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Durch Fehlinformations seitens DB Mitarbeiter 6-fachen Preis gezahlt

Ich bin gestern mit DB 50 Card für 6 EUR zu meinen Eltern nach Hause gefahren. Die Rückfahrt hätte ebenso viel gekostet.

Da der Buchungsvorgang via App vor Fahrtantripp 1,2 x abgebrochen wurde, wollte ich mir am Automaten ein Ticket für ebenfalls 6 EUR kaufen. Dabei ist meine Bahn etwas früher als erwartet eingefahren.

Auf die Rückfrage, ob ich an Bord eine Fahrkarte kaufen kann, wurde mir dies mit dem Hinweis auf einen "geringen Aufpreis" bestätigt, weshalb ich den Vorgang am Automaten abgebrochen habe und an Bord gegangen bin.

An Bord gab es keinen Automaten, als der Kontrolleur dann kam, konnte ich direkt bei ihm ein Ticket zum 6-fachen Preis kaufen, die Alternative wäre gewesen, dass er mich als Schwarzfahrer meldet und sanktioniert. Dank DB Card 50 "nur" ~35 EUR. Ohne Bahn Card wäre die Zugfahrt teurer als eine Taxifahrt für die gleiche Strecke gewesen.

Ich fühle mich durch die Falschinformation betrogen vom generellen Umgang mit Kunden ganz zu schweigen. Habe ich Ansprüche?

Nicoo
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kabo
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Sieht korrekt aus, wenn die Rückfahrt in eine IC gemacht wurde.

Die Fahrradmitnahme ist in BaWü in Regionalzügen außerhalb des Berufsverkehrs kostenlos - aber nicht im IC.

Die Nachzahlung wäre auch gering gewesen, wenn Sie ein Nahverkehrsticket gehabt hätten und "nur" den Aufpreis vom Nahverkehrsticket auf das IC-Ticket nachzahlen müssen. Dann fallen nämlich auch die 19€ Bordzuschlag nicht an. Ihr Problem war, dass Sie gar kein Ticket hatten, denn dann zahlt man nicht nur den Ticketpreis, sondern auch den Bordzuschlag.

Hätten Sie mal auf den nächsten Regionalzug gewartet.

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Nicoo
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Hin: Mannheim - Bruchsal
Rück: Bruchsal - Mannheim, der beschriebene Vorfall hat sich auf der Rückfahrt ereignet.

Mir wird als Flexpreis mit BC 50 4,90 € angezeigt. Haben Sie noch die Fahrkarte zum überhöhten Preis von 35 €? Was steht da drauf? Das kommt mir irgendwie seltsam vor.

Nicoo
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IC/EC Fahrkarte , Flexpreis, Kl. 2, 1 BC 50, einfache Fahrt
Von Bruchsal nach Mannheim
Barzahlung 26,75 EUR

Kl: X Fahrradkarte BC50, 6 EUR

Ich hatte ein Fahrrad dabei, auf dem Hinweg wurde mir aber gesagt, wenn die Fahrt außerhalb des Arbeitsverkehrszeit liegt, ist die Fahrradmitnahme kostenlos.

kabo
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Hm. Schwierig.
Schon der Preis der Hinfahrt wäre mit 6€ falsch. Richtig wären 4,90€ mit Bahncard50 im Nahverkehrszug oder 7,75€ im IC.
Mit dem Kauf im Zug ist es so eine Sache:
Im Nahverkehrszug innerhalb von Baden-Württemberg findet überhaupt kein regulärer Fahrkartenverkauf statt, so dass eine Behandlung als Schwarzfahrer korrekt gewesen wäre.
Im IC hätten Sie zwar ein Fahrkarte kaufen können, hätten aber 19€ Bordzuschlag (zusätzlich zum Ticketpreis) zahlen müssen.

Ok. Bordzuschlag im Fernverkehr ist 19 €. Dann hat das eigentliche Ticket 7,75 € gekostet. Dazu kommt dann noch die Fahrradkarte Fernverkehr mit BC für 6 €.

kabo
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Sieht korrekt aus, wenn die Rückfahrt in eine IC gemacht wurde.

Die Fahrradmitnahme ist in BaWü in Regionalzügen außerhalb des Berufsverkehrs kostenlos - aber nicht im IC.

Die Nachzahlung wäre auch gering gewesen, wenn Sie ein Nahverkehrsticket gehabt hätten und "nur" den Aufpreis vom Nahverkehrsticket auf das IC-Ticket nachzahlen müssen. Dann fallen nämlich auch die 19€ Bordzuschlag nicht an. Ihr Problem war, dass Sie gar kein Ticket hatten, denn dann zahlt man nicht nur den Ticketpreis, sondern auch den Bordzuschlag.

Hätten Sie mal auf den nächsten Regionalzug gewartet.

Nicoo
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"Die Nachzahlung wäre auch gering gewesen, wenn Sie ein Nahverkehrsticket gehabt hätten und "nur" den Aufpreis vom Nahverkehrsticket auf das IC-Ticket nachzahlen müssen. Dann fallen nämlich auch die 19€ Bordzuschlag nicht an. Ihr Problem war, dass Sie gar kein Ticket hatten, denn dann zahlt man nicht nur den Ticketpreis, sondern auch den Bordzuschlag.

Hätten Sie mal auf den nächsten Regionalzug gewartet."

1. Gut zu wissen, hatte mir beim Kauf der Hinfahrt kein Ticket für die Rückfahrt bestellt, da ich die unterschiedlichen Preise gesehen habe und noch nicht wusste, welcher es letztendlich wird. Ich kann also einfach den Zug buchen, von dem ich ausgehe, und wenn es ein anderer wird, setze ich mich rein und zahle die Differenz? Ist das nicht eine Art von Schwarzfahren?

2. Genau diese Möglichkeit hatte ich eben nicht, da mir gesagt wurde, ich solle ruhig einsteigen und könne dann ein etwas teureres Ticket an Bord kaufen.

Daher auch nach wie vor meine Frage. Habe ich Ansprüche, die 20 EUR erstattet zu bekommen. Denn dabei handelt es sich mit Sicherheit nicht um einen "geringen Aufpreis". Hätte mich der Mitarbeiter korrekt informiert, hätte ich tatsächlich auf den nächsten Zug gewartet.

Thorbena
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Das ist leider so, dass Sie sich auf die mündlichen Aussagen nicht verlassen können/dürfen. Am Schalter lasse ich mir derlei Dinge mittlerweile schriftlich bestätigen! Ich würde mich an Ihrer Stelle an den Kundendialog wenden und, wenn es tatsächlich so abgelaufen ist, Druck machen. 19€ ist kein "geringer Aufpreis".

Nicoo
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Wo mache ich das am besten? Vor Ort oder via Hotline?

Danke übrigens für die ganzen Antworten.

Joeopitz
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Den Kundendialog erreichen Sie am besten über dieses Formular.

https://www.bahn.de/p/view/home/kontakt/kundendialog.shtm...

Ansonsten
DB Fernverkehr AG
Kundendialog
Postfach 10 06 13
96058 Bamberg

Tel.: 01806 996633 (20 ct/Anruf aus dem Festnetz, Tarif bei Mobilfunk max. 60 ct/Anruf)
Mail: kundendialog@bahn.de

kabo
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"Ich kann also einfach den Zug buchen, von dem ich ausgehe, und wenn es ein anderer wird, setze ich mich rein und zahle die Differenz? Ist das nicht eine Art von Schwarzfahren?"
-> Jein. Es ist kompliziert. Im Allgemeinen kann man sich mit einem Nahverkehrsticket in einen Fernzug setzen und muss "nur" die Preisdifferenz nachzahlen, ohne ein Schwarzfahrer zu sein.
Das gilt nicht(!) für Verbund-Tickets (im nordbadischen Raum z.B. VRN, KVV).
Mannheim-Bruchsal ist weder VRN-Tarif noch KVV-Tarif, also prinzipiell wäre die Nachzahlung möglich.

Jetzt gibt es nun in Baden-Württemberg seit Dez. 2018 den neuen Landestarif (BW-Tarif / "bwegt") - und der verhält sich sehr kryptisch zur Frage der Nachzahlung.

Einerseits heißt es in den Beförderungsbedingungen, Teil B:
9 Übergang Fernverkehr (FV)
(1) Die Benutzung des Fernverkehrs mit dem BW-Tarif auf ausgewählten Strecken ist [...] durch Lösen eines zusätzlichen Fahrausweises „Übergang FV“ für die mit dem Fernverkehr zurückgelegte Teilstrecke möglich. [...]
(2) Eine Liste der Fernverkehrsrelationen, die mit einem Fahrausweis „Übergang FV“ genutzt werden können, ist der Anlage 5 zu entnehmen.

Anlage 5 lautet aber:
"Der Baden-Württemberg-Tarif sieht derzeit keine weitere Nutzung von Fernverkehrsangeboten vor. (...)"

D.h. innerhalb von Baden-Württemberg ist die Aufpreiszahlung von Nahverkehrsticket auf Fernverkehrsticket nur auf ausgewählten Strecken möglich. Es sind aber bislang keine Strecken ausgewählt ...

Vielleicht könnte die DB für Aufklärung sorgen ..?

Hallo kabo,

hier können wir uns auch nur an das halten, was der BW-Tarif vorgibt. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass dies angedacht war/ist, man sich aktuell aber noch nicht auf Strecken geeinigt hat, wo man dies zulässt. Möglicherweise war dies auch bei der Ausarbeitung des Tarifs für die Strecke Stuttgart—Singen vorgesehen, auf der ja aber Nahverkehrstickets ohne Aufpreis gelten. Dies ist jedoch nur eine Mutmaßung. /ti