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Aufgrund einer Streckensperrung mit Ersatzverkehr erreiche ich meinen ICE nicht. Kann ich dann irgendeinen ICE wählen ?

Aufgrund einer Streckensperrung mit Ersatzverkehr (Bus), erreiche ich meinen auf dem Ticket eingetragenen ICE mit Reservierung nicht. Dadurch komme ich mindestens 60 Minuten später am Ziel an. Kann ich dann auch einen anderen ICE wählen der eventuell früher an meinem Ziel ist oder bin ich dann noch an einen gebunden?

perle86
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Die Zugbindung ist aufgehoben und Sie haben am Reisetag freie Zugwahl.

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Die Zugbindung ist aufgehoben und Sie haben am Reisetag freie Zugwahl.

Wenn sie allerdings einen früheren Zug nehmen und somit eher ankommen, haben sie aber keinen Anspruch mehr auf eine prozentuale Erstattung des Fahrpreises. Also immer abwägen, was einem wichtiger ist: pünktlich ankommen oder mindestens 25% Erstattung des Fahrpreises, was sich bei teueren Tickets eher lohnen würde.

perle86
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Günstig war das Ticket nicht gerade, aber mir geht es absolut nicht ums Geld. Nur so wäre ich mindestens 12,5 Stunden unterwegs anstatt 10,5. Und mir wäre es lieb dann eher etwas Zeit zu sparen, anstatt Geld erstattet zu bekommen.

zeka
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@Bahnfrosch:

"Wenn sie allerdings einen früheren Zug nehmen und somit eher ankommen, haben sie aber keinen Anspruch mehr auf eine prozentuale Erstattung des Fahrpreises."

Nach "neuesten" Erkenntnissen stimmt diese Aussage so nicht mehr. Hier https://community.bahn.de/questions/1943775-fahrgastrecht... gab es eine längere Diskussion mit dem Ergebnis:
"Hallo zeka, ich zitiere einmal eine bestätigte Antwort zu dieser Frage: „Die Aufhebung der Zugbindung ist bereits ein Fahrgastrecht, eine Erstattung würden Sie nur noch erhalten wenn der Zug den Sie tatsächlich benutzen mindestens 60 Minuten später am Zielbahnhof ankommt.“ /ch"

Seither drucke ich alle Tickets aus und bin darauf bedacht, einen Zangenabdruck zu bekommen, um belegen zu können, mit welchem Zug ich tatsächlich gefahren bin, um ggf. eine Erstattung zu bekommen.

perle86
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Ich musste ja schon eine Stunde früher los fahren um meinen eigentlichen Zug zu bekommen. Selbst da gab es wegen der Streckensperrung nochmals mehr als genug Verspätung. Ich habe mir den Ersatzfahrplan für den Bus aufs Handy geladen und da ist es auch ersichtlich das man entweder eine Stunde früher los muss oder aber eine Stunde später ankommt. Naja und mit Pech halt auch beides. Ich danke für die netten Antworten und wünsche noch ein schönes Wochenende. ;) liebe grüße

Elementarteilchen
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@zeka
Diese „neusten“ Erkenntnisse die dort im Thread angesprochen wurden sind aber auch nicht gesichert bzw. sehr zweifelhaft, denn nach denen würde es ja bedeuten, wenn man z.b. durch Ausfall/Verspätung und Anschlussverlust den um 1h späteren Zug nehmen würde, dieser selbst pünktlich bzgl seines Fahrplans ankommt, man keine Entschädigung bekommen würde, obwohl man 1h später als gebucht ankommt. Denn diese angeblichen Erkenntnisse besagen ja, dass es auf die Verspätung des Zuges ankommt, den man tatsächlich genutzt hat, nicht auf den, den man gebucht hat. Auch wenn diese Aussage durch Moderatoren kam, habe ich leider aufgrund der vielen Widersprüche kein Vertrauen, dass diese nicht doch auf einem Missverständnis beruht und daher falsch ist.

zeka
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@Elementarteilchen:
Anspruch auf Entschädigung, wenn ich später ankomme als gebucht, war ja noch nie unstrittig (Fahrgastrechte im Verspätungsfall). In der genannten Diskussion ging es aber um Entschädigung bei früherer Zugnutzung (bei aufgehobener Zugbindung). Da war bisher immer die Aussage "Pech gehabt, du bist ja eher da als auf dem Ticket steht". Und das war/ist nicht konform mit der EU-Verordnung.

Unabhängig von dem Vertrauen in die Fachkompetenz der Moderator*innen hier, gilt allein die EU-Verordnung http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:...

"Artikel 17 Fahrpreisentschädigung
(1) Ohne das Recht auf Beförderung zu verlieren, kann ein Fahrgast bei Verspätungen vom Eisenbahnunternehmen eine Fahrpreisentschädigung verlangen, wenn er zwischen dem auf der Fahrkarte angegebenen Abfahrts- und Zielort eine Verspätung erleidet [...]"

(Nebenbemerkung: Schön, dass in der Verordnung steht, dass der Fahrgast eine Verspätung "erleidet" und nicht irgendetwas sachliches wie "wenn dem Fahrgast eine Verspätung entsteht".)