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Frage zu tariflicher Gleichstellung und Nahverkehrsanteil

Hallo,

ich habe ein Supersparpreis von nach München gebucht. Auf dem Ticket ist als Zielbahnhof die Sammelbezeichnung "München" (ohne Hbf) angegeben.

Im Wegetext steht: "M-Pasin*NV"

Jetzt zu den Fragen:
1. Darf ich im ICE nach München Hbf fahren, da der Hbf tariflich mit Pasing gleichgestellt ist, auch wenn ein Nahverkehrsanteil besteht?
2. Wohin darf ich damit fahren? Zu allen tariflich gleichgestellten Bahnhöfen in München oder noch weiter (wg. NV)?
3. Was genau bringt die Angabe von "NV" dann, wenn die tarifliche Gleichstellung gilt? Im Wegetext könnte doch genauso "M-Pasin" ohne NV stehen und es macht kein Unterschied, oder?
4. Wo steht die tarifliche Gleichstellung in den Berförderungsbedingungen?

Danke für die Antworten schon im Vorhinein.

DennisOster
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Leo
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Bei pingeligster Auslegung MUSS man in Pasing aus dem ICE in den Nahverkehr umsteigen. Darauf, dass im Rahmen der Gleichstellung darauf verzichtet wird, würde ich mich nicht verlassen. Andererseits wird das Weiterfahren wohl kaum auffallen.

Wenn man München Hbf als Zwischenhalt wählt (evtl. noch mit nur Direktverbundungen bis dorthin) MUSS man eigentlich im ICE sitzen bleiben und darf nicht den Nahverkehr nehmen - es sei denn, man hat ein City-Ticket, da da nicht die Abfahrt ab dem preisbildenden Bahnhof vorgeschrieben wird.

In München sind die Bereiche von Gleichstellung und City-Ticket identisch: Der MVV-Innenraum, also auch z.B. bis Taufkirchen, nicht nur Fasangarten:

https://www.mvv-muenchen.de/fileadmin/mediapool/04-Ticket...

Ohne City-Ticket im Rahmen der Gleichstellung natürlich nur zu S-Bahn-Stationen, wie hier offiziell wesentlich unübersichtlicher zu finden:

https://www.bahn.de/p/view/mdb/bahnintern/agb/entfernungs...

Meine Vermutung: Der Wegetext geht immer bis zum preisbildenden Bahnhof, also München Hbf, daher das NV.

Das Umsteigen in die S-Bahn geht in Pasing wesentlich schneller, wenn man weit hinten im Zug sitzt, nur wenn man ganz vorne sitzt oder bei beabsichter Nutzung eines Regionalzuges ist München Hbf zu empfehlen (zumal der Weg bei Ankunft aus Richtung Augsburg meist weiter ist als bei Ankunft aus Richtung Nürnberg).

DennisOster
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Warum steht bei den S-Bahnhöfen in der verlinkten PDF der Bahn bei Typ "City"? Darf ich diese im Rahmen der tariflichen Gleichstellung anfahren oder nur, wenn ich München+City als Zielbahnhof habe?
Die Frage wurde gerade schon indirekt beantwortet, nur nochmal zur Bestätigung.

Leo
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Nein, die können auch im Rahmen der Gleichstellung ÜBER 100 KM angefahren werden. Früher war die entsprechende Liste auch mit "München (100km) bezeichnet"

In anderen Städten gibt es auch noch andere Gleichstellungen, die kleinräumiger sind und schon über 30 km gelten, z.B. in Düsseldorf.

DB
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Team

Hallo DennisOster. Zu Ihren einzelnen Fragen:

  1. Wenn die Zugbindung mit dem Fernverkehr in München-Pasing endet, müssen Sie aussteigen und die Fahrt mit dem Nahverkehr zu Ihrem Zielbahnhof fortsetzen.
  2. Sie dürfen mit dem Schienenpersonennahverkehr zu den gleichgestellten Tarifpunkten (Liste „Gleichstellungen“) fahren. +City ist für Sie nicht relevant, da Sie keinen städtischen ÖPNV (Bus, Straßenbahn, U-Bahn der MVG) mit einem Super Sparpreis nutzen dürfen.
  3. München-Pasing wird in der Wegevorschrift auf der Fahrkarte genannt, weil es in Verbindung mit der Zugnummer/Zugbindung steht, von wo nach wo Sie mit dem Fernverkehr fahren dürfen.
  4. In unseren Beförderungsbedingungen (Tarifverzeichnis = Tfv 600) wird unter „A.1 Grundsätze“ das Tfv 603 erwähnt und die „Tariflichen Gleichstellungen“ sind ein Teil des DB Entfernungswerkes und deren Anwendung (Tfv 603/7). 

Viele Grüße /ch