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ICE-Linie 26: Sparpreise plötzlich teurer wegen "hoher Auslastung"

Hallo,

ich fahre wöchentlich zwischen Gießen und Hamburg mit den ICE der Linie 26, meistens montags mit dem ICE1576. Seit 3 bis 4 Wochen sind die Spar- und Supersparpreise um rund 30% teurer geworden. Als Grund wird ein "erhöhtes Reisendenaufkommen" zwischen verschiedenen Bahnhöfen angegeben. Die meldung erscheint bei der Verbindungsabfrage, und dies teilweise schon eine Woche im Voraus. Mal ist es zwischen Gießen und Treysa, dann zwischen Treysa und Hannover oder zwischen Celle und Hamburg-Harburg.

Nachdem ich beim ersten Mal auf die Meldung noch herein gefallen bin, habe ich mir eine Sitzplatzreservierung gekauft. Allerdings war der Zug nicht stärker besetzt wie die Wochen vorher. Und auch in den nächsten Wochen konnte ich kein "erhöhtes Reisendenaufkommen" feststellen. Im Gegenteil: Ich hatte das Gefühl, es fahren weniger mit. Kein Wunder bei den hohen Preisen.

Ich habe dann letzten Montag mal die Fahrgäste in der zweiten Klasse gezählt:

  • nach Treysa 22% Besetzung
  • nach Wabern 21%
  • nach Göttingen 24%
  • nach Hannover 43 %

Für mich ist dies kein hohes Reisendenaufkommen. Vermutlich läuft da in der IT bei der Bahn etwas schief. Bitte erklärt einmal, wie die Aussage entsteht, dass der Zug fast voll ist.

Vielen Dank

Bahnfahrer07
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Hallo Bahnfahrer07,

die Anzeige erscheint systemseitig. Neben den verkauften Fahrkarten und verkauften Reservierungen kommen ja noch reisende Personen mit Zeitkarten oder BahnCard 100 hinzu, die zu berücksichtigen sind. Im Detail müsste man schauen, ob möglicherweise Anschlüsse verpasst wurden und somit Personen den Zug gar nicht erreicht haben, obwohl sie ein Ticket dafür hatten. /ti

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Wenn etwas "systemseitig" erscheint, ist natürlich auszuschließen, dass es fehlerhaft ist...

Bahnfahrer07
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Hallo DB,

wie ich bereits vermute, läuft bei euch "systemseitig" etwas schief. Ein Zug der zu weniger als 25% mit echten, vorhandenen Fahrgästen besetzt ist, darf im System nicht mit "hohem Reisendenaufkommen" ausgewiesen werden. Nach meinen Beobachtungen ist das Reisendenaufkommen sogar etwas zurück gegangen, nachdem die Preise gestiegen sind.

In den ICE-Zügen, die parallel von Frankfurt über Fulda nach Hamburg fahren, sind die Preise in der gleichen Zeitlage wesentlich günstiger. Und da sind die Züge voller! Wie kann das sein?

Leo
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1. Es gibt da immer geheime Schema-F-Regeln, die kaum sachlich zu erklären sind:
So buchte ich vor einem guten Jahr die Rückfahrt für einen Freund, der unbedingt an einem Sonntag fahren mußte: Bei Nutzung eines Nahverkehrszuges von München bis Augsburg und erst dort Einstieg in den ICE bis Düsseldorf war der Preis wesentlich billiger als bei Einstieg in den selben ICE schon in München! An einem Sonntag Nachmittag gegen 19h kann es ja wohl kaum am großen Pendler-Aufkommen im ICE zwischen München und Augsburg gelegen haben. das war wohl eher die wichtige, auch schon früher beobachtete, Schema-F-Regel: Wer an einem Sonntag vor 19h in einen ICE einsteigt, muss wesentlich mehr zahlen!

2. Die Details sind ja leider geheim, aber meine Erfahrung mit der Qualität der Software läßt mich ahnen: Wenn ein Zug irgendwo rappelvoll ist, sind für ihn Sparpreise auf dem gesamten Laufweg (auch auf Teilstrecken, wo er total leer ist) teurer.

3. Die Politik will es doch so:
https://www.zugreiseblog.de/bundesregierung-fordert-teure...