Frage beantwortet

ERV Versicherung sinnlos?

Ich habe eine Bahnfahrt mit der angebotenen Reiserücktrittversicherung der ERV abgeschlossen. Da mein Reha-Termin von der BFA verschoben wurde, musste ich das Ticket stornieren. Die ERV lehnt den Versicherungsschutz ab, da sie ihren Leistungsumfang anders interpretiert. Nach meiner Interpretation wird das Ticket nur dann nicht erstattet, wenn man die Reise nicht antreten will. Meine Frage: wie komme ich trotzdem zu meinem Geld?

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Leo
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Ich in juristischer Laie – und kann mir darum nur ein Bild durch laienhafte Recherche machen.

@Sparflieger

„@Leo
Sie erzählen hier ziemlichen Quatsch.“
Diese rüde Rumpolterei ist wenig zielführend! Ich habe keinen Qatsch erzählt, ich habe nur Aussagen von anderen zitiert. Es mag ja durchaus sein, dass die Aussage des Zitats im Einzelfall aus Sicht eines Fachmanns tatsächlich Quatsch ist – aber dann wäre ein fundiertes Zitat der korrekten Aussage hilfreicher!

Und wenn Sie sich anscheinend/scheinbar so gut auskennen: Laut den von Signal verlinkten Bedingungen zahlt die Versicherung nicht „wenn sich Ihre Reisepläne geändert haben.“ Dann geben Sie dem Fragesteller doch mal fundierten Rat, ob er angesichts dessen überhaupt eine Chance hat, wenn seine Reisepläne durch die BfA geändert wurden!

Meine Aussage im Allgemeinen:
Nach Lektüre einiger Urteile gewinne ich den Eindruck, das Versicherungen auch in vielen Fällen die Zahlung verweigern, in denen der unbedarfte Laie sie eigentlich eindeutig erwartet. Und oft bekommen sie vor Gericht dann auch noch Recht! Ich verlasse mich bei Reisen daher prinzipiell nicht auf eine Reiserücktrittsversicherung, sondern vermeide Pauschalreisen und nicht stornierbare Buchungen möglichst. (Und wenn wie im Fall von Flugzeugen und vermehrt auch Zügen nicht stornierbare Buchungen zu teuer oder angesichts eingeschränkter Stornierungs-Code-Verwendbarkeit kaum nochmals stornierbar umbuchbar sind, vermeide ich das entsprechende Hotel/Verkehrsmittel möglichst.)

Mit meiner viele Jahre bestehenden Reisegepäckversicherung hatte ich vor Jahren Ärger und sie danach gekündigt; mittlerweile sind die seitdem eingesparten Prämien wesentlich höher, als der Schaden, wenn man mir das für den Urlaub voll gepackte Auto komplett ausrauben würde.

Ich persönlich halte es daher für sinnvoller, sich das Geld für Bagatellversicherungen zu sparen.

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Bertosch
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Die Versicherung ist nicht sinnlos, sondern man sollte sich bei Abschluss eben dieser über die Bedingungen im Klaren sein.

Und Ihre Interpretation ist falsch, es ist klar geregelt was versichert ist und was nicht.

Leo
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Viele Bagatell-Versicherungen wie diese hier sind sinnlos, da eben sehr viele Fälle entgegen der Erwartung NICHT versichert sind.

1. Schlafen im Nachtzug und nicht die ganze Nacht sein Gepäck bewachen => Reisegepäckversicherung zahlt nicht

2. Verschlimmerung eines alten Leidens (ggf. eines nahen Angehörigen) => Reiserücktrittversicherung zahlt nicht

Und insbesondere zu nicht stornierbaren Supersparpreisen:

https://www.reiseruecktrittsversicherung-tipps.com/welche...

"Wenn die Reise gar nicht erst stornierbar ist, zahlt die Versicherung ebenfalls nicht. Reiserücktrittsversicherungen übernehmen immer nur die Stornokosten einer Reise. Falls eine Stornierungsoption also gar nicht erst vorgesehen ist, ist der Abschluss einer Versicherung überflüssig, da sie eh nicht eintreten würde."

Aber die Versicherung kassiert natürlich trotzdem gern die Prämie und die DB die Provision für die Vermittlung...
...

https://www.zeit.de/online/2006/43/voellig-unnoetige-vers...

buenavista
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@Leo:

Nach Information der DB sind auch Supersparpreise versicherungsfähig:

Konditionen:
Versicherbare Fahrkarten: Sparpreis-Tickets, Super Sparpreis-Tickets, DB-Sparpreis Europa-Tickets, sonstige Aktionsangebote des DB-Fernverkehrs, regionale Angebotstickets des DB-Nahverkehrs (z.B. Länder-Tickets, Schönes Wochenende-Tickets, Quer-durchs-Land-Tickets)

Leo
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"Nach Information der DB sind auch Supersparpreise versicherungsfähig:"

Theoretisch vielleicht, praktisch viel Spass beim Papierkrieg:

https://community.bahn.de/questions/1820616-bekomme-no-sh...

https://community.bahn.de/questions/1613431-stornokostenr...

Wichtig auch folgendes:

https://www.reiseruecktrittsversicherung-tipps.com/welche...

"Chronische Krankheiten sind nicht mit versichert

So gilt zum Beispiel für chronische Krankheiten, dass sie nicht mit versichert werden. Wurde eine Krankheit also schon mal beim Versicherten diagnostiziert oder müssen täglich Medikamente gegen eine bestimmte Krankheit eingenommen werden, wird eine nicht angetretene Reise aufgrund dieser Krankheit nicht von der Versicherung gedeckt. Anders verhält es sich, wenn ein neuer Aspekt der Krankheit hinzukommt oder unerwartete Komplikationen auftreten, die einen Reiseantritt verhindern. Dann zahlt die Versicherung die Stornokosten, wenn diese Komplikationen mit einem ärztlichen Attest nachgewiesen werden können." ... wenn es dem Versicherungsnehmer in endloser Korrespondenz gelingt, die Versicherung oder später das Gericht von der Unerwartetheit zu überzeugen:

https://www.reiseversicherung-vergleich.info/urteile-reis...

Wenn ich da lese, weshalb die Versicherung die Zahlung verweigerte, kann ich kaum glauben, dass sie wegen einer simplen Terminverschiebung durch einen Dritten zahlen wird..

Ich buche daher nur möglichst kurzfristig stornierbare Hotels, Mietwagen und keine Pauschalreisen - und Flüge nur, wenn es sich nicht vermeiden läßt wie nach Japan oder Kanada (aber auch da riskiere ich so alle 2 Jahre den Verlust von gut 600€ und schließe keine Versicherung ab, um mich ggf. nicht über die Unerwartetheit oder Rechtzeitigkeit der Stornierung streitenzu müssen).

Bis vor einiger Zeit konnte man Fahrkarten bei der DB ja noch problemlos gegen 19€ Gebühr für Hin- und Rückfahrt stornieren - da gab es den ganzen Ärger nicht..

(Auch ein kleiner Neben-Aspekt, der mich vermehrt ins Auto treibt...)

P.S. Ich würde mich bzgl. Fahrkarte mal bei der BfA erkundigen:

https://www.ihre-vorsorge.de/expertenforum/forum/detail/a...

https://community.bahn.de/questions/1421431-reha-ticket

Sparflieger
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@Leo

Sie erzählen hier ziemlichen Quatsch.

Wenn eine Fahrkarte nicht erstattbar ist laut Bedingungen gelten die Kosten der Fahrkarte als Stornogebühren, immer schon so gewesen.

Die Versicherung wird niemandem aufgezwungen, wer Online Käufe tätigt, muss sich vor Abschluss des Vertrages , darum kümmern, was enthalten lst und was nicht.

Leo
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Ich in juristischer Laie – und kann mir darum nur ein Bild durch laienhafte Recherche machen.

@Sparflieger

„@Leo
Sie erzählen hier ziemlichen Quatsch.“
Diese rüde Rumpolterei ist wenig zielführend! Ich habe keinen Qatsch erzählt, ich habe nur Aussagen von anderen zitiert. Es mag ja durchaus sein, dass die Aussage des Zitats im Einzelfall aus Sicht eines Fachmanns tatsächlich Quatsch ist – aber dann wäre ein fundiertes Zitat der korrekten Aussage hilfreicher!

Und wenn Sie sich anscheinend/scheinbar so gut auskennen: Laut den von Signal verlinkten Bedingungen zahlt die Versicherung nicht „wenn sich Ihre Reisepläne geändert haben.“ Dann geben Sie dem Fragesteller doch mal fundierten Rat, ob er angesichts dessen überhaupt eine Chance hat, wenn seine Reisepläne durch die BfA geändert wurden!

Meine Aussage im Allgemeinen:
Nach Lektüre einiger Urteile gewinne ich den Eindruck, das Versicherungen auch in vielen Fällen die Zahlung verweigern, in denen der unbedarfte Laie sie eigentlich eindeutig erwartet. Und oft bekommen sie vor Gericht dann auch noch Recht! Ich verlasse mich bei Reisen daher prinzipiell nicht auf eine Reiserücktrittsversicherung, sondern vermeide Pauschalreisen und nicht stornierbare Buchungen möglichst. (Und wenn wie im Fall von Flugzeugen und vermehrt auch Zügen nicht stornierbare Buchungen zu teuer oder angesichts eingeschränkter Stornierungs-Code-Verwendbarkeit kaum nochmals stornierbar umbuchbar sind, vermeide ich das entsprechende Hotel/Verkehrsmittel möglichst.)

Mit meiner viele Jahre bestehenden Reisegepäckversicherung hatte ich vor Jahren Ärger und sie danach gekündigt; mittlerweile sind die seitdem eingesparten Prämien wesentlich höher, als der Schaden, wenn man mir das für den Urlaub voll gepackte Auto komplett ausrauben würde.

Ich persönlich halte es daher für sinnvoller, sich das Geld für Bagatellversicherungen zu sparen.

Sparflieger
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@Leo

Es geht hier um Ihre Aussage:

""Wenn die Reise gar nicht erst stornierbar ist, zahlt die Versicherung ebenfalls nicht. Reiserücktrittsversicherungen übernehmen immer nur die Stornokosten einer Reise. Falls eine Stornierungsoption also gar nicht erst vorgesehen ist, ist der Abschluss einer Versicherung überflüssig, da sie eh nicht eintreten würde."

Aber die Versicherung kassiert natürlich trotzdem gern die Prämie und die DB die Provision für die Vermittlung..."

Ich bin im Reisegeschäft tätig, kann es also beurteilen, diese Aussage stimmt definitiv nicht.

Wenn der Versicherungsfall eintritt und die Versicherung tritt voll oder anteilig für die entstandenen Stornogebühren ein. Wenn eine Fahrkarte / Flugticklet nicht erstattbar ist laut Bedingungen gelten die Kosten der Fahrkarte / Flugticket als Stornogebühren.

Ich werde hier dem/der FragestellerIn hier keinen Rat geben wollen und können. Ich kenne nicht die Details.

Ich kann nur raten, sich fachkundiug beraten zu lassen, ob dies unbedingt die BFA sein muss, sei dahin gestellt.

Ich möchte nich hier aber nicht daran beteiligen, von Versicherungen abzuraten oder nicht.

Volker
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Kann Leo nur zustimmen.

Hatte mich im vergangenen Jahr interessehalber bei meiner Versicherung über den SuperSparpreis informiert und bekam die eindeutige Aussage :
„Da über die Reiserücktritts-Versicherung die vertraglich geschuldeten Stornokosten versichert sind, ist die Voraussetzung für die Erstattung eine Rechnung über diese Stornokosten. Sollten keine Stornokosten anfallen, könnte keine Erstattung von unserer Seite erfolgen.“