Frage beantwortet

Anschlüsse?

Woran liegt es, dass die bahn die dauer zwischen den anschlüssen jedes mal entweder so dermassen knapp gestaltet dass bereits eine fünfminütige vetspätung von bahn A dazu führt, dass man mindestens eine halbe stunde auf den nächsten anschluss von bahn B warten muss, oder von anfang an eine derartige wartezeit in kauf genommen werden muss? Ist es denn wirklich so viel verlangt von bahn B die eine minute auf mögliche anschlussfahrgäste zu warten? Muss einem denn ständig die bahn direkt vor der nase wegfahren? Das ist nämlich keine einmalige sache, sondern passiert in meinem fall ziemlich oft und es regt einfach nur noch tierisch auf sich andauernd für die unpünktlichkeit der bahn rechtfertigen zu müssen! Die preise erhöhen sich annual, der service und die pünktlichkeit werden aber nicht besser mit den steigenden preisen, das ist eine unverschämtheit!

Die Antwort wurde von DB Bahn bestätigt
Joeopitz
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Die Erstellung eines Fahrplans mit entsprechenden Anschlüssen ist ein hochkomplexes Systen. Es gibt ja nicht nur den einen Zug und seinen Anschluss. Wenn Sie wegen einer 5 minutigen Verspätung eine halbe Stunde auf den nächsten Anschluss warten müssen, ist das sicher ärgerlich, aber Sie haben wenigstens schon eine halbe Stunde später die nächste Verbindung. Einen Zug einfach mal so 5 Minuten später abfahren lassen geht meistens nicht so einfach. Dadurch werden woanders Anschlüsse verpasst, es kann Probleme mit der Trassenverfügbarkeit geben, dadurch müssten andere Züge evtl. 10 oder 15 Minuten später abfahren. Andere Anschlüsse werden verpasst und das ganze System gerät durcheinander.

Auch wenn es nicht immer einfach ist, gibt es trotzdem Optimierungsmöglichkeiten bei der Fahrplangestaltung. Um verpasste Anschlüsse zu vermeiden ist es aber vor allem erforderlich, Verspätungen und deren Ursache zu bekämpfen. Die liegen aber weniger an der Fahrplangestaltung oder im Fahrdienst, sondern eher an Fehlern, die bei der Gestaltung der Infrastruktur gemacht wurden.

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Joeopitz
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Die Erstellung eines Fahrplans mit entsprechenden Anschlüssen ist ein hochkomplexes Systen. Es gibt ja nicht nur den einen Zug und seinen Anschluss. Wenn Sie wegen einer 5 minutigen Verspätung eine halbe Stunde auf den nächsten Anschluss warten müssen, ist das sicher ärgerlich, aber Sie haben wenigstens schon eine halbe Stunde später die nächste Verbindung. Einen Zug einfach mal so 5 Minuten später abfahren lassen geht meistens nicht so einfach. Dadurch werden woanders Anschlüsse verpasst, es kann Probleme mit der Trassenverfügbarkeit geben, dadurch müssten andere Züge evtl. 10 oder 15 Minuten später abfahren. Andere Anschlüsse werden verpasst und das ganze System gerät durcheinander.

Auch wenn es nicht immer einfach ist, gibt es trotzdem Optimierungsmöglichkeiten bei der Fahrplangestaltung. Um verpasste Anschlüsse zu vermeiden ist es aber vor allem erforderlich, Verspätungen und deren Ursache zu bekämpfen. Die liegen aber weniger an der Fahrplangestaltung oder im Fahrdienst, sondern eher an Fehlern, die bei der Gestaltung der Infrastruktur gemacht wurden.

tina2016
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tina2016

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Die richtige Lösung wäre ein integrierter Taktfahrplan ("Deutschland-Takt"). Wie das funktioniert, lässt sich in der Schweiz anschauen. Wie Joeopitz richtig beschrieben hat, braucht es dafür aber auch eine stabil funktionierende Infrastruktur mit entsprechend höheren Infrastrukturinvestitionen. Außerdem ist es sinnvoll, immer mal Pufferzeiten an Bahnhöfen einzuplanen, wie es in der Schweiz auch gemacht wird. Dafür braucht es dann wieder punktuelle Linienverbesserungen, damit die Fahrpläne auch dann noch eingehalten werden können.

Wie so etwas geplant wird, lässt sich z.B. hier nachlesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Bahn_2000. Dass das in der Schweiz leichter möglich war, liegt wahrscheinlich auch an der dort fehlenden Automobilindustrie.