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Diese Frage wartet auf Beantwortung

Und was lernen wir daraus?

Nach all den bahntypischen Unappetitlichkeiten, an die man sich im Laufe der Jahre gewöhnen durfte, hat sich die Bahn jetzt wieder mal was neues einfallen lassen: Meine Freundin ist nach dem Kauf einer Probe-Bahncard in die Abofalle der Bahn getappt und durfte dann eine vollwertige Bahncard kaufen, obwohl sie das ursprünglich nicht vorhatte. Bei der nächsten Fahrt wollte sie das unfreiwillige Rabatt-Privileg wenigstens nutzen, dummerweise war die Zwangs-Bahncard allerdings noch nicht bezahlt, es wurde also ein Ersatzfahrentgelt verhängt (hart aber "fair").

Anschließend wurde sie dann krank und hat die völlig willkürliche Frist von 14 Tagen, in denen der Kunde die von der Bahn selbst ausgegebene Karte nochmal zur Ansicht vorlegen muss, verpasst (eigentlich unglaublich, dass man sich als Kunde überhaupt dafür erklären muss, dass man ein Leben abseits der Bahn hat - es soll ja auch Menschen geben, die mit der Bahn verreisen und binnen 14 Tagen noch nicht einmal zurück sind?).

Daraufhin wurde also die Fahrpreisnacherhebung ohne weitere Einspruchsmöglichkeit schlagend, und meine Freundin hat diese, zusammen mit dem Jahrespreis der Zwangs-Bahncard, denn auch artig bezahlt. Allerdings ist ihr als Bahn-Laie zu spät aufgefallen, was der Bahn-Feinspitz bereits schmerzhaft erlitten hat, nämlich dass "die" Bahn aus einem Haufen "unabhängiger" Subunternehmen besteht, bei denen die rechte Hand nicht weiß, was die Linke tut. Ergo hat sie beide Beträge unwissend auf dasselbe Bahn-Konto überwiesen.

Als ihr die unterschiedlichen Kontonummern aufgefallen sind, hat sie sicherheitshalber bei der Bahn angerufen und gefragt, ob die Überweisung auf dasselbe Konto denn ein Problem ist bzw. ob sie die Fahrpreisnacherhebung noch einmal auf das ANDERE Konto überweisen soll. Der Bahnmensch am anderen Ende hat daraufhin einen bahninternen Vermerk gemacht, damit die Fahrpreisnacherhebung vom einen Bahnkonto auf das andere Bahnkonto umgebucht wird, und ihr im übrigen versichert, dass sie sich keine Sorgen machen muss.

Dementsprechend kam dann auch keine Rückbuchung der Fahrpreisnacherhebung, woraus man als Laie schließen könnte, dass das Geld in den richtigen Kanälen der Bahn angekommen ist, und sich anderen Dingen zuwendet. Der Profi weiß natürlich, dass man bei der Bahn in geologischen Zeiträumen rechnen muss, und so kam denn die Rückbuchung Wochen später, und zwar relativ zeitnah mit der Mahnung von so widerlichen Inkasso-A-löchern, denen die Bahn ihre Kunden offenbar immer dann zum Fraß vorwirft, wenn sie findet, dass sie mit Pygmäensitzen, obszön großen Verspätungen, verbuggten Applikationen, abgründigem Kundenservice und dergleichen mehr noch nicht ausreichend bedient sind.

Meine Freundin hat also wieder bei der Bahn angerufen, wo ihr zwar die Existenz des bahninternen Vermerks bestätigt wurde ("Si claro, den Vermerk haben wir unter 1-xxxxxxxx abgespeichert - was können wir noch für Sie tun?"), sich aber ansonsten herausgestellt hat, dass der Bahn die Nicht-Erfüllung ihres eigenen Vermerks sowie die sich daraus ergebenden Konsequenzen relativ am Allerwertesten vorbei gehen. Das Inkassounternehmen hat auch so getan, als ob sie den Fall noch einmal prüft, sich dann aber überraschend dafür entschieden, dass es doch lieber sein Kopfgeld will als sich mit so sentimentalem Quatsch wie Gerechtigkeit herumzuschlagen.

Meine Freundin wird jetzt neben den Kosten für das simple Sparticket, mit dem sie eigentlich Bahn fahren wollte, eine beträchtliche dreistellige Summe an Vergnügungssteuer abdrücken. Da versteht man dann auch gleich, dass sich diese Bahncard auszahlt, man hat da einfach viel MEHR von und neben der Fahrt an sich auch noch ein erfüllendes Hobby mit vielen neuen Brieffreunden gefunden.

Und was lernen wir daraus? Nichts natürlich. Die Bahn ist schließlich ein Monopolbetrieb - also einfach immer weiter so.

[Editiert durch Redaktion, 30. April 2019, 9.12 Uhr: Persönliche Daten entfernt.]

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kabo
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Und was ist jetzt genau Ihre Frage an diese "Kunden helfen anderen Kunden"-Community?

Wenn Sie allgemein Frust abladen wollen, sollten Sie das bei der DB tun, nicht bei anderen DB-Kunden.
Hier bekommen Sie (vielleicht) etwas Mitgefühl - aber ändern wird sich nichts. Denn die Leser/Antworter hier, sind halt "nur" andere Kunden, die weder in die Abläufe der DB eingreifen können, noch Verbesserungsprozesse starten können. Obwohl viele Leser/Antworter das bestimmt gerne tun würden ...

Auch nur hier um kurz den Frust loszuwerden und weg ist er wieder. Oder wie können andere Kunden Ihnen bei diesem Problem helfen? Schon an den Kundendialog geschrieben?

Joeopitz
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Joeopitz

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Und was lernen wir daraus?

Vielleicht hat Ihre Freundin daraus gelernt, wenn man etwas kauft, sollte man sich im Klaren darüber sein, was man tut.

„hat sich die Bahn jetzt wieder mal was neues einfallen lassen:“
-> So neu ist die Probe BahnCard nun auch nicht.

„Meine Freundin ist nach dem Kauf einer Probe-Bahncard in die Abofalle der Bahn getappt und durfte dann eine vollwertige Bahncard kaufen, obwohl sie das ursprünglich nicht vorhatte.“
-> Von einer Falle kann hier nun wirklich nicht die Rede sein. Auf der Webseite zur ProbeBahnCard
https://www.bahn.de/p/view/bahncard/ueberblick/probebahnc...
steht ganz weit oben und deutlich geschrieben: „bis 6 Wochen vor Laufzeitende der ProbeBahnCard 25 / 50 kündigen* “ Der Stern hinter diesem Satz wird ganz unten erklärt:
„* Ohne Kündigung migrieren Sie automatisch in ein dauerhaftes Jahresabonnement mit einer Mindestvertragslaufzeit von einem Jahr. Die Probe BahnCard 100 verlängert sich nicht automatisch und muss nicht gekündigt werden.“
Klar und deutlich wird gesagt alle ProbeBahnCards (außer ProbeBahnCard 100) werden ohne Kündigung zu einem Jahresabo. Wo ist da die Falle? Auch beim Anschreiben mit dem die ProbeBahnCard versendet wird, wird noch einmal auf das Abo hingewiesen. Wie idiotensicher muß man Ihrer Freundin denn noch alles erklären, bevor Sie anfängt zu begreifen was sie tut? Kann Sie wenigstens daraus etwas lernen?

„Bei der nächsten Fahrt wollte sie das unfreiwillige Rabatt-Privileg wenigstens nutzen, dummerweise war die Zwangs-Bahncard allerdings noch nicht bezahlt, es wurde also ein Ersatzfahrentgelt verhängt“
-> Niemand hat Ihre Freundin zu einer BahnCard gezwungen. Es war doch die eigene Blödheit Ihrer Freundin die dazu geführt hat. Wenn man dann eine BahnCard benutzen will ohne dies bezahlt zu haben, dann ist das entweder auch Blödheit oder Frechheit. Vielleicht lernt sie ja etwas daraus? Wenn ich etwas kaufe muß ich es auch bezahlen!

„Daraufhin wurde also die Fahrpreisnacherhebung ohne weitere Einspruchsmöglichkeit schlagend, und meine Freundin hat diese, zusammen mit dem Jahrespreis der Zwangs-Bahncard, denn auch artig bezahlt. Allerdings ist ihr als Bahn-Laie zu spät aufgefallen, was der Bahn-Feinspitz bereits schmerzhaft erlitten hat, nämlich dass "die" Bahn aus einem Haufen "unabhängiger" Subunternehmen besteht, bei denen die rechte Hand nicht weiß, was die Linke tut. Ergo hat sie beide Beträge unwissend auf dasselbe Bahn-Konto überwiesen.“
-> Da kommt ein Brief mit einer Rechnung inclusive Summe und Kontonummer von der Fahrpreisnacherhebung. Außerdem lag bei Ihrer Freundin noch eine unbezahlte Rechnung (ebenfalls mit Kontonummer) vom BahnCard Service rum. Was macht Ihre Freundin? Die überweist einfach Geld auf irgendein Konto ohne nachzudenken, ohne sich die Rechnungen noch einmal anzuschauen, Wiederwahl ohne genau zu wissen was Sie tut. Vielleicht lernt Ihre Freundin ja daraus?

Es gibt eine Menge, was Ihre Freundin zu lernen hätte. Ob Sie die Gelegenheit nutzt?
Ich bezweifle das. Wie schrieben Sie so schön zum Schluss:

„Und was lernen wir daraus? Nichts natürlich.“
Das befürchte ich auch.

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Nachtrag:
Auch wenn mein obiger Text den Eindruck erwecken kann bin ich weit davon entfernt Ihre Freundin für blöd zu halten. Sie hat einen Fehler gemacht, den dann aber gründlich. Das passiert, das passiert auch mir. Das ist menschlich. Auch die Bahn hat sich nicht sonderlich clever verhalten als es um die aufs falsche Konto überwiesene Fahrpreisnacherhebung ging.

Was mich stört ist, das man für eigene Fehler einfach andere verantwortlich machen will. Außerdem erwecken Sie den Eindruck als ob Sie aus Ihren Fehlern tatsächlich nichts lernen wollen, sondern dafür die Schuld bei anderen suchen.

Joeopitz, ohne Ihnen zu nahe treten zu wollen, aber Sie müssen auch mal lernen, sinnerfassend zu lesen. Ich habe an der Geschichte nichts beschönigt und die Fehler, die meine Freundin gemacht hat, detailliert geschildert.Jetzt kommen Sie also mit der "Beobachtung" daher, dass meine Freundin Fehler gemacht hat. Wirklich, ja? Das Entscheidende ist, dass meine Freundin für alle ihre Fehler eingestanden ist: Sie war bereit, die Fahrpreisnacherhebung zu zahlen (obwohl Krankheit eigentlich kein persönlicher Fehler ist, aber gut) und hat auch den Fehler mit der Überweisung so gut ausgebügelt, wie es eben menschenmöglich ist (was soll man denn noch machen, wenn der Adressat einem mitteilt, das alles in Ordnung ist)?

Das Verhalten der Bahn spricht eine ganz andere Sprache - hier hat man gründlich Mist gebaut und ist jetzt nicht bereit, dafür einzustehen. Mit Cleverness hat das überhaupt nichts zu tun.

Und dass die Bahnredaktion augenblicklich "handelt" und die interne Vermerksnummer der DB löscht anhand derer sich der Wahrheitsgehalt der Geschichte überprüfen lässt, ist natürlich wieder Weltklasse. (Und nein, das waren keine persönlichen Daten, denn außer der Bahn selbst fängt der Rest der Welt mit so einer Nummer nichts an.)

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Was ich daraus lernen würde? Mir vor der Buchung mal genauer anzusehen, welches Produkt ich kaufe. Dass es sich beiden BahnCards um Abos handelt, wird offen kommuniziert.

Joeopitz
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Hallo Bahnweh,

vielleicht sollten Sie lernen, dass Sie hier in einem Kundenforum sind. Hier antworten Bahnkunden auf die Fragen anderer Bahnkunden. Das steht in der Beschreibung des Forums. Vielleicht wäre auch hier nützlich gewesen, die Informationen zu diesem Forum durchzulesen und zu verstehen, bevor Sie dieses Forum nutzen. Sie reden hier mit anderen Bahnkunden, von uns kann keiner etwas anhand einer Vorgangsnummer überprüfen. Aber wir haben leider in diesem Forum auch schon erlebt, wie mit öffentlich geposteten Daten (Auftragsnummern) Mißbrauch getrieben wurde.
Deshalb steht auch ausdrücklich in der Netiquette zu diesem Forum:

„Die Dialoge in der Service-Community finden öffentlich statt. Deshalb beherzigen Sie bitte folgenden Grundsatz: Posten Sie zu Ihrem eigenen Schutz niemals persönliche Daten in der „Meine Frage – Deine Antwort“-Community. Auf keinen Fall: Telefon-, BahnCard- oder Kreditkartennummer!
Wenn wir auf Inhalte mit persönlichen Daten aufmerksam werden, behalten wir uns vor, diese zu Ihrem eigenen Schutz zu löschen.“

Wieder haben Sie sich nicht durchgelesen wie das hier im Forum gehandhabt wird. Und wieder machen Sie etwas falsch, weil Sie sich vorher nicht informieren. Prompt haben Sie dann einen Schuldigen. Die Bahn ist Schuld. Die hält sich einfach an die Regeln und löscht (wie explizit geschrieben) das aus Ihrem Beitrag was da nicht hineingehört.

Und was lernen wir daraus?
Was lernen Sie daraus?

„Ich habe an der Geschichte nichts beschönigt und die Fehler, die meine Freundin gemacht hat, detailliert geschildert.Jetzt kommen Sie also mit der "Beobachtung" daher, dass meine Freundin Fehler gemacht hat. Wirklich, ja? Das Entscheidende ist, dass meine Freundin für alle ihre Fehler eingestanden ist: Sie war bereit, die Fahrpreisnacherhebung zu zahlen (obwohl Krankheit eigentlich kein persönlicher Fehler ist, aber gut) und hat auch den Fehler mit der Überweisung so gut ausgebügelt, wie es eben menschenmöglich ist (was soll man denn noch machen, wenn der Adressat einem mitteilt, das alles in Ordnung ist)?“

Ohne Ihnen zu Nahe treten zu wollen.
Hätte Ihre Freundin sich bei der Buchung angesehen was Sie da eigentlich kauft, dann hätte Sie gleich das Abo gekündigt und hätte 3 Monate Freude an der ProbeBahnCard gehabt.

Da Sie nicht gekündigt hat, erhält sie im Anschluss eine weiter BahnCard. Diese nutzt sie, bezahlt sie aber nicht.
Da Sie mit einer ungültigen Fahrkarte unterwegs war bekommt sie eine Fahrpreisnacherhebung.
Diese Fahrpreisnacherhebung überweist sie auf ein falsches Konto.

Ja das haben Sie offen geschildert und zugegeben. Nur erwarten Sie jetzt von uns, das wir bei der Menge von Fehlern sagen, das sei normal, das könne doch passieren.

Wenn dann der Bahn ein Fehler beim Ausbügeln der Fehler Ihrer Freundin passiert, dann ist das eine ganz andere Sache. Das ist dann richtig Mist in Ihren Augen. Merken Sie nicht, das Sie hier mit zweierlei Maß messen?

Ich kann verstehen, das Sie sich ärgern. Eine Menge Geld bezahlen zu müssen, so war das sicher nicht geplant und das tut weh. Nur trotz aller Verärgerung eigene Fehler als etwas abzutun das fast nicht zu vermeiden war und auf die anderen dann böse zu sein funktioniert nicht. Sie versuchen sich selbst etwas vorzumachen.

Das mit den Inkassogebühren, nach dem man Ihnen versichert hat ist natürlich heftig. Hier würde ich mich auch mit allen Mitteln wehren. Da es einen Vermerk mit Nummer gibt, würde ich mich mit der Bahn streiten.

Beim Streit mit der Bahn macht diese Nummer auch Sinn. Hier im Forum kann dagegen keiner etwas anfangen. Hier beweist Sie auch nichts. Solche Dinge gehören hier einfach nicht hin. Hier kann Ihnen eh keiner helfen.

Woodstock
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Und was lernen wir daraus? - Wer lesen kann ist klar im Vorteil!

Hallo an alle. Wie ich sehe, wurde hier schon soweit alles gesagt bzw. diskutiert.
Die Vorgangsnummer löschen war aus dem Grund, da sie sich auf einen persönlichen Vorgang bezieht. Auch wenn wohl hier in der Community keiner mit der Nummer etwas anfangen kann, löschen wir die Nummer dennoch zur Sicherheit um mögliche Risiken gleich zu unterbinden, auch wenn sie bei einer Vorgangsnummer sehr gering sind.
Zudem können wir auch nicht in den Vorgang schauen, da wir hier in der Community allgemein keine Einsicht in die Daten haben. Hinzu kommt auch, dass hier der Datenschutz gilt, selbst bei möglicher Einsicht dürften wir zu dem Vorgang nichts sagen, da Sie nicht der Vertragspartner sind.
Daher kann ich Ihrer Freundin erst einmal nur empfehlen, sich noch einmal mit dem BahnCard-Service in Verbindung zu setzen und versuchen, dieses Thema mit dem Vermerk zu klären. /no

"Daher kann ich Ihrer Freundin erst einmal nur empfehlen, sich noch einmal mit dem BahnCard-Service in Verbindung zu setzen und versuchen, dieses Thema mit dem Vermerk zu klären."

Seien Sie versichert, dass ich mich nicht einem Mob an Möchtegern-Bahnmitarbeitern aussetzen würde, wenn meine Freundin das nicht alles schon probiert hätte (ich dachte eigentlich, das wäre selbstverständlich).

Versuchen Sie sich doch einmal umgekehrt in folgende Situation zu versetzen: Sie haben einen Fehler gemacht und denjenigen, demgegenüber Sie den Fehler begangen haben, bei der Lösung des Problems um Hilfe gebeten. Die Hilfe wurde Ihnen zugesagt, dann wurden Sie jedoch betrogen und belogen. Ich verwende diese Formulierungen weder gern noch leichtfertig, aber man muss doch auch klar sehen, dass es sich hier nicht einfach um den Fehler eines einzelnen Bahnmitarbeiters handelt (das wäre etwa der Fall, wenn der erste vergessen hätte, die Notiz anzulegen und das Problem jetzt für niemand mehr nachvollziehbar wäre). Allein dadurch, dass ich aber im Besitz der Vermerksnummer bin, sollten doch vielleicht die Alarmglocken klingeln, dass hier etwas großflächiger schiefgegangen sein muss?

Ich vermute, die systematische Untätigkeit der Bahn liegt daran, dass der Inkasso-Dienst schon eingeschaltet wurde und die Bahn, wenn sie sich der Sache annimmt, auf den Inkasso-Kosten sitzenbleibt - da ist es dann natürlich billiger, ein paarmal mit den Achseln zu zucken und zu hoffen, dass das Problem von alleine weggeht.

Von den Inkasso-Bluthunden, die man auf meine Freundin gehetzt hat, wurde sie übrigens als "dämlich" beschimpft - so wie es teilweise ja auch aus den Antworten in dieser sogenannten "community" durchklingt: In Deutschland darf keiner einen Fehler machen. Punkt. Wer doch einen Fehler macht, ist hinterher nicht mehr zu retten, ganz egal wie schlimm es am Ende auch kommen mag. Tut mir Leid, aber das ist doch abartig.

Womit wir wieder beim Stichwort wären: So wie meine Freundin eine faire Chance bekommen sollte, aus der Sache rauszukommen, möchte ich durchaus auch der Bahn die Chance geben, ihren Fehler zu korrigieren. Nur, würden SIE jetzt in dieser Situation noch einmal bei denselben Leuten anrufen, die Ihnen bereits die Hilfe verweigert haben? Im Ernst? Sofern die Bahn nicht auch beim Kundenservice mit Ferrero kooperiert ("Guter Bahnsupport dabei, in jedem siebten Ei!"), warum sollte bei einer ausreichenden Anzahl von Wiederholungen irgendetwas besser werden? Ich denke ehrlich gesagt, keiner mit einem Funken Selbstrespekt würde sich das antun.

Hilfreich wäre natürlich, wenn Sie mir die Kontaktdaten einer konkreten Person nennen könnten, die weiß worum es geht, und die auch ausreichend autorisiert ist, in dieser Sache eine Lösung zu finden. Dann kämen wir voran.

Selbst wenn jemand einen konkreten Namen kennt, dürfte er diesen hier im öffentlichen Forum nicht veröffentlichten aus Datenschutzgründen. Daher Kundendialog.

Ich kann Sie hier durchaus verstehen, da wir jedoch keine Einsicht in die Kundendaten haben und daher nicht wissen, inwieweit hier die Kommunikation gelaufen ist, kann ich auch schlecht sagen, was jetzt der sinnvollere Schritt wäre. Im Normalfall wird bei Einschaltung eines Inkassounternehmens direkt die Kommunikation über dieses Unternehmen geführt. Man schildert also dort den Fall und diese fragen dann intern bei der Bahn nach, wie weiter vorgegangen werden soll. Ein Mitarbeiter prüft dann die Angaben und informiert dann das Inkassounternehmen, ob die Forderung berechtigt ist oder nicht.
Wenn ich es jedoch richtig verstanden habe, dann erfolgte die Bezahlung bereits an das Inkassounternehmen, weshalb dieser Schritt nicht mehr möglich ist. Nach erneuten durchlesen ist mir jedoch aufgefallen, dass die Forderung bei der Fahrpreisnacherhebungsstelle besteht bzw. bestand. In diesem Fall wird der BahnCard-Service selbst nichts machen können. Daher muss man sich an die Fahrpreisnacherhebungsstelle wenden und den Vorgang schildern. /no

"Daher muss man sich an die Fahrpreisnacherhebungsstelle wenden und den Vorgang schildern."

Gut, aber das wurde ja bereits getan. Die Fahrpreisnacherhebungsstelle hat sich den Vorgang schildern lassen und ihn inhaltlich bestätigt (sonst hätte meine Freundin ja jetzt gar nicht die Nummer der bahninternen Anweisung). Es wurde auch zur Kenntnis genommen, dass die Anweisung nie umgesetzt und die Kundin auch von der Nicht-Umsetzung nicht informiert wurde (stattdessen ging der Fall ja bekanntlich an das Inkassounternehmen). Gestört hat sich daran allerdings niemand.

Das Wort "kafkaesk" ist Ihnen bestimmt geläufig, oder?

Sorry aber sie wollen es einfach nicht verstehen. Hier in diesem Forum versuchen Bahnkunden anderen Bahnkunden zu helfen. Es kann hier niemand dieses Problem für ihre Freundin lösen. Niemand kann hier die FN löschen, niemand kann das Inkassounternehmen zurückpfeifen, niemand kann sich hier für die Bahn entschuldigen. Wir hier in diesem Forum können dort nichts machen.

Also was erwarten Sie hier von den Teilnehmern in dieser Community?

"Sorry aber sie wollen es einfach nicht verstehen. Hier in diesem Forum versuchen Bahnkunden anderen Bahnkunden zu helfen. Es kann hier niemand dieses Problem für ihre Freundin lösen. Niemand kann hier die FN löschen, niemand kann das Inkassounternehmen zurückpfeifen, niemand kann sich hier für die Bahn entschuldigen. Wir hier in diesem Forum können dort etwas machen.

Also was erwarten Sie hier von den Teilnehmern in dieser Community?"

Ich habe mich gerade mit einem Bahnmitarbeiter unterhalten. Ist Ihnen bestimmt entgangen. Bitte leben Sie Ihre ungerichteten Aggressionen in einem anderen Thread aus. Herzlichen Dank.

Und auch dieser Bahnmitarbeiter kann dort nix machen. Die Bahn moderiert hier nur und sonst haben auch diese Mitarbeiter keinen Einblick in irgendwelche Daten. Aber ich wünschen Ihnen hier noch viel Spaß und hoffe es geht alles gut für ihre Freundin. Sie sollte sich lieber persönlich an die richtige Stelle wenden und es Ihnen hier nicht im Forum überlassen.

zeka
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Wenn Sie kabos Frage, die vor mittlerweile ca. 13h gestellt wurde, noch beantworten könnten - Danke!

(Eine Frage, die in der ersten Person Plural formuliert ist, führt häufig zu divergierenden Antworten, die u.U. wenig hilfreich sind.)

"Wenn Sie kabos Frage, die vor mittlerweile ca. 13h gestellt wurde, noch beantworten könnten - Danke!"

Da du es offenbar zwingend wissen musst - ich habe folgendes gelernt:

Zunächst einmal handelt es sich hier nicht um ein "Kunden-helfen-anderen-Kunden"-Community, sondern um ein Rollenspielforum: Kunden spielen Bahnmitarbeiter, indem sie damit angeben, wie schön sie jede noch so schikanöse Regel der Deutschen Bahn AG auswendig können, und erklären anderen in kundenfreundlicher Sie-Form, was sie aus Sicht der Deutschen Bahn zu tun und zu lassen haben.

Ein Kundenforum wäre ein Ort, wo Menschen ihr persönliche Intergrität bewahren und nie vergessen, dass ihnen gegenüber ein riesiger Konzern steht, der außer Gewinnmaximierung keinerlei Interessen hat (zu dieser über Gewinnmaximierung hinausgehenden Interessenlosigkeit sind alle Aktiengesellschaften von Gesetz wegen verpflichtet, und die Bahn demonstriert diese Interessenlosigkeit Tag für Tag) und dessen Regeln daher keine übergeordnete Legitimität besitzen, die über ebendiese Gewinnmaximierung hinausgeht.

In einem Kundenforum würden die Teilnehmer auch verstehen, dass ihre potenzielle Rolle über bloße Befehlserfüllung hinausgeht. Sie würden begreifen, dass ihr wesentlichster Beitrag zur Qualität der Dienstleistung nicht etwa darin besteht, für den Konzern unbezahlte Lakaiendienste zu verrichten, sondern darin, sich von ebendiesem Konzern nicht alles gefallen zu lassen, da die Bruchlinie der Gewinnmaximierung nun einmal dort verläuft, wo die Kundschaft mehrheitlich "Stopp" sagt. Insofern wird hier also auch die Grusel-Bahn von morgen erschaffen - dass hier Kunden "helfen", wird man hingegen eher als Kollektivneurose bezeichnen müssen.

Aus Sicht der Bahn ist das natürlich alles eine tolle Sache, denn für 20 Rollenspielmitarbeiter kann man einen echten Angestellten feuern. Insofern hat die Bahn hier alles richtig gemacht und ganz nebenbei auch noch eine schöne Milieustudie kreiert, in der man die deutsche Seele in ihrer Urform betrachten kann: Der Deutsche, der als Kind nie Fehler machen und schon gar nicht irgendwelche Regeln brechen durfte und diese Regelgläubigkeit dann als Erwachsener zwingend auch von anderen verlangt, ist einfach immer wieder ein Klassiker. Schade zwar, dass dieses Gedankengut auch den Nährboden des Faschismus darstellt, aber wenn die Deutsche Bahn hier eine entsprechende Beschäftigungstherapie anbietet, dann erfüllt dieses Forum doch auch eine beachtliche gesellschaftliche Funktion und insofern hat meine Freundin mit ihrer Spende wohl am Ende alles richtig gemacht.

Ich hoffe, ich konnte deine Frage hinreichend beantworten. Trollt euch aus, macht was ihr wollt, ich kehre nicht mehr zurück.

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"Da du es offenbar zwingend wissen musst"
Nein, muss/wollte ich nicht.

"Ich hoffe, ich konnte deine Frage hinreichend beantworten."
Nein. Meine Bitte bestand darin, kabos Frage (gleich der 1. Satz im 1. Beitrag: "Und was ist jetzt genau Ihre Frage an diese "Kunden helfen anderen Kunden"-Community?") noch zu beantworten.

"Joeopitz, ohne Ihnen zu nahe treten zu wollen, aber Sie müssen auch mal lernen, sinnerfassend zu lesen."
Um es mit Ihren Worten zu sagen "Bahnweh, ohne Ihnen zu nahe treten zu wollen, aber Sie müssen auch mal lernen, sorgfältig zu lesen."

Bertosch
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Der wahr Troll ist hier wohl der User Bahnweh!

Wenn Ihnen diese Community nicht zusagt, bleiben Sie einfach fern und belästigen und diffamieren Sie nicht andere User!

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Ausgangspunkt des Problems: Ihre Freundin war zu bequem, sich die Konditionenen des von ihr gebuchten Produkts durchzulesen oder nicht in der Lage, diese zu verstehen.
Dass hier einige der Meinung sind, dass man die Konsequenzen der eigenen Dummheit selbst zu tragen hat, hat nicht das geringste mit Denkweisen zu tun, die dem Faschismus Vorschub leisten. Diese Unterstellung empfinde ich als Frechheit.
Ihre Denkweise hingegen entspringt einer anderen ziemlich deutschen Disposition: Vollkaskomentalität in Kombination mit Geiz ist geil.

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Womit sich "Godwin's Law" eindrucksvoll bestätigt ...