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Warum kein CityTicket inbegriffen für Karlsruhe-Stuttgart (IC)

Leider ist bei Reisen zwischen Karlsruhe und Stuttgart mit den IC, ICE, TGV, welche alle über Bruchsal fahren, kein City-Ticket inbegriffen.

Mittels dem Hauseigenen Entfernungsberechner der DB komme ich auf 102km Reiseweite.
https://de.share-your-photo.com/e68a52db3c

Gibt es einen Grund warum kein City-Ticket inbegriffen ist?

Anhe123
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kabo
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In den offiziellen Beförderungsbedingungen steht übrigens "Fahrkarten „Flexpreis“ gemäß Nr. 3.2 sowie „Sparpreis“ gemäß Nr. 3.3 für eine Entfernung über 100 Kilometer ab bzw. zu einem der in der Preisliste unter Nr. 7 genannten Bahnhöfe werden mit dem Zusatz „+City“ versehen, wenn zumindest eine Teilstrecke in Zügen der Produktklassen ICE oder IC/EC zurückgelegt wird. "

D.h. kein Bezug zum tatsächlichen Reiseweg. Es ist die Fahrkarte maßgeblich.

Auch aus der Werbe-Aussage " Voraussetzungen: Sie haben ein Sparpreis- oder Flexpreis-Ticket für eine über 100 Kilometer lange Strecke im Fernverkehr" vermag ich nicht zu erkennen, dass der tatsächliche Reiseweg maßgeblich ist, sondern die Fahrkarte zählt.

Und ein Fahrkarte von Stuttgart nach Karlsruhe ist halt eine Fahrkarte über 91 km, wie man hier nachlesen kann (Achtung, viele MB): https://www.bahn.de/p/view/mdb/bahnintern/agb/entfernungs...

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kabo
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Bei der Preisberechnung wird aber meines Wissens der Weg über Pforzheim zugrundegelegt - auch wenn der Zug über Bruchsal fährt. Die Wegevorschrift ist: "S*(PF/BR)*KA"
Und über Pforzheim sind es 91 km.

Anhe123
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Da der Reiseweg ausschlaggebend ist kann man ja nicht einfach eine andere Route (zB. über Pforzheim) zugrunde legen. Das wäre ja schon ordentlich geschummelt...

kabo
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Wenn es zwischen zwei Städten zwei ähnlich schnelle Wege gibt, werden die Tickets meist so ausgestellt, dass beide Wege nutzbar sind (und Tickets gleich teuer - egal welchen Weg man nimmt).
Der Preis wird dann im Regelfall nach dem kürzeren der möglichen Wege berechnet.
D.h. man zahlt nur den kürzeren Weg über Pforzheim, darf mit dem gleichen Ticket aber trotzdem wahlweise über Bruchsal (= 11 km mehr) fahren.
Dass genau diese 11 km den Unterschied zwischen <100km und >100km machen, ist natürlich ärgerlich.

Joeopitz
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"Da der Reiseweg ausschlaggebend ist kann man ja..."

Nein der Reiseweg ist nicht ausschlaggebend. Die Tickets sind es.

Es heisst nicht "Bei einem Reiseweg über 100 km.." sondern "Bei Tickets über 100 km"

Wenn die Wegevorschrift (PF/BR) auf dem Ticket angegeben ist, ist es ein Ticket unter 100 km, weil man mit diesem Ticket S*PF*KA fahren kann und die 100 km Grenze nicht erreicht wird.

Anhe123
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Ähnlich schnell? Der ICE braucht 35 Minuten, der Bummelzug gerne auch mal 1.5h.
Das soll aber gar nicht unser Thema sein. Die Definition des Reisewegs ist die Strecke, welcher der Zug tatsächlich fährt - sind Sie da noch be mir?
Deswegen spricht man ja explizit vom Reiseweg, damit klar ist die Strecke der Reise ist maßgeblich und nicht die Luftlinie oder alternative Routen mit anderen Verkehrsmitteln wie S-Bahnen.

Anhe123
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Joeopitz, sogar die Bahn selbst sagt die Strecke ist entscheidend:
https://inside.bahn.de/so-funktioniert-das-city-ticket/
Die Bahn spricht ja auch an keiner Stelle von Tarifkilometern.

Nehmen wir doch mal den IC 2261. Der fährt von KA los, hält einmal in Bruchsal und dann erst wieder in Stuttgart.

Joeopitz
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Joeopitz

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"Die Definition des Reisewegs ist die Strecke, welcher der Zug tatsächlich fährt - sind Sie da noch be mir?"
-> Nein, das bin ich nicht. Es heisst: "In 128 Städten ist das City-Ticket im jeweiligen Geltungsbereich bei Sparpreis- und Flexpreis-Fahrkarten im Fernverkehr mit einer Reiseweite von über 100 Kilometern inklusive."
Es ist das Ticket entscheident, nicht die Strecke die der Zug fährt. "Sparpreis- und Flexpreis-Fahrkarten im Fernverkehr mit einer Reiseweite von über 100 Kilometern"
Wenn mit einem Ticket eine Reise unter 100 km vom Start bis zum Ziel gemacht werden kann, dann ist es mit einer Reiseweite von unter 100 Kilometern. Da Zugfahrten über und unter 100 km mit dem Ticket möglich sind, kann ja nicht auf dem Ticket die City Option mal auftauchen und dann wieder verschwinden, je nachdem in welchen Zug ich mich setzte. Deshalb ist das Ticket und die Wegevorschrift maßgebend und nicht der gebuchte Zug. Wenn S*PF*KA 91 Tarif-Km sind, dann sind leider auch S*(PF/BR)*KA 91 Tarif-Km.

Zugegeben es ist blöd, aber es ist korrekt.

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Erst einmal herzlichen Dank für Ihre Geduld Joeopitz.

Jetzt sprechen wir allerdings von wirklich Grundsätzlich verschiedenen Dingen:
Tarifkilometer sind ja was anderes als Reisekilometer bzw. die Strecke.
Tarifkilometer eben nicht in Einklang zu bringen mit der Aussage " Voraussetzungen: Sie haben ein Sparpreis- oder Flexpreis-Ticket für eine über 100 Kilometer lange Strecke im Fernverkehr". Ich verstehe das Sie den Grund kennen warum das Ticket nicht enthalten ist, allderings ist es den Bahn eigenen Materialien zufolge nicht richtig. Man bezieht sich auf die Streckenlänge und dann muss man eben auch so fair sein und sich daran halten.

kabo
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In den offiziellen Beförderungsbedingungen steht übrigens "Fahrkarten „Flexpreis“ gemäß Nr. 3.2 sowie „Sparpreis“ gemäß Nr. 3.3 für eine Entfernung über 100 Kilometer ab bzw. zu einem der in der Preisliste unter Nr. 7 genannten Bahnhöfe werden mit dem Zusatz „+City“ versehen, wenn zumindest eine Teilstrecke in Zügen der Produktklassen ICE oder IC/EC zurückgelegt wird. "

D.h. kein Bezug zum tatsächlichen Reiseweg. Es ist die Fahrkarte maßgeblich.

Auch aus der Werbe-Aussage " Voraussetzungen: Sie haben ein Sparpreis- oder Flexpreis-Ticket für eine über 100 Kilometer lange Strecke im Fernverkehr" vermag ich nicht zu erkennen, dass der tatsächliche Reiseweg maßgeblich ist, sondern die Fahrkarte zählt.

Und ein Fahrkarte von Stuttgart nach Karlsruhe ist halt eine Fahrkarte über 91 km, wie man hier nachlesen kann (Achtung, viele MB): https://www.bahn.de/p/view/mdb/bahnintern/agb/entfernungs...

Joeopitz
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"allderings ist es den Bahn eigenen Materialien zufolge nicht richtig. Man bezieht sich auf die Streckenlänge und dann muss man eben auch so fair sein und sich daran halten."
-> Es gibt doch nur Tickets mit und ohne CityOption. Also kann nur das Ticket entscheidend sein und nicht das, was dann mit dem Ticket gemacht wird. Auch wenn es doof ist und ärgerlich. Wenn S*PF*KA 91 Tarif-Km sind, dann sind leider auch S*(PF/BR)*KA 91 Tarif-Km und dann ist es ein Ticket über 91 km.

Früher haben die Tarif-Km auf der Fahrkarte gestanden. Wäre das heute noch so, dann sähe das Ticket so aus:

-----------------------
Fahrkarte 2.Kl
Einfache Fahrt
1 Erw. IC/EC
von Karlsruhe
nach Stuttgart
über PF*BR
91 km
-----------------------

Die Tarifentfernung Stuttgart-Karlsruhe sind 91 km.
Man darf mit diesem Ticket auch über Bruchsal fahren.
Die CityOption ist immer an ein Ticket gekoppelt, also können doch nur die Angaben auf dem Ticket entscheident sein.

"allderings ist es den Bahn eigenen Materialien zufolge nicht richtig."
-> Leider wieder falsch. Nach den Bahn eigenen Materialien (Entfernungswerk) beträgt die Entfernung 91 km. Nach den Bahn eigenen Materialien (Beförderungsbedingungen) ist ein City Ticket ab Entfernungen über 100 km enthalten.

Da bleibt nur übrig, eine Fahrkarte von einem Bahnhof 10km vor Karlsruhe (da ist ein CityTicket für Stuttgartenthalten) oder 10 km nach Stuttgart (da wäre dann das City Ticket für Karlsruhe dabei) zu kaufen.

Anhe123
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Der Argumentation mit dem Papierticket kann ich nicht folgen. Selbst bei Papier findet man Wege wenn man möchte.
Am einfachsten wäre unterschiedliche Stellen zum knipsen, ein Automat zum Stempeln oder - ganz fancy - man macht es modern per App. Klappt dann auch ohne Schaffner, denn QR Codes aufkleben im Zug, damit hat man ja schon reichlich Erfahrung.

Wenn wir den Gedanken weiter spinnen müssen wir uns als nächstes Fragen warum es denn bei festen Zugbindungen nicht gehen sollte. Es ist also definitiv keine Frage des könnens.

Joeopitz
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"Am einfachsten wäre unterschiedliche Stellen zum knipsen, ein Automat zum Stempeln oder - ganz fancy"

Nein. Am einfachsten wäre es zu akzeptieren, das die Strecke von Karlsruhe nach Stuttgart über (PF/BR) 91 Bahn-Km sind. Es gelten nun mal die Tarifbestimmungen.

Natürlich, wenn man wollte, könnte man das CityTicket auch ab 91 km oder ab 35 km anbieten. Wenn man wollte, könnte man Kinderfahrkarten zum halben Preis bis zum 21 Lebensjahr anbieten. Aber es ist nunmal anders festgelegt worden.

Nach dem Tarifwerk gibt es keine Unterschiede zwischen der Strecke über Pforzheim oder über Bruchsal. Egal wo Sie tatsächlich lang fahren.

Man müsste die Bedingungen für das City-Ticket ändern, oder das Entfernungswerk der Bahn. Aber so wie die Tarife und Regeln derzeit sind, wird für die Strecke kein City Ticket angeboten.
Daran ändert auch keine Zugbindung über Bruchsal etwas. Dadurch wird die Tarifentfernung auch nicht größer.

Wenn es bei Zugbindung das CityTicket gäbe, dann würde sich bestimmt der nächste darüber beschweren, warum bei den höheren Flexpreisen kein CityTicket dabei wäre.

Anhe123
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"Nein. Am einfachsten wäre es zu akzeptieren, das die Strecke von Karlsruhe nach Stuttgart über (PF/BR) 91 Bahn-Km sind. Es gelten nun mal die Tarifbestimmungen."

Genau hier gehen unsere Meinungen außeinander. Man kann nicht mit der Streckenlänge werben und dann nicht die Länge der Strecke zugrunde legen sondern eine Hausinterne definition davon. Eine entsprechende Kennzeichung in der Werbung wäre da pflicht gewesen - und in den hauseigenen Erklärungen findet sich ebenfalls kein Hinweis für den Verbraucher. Es ist doch klar wie man eine "100km lange Strecke" als Verbraucher verstehen MUSS. Alles andere wäre ja auch erst einmal Absurd - aus Verbrauchersicht, versteht sich.

Sie wären ja auch entsetzt wenn der Taxifahrer anstatt nach Kilometern nach durchquerten Bezirken abrechnet, die das Taxiunternehmen zu allem überfluss auch noch selbst festlegt.

Joeopitz
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Sie selbst haben den Entfernungsrechner zu Rate gezogen. Der Entfernungsrechner spuckt Ihnen für die Strecke S*(PF/BR)*KA 91 Kilometer aus.
https://de.share-your-photo.com/img/5f98d89e41.png

Erst mit einem Umweg über Bruchsaal und Bietigheim-Bissingen kommen Sie auf 102 km.
https://de.share-your-photo.com/img/e68a52db3c.png

Diese Strecke fährt aber kein Zug, Den Umweg über Bietigheim-Bissingen der ja die 102 km ausmacht wird von keinem Zug gefahren.

Der IC 2065 fährt über Pforzheim und legt dabei genau 81,4 Kilometer zurück. (Länge des Schienenweges)
https://de.share-your-photo.com/img/1b5a5ec2fc.png

Der IC 2261 fährt über Bruchsal und legt dabei 88,1 km zurück
https://de.share-your-photo.com/img/9cc58bcd91.png

Der ICE 9571 fährt über Bretten. Die gefahrene Strecke beträgt nur 79 km.
https://de.share-your-photo.com/img/f9b000d3ed.png

Nimmt man also die tatsächlich gefahrenen Strecken, so fehlen 10 bis 20 km an der 100 km Grenze.

Auf über 100 km kommt man erst, wenn man einen Umweg über Bietigheim-Bissingen in den Tarifrechner einbaut. Diesen Umweg nimmt aber kein einziger Zug.

Und wenn Sie nicht die Tarifentfernung nehmen, sondern die tatsächliche Länge des Schienenweges sind es selbst da nur 98,5 km.
https://de.share-your-photo.com/img/bd2cdc6bd0.png

Man kann es drehen und wenden wie man will, Karlsruhe und Stuttgart sind einfach zu dicht beieinander.

Aber Sie haben nun Gewissheit, die tatsächlich gefahrene Strecke ist noch deutlich kürzer als die, die die Bahn rechnet.

Zum messen der Strecken benutzte ich folgende Webseite:
http://brouter.de/brouter-web/#map=10/49.0386/8.7904/Open...

Wenn Sie oben Links im Kasten statt der Vorgabe "trecking, original" auf "rail" klicken, dann misst das Programm entlang der Schienenwege.

Wenn man die Fahrkarte von Wörth bis Stuttgart bucht hat man das City-Ticket inklusive, vorausgesetzt man fährt eine Teilstrecke mit IC/ICE. Nach meinen Berechnungen ist das dann auch nicht teurer als ein zusätzliches Ticket für die SSB.

Joeopitz
Joeopitz

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Hallo JulHein,

aber dann hat man trotzdem kein CtyTicket in Karlsruhe.