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Darf ich beim SSP eine ICE Fahr auslassen, wenn ich mit dem RE mir diverse Umstiege Spare ?

Zugbindung war

St.Wendel - Neunkirchen - Homburg - Mannheim.
Von Mannheim mit dem ICE nach Frankfurt Hbf

Ich bin von St.Wendel mit dem RE nach Frankfurt HBF gefahren.
In der RE wurde mir ein 60 Euro "Strafschein" in die Hand gepfeffert, weil ich keinen gültigen Fahrschein hätte.
Aber die Regio Züge haben doch keine Zugbindung ?
Ich habe keinen teureren Zug genommen, sondern bin einfach in einer RE durchgefahren, statt von RE in RB von RB in RE und von RE in ICE umzusteigen ?

Sind die 60 Euro gerechtfertigt, oder kann ich dagegen vorgehen ?

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Ja, die Fahrpreisnacherhebung ist berechtigt. Die gebuchten Fernzüge müssen genutzt und dürfen nicht durch Nahverkehrszüge ersetzt werden.

Problem war (muss man dazu ergänzen)

Die RE nach Neunkirchen hatte eine Verspätung, (durch einen vorrausfahrenden Zug) sodass der Umstieg in Neunkirchen nicht erreicht hätte werden können (Verspätung ca. 5 min, Umstiegszeit 3 min. Die RB wartet nie, da ja in 20 min die nächste kommt, was mir in dem Moment aber nichts gebracht hätte)

Wenn durch die Verspätung keine Möglichkeit mehr bestand, den ICE in Mannheim zu erreichen, dann wäre die Zugbindung aufgehoben gewesen. Wie sind Sie genau gefahren und welche Verbindung war gebucht?

Fahren tue ich jetzt

St.Wendel (RE) - Frankfurt HBF
Von FFM HBF mit dem IC nach Nürnberg.
Von dort weiter mit RE nach Amberg.

Die gebuchte Verbindung war
St.Wendel (RE) - Neunkirchen (RB) - Homburg (RB) - Mannheim (ICE) - Frankfurt (IC) - Nürnberg (RE) - Amberg

Der IC den ich nehmen muss ist der gleiche.
Ich habe nur statt der RE nach Neunkirchen Saar die RE nach Frankfurt HBF direkt genommen

Die vlexx übernimmt den Streckenbereich Saarbrücken - Frankfurt für die DB.

Und bisher habe ich mich bei Problemen mit der Vlexx immer in FFM HBF an den dortigen Schalter gewendet.

Die Argumentation von NRW, sich ausschließlich an vlexx wenden zu können, kann ich nicht nachvollziehen.

Einerseits ist es definitiv sinnvoll, sich an vlexx zu wenden, damit die Fahrpreisnacherhebung zurückziehen (da die Zugbindung aufgehoben war): https://www.vlexx.de/service/fahrpreisnacherhebung/

Andererseits bestand meiner Meinung nach auch ein fahrgastrechtlicher Anspruch auf Nutzung der Alternativerbindung: "Muss vernünftigerweise davon ausgegangen werden, dass bei Ankunft am Zielort gemäß Beförderungsvertrag die Verspätung mehr als 60 Minuten betragen wird, so hat der Fahrgast unverzüglich die Wahl zwischen [...] der Fortsetzung der Fahrt oder der Weiterreise mit geänderter Streckenführung unter vergleichbaren Beförderungsbedingungen bis zum Zielort bei nächster Gelegenheit".
Davon, dass bei der ursprünglichen Verbindung eine Verspätung von über einer Stunde entstanden wäre, gehe ich aufgrund ihrer Schilderung aus (ich vermute Ihre Verbindung war jene ab 16:37, an 21:49).
Dass die Beförderungsbedingungen von DB und vlexx vergleichbar sind, ergibt sich daraus, dass beide EVU die Tarifbedingungen des TBNE anwenden (vlexx TBV 100 §4 (1); DB TfV 600 A 1.3.1).
Entsprechend hatten Sie Anspruch darauf, den vlexx zu nutzen (geänderte Streckenführung).
Wie die hierbei beteiligten EVU dies intern verrechnen, sollte sie nicht belasten. Aus der Ausstellung des EBE ergibt sich wohl, wenn man es denn so sehen will, dass der Fahrgast zunächst eine Fahrkarte zu kaufen hat, die ihm später erstattet wird ( bei Nahverkehr statt Fernverkehr eigentlich unüblich). Meiner Kenntnis macht die EU-Verordnung hier aber keine Vorgaben, dass der Fahrgast die günstigste Tarifvariante zur Weiterfahrt wählen muss. Entsprechend halte ich es für möglich, ein EBE sozusagen als Fahrschein zu erwerben, und jenes später beim Servicenter Fahrgastrechte zur Erstattung durch die DB einzureichen: https://www.fahrgastrechte.info/Fahrgastrechte-Formular.1...

Guten Morgen. Hier muss ich auch noch einmal konkreter nachfragen:

  • Wurde die Regionalbahn von St Wendel nach Neunkirchen (Saar) Hbf genutzt, wie sie im Reiseplan gestanden hat oder 
  • hat der Themenstarter auf Verdacht – Anschluss „könnte“ in Neunkirchen nicht warten – einfach eine andere Nahverkehrsverbindung bis Frankfurt (denn auf den ICE wurde verzichtet) genutzt?
  • Es lag zum Antritt der Fahrt keine Bestätigung vor, dass der Zug in Neunkirchen nicht warten wird?
  • Wurde die vlexx-Fahrpreisnacherhebung auf dem ICE-Abschnitt Mannheim–Frankfurt erstellt oder wo genau?

Verdachtsmomente und persönliche Erfahrungen heben die Zugbindung nicht auf. Ich kann hier nur empfehlen, dass sich der Themenstarter schnellstmöglich an die vlexx wendet, wenn fälschlicherweise eine Fahrpreisnacherhebung ausgestellt wurde. Denn bei einer zu erwartenden Verspätung ab 20 Minuten am Zielbahnhof ist die Zugbindung (Super Sparpreis oder Sparpreis) automatisch ohne besondere Bescheinigung aufgehoben – was erst mal kein Fahrgastrecht ist.

Die bekannten Fahrgastrechte greifen ab einer Zugverspätung von 60 Minuten und diese hat christoph11 richtig zitiert. Sollte man mit mindestens 60 Minuten Verspätung am Zielbahnhof angekommen sein, kann man von seinen Fahrgastrechten Gebrauch machen und eine Entschädigung beantragen. /ch

@NRW
Der Umstieg war laut DB App nicht zu schaffen.
Deseegen habe ich die RE nach Frankfurt genommen.

Zu dem wurde mir am Schalter in FFM seitens der Bahn gesagt, dass es so ok war und ich mich an die Vlexx nochmals wenden soll und den Strafschein anfechten.

Danke für die Zahlreichen Antworten

buenavista
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@Bundi995:
Was ich nicht vertstehe: warum man eine Fahrt via Frankfurt mit 3 Umstiegen bucht, wenn man per RE (NV) auch direkt dorthin kommt, wahrscheinlich sogar noch billiger, weil der ICE Mannheim-Frankfurt entfällt.

@NRW Ich weiß das ich auch mit der Vlexx Kontakt aufnehmen musste.
Allerdings wollte ich den Sachverhalt erstmal von der Bahn bestätigt haben.
Weil es um ein Ticket der DB ging...nicht der Vlexx

@Joeopitz

Ja weiß ich und habe ich getan. Für mich war der Thread eigentlich geschlossen / Gelöst.

@buenavista das Super Sparpreisticket wurde mir genauso vorgegeben wurde

Selbst wenn Ihnen die DB sagt das alles ok war, kann vlexx drauf bestehen das sie die 60 Euro bezahlen müssen. Oder meinen Sie wirklich vlexx macht das was die DB sagt? Ihr erster und einziger Ansprechpartner ist vlexx. Da kann Ihnen die DB oder das Forum hier nicht helfen.

@NRW Ob der Umstieg tatsächlich geklappt hätte, ist irrelevant.

Zu dem Zeitpunkt, als der etwas frühere Direkt-RE nach Frankfurt abfuhr, war der RE (ich gehe vom 29524 aus) mit +5 unterwegs. Tatsächlich ist der Zug mit +4 in St. Wendel abgefahren und auch mit +4 in Neunkirchen angekommen. Dass ein Anschluss dann wartet oder dass Verspätung abgebaut wird, ist für den Fahrgast nicht ersichtlich.