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Aufhebung der Zugbindung bei langen Nahverkehrszubringerstrecken?

Nun, angenommen ich buche eine Reise von Köln nach München. Dabei entscheide ich mich, da ich Zeit habe, dafür, bis Würzburg Regionalzüge zu nutzen, und dann dort in einen ICE mit Zugbindung umzusteigen. Wenn ich nun eine einzige Fahrkarte für die gesamte Verbindung habe, was passiert dann, wenn sich ein Regionalzug verspäten sollte und dadurch ein Anschluss verpasst wird? Wenn sich die aufgedruckte Ankunftszeit am Zielbahnhof dann vernünftigerweise angenommen um über 20 Minuten verspätet, dürfen dann höherwertige Züge genutzt werden, um die ursprüngliche Verbindung wieder "einzuholen" ?

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Yep das geht, sofern ein Teil Fernverkehr im Ticket enthalten ist. Reisekette ist Reisekette und die Fahrgastrechte zählen nunmal für jede gebuchte Verbindung. Allerdings ist es in Deutschland so, dass eher Fernverkehrszüge unpünktlich sind als Regionalzüge. Und ob das Ticket dann billiger ist als ein reines FV-Ticket muss auch nicht sein.

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Yep das geht, sofern ein Teil Fernverkehr im Ticket enthalten ist. Reisekette ist Reisekette und die Fahrgastrechte zählen nunmal für jede gebuchte Verbindung. Allerdings ist es in Deutschland so, dass eher Fernverkehrszüge unpünktlich sind als Regionalzüge. Und ob das Ticket dann billiger ist als ein reines FV-Ticket muss auch nicht sein.

Leo
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Das klappt sogar dann, falls erst in München Hbf in den Fernzug nach München-Ost umgestiegen wird.

So wird die Fahrt zwar auch kurzfristig billig, aber dauert ewig lang. Da ist dann sogar der lahme Flixbus meist noch attraktiver..

Oft gibt es plötzlich billige Sparpreise, wenn man erst nach 19h in einen ICE einsteigt; insbesondere freitags oder sonntags lohnt es sich dann, bis dahin im Nahverkehr zu zockeln, anstatt später abzufahren und erst mitten in der Nacht anzukommen. Sobald ein Anschluss verpasst wurde, ist die Zugbindung aufgehoben und man darf in den nächsten ICE einsteigen und so noch deutlich früher ankommen als gebucht.

Würde das also folglich heißen, dass wenn ich meinen ersten Anschluss durch die DB verpasse, die Zugbindung komplett nichtig wird?

Folgendes Szenario:
Die Zugbindung wird aufgehoben, weil mein erster Regio Verspätung hatte. Somit steige ich in den ICE nach Frankfurt, um meine geplante Verbindung wieder zu erreichen. Ich hätte nun angenommen, dass ich meine geplante Verbindung nun fortfahren muss, anstatt einfach mit dem Ice nach München weiterzufahren, denn dafür habe ich doch nicht gezahlt. (und es wäre unfair gegenüber anderen Reisenden)

Oder ist das nur auf eine NV Reise zu einer "Fernverkehrsverbindung" bezogen?

Leo
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Bei der DB kommt es auf die Paragrafen an- und nicht etwa auf Fairness oder Unfairness!

Meist arbeitet dieses Prinzip gegen den Kunden - hier aber mal für ihn:

Wenn die Zugbindung einmal aufgehoben ist, darf man jeden nicht reservierungspflichtigen Zug nutzen auf jedem (sinnvollen) Weg, um möglichst schnell ans Ziel zu kommen:

Start ist Köln. Der erste Umstieg wäre dann in Koblenz. Wenn dort der Anschlusszug verpasst wird, darf man mit dem nächsten IC oder ICE nach Frankfurt-(Flughafen) oder Mannheim fahren und dort in den nächsten ICE nach München einsteigen.