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Warum erkennt die Bahn eine irrtümliche Buchung nach §119 BGB für SuperSparTicket nicht an?

Im DB Navigator Datum und Reiseziele ausgesucht....Reise ist in 4,5 Monaten. Preise zwischen 29,90-67,90€. Habe natürlich 29,90€ angeklickt. Einen Tag nach Buchung stelle ich fest, daß der Reisetag falsch ist....der wurde vom System geändert, als ich auf 29,90 € geklickt habe.

Sofort Hotline angerufen und Fall geschildert. Habe klar auf §119 BGB hingewiesen. Das meine Buchung ein Irrtum war und ich die so nicht buchen wollte. Antwort: da können wir nichts machen! Ich solle das eigentliche Ticket buchen, dann würde man sehen.

Habe das richtige Ticket (67,90€) jetzt gebucht, denn das brauche ich ja.

Habe mich schriftlich an die Kundenbeschwerdestelle gewandt. Den Fall geschildert und wieder auf §119 BGB hingewiesen. Antwort: da können wir nichts machen!

Muss es immer ein Rechtsanwalt sein? Will die Bahn das? Der Fall ist doch offensichtlich...

JoKre
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Joeopitz
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„Einen Tag nach Buchung stelle ich fest, daß der Reisetag falsch ist....der wurde vom System geändert, als ich auf 29,90 € geklickt habe.“
-> Die Preise werden immer für eine bestimmte Verbindung angezeigt. Nach Anklicken eines Preises ändert das System bei Supersparpreistickets nicht das Datum.

Zwischen der Auswahl des Tickets und der Buchung wird sowohl die zu buchende Verbindung angezeigt und auf die nicht Stornierbarkeit des Tickets hingewiesen. Das muß man vor der Buchung nochmal bestätigen.

Der geschilderte Fall ist wohl eher mangelnder Sorgfalt bei der Buchung zuzuordnen. Da eine Anfechtung nach §119 BGB eine der wichtigsten rechtsvernichtenden Einwendungen ist, sind die Kriterien für die Anwendung recht eng, sonst könnte in der Praxis ja fast jeder geschlossene Vertrag mit dem Einwand des Irrtums nichtig werden. Das ist Gott sei Dank bei weiten nicht so. §119 kommt hier sicher nicht zum tragen.

„Muss es immer ein Rechtsanwalt sein? Will die Bahn das? Der Fall ist doch offensichtlich...“
Ob es ein Rechtsanwalt sein muß, weiß ich nicht. Aber es kann durchaus sein, das der Anwalt Ihnen davon abrät es mit §119 zu versuchen.
Ob die Bahn das will? Die hat ziemlich eindeutige Regeln für den Supersparpreis aufgestellt und will, dass man sich daran hält.
Der Fall ist doch.... was auch immer mit den Punkten gesagt werden sollte, aber der Fall ist doch eher zu Ihren Ungunsten.

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Für mich ist der Fall auch offensichtlich: Sie haben sich selbst im Datum vertan.
Sie hatten Gelegenheit, die Reisedaten einschließlich des Datums vor Abschluss der Buchung nochmals zu kontrollieren - was sich bei nicht stornierbaren Tickets unbedingt empfiehlt. Auch direkt nach der Buchung hätten Sie das Ticket noch kontrollieren können und so zeitnah dann auch eine reelle Chance auf eine Kulanzstornierung gehabt.
Dass Sie in diesem Punkt Ihrer Sorgfaltspflicht nicht nachgekommen sind, ist nicht das Verschulden der Bahn.

kabo
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Zum einen:
Das Problem ist, dass mit §119 BGB auch der §122 BGB verknüpft ist.

Zum anderen:
Hier schätzt ein Anwalt bei einem identischen Fall bezüglich einer Flugbuchung (Kunde hat versehentlich falsches Datum gebucht, es aber erst am nächsten Tag bemerkt und will nach §119 BGB anfechten) die Erfolgsaussichten recht zurückhaltend ein. (https://www.frag-einen-anwalt.de/Irrtumsanfechtung-bei-On...)

JoKre
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Vielen Dank erstmal für die Antworten.

Es bleibt aber dabei, daß mir ein Irrtum unterlaufen ist. Ich habe ja auch schon mitlerweile das richtige Ticket gebucht....das sogar teurer ist. Dies alles ist dem Beschwerdemanagent durch mich bekannt.

Ich will ja lediglich mein Geld für den irrtümlich gebuchten Betrag zurück.

Wenn die Bahn stur bleibt werde ich es gerichtlich überprüfen lassen.

JoKre
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Noch ein Nachtrag von mir:

Habe den Navigator gerade noch einmal geöffnet...und was soll ich sagen, da steht voreingestellt das richtige Datum.

Geht man auf "SUCHEN" kommt die Reise zum Preis von 67,90.....weiter unten.....da steht sie die 29,90€.....und siehe da, ein anderes Datum voreingestellt von der Bahn. Natürlich steht weiter links irgendwo das falsche Datum, das habe ich aber übersehen....IRRTUM eben. Das ist auch von der Bahn nicht clever gemacht....eine Warnung "Achtung: sie haben ein anderes Datum gewählt" oder so hätte das Problem lösen können.

Und ja, es ist ein Fehler von mir.....ein IRRTUM.

Habe Bildschirmfotos gemacht....falls es vor Gericht geht.

kabo
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Sehe ich das richtig, dass Sie so weit nach unten gescrollt haben, dass schon Verbindungen für den nächsten Tag angezeigt wurden? (Das 29,90€-Ticket ist also für einen Tag später als das 67,90€-Ticket?)

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"Es bleibt aber dabei, daß mir ein Irrtum unterlaufen ist."
Ja. Und das ist wirklich ganz allein Ihr Problem.

"Wenn die Bahn stur bleibt werde ich es gerichtlich überprüfen lassen."
Bei einem Fall von dieser Tragweite (29,90 Euro) sollte unbedingt der Bundesgerichtshof eingeschaltet werden.

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Ich will sie ja nicht davor abhalten, vor Gericht zu ziehen, Geld für Anwalt und ein Verfahren auszugeben, welches sie sicher verlieren werden, und damit vermutlich 100 mal mehr Geld verpulvern, als sie durch den selbstverschuldeten Fehlkauf schon verloren haben... aber eventuell denken sie ja nochmals darüber nach: Sie suchen eine Verbindung, bekommen eine zeitlich sortierte Liste geliefert, scrollen soweit vor, dass sie bis zu den Verbindungen des nächsten Tags kommen. Wählen eine Verbindung aus, ignorieren das angezeigte Datum und vermutlich auch die Uhrzeit. Ignorieren bei der Buchung ebenfalls alle Kontrollmöglichkeiten, bestätigen alles und jedes, ohne durchzulesen, was sie da alles bestätigen, und wollen dann dass die Bahn ihre vielen Fehler auslöffelt?

Sicher gibt es Irrtümer, aber das was sie da veranstaltet haben, geht über einen Irrtum weit hinaus. Kein Gericht der Welt kann Sie hier von eigener Schuld freisprechen.

JoKre
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...noch einmal für alle.

Ich habe nachweislich das richtige Datum eingegeben. In der Liste steht unmittelbar unter meiner richtigen Reise zum Preis von 67,90 die falsche Reise zum Preis von 29,90€. Und ja ich habe daraufhin die Reise zum Preis von 29,90€ angeklickt. Es gab keinen Hinweis darauf, daß ich jetzt das Datum gewechselt habe, welches ja von der Bahn vorgenommen wurde...nicht von mir. Ansonsten stimmt alles überein....Uhrzeit, usw.

Und ja....ich hätte dann alles kontrollieren sollen....daher ist mir ja der IRRTUM passiert....sonst wäre es ja kein IRRTUM (bitte nicht immer sagen...ist logisch).

Der Fehler ist mir einen Tag später aufgefallen. Gleich Bahn angerufen...ich soll das richtige Ticket buchen und dann kann man über das alte sprechen. Schriftlich wurde alles abgelehnt.

Wie dem auch sei, es handelt sich rechtlich gesehen um einen IRRTUM. PUNKT.

Aussserdem ist es von der Bahn ziemlich dumm Kunden, die sogar für das richtige Ticket mehr als den doppelten Preis zahlen, nicht sofort den IRRTUM zu erstatten. Einfach wäre es auch, generell Supersparpreise bei offensichtlichem IRRTUM als Gutschein gutzuschreiben. Dann wäre der ganze hickhack vorbei und der Kunde könnte seinen IRRTUM einfach korrigieren.

Die Bahn hat ja keinen Schaden dadurch.

Joeopitz
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„Einfach wäre es auch, generell Supersparpreise bei offensichtlichem IRRTUM als Gutschein gutzuschreiben.“
-> Supersparpreistickets sind im Gegensatz zu Sparpreistickets nicht stornierbar. Da kann nichts umgetauscht oder gutgeschrieben werden. Auch damit haben Sie sich vor dem Kauf der Fahrkarte ausdrücklich einverstanden erklärt.

Hier haben Sie einfach durch mangelnde Sorgfalt einen Fehler gemacht. Für Ihre Fehler sind in erster Linie Sie verantwortlich. Sicher ist es ärgerlich eine falsche Fahrkarte gekauft zu haben. Aber wenn man alle Hinweise und Warnungen ignoriert um irgendwas zu buchen, dann bekommt man irgendeine Fahrkarte.

Spätestens wenn ich ein Ticket zu 67,90 und eins zu 29,90 sehe frage ich mich, was ist der Unterschied zwischen beiden Tickets? Das das günstigere Ticket für den darauffolgenden Tag ist ließe sich problemlos feststellen.

Da Sie mit der Onlinebuchung eines Tickets offenbar überfordert sind, würde ich Ihnen raten bei der nächsten Buchung Hilfe in Anspruch zu nehmen. Besuchen Sie zum Ticketkauf ein Reisezentrum. Dort finden Sie geschultes Personal, dass Ihnen gerne dabei behilflich ist eine Fahrkarte für den richtigen Reisetag zu buchen. Außerdem ist es vielleicht angebracht ein stornierbares Ticket zu kaufen, da ist es nicht so schlimm wenn man wieder etwas falsch gemacht hat.

kabo
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"Die Bahn hat ja keinen Schaden dadurch."
-> Das kann man so nicht sagen. Durch das Kontingent-Preissystem haben Sie durch den Kauf des 29,90€ einem anderen Kunden ein billiges Ticket weggeschnappt. D.h. ein anderer Kunde musste mehr bezahlen als nötig (das wäre ein Schaden für den anderen Kunden und sogar ein Gewinn für die Bahn) oder ein anderer Kunde ist zum Fernbus gewechselt, weil er durch Ihren Irrtum kein 29,90€-Ticket mehr kaufen konnte (das wäre ein Verlust für die Bahn, den Sie erstatten müssten).

Wie dem auch sei. Wenn Sie das gerichtlich klären wollen, tun Sie es. Ich bin sehr gespannt auf das Ergebnis, denn aussichtslos ist es nicht.

Wenn Sie gewinnen, bekommen Sie 29,90€ zurück.
Wenn Sie verlieren zahlen Sie ca. 260€ Gerichtskosten und Anwaltskosten der DB.
Rein mathematisch müssten Sie also ca. 90% Siegeswahrscheinlichkeit haben, damit ein Prozess wirtschaftlich sinnvoll ist. Und so gut schätze ich Ihre Chancen auch nicht.

Sie müssen bedenken: Der Gesetzgeber hat die sogenannte "Button-Lösung" erdacht, wonach Anbieter verpflichtet sind, alle wichtigen Eigenschaften des Kaufs nochmal zusammenfassend zu präsentieren und zwar neben dem eindeutigen "jetzt kaufen"-Button. Das hat der Gesetzgeber gemacht, weil gerade viele Kunden bei Onlinekäufen in die Irrtums-Falle getappt sind. D.h. im Umkehrschluss geht der Gesetzgeber davon aus, dass Kunden ausreichend vor einem Irrtum geschützt sind, wenn der Anbieter die Button-Regelung (= 312j BGB) einhält. Über diese Hürde müssen Sie springen. Eine Irrtumsanfechtung ist zwar gesetzlich vorgesehen - der Grundsatz, dass geschlossene Verträge eingehalten werden müssen, hat im deutschen Rechtssystem aber einen ziemlich hohen Stellenwert. Die Tatsache, dass es den §119 BGB gibt, befreit den Kunden ja nicht von der Verpflichtungen, vor einem Kauf sogfältig duchzulesen, was er kauft.

Wie gesagt: Es ist nicht aussichtslos, aber es ist auch nicht so aussichtreich, dass sich ein Prozess wirtschaftlich lohnt. (Außer man hat eine RSV ohne SB.)

Joeopitz
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„Außer man hat eine RSV ohne SB.“
-> Die Rechtsschutzversicherung dürfte in diesem Fall nicht einspringen. Das ist Vertragsrecht und das ist bei einer Rechtsschutzversicherung nicht mitversichert. (Ausnahme Versicherungsvertragsrecht bei einigen Anbietern).

031010
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031010

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Vorsicht mit Pauschalbehauptungen: Ich kenne allein zwei RV, die Sachen- und Vertragsrechtschutz (zu akzeptablen Preisen) anbieten und bin selbst auch entsprechend versichert.

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Ich halte es für ziemlich ausgeschlossen, dass der hier geschilderte "IRRTUM" von irgendeiner Versicherung abgedeckt ist.

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### Finale ####

Erstmal vielen Dank für sinnvolle Beiträge. Leider gab es auch viele sinnlose. Mir zu erklären ich hätte ja einen Fehler gemacht, wo die Eingangsproblematik ja davon handelt, dass es ein IRRTUM von mir war.

Aber ja.....das scheint das Problem von Deutschland dieser Tage zu sein.

Scheinbar lesen viele auch nicht meine Darstellungen. Ich habe geschrieben, daß ich das richtige Ticket nach dem Gespräch mit der Hotline ebenfalls gebucht habe. Damit ist ausgeschlossen, daß ich hier einfach Geld wiederhaben möchte oder mir Stornokosten ersparen möchte, die es ja bei SuperSparPreisen nicht gibt. Das alles wusste ich. Trotzdem handelt es sich - WIE AUCH IMMER - um einen IRRTUM meinerseits nach §119 BGB.

Und natürlich ist der Bahn dadurch auch kein Schaden entstanden....hier gibt es tatsächlich Leute die nicht begreifen, daß nur ein möglicher direkter Schaden (Schaden =Kosten) der DB enstanden wären, was ja nicht der Fall ist. Ein Beispiel wäre gewesen, man bestellt etwas beim Onlinehandel, stellt dann fest es war ein IRRTUM, es sind aber schon Transportkosten enstanden. Dann müsste der Onlinehändler die Ware zurücknehmen, abzüglich des Schaden...hier bereits entstandene Transportkosten (hin- u. her)..die müsste ich dann selbstverständlich übernehmen.

Sehr gerne kann die Bahn mein Ticket wieder an jemand anderen verkaufen.

Fazit: ich bin mir zu fast 100% sicher, daß ich vor Gericht gewonnen hätte....denn mein Fall ist der Klassiker unter den §119 BGB IRRTUM. Bei Annahme des IRRTUM, der m.E. hier klar vorliegt, ist kein Vertrag mit der DB zustande gekommen. Daher reden wir hier nicht über Storno oder ähnliches, denn das ist ja ausgeschlossen, was auch von mir akzeptiert worden wäre.

Die Bahn kann auch per AGB Gesetze nicht ausschliessen. Also die Bahn könnte auch nicht das tragen von Waffen allen Passagieren in ihren AGB erlauben....es bliebe ungesetzlich.

Lange rede kurzer sinn: Die Bahn hat eingelenkt (denn sie schätzt die Situation wohl so wie ich ein), und hat mir einen 30,00 € Gutschein gegeben. Gutschein deswegen, weil offiziell natürlich alles aus Kulanzgründen erfolgt.

Geht doch! Warum nicht gleich so? Mehr wollte ich ja gar nicht :-)

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"Scheinbar lesen viele auch nicht meine Darstellungen."

Doch. Aber Sie sind scheinbar nicht in der Lage zu verstehen, dass Sie den finanziellen Schaden, der Ihnen durch Ihren IRRTUM enstanden ist, selbst tragen müssen.

Mit dem Gutschein wollte sich die Bahn vermutlich vor weiteren Ergüssen Ihrerseits schützen.

Was meinen Sie, wie viele Kunden sich täglich im Datum vertun (IRRTUM!) oder (IRRTÜMLICH) für sich selbst buchen, obwohl ein Anderer reist.
Leider haben die allesamt Pech gehabt, wenn dies bei der Buchung eines unstornierbaren SuperSparpreis-Tickets erfolgte. Dabei ist es auch völlig unerheblich, ob der DB ein Schaden entsteht oder nicht; oder ob dann ein anderes Ticket erworben wurde.

Aber Sie sind ja so beseelt von Ihrer kruden Interpretation und Rechthaberei, dass ich mir wirklich gewünscht hätte, dass Sie diese lächerliche Klage anstreben...

@DB
Dass Sie in so einem Fall Kulanz walten lassen, finde ich ausgesprochen ungerecht gegenüber anderen Kunden in ähnlich gelagerten Fällen.

JoKre
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Liebe "Benutzerin"....wenn man keine Ahnung hat und unsozial eingestellt ist, dann sollte man einfach mal still sein.

Mir ist eindeutig ein IRRTUM passiert. Den IRRTUM habe ich der DB gemeldet und zwar sehr schnell. Nach Recht und Gesetz steht mir bei einem IRRTUM nach §119 BGB zu den Kauf rückabzuwickeln, da meine Willenserklärung IRRTÜMLICH abgegeben wurde und daher kein Vertrag zustandegekommen ist.

Etwaiger Schaden (hier sind Kosten gemeint) bei der DB müsste mir natürlich zugerechnet werden. Aber die DB hat nicht durch meinen Kauf einen Zug neu gekauft noch 20 Leute wegen meinem Auftrag eingestellt oder sonst etwas.

Ich habe auch mehr als den doppelten Preis für das richtige Ticket bezahlt.

Desweiteren ist nachweisbar, daß der IRRTUM zwar bei mir lag, jedoch die DB nicht ganz unschuldig ist. Wieso plaziert die auch genau unter dem richtigen Ticket das falsche Ticket ?????? Alle anderen Angaben waren gleich...nur das kleingeschriebene Datum nicht.

Fazit: es ist ein eindeutiger IRRTUM der mich zur Rückabwicklung des Vertrages berechtigt. Der DB ist kein Schaden entstanden. Ich habe das richtige Ticket zu einem weit höheren Preis gekauft.

Es ist keine Rückabwicklung, aber eine Gutschrift. Das ist so in Ordnung.

Wenn hunderte Kunden der DB täglich einen IRRTUM begehen, dann ist das so. Sie können auch nicht als Polizistin sagen.....tut mir leid...heute sind schon drei Vergewaltigungen angezeigt....das Kontingent ist voll.

Was ist denn das für ein rechtsverständnis???

Für die Bahn ist das eine Top Lösung, hat sie doch jetzt knapp 100 € Umsatz generiert und kann mein falsches Ticket wieder für 29,90 € verkaufen....anstatt nur 67,90 € bei direkt korrekter Buchung. Also quasi doppelter Umsatz. Keinem wird weh getan.

Ich wünsche anderen Kunden auch, daß sie wie bei mir gleich ohne viel tam-tam eine Gutschrift bekommen.

Der "Benutzerin" wünsche ich weiterhin ein perfektes Leben in ihrer perfekten Welt. Sie scheinen nie einen Fehler zu machen und sind dagegen, daß ihre Mitmenschen das Recht bekommen, daß ihnen zusteht.

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