall auch einmal dem Kundendialog per Mail (Bearbeitungszeit 3-4 Wochen). Vielleicht springt dabei ein kleiner Kulanzgutschein raus.

Die Bahn bewirbt das Flexpreis Ticket mit "Freie Zugwahl am Reisetag" und verlangt dafür dann den dreifachen Preis eines Spartickets. Und das ist eben nicht wahr, es gibt Zugbindung oder neues Ticket. Und das ist eben Kundenbetrug, oder wie kann man das sonst bezeichnen? Ich habe jetzt statt 40 Euro 117 plus 19,50 Stornierungsgebühr bezahlt und mehrere Stunden wie ein Volltrottel am Bahnhof erfolglos versucht mit dem Flexticket einen anderen Zug am Reisetag zu nehmen.

So gesehen ist das Ticket ja auch in jedem Zug am Reisetag gültig, zwischen Mannheim und Karlsruhe besteht auch keine Reservierungspflicht, sodass hier praktisch jede Verbindung ohne Weiteres genommen werden kann. Zwischen Karlsruhe und Paris muss eben noch eine Reservierung vorliegen. Die Reservierung kann nur kostenlos an einem DB Schalter umgebucht werden, im Zug werden immer 28 Euro fällig. Die DB empfiehlt hier in der Community deshalb, das Flexpreis-Ticket erst kurz vor Abfahrt in Paris zu kaufen.

Hä ich habe aber kein Ticket von Karlsruhe nach Mannheim gekauft, sondern eines von Paris nach Mannheim. Und bei dem Ticket steht groß dabei "Freie Zugwahl am Reisetag" mit einem großen grünen Haken. Und das stimmt eben einfach überhaupt, es ist sogar technisch unmöglich weil man nicht einmal in den Zug gelassen mit diesem Ticket aufgrund der Reservierungspflicht, man jedoch auch keine Möglichkeit hat zu reservieren, weder online noch vor Ort. Verstehe auch nicht wieso Sie dieses Vorgehen verteidigen und kleinreden, das ist schlicht und einfach dreister Betrug wissentlich eine Leistung anzubieten für den dreifachen Preis, die nicht existiert. Das Problem ist mit Sicherheit seit Jahren bekannt, insofern kann man das auch nicht als Versehen bezeichnen.

kabo
kabo

kabo

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"Wo ist der Sinn von einem Flexpreis-Ticket?"
-> In diesem Fall tatsächlich gar keiner.
Denn bei einem Flexpreisticket für den ICE/TGV ab Paris muss man zwar "nur" die Reservierung umbuchen, weil das Ticket flexibel ist, aber eine Reservierungspflicht besteht. Eine Umbuchung der Reservierung für ein bei der DB gekauftes Ticket ist aber nur am DB-Schalter möglich - und der ist von Paris aus weit weg.
Selbst die DB empfiehlt Flexpreistickets von F nach D erst kurz vor der Fahrt zu kaufen (damit man nicht in die Not kommt, umbuchen zu müssen) oder gleich bei der SNCF zu buchen.

Siehe hier:
https://community.bahn.de/questions/1949433-reservierungs...
hier:
https://community.bahn.de/questions/1884034-ice-statt-tgv...
und hier:
https://community.bahn.de/questions/1504270-wechsel-ice-t...

Bertosch
Bertosch

Bertosch

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„Vermute aber dass Sie kein Interesse haben“

Richtig, wir haben daran kein Interesse, und ändern können wir da auch nix dran!

Sollte sich der Zugchef Ihnen gegenüber derart geäußert haben, geht dies natürlich gar nicht. In diesem Fall sollten Sie sich direkt an den Kundendialog wenden.

Zur Anwendung eines Flexpreises in Kombination mit reservierungspflichtigen Zügen haben Sie hier ja schon wertvolle Hinweise aus der Community erhalten. /ti

kabo
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Naja, so richtig wertvoll waren die Informationen hier ja nicht. Denn letztendlich konnten wir dem Fragesteller auch nur bestätigen, was er schon selbst leidvoll erfahren hat. Nämlich dass der Kauf eines Flexpreistickes bei der DB für einen reservierungspflichtigen Zug mit Start in Paris eine sinnlose Investition ist.

Der Vollständigkeit sei noch darauf hingewiesen, dass die Infos des zweiten (netteren) Zugbegleiters richtig waren, und den sinnvollsten Ausweg aus der Situation aufgezeigt haben.
-- Wenn man in einem anderen Zug als dem gebuchten Zug mitfährt und zwar ein Ticket, aber keine Reservierung vorweisen kann, dann zahlt man im Zug 28€ nach - wenn man denn an der Sicherheitskontrolle ohne Reservierung überhaupt bis zum Zug vorgelassen wird.
-- Wenn man online das Flexticket mit der Reservierung für den falschen Zug storniert und anschließend gleich ein Flexticket mit Reservierung für den richtigen Zug kauft, beträgt der finanzielle Schaden nur 19€ - nämlich die Stornokosten des Flextickets, die anfallen, wenn man erst am Tag der Reise stoniert. Dann ist auch das Problem mit der Sicherheitskontrolle gelöst. Außerdem kann man sich Chancen ausrechnen, die 19€ nachträglich über den Kundendialog (zumindest als Gutschein) erstattet zu bekommen.

"Selbst die DB empfiehlt Flexpreistickets von F nach D erst kurz vor der Fahrt zu kaufen (damit man nicht in die Not kommt, umbuchen zu müssen) oder gleich bei der SNCF zu buchen.

Siehe hier:
https://community.bahn.de/questions/1949433-reservierungs...
hier:
https://community.bahn.de/questions/1884034-ice-statt-tgv...
und hier:
https://community.bahn.de/questions/1504270-wechsel-ice-t... "

Sorry, aber muss ich, wenn ich ein Zugticket kaufe, erst einmal eine halbe Stunde googeln, wie die DB und die Community das Ticket bewerten, ob es denn hält was verspricht oder wie man irgendwelche workarounds machen kann, damit man nicht verarscht wird oder was?

"Zur Anwendung eines Flexpreises in Kombination mit reservierungspflichtigen Zügen haben Sie hier ja schon wertvolle Hinweise aus der Community erhalten. /ti

DB vor circa 4 Stunden"

Das ist doch ein schlechter Scherz? Dann können Sie mir doch sicher auch einen dieser """"""""""hilfreichen Tips""""""""""" aus den Antworten nennen oder? Statt von Paris nach Mannheim soll ich doch lieber von Karlsruhe nach Mannheim fahren, weil da das Problem nicht auftritt? Oder dass man sich das Flexpreis-Ticket ("""""Freie Zugwahl am Reisetag""""") erst ganz kurz vor der Fahrt kaufen soll, wenn sich garantiert nichts mehr ändert? Oder meinen Sie den Tip, dass ich doch erst ne halbe Stunde die Einschätzung der Bahn Community zu nem Ticket googeln soll und ob die DB Kunden-Warnungen zu dem Ticket auch irgendwo online hat?

kabo
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kabo

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Sie ignorieren aber auch, dass Sie die Informationen beim Kauf des Tickets schon bekommen haben:
""Mit Ihrer Fahrkarte können Sie am Reisetag alle Züge nutzen. Für die Fahrt in einem reservierungspflichtigen Zug bzw. im IC Bus ist eine Sitzplatzreservierung erforderlich. Wenn Sie eine Verbindung mit reservierungspflichtigem Zug oder IC Bus auswählen, enthält Ihre Buchung bereits eine kostenfreie Sitzplatzreservierung für diesen Zug bzw. IC Bus. Wenn Sie zu einem späteren Zeitpunkt einen anderen Zug bzw. IC Bus wählen, buchen Sie bitte eine neue Sitzplatzreservierung (ggf. kostenpflichtig).""

Sie hatten einen reservierungspflichtigen Zug gebucht, und brauchten deshalb dazu eine neue Sitzplatzreservierung. Dass dies "ggf. kostenpflichtig" ist, steht da sogar.
Die DB bietet den Kauf neuer Sitzplatzreservierungen im Zug an (für 28€). In Ihrem Fall ist das daran gescheitert, dass die franzischen Sicherheitsvorkehrungen Sie gar nicht bis zum Zug haben gelangen lassen - da kann aber die DB nichts für.
Als Workaround hätten Sie ihr Ticket mit der Reservierung für den falschen Zug stornieren können und ein neues Flexticket mit Reservierung für den richtigen Zug neu buchen können. Das wäre auch online / per Handy von Paris aus möglich gewesen. Der Schaffner hat Sie sogar darauf hingewiesen.

Sie hatten sich darauf verlassen, dass man die Reservierung von Paris aus online einfach umbuchen / neu buchen könnte. Das hat die DB aber nirgendwo beworben oder anderweitig zugesichert. Und dass Sie sich zum Zeitpunkt des Umbuchungswunsches weit weg von einem DB-Fahrkartenschalter befunden haben, dafür kann die DB ja auch nichts.