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Flexpreiserhöhung um ca. 10% ggü. Vorwoche?

Warum bitte erhöht die Bahn ggü. der Vorwoche für die gleiche Strecke den Flexpreis um fast 10% (43 EUR ggü. 47 EUR bei BC 50 2. Klasse) und stellt idR nur einen einteiligen ICE zur Verfügung ? Die unerwartet hohe Nachfrage (nur für die Bahn) wird dann im ICE "entschuldigt" - just like always ?

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Die DB nennt das den flexiblen Flexpreis, d.h. Fahrkarten sind an voraussichtlich nachfragestarken Tagen teurer als an anderen Wochentagen - und zwar eben auch Fahrkarten zum Flexpreis.

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Es ist seit einiger Zeit durchaus normal, dass sich Flexpreise je nach Wochentag leicht unterscheiden können. An Tagen mit üblicherweise geringerer Auslastung (z.b. Di) wird’s etwas billiger, an Tagen mit hoher Auslastung (z.b. Fr. und So.) dagegen etwas teurer. Man will damit die Auslastung der Züge etwas regulieren. Leute die flexibel sein können, hofft man damit auf die „billigeren“ Tage zu bugsieren. Deswegen sind Flexpreise auch nicht mehr so flexibel wie früher; jetzt muss die Reise zwingend an dem aufgedruckten ersten Gültigkeitstag beginnen werden, damit man diese gewünschte Auslastungssteuerung nicht untergräbt. Früher hatte man da mehr Freiheiten.

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Danke für die Rückmeldungen u. Hinweise. Zur Info: wenn ich die gleiche Strecke (H+R) für den nächsten Mittwoch heute buche (schon 7 Tage vorher - Bahn-Hinweis schon heute für den 5. Juni = "Hohe Auslastung erwartet") zahle ich heute "meine alten 43 Euro); gleiches gilt für den Buchungs-Termin 12. Juni. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass mit zunehmend kürzerem Buchungsvorlauf die Flexpreise der Bahn angehoben werden. In der Regel stellt die Bahn für die Strecke Montabaur-Frankfurt HBF nur noch einteilige ICEs zur Verfügung - für Pendler nicht änderbar. Dann gibt es Gutscheine der Bahn für den (unerwartet notwendigen) ICE-Umstieg auf eine alternative, zeitlich verzögerte Bahnverbindung mit gleichem Zielbahnhof ...

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Sie können Mittwoch, 5.6., nicht mit Mittwoch, 29.5., vergleichen. Dieser Mittwoch ist aufgrund des anschließenden Feiertags ein mutmaßlich 'reisestarker' Tag.

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Doch - ich kann. Die Basis-Nachfrage stellt die Gesamtheit der Pendler dar: sie müssen immer fahren - egal, ob täglich, 3x oder 2x oder 1x die Woche. Diese Nachfrage ist bzw. wird gesetzt und ist Bahn-Kalkulationsgrundlage. Die darüber hinausgehend Nachfrage will die Bahn mit dem Flexpreis selektieren. Ehrliche Frage: wer richtet seine Reiseplanungen ausschließlich am Bahn-Fahrkartenpreis aus? Hierfür sind andere (persönliche bzw. individuelle) Eckdaten ausschlaggebend.

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Ja, klar "können" Sie machen, was Sie wollen.
Trotzdem ist es so, dass an sogenannten 'reisestarken' Tagen (zu denen auch die Tage vor Feiertagen gelten) die Flexpreise höher sind.
Ich glaube im übrigen auch nicht, dass es darum geht, die Auslastung zu "steuern" - sondern von den Kunden, die keine andere Wahl haben, möglichst viel zu kassieren.

Der „differenzierte Flexpreis“ ist zwar vom Reisetag abhängig, aber nicht vom Buchungszeitpunkt. Für einen bestimmten Tag z.B. den 29.5. ändert sich der Flexpreis nicht. D.h. der Preis den Sie heute für eine Verbindung zahlen ist exakt der gleiche den Sie am 30.11.18 dafür gezahlt hätten. Auch wenn Sie im November gebucht hatten wäre der 29.05. teurer als der 5.06. Seit November 2018 hat sich auch der Flexpreis für diesen Tag um keinen Cent geändert.

Den „differenzierten Flexpreis“ gibt es übrigens seit Dezember 2016.

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@Benutzerin
Das „Abkassieren“-Argument zieht aber nicht, denn wenn’s darum geht, braucht man keine Preisdifferenzen, sondern macht einfach nur alles maximal teuer. Diejenigen, die keine Wahl bzgl. des Reisetermins haben, müssen eh jeden Preis zahlen, die anderen würden den ja auch ohne Murren zahlen, wenn es keine billigeren Tage gäbe. Alle wären vermutlich sogar bei einem einheitlichen Preis „zufriedener“ weil niemand sich wegen 1-2€ „zuviel bezahlt“ ärgern würde.

Ein Problem der Bahn ist, dass die „kaputtgespart“ und lange Zeit schlecht geführt wurde. Das rächt sich dann irgendwann in zu wenigen Zügen, defekten veralteten Zügen, marode Strecken, was dann durch steigende Anzahl Reisende noch verstärkt wird. Man hat an gewissen Tagen einen höheren Bedarf an Zügen als vorhanden ist. Daher versucht man alles mögliche, um diejenigen, die irgendwie flexibel reisen können, auf die nicht ganz so vollen Züge und Tage umzulenken. Viel mehr als den Preis als Lenkungsfunktion gibt‘s ja nicht. Der Sparpreis war der Anfang, der natürlich die Hauptlenkungswirkung hat. Der Flexpreis ist dann später dazu gekommen, mit der nun deutlich gesenkten Flexibilität lassen sich die Auslassungen dann noch etwas besser planen.

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@RMB2
Es müssen ja nicht alle ihre Reise am Ticketpreis orientieren. Es kann schon für etwas Entspannung sorgen, wenn das einige Leute machen.

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Ein weiterer Hinweis sei erlaubt:
der Flexpreis für Bahnfahrten zwischen Montabaur und Frankfurt(M)HBF für morgen, Mittwoch, 29. Mai 2019, liegt am Vormittag bis zum Nachmittag bei 47 EUR - unabhängig von der "erwarteten Auslastung" von "geringe Auslastung" bis "sehr hohe Auslastung" bei ICE-Fahrten (bis bsp. 15.36 Uhr). Warum dies so ist - dies sollte die Deutsche Bahn uns allen nachvollziehbar beantworten ...

kabo
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Der differenzierte Flexpreis ist nur tagesscharf. D.h. alle Verbindungen an einem Kalendertag sind gleich teuer - egal ob zur besten Berufsverkehrszeit oder abends um 23 Uhr.

„der Flexpreis für Bahnfahrten zwischen Montabaur und Frankfurt(M)HBF für morgen, Mittwoch, 29. Mai 2019, liegt am Vormittag bis zum Nachmittag bei 47 EUR - unabhängig von der "erwarteten Auslastung"

Der Flexpreis heist ja Flexpreis weil man flexibel ist bei der Wahl der Verbindung am Reisetag. Wenn ich mich mit dem Ticket nach dem Kauf erst entscheide ob ich nun früh, mittags, abends oder nachts fahre, kann es schlecht im Laufe des Tages unterschiedliche Preise haben. Es gibt nur Tage, da gibt es erwartungsgemäß ein höheres Aufkommen von Reisenden. Freitags sind die Preise meist etwas höher als Mittwochs, weil Freitags mehr Menschen (Pendler, Wochenendfahrer) unterwegs sind als Mittwochs. Vor Feiertagen und zu Ferienbeginn sind die Preise ebenfalls höher.

Unterschiedliche Preise abhängig von der erwarteten Auslastung der Züge gibt es auch. Das sind die (Super)Sparpreise. Da kann ein Zug am Nachmittag schonmal teurer sein als am Vormittag. Diese Tickets werden darum auch nur für einen bestimmten Zug verkauft (Zugbindung).

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@RMB2
Das Flexpreis-Ticket soll ja weiterhin „flexibel“ an diesem Tag eingesetzt werden können. Damit kann es nur einen Preis pro Tag, und nicht pro Zug oder Uhrzeit geben.

Ansonsten wäre man beim Sparpreis, wo es unterschiedliche Preise pro Zug bzw. Verbindung gibt (und wegen der Kontingente auch noch abhängig vom Buchungszeitpunkt) und damit auch eine Zugbindung.