Frage beantwortet

Warum ist es nicht möglich, die Zugbindung aufzuheben, wenn keine Sitzplatzreservierung mehr möglich ist?

Ich habe für heute ein Ticket von München nach Harburg (Super Sparpreis Abfahrt 15:51). Mir war aufgefallen, dass ich noch keine Reservierung habe und wollte diese nachträglich buchen. Der ICE 90 von Würzburg nach Harburg ist jedoch komplett ausgebucht und es ist keine Reservierung mehr möglich.
Mein erster Gedanke war, meine Prämienpunkte für ein Upgrade in die 1. Klasse zu nutzen. Dies war jedoch nicht möglich, da ich das Ticket bereits gekauft hatte. Also habe ich angerufen und gefragt, ob man meine Zugbindung aufheben könne damit ich auf einen weniger ausgelasteten Zug ausweichen kann. Mir wurde nur mitgeteilt, dass meine Zugbindung Bestand hätte, wenn der Zug pünktlich führe. Ich sehe auch ein, dass es genauso in den AGBs steht, die ich akzeptiert habe. Ich frage mich nur, wie dieses Vorgehen im Interesse der Bahn sein kann - im Interesse des Kundens ist es sowieso nicht. Ich bin nun gezwungen in den vollen ICE90 zu steigen und wahrscheinlich zu stehen. Ich hätte lieber meine Reisezeit geändert um einen weniger ausgelasteten Zug zu nutzen. Das muss doch auch für die Bahn gut sein. Ich kann mir nicht vorstellen, warum Sie lieber einen Zug überfüllen, während andere Züge mit noch freien Sitzplätzen fahren anstatt für eine ausgewogenere Belegung zu sorgen mit Leuten wie mir, die bereit sind ihre Reisezeiten zu ändern.

Hagen513
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Die Antwort wurde von DB Bahn bestätigt

Mit dem Ticketkauf schließt Du einen Beförderungsvertrag. Der beinhaltet die Beförderung von A nach B. Wenn Du ein Supersparpreisticket kaufst, beinhaltet der Vertrag auch eine Klausel die besagt, das dieses Ticket nur für eine bestimmte Verbindung gilt (Zugbindung) und das Ticket nicht storniert werden kann. Nur wegen dieser Einschränkungen kann das Ticket zu einem derart günstigen Preis angeboten werden.

Auf einen Sitzplatz hast Du keinen Anspruch. Allerdings kannst Du einen Sitzplatz reservieren. Das hat aber nichts mit Deinem Ticket zu tun, sondern ist ein zusätzlicher Service den die Bahn anbietet.

Auf die Zugbindung und die Nichtstornierbarkeit bist Du vor Abschluss der Buchung hingewiesen worden. Du hast das bei der Buchung ausdrücklich bestätigt. Wenn es Dir jetzt plötzlich nicht mehr gefällt, dann ist das Dein Problem. Wer im Nachhinein den Zug wechseln möchte, weil er keine Reservierung bekommt hätte ein Flexpreisticket kaufen müssen. Die haben keine Zugbindung, sind aber teurer.

Supersparpreis bezahlen und dann die Leistung vom Flexpreis haben zu wollen, das geht einfach nicht. Es wäre auch unfair gegenüber den Leuten, die extra mehr für einen Flexpreis bezahlen, weil sie keine Zugbindung möchten.

Du hättest doch gleich bei der Buchung einen Platz reservieren können. Wäre es da schon nicht möglich, hättest Du auf einen anderen Zug ausweichen können oder auf die Fahrt verzichtet.

Vielleicht hast Du Glück. In vielen Zügen findet sich noch ein Sitzplatz, auch wenn keine Reservierung mehr möglich war.

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Mit dem Ticketkauf schließt Du einen Beförderungsvertrag. Der beinhaltet die Beförderung von A nach B. Wenn Du ein Supersparpreisticket kaufst, beinhaltet der Vertrag auch eine Klausel die besagt, das dieses Ticket nur für eine bestimmte Verbindung gilt (Zugbindung) und das Ticket nicht storniert werden kann. Nur wegen dieser Einschränkungen kann das Ticket zu einem derart günstigen Preis angeboten werden.

Auf einen Sitzplatz hast Du keinen Anspruch. Allerdings kannst Du einen Sitzplatz reservieren. Das hat aber nichts mit Deinem Ticket zu tun, sondern ist ein zusätzlicher Service den die Bahn anbietet.

Auf die Zugbindung und die Nichtstornierbarkeit bist Du vor Abschluss der Buchung hingewiesen worden. Du hast das bei der Buchung ausdrücklich bestätigt. Wenn es Dir jetzt plötzlich nicht mehr gefällt, dann ist das Dein Problem. Wer im Nachhinein den Zug wechseln möchte, weil er keine Reservierung bekommt hätte ein Flexpreisticket kaufen müssen. Die haben keine Zugbindung, sind aber teurer.

Supersparpreis bezahlen und dann die Leistung vom Flexpreis haben zu wollen, das geht einfach nicht. Es wäre auch unfair gegenüber den Leuten, die extra mehr für einen Flexpreis bezahlen, weil sie keine Zugbindung möchten.

Du hättest doch gleich bei der Buchung einen Platz reservieren können. Wäre es da schon nicht möglich, hättest Du auf einen anderen Zug ausweichen können oder auf die Fahrt verzichtet.

Vielleicht hast Du Glück. In vielen Zügen findet sich noch ein Sitzplatz, auch wenn keine Reservierung mehr möglich war.

zeka
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"Warum ist es nicht möglich, die Zugbindung aufzuheben, wenn keine Sitzplatzreservierung mehr möglich ist?"

Weil in Deutschland keine Reservierungspflicht besteht. Sie schließen mit dem Ticketkauf einen Beförderungsvertrag, d.h. dass die Bahn Sie von A nach B bringt. Von einem Sitzplatz ist da keine Rede, den können Sie sich als "Extra" dazubuchen, wenn Sie während der Beförderung gern (auf einem Sitz) sitzen möchten.

"Ich bin nun gezwungen in den vollen ICE90 zu steigen"

Erstens zwingt Sie niemand, in den vollen ICE zu steigen und zweitens hätten Sie ja gleich mit dem Ticketkauf einen Sitzplatz reservieren können.

"und wahrscheinlich zu stehen."

Sie können sich auch auf den Boden oder, wenn Plätze frei sind, in's Bordrestaurant setzen.

"Ich hätte lieber meine Reisezeit geändert"

Das können Sie doch; allerdings mit neuem Ticket.

kabo
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Hier antworten Kunden auf die Fragen von anderen Kunden.
"Wir" (=die hier antwortenden anderen Kunden) möchten sicher keine Züge überfüllen.

Aber die die DB hat ein hohes Interesse daran, dass Kunden eine Reservierung kaufen (bringt schließlich Einnahmen). Kunden, die keine Reservierung gekauft haben, noch dadurch zu belohnen, dass sie das gebuchte Sparticket flexibel nutzen können (was sonst nur den Flexpreiskunden vorbehalten ist, die mehr gezahlt haben), würde dem zuwiderlaufen.
Oder anders gesagt: Dadurch, dass Sie jetzt wahrscheinlich stehen müssen, lernen Sie, dass Sie beim nächsten Mal rechtzeitig reservieren müssen und damit der DB 4,50€ mehr Umsatz bringen.

Hagen513
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Alles was du sagst stimmt und das bestreite ich auch gar nicht. "Ich sehe auch ein, dass es genauso in den AGBs steht, die ich akzeptiert habe". Ich finde es trotzdem nicht sinnvoll. Es kommt vereinzelt vor, dass die Bahn bei überfüllten Zügen Leute zum Aussteigen zwingen muss. Ich habe es auch schon erlebt, dass Reisende am Bahnsteig gebeten wurden, doch bitte einen anderen Zug zu nehmen, um einen überfüllten zu vermeiden. Ich denke, dass heute mit dem ICE 90 ähnlich problematische Situationen entstehen werden. Der Zug ist überfüllt, die Zugbegleiter gestresst, eventuell baut der Zug Verspätung auf, weil es am Bahnhof zu Verzögerungen kommt usw. All das kann aus meiner Sicht doch nicht im Interesse der Bahn sein und ließe sich vermeiden, wenn in diesen Einzelfällen (wo ein Zug so voll ist, dass man nicht mehr reservieren kann) die Möglichkeit der Umbuchung auch für Sparpreisinhaber gegeben würde.

zeka
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"All das kann aus meiner Sicht doch nicht im Interesse der Bahn sein"

Was im Interesse der Bahn ist, entscheidet allein die Bahn... Das müssen wir (Bahnkunden) nicht immer verstehen bzw. tun es auch nicht.

„wenn in diesen Einzelfällen (wo ein Zug so voll ist, dass man nicht mehr reservieren kann) die Möglichkeit der Umbuchung auch für Sparpreisinhaber gegeben würde.“

Wenn das ginge, würden so viele den Sparpreis kaufen und Umbuchen. Von Einzelfällen kann dann keine Rede sein.
Das würde doch das Prinzip (Super)sparpreis aushebeln. Die Nachteile des Billigpreises bzw. die Vorteile des Flexpreises auszuhebeln, das ist nicht im Interesse der Bahn.

Letztlich hast Du nicht rechtzeitig reserviert, nun ist der Zug ausgebucht. Dein Pech.

brs
brs

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Weil sich spitzfindige Fahrgäste dann statt eines Flexpreises einfach den billigsten Sparpreis für einen voraussichtlich ausgelasteten Zug buchen würden. Ist nicht Sinn der Sache.