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Ich soll schwargefahren sein, weil online beim SchönerTagTicket keine weiteren Namen eingetragen werden können?

am 04.03.19 (Rosenmontag) wurde mir auf der Bus Fahrt zum Wittener Hbf eine Fahrpreiserhebung ausgestellt. In diesem Zuge wurde ein erhöhtes Beförderungsentgelt von 60 Euro erhoben obwohl ich für mein digitales Ticket meine Freundin bezahlt hatte und dachte ich hätte ein gültiges Ticket bei mir.
Mir eine Vertragsstrafe wegen „Schwarzfahrens“ in Rechnung zu stellen, ist aus folgendem Grund nicht gerechtfertigt: Ich hatte eine gültige Fahrkarte für die 2. Klasse als digitales Ticket dabei. Die Tarifbedingungen für da SchönerTagTicket sind sehr kompliziert und undurchsichtig dargestellt (siehe https://www.bahn.de/p/view/angebot/regio/regionale-ticket...). Meine Freundin musste online außer ihrem Namen keine weiteren beim Kauf eintragen. Die BOGESTRA-Angestellte klärte mich darüber auf, dass ich nur in Verbindung mit der Person fahren dürfe, die das Ticket gelöst habe. Dies war weder mir noch meiner Freundin bewusst.
Ich habe daher widersprochen. Die Bogestra besteht allerdings auf den 60€.

Das ist ungerecht und intransparent. Kein Wunder, dass niemand Bahn fährt. Was sagen Sie dazu?

AeonF
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Woodstock
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Nichts, dies ist ein Forum in dem Kunden anderen Kunden behilflich sind.

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Na, vielleicht meldet sich ja auch ein Moderator hierzu. Das fänd ich hilfreich.

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Online-Tickets sind naturgemäß beliebig oft kopierbar, daher sind diese personalisiert und nur gültig mit der namentlich auf dem Ticket genannten Person. Damit ist sichergestellt, dass das Ticket auch nur einmal genutzt wird, und man es nicht mehrfach ausdrucken und von mehreren Leuten gleichzeitig nutzen kann. Das steht aber auch bei digitalen Tickets bei der Buchung und auf dem Ticket dabei.
Es gibt bei der online-Buchung auch noch eine Option, um für eine andere Person zu buchen, bei der man dann auch einen anderen Namen angeben kann.

Insofern ist die Fahrpreisnacherhebung korrekt, denn sie hatten kein gültiges Ticket, wenn dieses auf den Namen ihrer Freundin ausgestellt war und nicht auf ihren eigenen Namen.

Bei Tickets vom Automaten oder Schalter gibt es das Problem mit der Kopierbarkeit nicht (Spezialpapier), hier sind daher normale Tickets auch nicht personalisiert und könnten auch von anderen benutzt werden.
Für das schöner Tag-Ticket gilt aber auch hier, dass man einen Namen eintragen muss (als Tages-Ticket könnte man es sonst ja nach einer Fahrt beliebig weitergeben und von anderen Leuten nutzen lassen, die nichts gezahlt haben), dort eben mit einem Stift, und auch hier müsste das der eigene Name sein, und nicht der der Freundin.

kabo
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Mir ist die Situation noch nicht ganz klar:
Sind Sie alleine gefahren oder mit Ihrer Freundin zusammen?
Sie hatten ein Ticket - aber der Name Ihrer Freundin stand drauf?
War es ein Ticket für 1 Person oder für 5 Personen?
War es ein Onlineticket zum Selbstausdruck oder ein Handyticket auf dem Display (digitales Ticket kann beides sein)?.

AeonF
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Ich bin allein gefahren, um sie am Bahnhof zu treffen und dann weiter mit ihr zu fahren
Sie hatte ein Ticket - aber der Name Ihrer Freundin stand drauf= Ja
Es war ein online Ticket für 5 Personen - sie wurde online aber nur aufgefordert sich selbst einzutragen
Es war ein Handyticket auf dem Display

kabo
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Dumm gelaufen.
Beim 5-Personen-Schöner-Tag-Ticket-NRW als Handyticket muss tatsächlich nur ein Name angegeben werden - die Person muss aber dann immer dabei sein. (Die übrigen Personen müssen nicht angegeben werden und auch nirgendwo von Hand nachgetragen werden.)
Als Sie "erwischt" wurden, war die Person, die auf dem Ticket stand, aber nicht dabei.
Ergo: Die 60€ sind berechtigt - kann man nichts machen.

Hätten Sie mal das Ticket selbst gebucht und Ihren eigenen Namen angegeben. Dann hätte die Freundin später zusteigen können.

Dass das ganze nicht so ganz transparent dargestellt ist, da haben Sie recht. Hilft Ihnen aber auch nichts.

In den Tarifbestimmungen für den NRW-Tarif steht dazu:

"Sofern PauschalpreisTickets mit einem Namensfeld ausgegeben werden, so ist in dieses Feld vor Fahrtantritt durch den Reisenden sein Name und Vorname in Druckbuchstaben einzutragen, bei mehreren gemeinsam reisenden Personen (z. B. SchönerTagTicket NRW 5 Personen) Name und Vorname des Reisenden mit der längsten Reisestrecke. Der Reisende ist dann verpflichtet, im Rahmen der Fahrkartenkontrolle auf Anforderung seine Identität durch einen amtlichen Lichtbildausweis (Führerschein, Reisepass, Personalausweis) nachzuweisen."

https://busse-und-bahnen.nrw.de/news-downloads/downloadce...

Es ist also nicht nötig, die Namen aller Personen einzutragen, aber die Person, deren Name auf dem Ticket steht, muss bei einer Kontrolle auch anwesend sein. Die Aussage der Bogestra-Angestellten ist also korrekt. Ob bei der Buchung über die Webseite der DB ausreichend auf diese Regelung hingewiesen wird, kann ich jetzt nicht beurteilen.

Hallo AeonF,

die Erklärungen der Community sind völlig richtig und beschreiben genau den Grund für die erhaltene Fahrpreisnacherhebung. Ich fasse es nur nochmal zusammen. Online-Tickets sind personalisiert. Da der Name Ihrer Freundin auf dem Ticket eingetragen war, hatten Sie eine ungültige Fahrkarte und haben eine Nachzahlung erhalten. /ka