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Stornierung Super-Sparticket wegen Baustelle

Ich habe den ersten ICE von Leipzig nach Berlin am 07.06.19 gebucht. Durch Baustellen verspätet sich der Zug soweit, dass ich meinen Anschluss (nicht DB) in Berlin nicht bekomme. Aufhebung Zugbindung nützt mir also nichts. Wie kann ich das Ticket vor Fahrtantritt stornieren? Online, Fahrkartenausgabe?
ICE 1618 gebuchte Ankunft in Berlin 06:22Südkreuz
ICE 1618 reale Ankunft in Berlin 07:28 Hbf tief

Fjaell64
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Wenn Sie die Fahrt nicht antreten möchten, schreiben Sie eine E-Mail an fahrkartenservice@bahn.de. Rechnen Sie aber mit einer Bearbeitungszeit von mehreren Wochen.

https://community.bahn.de/questions/1974220-tickettausch-...
https://community.bahn.de/questions/1763385-stornierung-w...

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Wenn Sie die Fahrt nicht antreten möchten, schreiben Sie eine E-Mail an fahrkartenservice@bahn.de. Rechnen Sie aber mit einer Bearbeitungszeit von mehreren Wochen.

https://community.bahn.de/questions/1974220-tickettausch-...
https://community.bahn.de/questions/1763385-stornierung-w...

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Grundsätzlich ist ein Supersparpreis nicht stornierbar. Aufgrund ihrer Angaben würden sie ja nun über 1h verspätet ankommen, und in dem Fall sagen die Fahrgastrechte, dass Sie von der Fahrt zurücktreten können und das Ticket komplett erstattet bekommen. Das geht über das Fahrgastrechte-Formular, auf dem dann anzukreuzen wäre, dass die Fahrt nicht angetreten wurde.

Bei Verspätungen unter 1h gilt diese Regel allerdings nicht, was bei Anschlussverlust in DB-Tarif-fremde Verkehrsmittel dann ein Problem darstellt, da offiziell dann nur ab 20min Verspätung eine Aufhebung der Zugbindung stattfindet, aber keine Erstattung.

Hier gibt’s Infos zu den Fahrgastrechte sowie auch ein Link auf das Fahrgastrechte-Formular zum Herunterladen:
https://www.bahn.de/p/view/service/auskunft/fahrgastrecht...

Das Formular kann man mitsamt Ticket dann einfach am Bahnhof abgeben, oder auch per Post (ohne Porto mit dem ebenfalls herunterladbarer Adressumschlag) einschicken. Das dauert dann ein paar Wochen bis das bearbeitet ist.

Neptun
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Eine von der DB nicht kommunizierte Möglichkeit scheint auch zu sein, vom Beförderungsvertrag zurücktreten zu können aufgrund der vor der Reise vorgenommenen Fahrplanänderung (ohne dass eine bestimmte "Verspätung" gegeben sein muss):
https://community.bahn.de/questions/1729824-stornierung-s... (siehe dort die Antwort von Joeopitz)

Fjaell64
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Eigentlich wollte ich mich ärgern, dass ich als zahlender (Fahr-)Gast selber über Verbindungs-Änderungen stolpern muss, anstatt von Anbieter proaktiv informiert zu werden oder dass ich hier Antworten mit Sätzen wie „Aber rechnen Sie mit einer Bearbeitungszeit von mehreren Wochen“ bekomme und genau diese Antwort dann auch noch kommentarlos von irgendeinem DB-Bot bestätigt wird.

Aber dass in dem verlinkten Thread „ https://community.bahn.de/questions/1729824-stornierung-s...“ seit 8 Monaten (!!!!) eine Antwort aussteht, ist ja wohl der kundendiensttechnische Offenbarungseid schlechthin. Ich frage mich, mit welcher Achtung soll man eigentlich solchen DB-Mitarbeitern auf dem Bahnsteig, an der Fahrkartenausgabe oder im Zug eigentlich noch entgegentreten? Die haben ja auch keine Achtung vor mir/uns als Kunde/n. Ich hatte eigentlich gehofft, dass wenigstens der Brandbrief vom DB-Chef etwas bewirken könne – Fehleinschätzung!

Gerade deswegen Dank an @zeka und @neptun! Ich werde den aufgezeigten Weg gehen.

Fjaell64
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Kurzes Feedback, wie die Sache ausgegangen ist:

18.05.19 Mail an ‚fahrkartenservice@bahn.de‘ Ticket storniert
sofort die automatische Eingangsbestätigung, ansonsten keine Reaktion

31.05.19 Automatische Verspätungsinformation zu meinem Ticket
was ja eigentlich schon storniert war, aber scheinbar immer noch im System

03.06.19 Reminder zu meiner Mail vom 18.05.19 gesandt
sofort die automatische Eingangsbestätigung, ansonsten keine Reaktion

07.06.19 (Tag der Fahrt) Automatische Verspätungsinformation zu meinem Ticket
was ja eigentlich schon lange storniert war, aber scheinbar selbst am Reisetag noch im System (!)

17.06.19 Bestätigung der Stornierung ohne Entschuldigung, ohne Bedauern, rein technisierter Bausteintext inkl. taggleicher Gutschrift auf der belasteten Kreditkarte

Das Schreiben enthält darüber hinaus den Hinweis, dass Entgelte für Zahlungsmittel und Sitzplatzreservierungen einbehalten und nicht erstattet werden. Bei mir ist das nicht angefallen, halte ich aber bei bahnverschuldeten Stornierungen für eine Amtsfrechheit.

Summasummarum:
Der Weg, den @zeka mir aufgezeigt hat, funktioniert und einen ganzen Monat gedauert. Das Serviceverhalten der Bahnmitarbeiter ist wie überall so auch hier unterirdisch grauenhaft und die –geschwindigkeit langsamer als die erste Eisenbahn Nürnberg-Fürth.

P.S. Pardon, ich wollte den Initiatoren von Nürnberg-Fürth nicht zu nahe treten.

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@Fjaell64
Dass Sie weiterhin „Verspätungsalarme“ bzw. Updates hierzu bekommen ist normal, denn diese Alarme sind nicht mit dem Ticket verbunden, sondern nur mit ihrem DB-Konto. Sie können jederzeit solche Alarme für beliebige Verbindungen anlegen, ohne dass sie dazu ein Ticket benötigen (z.B. für Kunden mit BC 100 oder Zeitkarten, oder wenn man nur jemand vom Bahnhof abholen will, oder wenn man erst mal nur planen will, oder weil wenn man das Ticken schon hat, aber nachträglich einen Alarm einrichten will, usw.). Wenn man beim Ticket-Kauf das Kreuzchen beim Verspätungsalarm setzt, wird der ohne Bezug zum Ticket angelegt (wie jeder andere Alarm auch) und bleibt damit bestehen, auch wenn das Ticket storniert wird.

Ich habe gerade keine Ahnung, ob man die Alarme im DB-Konto einsehen und dort auch manuell wieder löschen kann.

Was Entgelte für Reservierungen angeht, bekommt man die durchaus zurück, wenn man die Sitzplätze aufgrund Bahnverschuldens nicht einnehmen kann. Aber da hat wohl der Textbaustein nicht ganz gepasst.

Neptun
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@ Fjaell64
Vielen Dank für die ausführliche Rückmeldung!