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Frage beantwortet

Länderticket als Online Ticket weitergeben?

Hallo, ich hätte eine Frage zu einem Länderticket (insbesondere zum Bayernticket). Demnach würde ich diesen Freitag gerne ein Länderticket für 2 Personen (eine Mitreisende und mich) als Online-Ticket lösen. Die Namen der Reisenden sind ja auf dem Online-Ticket vermerkt, einen Ausdruck des gelösten Online Tickets wollte ich zum Zweck der Kontrolle mit auf Reisen nehmen. Nun hatte ich vor, einige Stationen vor dem Ziel meiner Mitreisenden auszusteigen. Den Ausdruck des Online Tickets wollte an meine Mitreisende weitergeben. Kann das zu Problemen bei einer Kontrolle führen, da sie nicht der Käufer des Online Tickets ist? Oder ist das wie bei einem Länderticket zu sehen, welches an einem Automaten gelöst wird und die Weitergabe stellt folglich kein Problem dar?

Vorab vielen Dank für die Hilfe!

benedikt145
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benedikt145

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Die Antwort wurde von DB Bahn bestätigt

Bei einem Online-Ticket muss die Person, auf deren Name das Ticket gebucht wurde, immer anwesend sein. Ein Mitfahrer kann bei einem Online-Ticket nicht alleine fahren.

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Bei einem Online-Ticket muss die Person, auf deren Name das Ticket gebucht wurde, immer anwesend sein. Ein Mitfahrer kann bei einem Online-Ticket nicht alleine fahren.

Joeopitz
Joeopitz

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Das Ticket auf den Namen der Mitreisenden buchen. Dann reist diese mit dem Ticket weiter. Sie können einfach vorher aussteigen.

basti007
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Ich bin bezüglich der Sache sehr irritiert:

  • Früher war es so, dass auf Ländertickets eh nur ein Name eingetragen war (z.B. "Name + 2 Mitreisende"). Hier ist mir klar, warum der 1. Reisende auch immer anwesend sein muss.
  • Seit einiger Zeit ist es so, dass beim Online-Länder-Ticket (getestet beim BayernTicket) einfach alle Reisenden eingetragen werden. Da steht dann auf dem Ticket "Name 1", "Name 2", "Name 3"...

Auf welcher Grundlage muss nun die Person mit "Name 1" immer anwesend sein? Es sind doch alle 3 Personen namentlich genannt. Auch finde ich dazu nichts in den Beförderungsbedingungen und auch in den FAQs ist dazu nichts genannt. Das Ticket unterscheidet sich vom Informationsgehalt für den Bucher nicht mehr von einem Automatenticket.

Sollte es wirklich so sein, dass der 1. Name auf dem Ticket weiterhin derjenige sein muss, der die Reise sowohl als erster antritt als auch als letzter beendet, dann sollte das meiner Meinung nach deutlich erwähnt werden.

Derzeit ist es sogar im Gegenteil formuliert: Denn laut Buchungsstrecke spielt es keine Rolle, in welcher Reihenfolge man den Namen eingibt. Dort heißt es nämlich nun, die Buchung auf einen anderen Namen spiele nur dann eine Rolle, wenn man selbst NICHT mitreist. Das ist ja aber gerade nicht der Fall. Man reist ja mit, man steigt nur später ein. Auf der folgenden Seite heißt es nun nur, dass man die Namen aller Reisenden vorab eingeben muss und fertig.

Wo also kann ich seit der Änderung sehen, dass der Bucher weiterhin auch der Erstzusteiger und Letztaussteiger bei einem Online-Ticket sein muss? Ich habe nämlich gleich am Freitag genau so einen Fall.

Joeopitz
Joeopitz

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„Dort heißt es nämlich nun, die Buchung auf einen anderen Namen spiele nur dann eine Rolle, wenn man selbst NICHT mitreist. Das ist ja aber gerade nicht der Fall. Man reist ja mit, man steigt nur später ein.“
-> Wenn man später einsteigt reist man doch auf dem ersten Teil der Strecke nicht mit. Bei einer Kontrolle wird festgestellt, das der Ticketinhaber nicht dabei ist, also ist das Ticket nicht gültig. Ob er nicht mitfährt oder erst später einsteigt kann bei der Kontrolle eh nicht unterschieden werden.

Ein gekauftes Papier(Länder)Ticket existiert genau einmal. Es ist auf Spezialpapier gedruckt und kann nicht kopiert werden. Fahren kann damit nur der, der das Ticket auch vorweisen kann.

Ein Onlineticket/Handyticket kann beliebig oft ausgedruckt/geladen werden. Damit es nicht mißbräuchlich mehrfach genutzt werden kann, wird es durch personalisieren einmalig gemacht. Es wird genau einer Person zugeordnet. Nur wenn Person und Ticket übereinstimmen ist das Ticket gültig. Es gibt immer genau einen Ticketinhaber der zwingend mitreisen muß und gegebenenfalls weitere Reisende.

Stell Dir doch einfach vor es werden 5 Namen auf dem Ticket angegeben A als Ticketinhaber und B, C, D und E als Mitreisende. Dann wird das Ticket 5 mal ausgedruckt und jeder steckt sich ein Exemplar ein. Wären nun alle 5 Tickets gültig, dann könnte A mit dem Ticket nach Hamburg fahren, B fährt mit dem Ticket nach Bremen, C fährt nach Göttingen, D fährt nach Osnabrück und E nach Holzminden. Jeder hat ja ein Ticket auf dem sein Name steht. 5 verschiedene Fahrten und nur ein Ticket gekauft. Das das nicht sein kann ist klar. Beim Papierticket ginge das auch nicht, da kann ja nur einer das Ticket dabei haben. Beim Onlineticket geht das auch nicht. Auch das gilt nur einmal, nämlich für den angegebenen Ticketinhaber, also demjenigen auf dessen Namen das Ticket gebucht wurde. Im geschilderten Fall hat also nur A eine gültige Fahrkarte. B, C, D und E sind Schwarzfahrer wenn A nicht mit dabei ist und werden mit je 60 EUR zur Kasse gebeten.

Das Feld 1. Reisender ist übrigens von vornherein mit dem Ticketinhaber vorgelegt und kann nicht geändert werden, da derjenige ja immer dabei sein muß.

Sicher kann man noch deutlicher machen, das das Ticket nur in Verbindung mit dem 1. Reisenden gilt.

Aber bei jedem Onlineticket ist es so, das das Ticket einem Reisenden zugeordnet wird, der bei der Fahrt immer dabei sein muß.

basti007
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Danke für die ausführliche Antwort. Die Mißbrauchsgefahr ist einleuchtend! (Als die Namen gar nicht eingetragen wurden, war die Mißbrauchsgefahr bei Online-Ticket ja allerdings auch gegeben)

"-> Wenn man später einsteigt reist man doch auf dem ersten Teil der Strecke nicht mit"

Naja, für mich ist es ein eindeutiger unterschied ob mich die Bahn fragt: "Reisen Sie nicht mit?" oder "Reisen Sie nur auf einer Teilstrecke nicht mit?" Dann heißt es ja zusätzlich: "Bei der Kontrolle im Zug muss sich der Reisende ausweisen" und dann folgt das Feld mit den Angaben aller Reisenden. Hier wird nicht wirklich definiert, wer genau sich nun ausweisen muss - man trägt ja eh alle Namen ein.

Wie gesagt: Früher war es eindeutig, weil man die Namen der Mitreisenden beim Online-Ticket nicht eintragen konnte. Jetzt erinnert das Online-Ticket vom Gebrauch genau dem, was ein Bahnkunde vom Papierticket erlernt hat, nämlich: Kaufen und Namen eintragen und gut. Es spielte nie eine Rolle, in welcher Reihenfolge. Ich bezweifle, dass jedem Bahnkunden das Legitimierungsprinzip für Online-Tickets bewusst ist (ich musste ja auch erst hier nachfragen).

Mich irritiert daher, dass es diesbezüglich keine zuverlässige Information gibt. Weder in der Buchungsstrecke noch in den FAQs des Ländertickets wird darauf hingewiesen, dass der Ausweisende der 1. Reisende sein muss. Das einzige Indiz bleibt das ausgegraute Feld - aber das ist ein äußerst schwaches Indiz (sonst hätte ich hier gar nicht nachgefragt sondern gleich gebucht und die Reihenfolge außer Acht gelassen).

(Viel sinnvoller wäre es ohnehin, wenn man in der Buchungsstrecke einfach auswählen könnte, welcher Reisende das Online-Ticket legitimieren soll. Dann wäre der Schritt eindeutig und man muss nicht auch noch die vollständige Adresse des 1. Reisenden eintragen, obwohl zur Legitimation nur der Name und ggf. Wohnort relevant ist und ggf. gar nicht vorliegt).

Joeopitz
Joeopitz

Joeopitz

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„Als die Namen gar nicht eingetragen wurden, war die Mißbrauchsgefahr bei Online-Ticket ja allerdings auch gegeben“
-> Den Namen des Ticketinhaber musste man schon immer angeben. Nur war es möglich (wenn auch nicht erlaubt) die Mitreisenden unterwegs „auszutauschen“. Das ist nun nicht mehr möglich.

„Naja, für mich ist es ein eindeutiger unterschied ob mich die Bahn fragt: "Reisen Sie nicht mit?" oder "Reisen Sie nur auf einer Teilstrecke nicht mit?"
-> Die Formulierung „Sie reisen nicht mit“ hat schon vielfach zu Missverständnissen und zu Tickets die auf einen falschen Namen ausgestellt wurden geführt. Trotz mehrfacher Kritik ändert die Bahn daran aber nichts grundsätzliches.

„Ich bezweifle, dass jedem Bahnkunden das Legitimierungsprinzip für Online-Tickets bewusst ist“
-> Es ist mit Sicherheit vielen nicht bewusst. Nahezu täglich kommen hierzu Anfragen. Auch Beschwerden über Fahrpreisnacherhebungen weil man glaubte ein gültiges Ticket zu haben auf den „nur“ ein falscher Name stand.

„Mich irritiert daher, dass es diesbezüglich keine zuverlässige Information gibt.“
-> Die Informationspolitik der Bahn ist an vielen Stellen verbesserungsbedürftig. Damit tut sich die Bahn sehr schwer.

„Viel sinnvoller wäre es ohnehin, wenn man in der Buchungsstrecke einfach auswählen könnte, welcher Reisende das Online-Ticket legitimieren soll.“
-> Ein unübersehbarer Hinweis das es zu jedem Onlineticket genau einen Ticketinhaber gibt, der auf jeden Fall die ganze Zeit mitreisen muß und dessen Name nachträglich auch nicht mehr geändert werden kann wäre hilfreich.

basti007
basti007

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Korrekt. Vielleicht werden mit solchen Threads ja mal zuständige Personen aufmerksam und ändern das Problem. Ein einfacher Satz beim Buchen würde, wie du sagst, ja schon reichen.

Aber wir werden off-topic. Meine Irritation ist ja nun auch beantwortet. Vielen Dank!