Frage beantwortet

Wo kann ich mich beschweren, wenn Kreditkartenzahlung von der Bahn nicht akzeptiert wir

Ich versuche seit Wochen Fahrkarten mit der Kreditkarte zu zahlen (keine Sparpreise) und mal funktioniert es nicht, mal ja.... Browserwechsel und versch. Kreditkarten haben nicht geholfen. Die Bahn windet sich mit fadenscheinigen Aussagen. Ist es hilfreich zum EuGH zu gehen, da deutsche Institutionen tatenlos zusehen, da es ja ein Staatsunternehmen mit Pofalla (Ex-Merkel- Vertrauter) in der Firmenleitung ist?

Danke

Robbie50
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kabo
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"Auf jeden Fall darf kein offizielles Zahlungsmittel benachteiligt werden. Das Gesetz dazu dürfen Sie selbst gern raussuchen"
-> Habe ich rausgesucht. Eine Pflicht, überhaupt Kreditkarten zu akzeptieren, ist da aber nicht enthalten.

Richtig ist vielmehr folgendes:
a) man muss mindestens eine gängige und zumutbare Zahlungsmethode gebührenfrei anbieten
b) wenn man (zusätzlich zu gebührenfreien Zahlungsmethode) weitere Zahlungsmethoden anbietet, darf der Aufschlag nur so hoch sein, wie tatsächlich auch Bankgebühren anfallen.
c) man darf die Zahlungmethoden innerhalb der EU nicht nach Wohnsitz des Kunden oder Standort der Bank differenzieren.

a) Bei Flexpreis und Supersparpreis ist alles im grünen Bereich. Denn da wird die Zahlungsmethode Lastschrift angeboten. Die ist gängig, zumutbar und gebührenfrei, weshalb damit alle gesetzlichen Pflichten erfüllt sind. Man kan die DB nicht zwingen, zusätzlich Kreditkarten zu akzeptieren.
Bei Sparpreis ist es schwierig, denn da wird Lastschrift nicht angeboten, sondern nur Sofortüberweisung und Kreditkarte.
Ob Sofortüberweisung ein "gängiges und zumutbares" Zahlungsmittel ist, gilt als juristisch umstritten, da man bei Sofortüberweisung ja seine Onlinebanking-Daten einer Drittfirma (Klarna) anvertrauen muss. Wenn Sofortüberweisung nicht "gängig und zumutbar" ist und die Kreditkartenzahlung nicht funktioniert, hat die DB in der Tat ein Problem mit der Erfüllung des §312a BGB. Dagegen kann man als Kunde aber nichts machen, denn bei wettbewerbsrechtlichen Verstößen sind nur Konkurrenten (also Firmen in der gleichen Branche) oder Verbraucherschutzorganisationen klageberechtigt, nicht jedoch Privatpersonen.

b) ist unproblematisch, da die DB einen zusätzlichen Aufschlag nur noch bei PayPal-Zahlung verlangt. Der Aufschlag für Kreditkartenzahlung wurde ja vor einiger Zeit abgeschafft.

Gegen c) verstößt die DB konsequent, denn Kunden mit Wohnitz im Ausland dürfen bei der DB immer noch nicht per Lastschrift bezahlen.

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Robbie50
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Tut das zur Sache?
Auf jeden Fall darf kein offizielles Zahlungsmittel benachteiligt werden. Das Gesetz dazu dürfen Sie selbst gern raussuchen

kabo
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" Ist es hilfreich zum EuGH zu gehen .. "
-> Nein. Davon wird die Kreditkartenzahlung auch nicht funktionieren. Sinnvoller wäre es, zu einem IT-Experten zu gehen, der der DB helfen könnte, das Problem zu lösen.

kabo
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"Auf jeden Fall darf kein offizielles Zahlungsmittel benachteiligt werden. Das Gesetz dazu dürfen Sie selbst gern raussuchen"
-> Habe ich rausgesucht. Eine Pflicht, überhaupt Kreditkarten zu akzeptieren, ist da aber nicht enthalten.

Richtig ist vielmehr folgendes:
a) man muss mindestens eine gängige und zumutbare Zahlungsmethode gebührenfrei anbieten
b) wenn man (zusätzlich zu gebührenfreien Zahlungsmethode) weitere Zahlungsmethoden anbietet, darf der Aufschlag nur so hoch sein, wie tatsächlich auch Bankgebühren anfallen.
c) man darf die Zahlungmethoden innerhalb der EU nicht nach Wohnsitz des Kunden oder Standort der Bank differenzieren.

a) Bei Flexpreis und Supersparpreis ist alles im grünen Bereich. Denn da wird die Zahlungsmethode Lastschrift angeboten. Die ist gängig, zumutbar und gebührenfrei, weshalb damit alle gesetzlichen Pflichten erfüllt sind. Man kan die DB nicht zwingen, zusätzlich Kreditkarten zu akzeptieren.
Bei Sparpreis ist es schwierig, denn da wird Lastschrift nicht angeboten, sondern nur Sofortüberweisung und Kreditkarte.
Ob Sofortüberweisung ein "gängiges und zumutbares" Zahlungsmittel ist, gilt als juristisch umstritten, da man bei Sofortüberweisung ja seine Onlinebanking-Daten einer Drittfirma (Klarna) anvertrauen muss. Wenn Sofortüberweisung nicht "gängig und zumutbar" ist und die Kreditkartenzahlung nicht funktioniert, hat die DB in der Tat ein Problem mit der Erfüllung des §312a BGB. Dagegen kann man als Kunde aber nichts machen, denn bei wettbewerbsrechtlichen Verstößen sind nur Konkurrenten (also Firmen in der gleichen Branche) oder Verbraucherschutzorganisationen klageberechtigt, nicht jedoch Privatpersonen.

b) ist unproblematisch, da die DB einen zusätzlichen Aufschlag nur noch bei PayPal-Zahlung verlangt. Der Aufschlag für Kreditkartenzahlung wurde ja vor einiger Zeit abgeschafft.

Gegen c) verstößt die DB konsequent, denn Kunden mit Wohnitz im Ausland dürfen bei der DB immer noch nicht per Lastschrift bezahlen.

Bertosch
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„Ist es hilfreich zum EuGH zu gehen, da deutsche Institutionen tatenlos zusehen, da es ja ein Staatsunternehmen mit Pofalla (Ex-Merkel- Vertrauter) in der Firmenleitung ist?“

Sie wollen zum EuGH gehen weil ein Ex-Merkel-Vertrauter in der Firmenleitung ist? Viel Spaß