Frage beantwortet

Frage: ist es eine Grundvoraussetzung einen Stift dabei zu haben um mit der DB zu fahren????

Habe mir eine gültige Fahrkarte geholt aber hatte keinen Stift dabei, da wurde mir ein Vortrag gehalten wie bei einem Kleinkind. Und das man zum Bahn fahren immer ein Kugelschreiber mitführen muss.

Harrybert
Harrybert

Harrybert

Ebene
0
1 / 100
Punkt
Die Antwort wurde von DB Bahn bestätigt

Wenn Sie noch handschriftliche Eintragungen auf dem Ticket vornehmen müssen (zB. einen Namen eintragen) biete es sich an, ansonsten sind Sie bei einer Kontrolle Reisender ohne gültigen Fahrausweis.

Fanden Sie diese Antwort hilfreich?

Nein (0)

Ja (0)

0% der Personen fanden diese Antwort hilfreich

Weitere Antworten

Wenn Sie noch handschriftliche Eintragungen auf dem Ticket vornehmen müssen (zB. einen Namen eintragen) biete es sich an, ansonsten sind Sie bei einer Kontrolle Reisender ohne gültigen Fahrausweis.

Nein, es ist keine Grundvoraussetzung einen Stift dabei zu haben wenn man Bahn fährt.

Wenn Sie allerdings eine Fahrkarte benutzen auf der Eintragungen (z.B. Name) zu machen sind, dann ist die Fahrkarte nur mit der Eintragung gültig. Und so wie man einem Kleinkind erklärt „nimm einen Stift mit, dann kannst Du deinen Namen eintragen“ muß man es Ihnen wohl auch erklären.

Man kann sich auch einen Stift borgen, wenn man keinen hat. Findet man niemanden der einem einen Stift borgt kann man allerdings nicht mit dem Zug fahren, da man dann keine gültige Fahrkarte hat.

Hustensaft
Hustensaft

Hustensaft

Ebene
1
666 / 750
Punkte

Die Antwort hat durchaus irreführendes Potenzial:
Es ist keine Grundvoraussetzung, dass man einen Stift mit sich führen muss, um mit der DB zu fahren, im Gegenteil, bei den meisten Fahrkarten ist das auch gar nicht erforderlich. Auch bei Fahrscheinen, bei denen die Angabe von Namen erforderlich ist (z.B. bei Ländertickets), muss der Name meist schon beim Kauf (Internet und Automat) angegeben werden und ist damit aufgedruckt, beim Kauf am Schalter sollte auf die Erforderlichkeit der Namenseintragung hingewiesen werden und ein Stift verfügbar sein.
Aber:
Es gibt etliche Verbundtickets, bei denen ebenfalls ein Name eingetragen werden muss und die oftmals auch Gültigkeit in Verkehrsmitteln der DB haben. Hier ist es eher selten möglich, den Namen bereits beim Ticketerwerb anzugeben, so dass selbiger tatsächlich von Hand eingetragen werden muss. Und hier beginnt die Grauzone: Einerseits schreiben die Tarifbestimmungen regelmäßig vor, dass die Namen einzutragen sind, andererseits kann nicht zwingend erwartet werden, dass immer ein funktionsfähiger Kugelschreiber vorhanden ist; ob man damit Schwarzfahrer ist und ob zugemutet werden kann, Mitreisende nach einem Kuli zu befragen etc. pp. wäre ein wunderbares Themenfeld für Juristen.

„Einerseits schreiben die Tarifbestimmungen regelmäßig vor, dass die Namen einzutragen sind, andererseits kann nicht zwingend erwartet werden, dass immer ein funktionsfähiger Kugelschreiber vorhanden ist“

Wenn ich ein Ticket nutzen möchte, bei dem ein Name einzutragen ist, dann muß ich auch in der Lage sein einen Namen einzutragen. Wenn ich nicht in der Lage bin die Tariflichen Bedingungen einzuhalten, muß ich mich für ein anderes, gegebenenfalls deutlich teueres Ticket entscheiden. Das Benutzen eines Stifts ist für solche Tickets zwingend notwendig.

Wenn ich nicht erwarten kann, das ein Stift vorhanden ist, dann muß ich mich darum kümmern. Also besser einen Stift mitnehmen.

"[...] und ob zugemutet werden kann, Mitreisende nach einem Kuli zu befragen etc. pp. wäre ein wunderbares Themenfeld für Juristen."

Ich finde, das ist keine Frage für einen Juristen, zumindest die Frage nach der Zumutung, andere nach einem Kugelschreiber zu fragen. Das kann man einem Erwachsenen oder auch Jugendlichen durchaus zumuten.

@ Hustensaft
Nein. Bei Ländertickets ist am Automaten keine Namenseingabe möglich. Auch hier wird ein Stift benötigt. Zumindest in Bayern sind die Zugbegleiter da aber meist recht kulant und leihen den Fahrgästen ihren Kugelschreiber für die Namenseintragung.

Hustensaft
Hustensaft

Hustensaft

Ebene
1
666 / 750
Punkte

1. Bei der Vielzahl an Verbünden in Deutschland kann von einem Fahrgast nicht erwartet werden, dass er alle Tarifbestimmungen kennt - und schon gar nicht, ob da nun ein Name eingetragen werden muss oder nicht, zumal diese Notwendigkeit regelmäßig nicht erkennbar ist, bevor das Ticket gedruckt wurde.
2. Ob ich ein gelöstes Ticket so genau betrachte(n muss), ob hier nun ein Name einzutragen ist, wäre eine ganz andere Frage.
3. Es soll durchaus vorkommen, dass kein Stift vorhanden ist, der vorhandene Stift es nicht tut (gerade auf Thermopapier gar nicht mal selten der Fall), kein anderer Fahrgast vorhanden ist, den man fragen kann (oder will, auch das soll es geben) etc. pp. - davon wird man aber noch immer kein Schwarzfahrer.
4. Es ist Unsinn, dass man solche Tickets nicht lösen darf, wenn man keinen Kuli hat, da erstens nicht zwingend bekannt ist, dass dies überhaupt notwendig ist und zweitens jegliche Absicht einer Leistungserschleichung fehlt, denn das Ticket wurde ja gekauft.
5. Es gibt eine ganze Reihe an Tickets, bei denen ich am Automaten sehr wohl den Namen eingeben muss - und wo dem nicht so ist, sollte eher darüber nachgedacht werden, warum dem eigentlich so ist, d.h. die Möglichkeit ist zu schaffen; gerade im immer digitaleren Zeitalter ist keineswegs sicher, dass Leute noch Stifte bei sich haben.

„1. Bei der Vielzahl an Verbünden in Deutschland kann von einem Fahrgast nicht erwartet werden, dass er alle Tarifbestimmungen kennt - und schon gar nicht, ob da nun ein Name eingetragen werden muss“
-> Die Bedingungen für ein Ticket das man selber nutzt sollte man wenigstens in den Grundzügen kennen.

„2. Ob ich ein gelöstes Ticket so genau betrachte(n muss), ob hier nun ein Name einzutragen ist, wäre eine ganz andere Frage.“
-> Wenn ich ein Ticket nutzen will, sollte ich schon wissen ob etwas einzutragen oder zu unterschreiben ist. So genau sollte ich das Ticket schon angucken.

„3. Es soll durchaus vorkommen, dass kein Stift vorhanden ist, der vorhandene Stift es nicht tut (gerade auf Thermopapier gar nicht mal selten der Fall), kein anderer Fahrgast vorhanden ist, den man fragen kann (oder will, auch das soll es geben) etc. pp. - davon wird man aber noch immer kein Schwarzfahrer.“
-> Es gibt Beförderungs- und Tarifbestimmungen. Wenn ein Ticket nur mit Namenseintrag gültig ist, ist es kein gültiges Ticket wenn der Name nicht eingetragen ist. Als Fahrgast ist es meine Aufgabe die Tarifbestimmungen einzuhalten, also bin ich als Fahrgast auch dafür verantwortlich, dass der Name auf dem Ticket eingetragen wird. Alle gängigen Kugelschreiber funktionieren auf dem Spezialpapier mit dem Bahntickets gedruckt werden.

„4. Es ist Unsinn, dass man solche Tickets nicht lösen darf, wenn man keinen Kuli hat, da erstens nicht zwingend bekannt ist, dass dies überhaupt notwendig ist und zweitens jegliche Absicht einer Leistungserschleichung fehlt, denn das Ticket wurde ja gekauft.“
-> Man darf so ein Ticket lösen auch ohne Kuli. Nur die Fahrt darf man erst antreten, nachdem der Name eingetragen wurde. Die Absicht einer Leistungserschleichung darf ansonsten mit Sicherheit unterstellt werden, da es meist relationslose Tagestickets sind. Die Wahrscheinlichkeit dass nach der Fahrt das Ticket unberechtigterweise von weiteren Reisenden genutzt wird ist hoch. Genau aus diesem Grund muss zwingend der Name eingetragen werden.

„5. Es gibt eine ganze Reihe an Tickets, bei denen ich am Automaten sehr wohl den Namen eingeben muss - und wo dem nicht so ist, sollte eher darüber nachgedacht werden, warum dem eigentlich so ist, d.h. die Möglichkeit ist zu schaffen; gerade im immer digitaleren Zeitalter ist keineswegs sicher, dass Leute noch Stifte bei sich haben.“
-> Das man sich vieles anders wünscht als es ist mag sein. Deshalb kann man sich aber nicht einfach in eine Wunschwelt hineinträumen und die real existierende Welt ignorieren.

Fakt bleibt, es gibt Fahrkarten da muß etwas (z.B. ein Name) eingetragen werden, sonst ist das Ticket schlichtweg nicht gültig. Man kann hin- und herreden, es ändert nichts an den Tatsachen.

Die Mitnahme eines Stiftes vereinfacht das ganze erheblich und geht schneller als sich das hierzu geschriebene durchzulesen.