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Mehrere Personen auf Ticket, Person mit Bahncard fehlt - Nachzahlung

Ich hatte auf meinen Namen ein Super-Sparpreis-Ticket für fünf Personen mit 1 BC50 gebucht.
Einer meiner Freunde, der im Besitz der BC50 ist, ist jedoch kurzfristig erkrankt und hat die Reise entsprechend nicht angetreten. Wir waren also vier Personen ohne Bahncard.
Bei der Ticketkontrolle im ICE erklärte ich der Zugbegleiterin direkt von mir aus beim Vorzeigen meines Handytickets, dass es zwar ein Ticket für fünf Personen sei, der Reisende mit der Bahncard jedoch erkrankt sei, und wir dementsprechend nur die restlichen vier Personen ohne Bahncard seien.
Daraufhin verlangte die Zugbegleiterin, dass ich nun 71,40€ für eine vergessene Bahncard zahlen solle. Ich könne dann aber mit dem Bahncardinhaber in einem Bahn-Reisezentrum gegen Vorlage der Bahncard mein Geld zurückerhalten, abgesehen von 7€ Bearbeitungsgebühr. Dieser Vorgang hat uns alle und auch in der Nähe sitzende Reisende doch sehr verblüfft.
Wir hatten also für fünf Personen ein Ticket bezahlt, waren dann nur zu viert, und sollten nun auch noch für die nicht einmal anwesende Person nachzahlen. Wir hatten durch die Erkrankung des Freundes absolut keinen finanziellen Vorteil; zudem war das Ticket ja auch weiterhin gültig, da es auf meinen Namen ausgestellt war. Die Bahn hatte also praktisch schon einen Vorteil durch die Situation, dass wir weniger Reisende waren, als wir bezahlt hatten, und dann sollten wir noch mehr bezahlen.
Ich habe mehrere Minuten lang versucht, der Zugbegleiterin zu erklären, dass dies absolut keinen Sinn mache, doch sie beharrte darauf, dass nun mal die Bahncard nicht da sei. Dabei ist es doch nur logisch, dass die Bahncard nicht da ist, wenn auch der Inhaber nicht mitreist.
Mir blieb am Ende nichts anderes übrig, als vor Ort per Kreditkarte den genannten Betrag zu zahlen.

Zusätzlich macht für mich ihre Aussage, ich müsse nur die BC50 nachzeigen, auch nicht wirklich Sinn. Mein erkrankter Mitfahrer war ja nirgendwo auf dem Ticket namentlich eingetragen, so dass ich theoretisch jede x-beliebige Person, die im Besitz einer BC50 ist, bei einem Reisezentrum "vorzeigen" könnte, um mein Geld wiederzubekommen.

In meinem Fall ist das ganze tatsächlich ein großes Problem, da die Person mit BC50 weit weg wohnt, und ich sehe nicht ein, für dieses fragwürdige Vorgehen eine kleine Weltreise zum DB-Reisezentrum zu machen (mit zusätzlichen Kosten und viel Zeit verbunden) und dann auch noch 7€ Bearbeitungsgebühr zu zahlen.

Offenbar ist die Zugbegleiterin hier nach 2.3 der Bedingungen für den Erwerb und die Nutzung von Bahncards vorgegangen, was meiner Auffassung nach aber falsch war, da der Reisende mit Bahncard ja bei der Kontrolle gar nicht anwesend war.
Vielleicht hat jemand für mich eine Empfehlung für ein weiteres Vorgehen, oder ich werde eines besseren belehrt...

mkoehler
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EinVielfahrer
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Hallo,
aus meiner Sicht liegt der Fehler bei der Zugbegleiterin. Am besten wenden Sie sich nach meiner Erfahrung, per Mail an das Servicecenter. Dort wird man Ihnen mit hoher Wahrscheinlichkeit den Betrag als Gutschein ersetzen. (Und dies als Kulanzregelung betiteln...)
Alternativ können Sie es auch erstmal telefonisch versuchen. Das geht schneller. Ein Erfolg ist aber schwieriger zu erzielen. Am Schalter hat man nach meiner Erfahrung nur mit ganz einfachen Fällen Erfolg- Daher können Sie sich diesen Weg vermutlich ersparen.

Wenn Sie ein Ticket für 5 Personen mit 1x BahnCard haben und nur 4 Personen damit reisen, muss keine BahnCard vorgelegt werden. Hier hat das Zugpersonal dann einen Fehler gemacht. Am besten wenden Sie sich einmal direkt an den Kundendialog. /ti