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Bahncard 50 2xzahlen = übliche Praxis?

Ich habe eine Aufforderung zur Zahlung meiner Bahncard 50 kurz vor den Weihnachtsfeiertagen bekommen. Auf Grund eines Auslandssemesters war eine Überweisung über eine deutsche Bank nicht möglich. Eine Überweisung über eine ausländische Bank hat von dort nicht geklappt.

Über die Feiertage zum Jahreswechsel wollte ich nach Hause. Ich habe deshalb bei der Hotline der Bahncard angerufen und gefragt was zu machen sei. Dort wurde mir geraten über die zu dem Zeitpunkt installierte und registrierte DB App die Bahncard zu kaufen und mit der hinterlegten Kreditkarte zu zahlen. Das habe ich gemacht, hat auch wunderbar geklappt.

Umso größer mein Erstaunen, als mir eine Zahlungserinnerung ins Haus flatterte. Bei einem weiteren Anruf auf der netten Hotline, wurde mir von dort zugesichert, dass es sich um ein Versehen handelt und ich die Erinnerung ignorieren könne. Soweit so gut. Doch kurz darauf kam die Mahnung, wieder angerufen, wieder die selbe Auskunft. OK, ab hier hätte ich vielleicht stutzig werden müssen, aber im Unistress kurz vor den Prüfungen hat man anderes im Kopf und ist nur zu gern bereit den durchaus wohlwollenden Äußerungen einer netten Hotline unbedingten Glauben zu schenken, schließlich spreche ich mit einem Weltkonzern und nicht irgend jemanden.

Doch dann die böse Überraschung, Inkasso!!!! Das kann ja wohl nicht sein, also ran ans Telefon und angerufen, wie das sein kann... Dort hat man mich dann "freundlich" und das erste Mal darüber aufgeklärt, dass ich jetzt wohl 2 Abbos habe und natürlich und ohne wenn und aber, dass noch "offene " Abo nebst erheblicher Nebenkosten unverzüglich zu zahlen habe.

Worauf ich natürlich noch einmal bei der Bahncard Hotline anrief. Nachdem ich dort mein Entsetzen ob dieser Praktik zum Ausdruck gebracht habe, erwiderte mir die Dame, dass Sie zwar meinen Ärger nur zu gut verstehen könne, aber Sie nichts machen kann. Auf meine Frage, was ich denn bitte mit 2 identischen Karten auf meinen Namen, die sich lediglich um 3 Tage in der Laufzeit unterscheiden machen solle, zudem die 2te Karte ja nur dem Vorschlag der Hotline folgend gekauft wurde, bekam ich nur die lapidare Antwort, dass das viele so machen würden, halt eine fürs Geschäft und eine für privat.

Aha?!?!? das macht ja Sinn, sowieso als Student. Und nun? Gilt es zu resümieren, dass die Auskunft der Bahncardhotline nichts taugt und ich nun tatsächlich 2 Abos habe und beide, nebst erheblichen Mahnkosten für die "erste Karte" zu zahlen habe? Oder gibt es noch eine kundenorientierte Variante? Beispielsweise Storno des ersten Abos und Rücknahme des Inkassoverfahrens? Achja und bitte nicht mehr auf die Bahnhotline verweisen...

HannahS
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Bertosch
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Nun ja, wenn Sie die erste Karte nicht bezahlt haben, kommen Sie Ihren vertraglichen Pflichten nicht nach.

Und wenn Sie ein zweites Mal eine BahnCard kaufen, dann müssen Sie auch ein zweites Mal zahlen...

Und nur der Vollständigkeit halber, wenn Sie nicht auch weiterhin zwei Abos haben wollen, sollten Sie eins kündigen.

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Bertosch
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Nun ja, wenn Sie die erste Karte nicht bezahlt haben, kommen Sie Ihren vertraglichen Pflichten nicht nach.

Und wenn Sie ein zweites Mal eine BahnCard kaufen, dann müssen Sie auch ein zweites Mal zahlen...

Und nur der Vollständigkeit halber, wenn Sie nicht auch weiterhin zwei Abos haben wollen, sollten Sie eins kündigen.

Elementarteilchen
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Nun ja, sie kaufen eine BC, bezahlen die aber nicht. Dass dann Mahnungen kommen, ist ja wohl klar. Wenn Sie dann, anstatt die erste BC zu bezahlen, die offene Rechnung ignorieren, und dann einfach eine weitere kaufen, braucht man sich nicht wundern, dass das Inkasso-Verfahren für den ersten Vertrag weiterläuft.

Warum die Hotline Ihnen seltsame Tipps gab, weiß ich nicht, möglicherweise hat die das Problem nicht ganz verstanden. Aber dass der Tipp der Hotline nicht passt, sollte eigentlich klar sein.

kabo
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"Achja und bitte nicht mehr auf die Bahnhotline verweisen..."
-> Bezüglich der ersten Karte ist ein Anruf bei der Bahnhotline sinnlos. Wenn die Sache beim Inkasso ist, ist sie bei der Bahn buchhalterisch abgeschlossen. D.h. die DB ist am Inkassoverfahren nicht mehr beteiligt und wird da auch nicht eingreifen. Das müssen Sie jetzt mit dem Inkasso ausdiskutieren, fürchte aber, das das wahrscheinlich erfolglos sein wird.

Das Kind ist in den Brunnen gefallen und realistisch sollten Sie sich auf Schadensbegrenzung konzentrieren - also dafür sorgen, dass mindestens eine Bahncard gekündigt wird, damit Sie nächsten Jahr nicht wieder das gleiche Problem haben.

"Gilt es zu resümieren, dass die Auskunft der Bahncardhotline nichts taugt und ich nun tatsächlich 2 Abos habe und beide, nebst erheblichen Mahnkosten für die "erste Karte" zu zahlen habe?"
-> So sieht es aus - leider ...

Mir wurde vor 1-2 Jahren mal ein ähnlicher Tipp gegeben und ich hatte dann auch 2 Abos.Das unbezahlte wurde dann einfach gekündigt und es gab auch keine weiteren Konsequenzen. Da hat die Bahn wohl ihr vorgehen geändert was die Weitergabe an Inkasso Unternehmen betrifft.

HannahS
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@Bertrosch und @Elementarteilchen.... danke für die Mühe ihrer Antworten.

Allerdongs, machen Sie es sich in Ihrer jeweiligen Antwort recht einfach und ignorieren bei Ihrer Argumentation u.a. die zeitliche Komponente. Denn mein Anruf bei der Hotline war unmittelbar nach Rechnungserhalt, jedenfalls deutlich VOR Erhalt der Zahlungserinnerung. Die weiteren Anrufe und entsprechenden Hinweise der Bahnhotline, jeweils unmittelbar nach Erhalt entsprechender Mahnungen.

Desweiteren ignorieren Sie den Umstand, dass man als rechtlicher Laie selbstredent davon ausgeht und wohl auch ausgehen kann, dass die auf der Rechnung und den Mahnungen für jegliche Rückfragen als "Ansprechpartner" genannte Hotline über die notwendige Kompetenz verfügt, belastbare Antworten zu geben. Wie soll ich als Ottonormalverbraucher denn wissen, dass dem nicht so ist, ich vielmehr deren Aussagen hinterfragen muss?

Sie impllzieren mir insofern eine gewisse "Weltfremdheit", das mag ich so nicht stehen lassen. Frage: Wenn Ihnen dergleichen in einem anderen Falle selbt passieren würde, beispielsweise schickt Ihnen nach Vertragsverlängerung Ihr Telefonanbieter 2 Rechnungen an die selbe Adresse und den selben Namen, mit den selben Nummern und die dortige Hotline würde Ihnen auf unmittelbare Rückfrage bestätigen, dass es sich um einen Irrtum handelt, der selbstredent korrogiert wird, dies im Ergebnis dann aber nicht tut, stattdessen ein Mahnverfahren einleitet . Würden Sie dann auch so antworten? Oder würden Sie derren Beharren auf doppelten Ausgleich ein und derselben Leistung als nicht korrekt bewerten?

@Kabo.. danke für Ihre Antwort. Es ist jedoch falsch, dass das Inkassoverfahren nicht durch die Bahn abgebrochen werden kann. Das Gegenteil ist der Fall, denn die Forderung wurde nicht verkauft, sondern das Inkassounternehmen lediglich mit dem Einzug der Forderung beauftragt, So stehts bei denen drauf und so hat´s mir die freundliche Dame vom Inkassobüro auch bestätigt. Originalton: "Wenn Sie der Meinung sind, .dass die Forderung ungerechtfertigt ist, müssen Sie das bitte mit der Bahn klären. Nur diese kann den Vorgang stoppen."

@Heinz1.... danke, Ihre Antwort hilft mir mehr, als Sie wahrscheinlich vermuten. Zeigt Sie doch, dass ich nicht die Idiotin bin, zu der man mich augenscheinlich machen möchte. Zudem bestätigt Sie, dass es auch anders geht, wenn man denn nur wollte.

@all... Letzendlich wird hier vergessen um was es eigentlich geht. Ich will und brauche als Student durchaus EINE Bahnkarte, Dafür will ich natürlich auch EINMAL zahlen! Durch "unglückliche Umstände" kam es zu ZWEI Bahnkarten, nur EINE davon ist überhaupt zu nutzen, Eine doppelte Nutzung, irgendein sonstiger Vorteil durch ZWEI Karten ist systembedingt schlicht ausgeschlossen. Trotzdem beharrt die Bahn auf doppelte Zahlung. WARUM? Rechtlich will und kann ich das nicht bewerten:

KUNDENFREUNDLICHKEIT SIEHT JEDENFALLS ANDERS AUS!

kabo
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Wenn Sie bei der DB wegen des Inkassos anrufen, wird man Ihnen ziemlich sicher sagen, dass man das Inkasso nicht mehr stoppen kann und man sich wegen eventueller Einwände an das Inkassobüro wenden soll - probieren Sie es einfach aus.

Ich weiß, dass es das Problem nicht löst und für Sie sehr ärgerlich ist. Aber das hier ist eine "Kunden helfen anderen Kunden"-Community. Wir, die hier antworten, sind auch nur Kunden und können deshalb weder irgendwelche Rechnungen zurück nehmen noch das Problem für Sie lösen. Mehr als Ratschläge und ehrliche Einschätzungen sind hier nicht möglich. Der normale Ratschlag wäre gewesen, den Bahncard Service anzurufen, aber das haben Sie ja schon getan - mit für Sie unbefriedigendem Ergebnis.

Kundenfreundlich ist das nicht. Da haben Sie völlig recht. Aber mein Mitgefühl nutzt Ihnen ja auch nichts.

Elementarteilchen
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Tut mir leid, dass ich die zeitliche Komponente nicht richtig interpretiert habe. Wegen einiger Formulierungen („Auslandsaufenthalt“, „Prüfungsstress“) und den vielen geduldigen Hotline-Anrufen, kam eben der Eindruck auf, dass Sie das viel zu lange haben hinziehen lassen.

Grundsätzlich sollte man natürlich erwarten können, dass der Hinweis der Hotline korrekt ist, und bzgl. der Aussage von Heinz1 scheint es ja auch so, dass die erste Aussage durchaus mal korrekt war, möglicherweise sogar noch korrekt ist, sofern das sehr zeitig passiert und noch kein Inkasso-Verfahren gestartet wurde (sobald das startet, ist i.d.R. alles zu spät). Falls letzteres der Fall ist, hatten Sie wohl Pech, dass das ganze nicht zeitig genug passiert ist. Das weiss hier aber wohl niemand.

Ich persönlich würde jedenfalls bei Verträgen, Rechnungen und Mahnungen immer etwas schriftliches, und damit beweisbare Aussagen verlangen. Bei unwichtigem Kleinkram (wozu eine Mahnung aber nicht gehört) vielleicht nicht beim ersten Anruf, aber spätestens beim zweiten, wenn sich die erste Auskunft als falsch herausstellt. Wenn ganz offiziell schriftlich/beweisbar eine Aussage vorliegt, stehen die Chancen gut, dass das dann auch so umgesetzt wird.

Und 4-5 mal bei der Hotline anrufen, die schon genauso oft falsche Auskunft gegeben hat… das Wort „weltfremd“ würde ich zwar nicht verwendet, aber vielleicht doch etwas in Richtung „zu gutgläubig“.