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Erstattung NRW-Ticket wegen Nichtleistung

Guten Tag, ich habe heute ein NRW-Ticket gekauft, nur Minuten später wurde bekannt, dass ich aufgrund mehrerer Zugausfälle erst über 2 Stunden später als geplant ankommen würde, wodurch die Reise sinnlos wurde. Am Schalter zeigte der Mitarbeiter selbstherrlich auf das "keine Erstattung" und erklärte mir nach meinem Insistieren, da ich die Leistung ja gar nicht erhalte, dass das eine Ausnahme sei und ich dankbar sein solle. Woher kommt diese Arroganz und warum bildet sich die DB ein, dass ihr die Gelder der Kunden auch ohne Gegenleistung zustünden?

Thorbena
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„Woher kommt diese Arroganz und warum bildet sich die DB ein, dass ihr die Gelder der Kunden auch ohne Gegenleistung zustünden?“

Das ist erst mal eine Frage der Weltanschauung: „Unsere AGB sind heilig, nicht etwa der gesunde Menschenverstand“, daher eben:

„warum bildet sich die DB ein, dass ihr die Gelder der Kunden auch ohne Gegenleistung zustünden?“

Daher eben der Rat, das Fahrgastrechteformular auszufüllen – und wenn das alles nichts bringt, sich bei der SÖP zu beschweren.

„wenn man das Ticket kauft, weil es für Hin- und Rückfahrt 1€ spart UND den Aufwand für den Kauf einer Rückfahrkarte am Zielbahnhof, ist es Tobak , von "starker Ermäßigung " zu sprechen“

Das geht immer nach Schema F, wie in einem für mich lehrreichen Fall, in dem die reine Bahnfahrt sogar mit Flexpreis billiger gewesen wäre und ich vorher nur etwas mit der Straßenbahn spazieren gefahren war.

Mit Sonderangeboten hat man fast keine Fahrgastrechte:

https://community.bahn.de/questions/950407-habe-anspruch-...

„Mit Sonderangeboten wie Länder- oder Schönem-Wochenend-Ticket ist man dagegen fast rechtloser Passagier
...
Mein Schlüsselerlebnis mit dem Schönen-Wochenend-Ticket auf EINFACHER Fahrt … Mitfahrt im IC mit meiner „erheblich ermäßigten Fahrkarte“ zu heute 40€ (statt Normalpreis mit Bahncard25 zu 35,10€!) verweigert! In Augsburg wiederholte sich das Ganze: … Mitfahrt in IC oder ICE wieder verweigert. (Teure Reklame für die Sonderangebote fällt nach solchen für das Kleingedruckte sensibilisierenden Erlebnissen dann natürlich beim potentiellen Kunden auf unfruchtbaren Boden; ca. 250km lassen sich ja schließlich auch problemlos und flexibel im Auto bewältigen.) Verbietet die EU der DB denn irgendwelche faire und kulante Ausführungsbestimmungen folgender Art:
• Abweichend von den EU-Mindestanforderungen wird Beförderer und Kunden mit Nahverkehrskarten das lästige Lösen und Erstatten der Übergangskarten auf den IC(E) erspart; auch Kunden mit Nahverkehrskarten können einfach den nächsten reservierungsfreien Zug nutzen – sogar mit Nahverkehrs-Sonderangeboten.“

„„wenn man das Ticket kauft, weil es für Hin- und Rückfahrt 1€ spart UND den Aufwand für den Kauf einer Rückfahrkarte am Zielbahnhof, ist es Tobak , von "starker Ermäßigung " zu sprechen“
-> Das ist kein starker Tobak, das ist europäisches Recht. Es gibt eine "europäische Verordnung (EG) 1371/2007 über die Rechte und Pflichten der Fahrgäste im Eisenbahnverkehr“. Danach gilt das von Ihnen erworbene Ticket als „Ticket mit stark ermäßigten Fahrpreis“. Ausdrücklich sind die Entschädigungen nach (EG) 1371/2007 eingeschränkt.“

Sorry, diese verfälschende Darstellung ist jetzt aber auch starker Tobak:

Die Eu-Verordnung soll(!) eigentlich für alle Fahrkarten und Züge gelten.
https://europa.eu/youreurope/citizens/travel/passenger-ri...
Alledings gibt es einen Weichmacher:
„Die europäischen Länder können selbst entscheiden, ob diese Rechte auch für Züge gelten, die im Inland (innerstädtischer Schienenverkehr, Nahverkehrs- und Regionalzüge usw.) verkehren, und für internationale Züge mit Ursprungs- oder Zielbahnhof außerhalb der EU.“

Im Originaltext

https://europa.eu/youreurope/citizens/travel/passenger-ri...

steht überhaupt nichts von „erheblich ermäßigten Fahrkarten“! Die sollten also nach EU-Standard eigentlich die gleichen Rechte gewähren! Allerdings findet sich ein leider ein Schlupfloch, das die DB und andere deutsche Beförderer kräftig ausnutzen:

(26)
Schienenpersonenverkehrsdienste des Stadtverkehrs, Vorortverkehrs oder Regionalverkehrs unterscheiden sich ihrer Art nach von Fernverkehrsdiensten. Die Mitgliedstaaten sollten deshalb die Möglichkeit haben, Ausnahmen von der Anwendung der Bestimmungen dieser Verordnung — mit Ausnahme einiger Bestimmungen, die für alle Schienenpersonenverkehrsdienste in der gesamten Gemeinschaft gelten sollten —, für Schienenpersonenverkehrsdienste des Stadtverkehrs, Vorortverkehrs oder Regionalverkehrs zu gewähren.

Der Minimum EU-Standard für den Fernverkehr gilt daher IN DEUTSCHLAND leider nicht für den Nahverkehr: Mit einem Nahverkehrs-Flexpreis-Ticket hat man immerhin noch gewisse Rechte, muß aber z.B. eine IC(E)-Fahrkarte kaufen, die man hinterher erstattet bekommt. Aber mit einem (wenn auch nur angeblich) erheblich ermäßigten Fahrausweis hat man nur Minimalst-Rechte mit erheblichen Einschränkungen gegenüber dem EU-Standard:

https://www.fahrgastrechte.info/

bzw. ab S. 22 hier:

https://www.bahn.de/p/view/mdb/bahnintern/agb/gesamt_2019...

Das Recht zum Rücktritt bei mehr als 60 Minuten zu erwartender Verpätung am Ziel gehört aber immerhin eindeutig noch zu den Mindestrechten, die man doch noch hat. Daher erwarte ich eigentlich die problemlose Erstattung an einem DB-Schalter, sofern ich die Karte an einem DB-Automat gekauft habe. Aber statt lang zu diskutieren würde ich dann einfach ein Fahrgastrechte-Formular mit Frei-Umschlag verlangen.

Fazit: Man sollte solch ein Sonderangebot wirklich nur dann kaufen, wenn es tatsächlich erheblich ermäßigt ist und sich der erheblichen Nachteile auch bewußt sein.

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kabo
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Füllen Sie das Fahrgastrechteformular aus (von fahrgastrechte.info), kreuzen Sie das Feld "ich habe die Reise wegen Verspätung nicht angetreten" an und senden Formular + unbenutztes Ticket an das Servicecenter Fahrgastrechte. Da erhalten Sie 100% Erstattung.

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Thorbena
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@kabo Das war nicht die Frage. das Geld habe ich auch wieder, dank der großen Güte des Mitarbeiters

Thorbena
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wenn man das Ticket kauft, weil es für Hin- und Rückfahrt 1€ spart UND den Aufwand für den Kauf einer Rückfahrkarte am Zielbahnhof, ist es Tobak , von "starker Ermäßigung " zu sprechen

kabo
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Fangen wir mal mit harten Fakten an:
Wo haben Sie das Ticket gekauft (Schalter, online, Automat, ...)?
Falls Automat: gehört der Automat der DB oder einem anderen Bahnbetreiber?
Falls der Automat der DB gehört: Mit welchem Zahlungsmittel wurde bezahlt?

Dass ein Ticket am Schalter gleich gegen Geld erstattet wird, ist auch im Fahrgastrechte-Fall eher eine Ausnahme als die Regel. Ein verbindlicher Anspruch darauf besteht nicht.

Aber der Mitarbeiter hätte Ihnen ein Fahrgastrechteformular aushändigen müssen und (nachdem Sie es ausgefüllt haben) wieder entgegen nehmen müssen und an das Servicecenter Fahrgastrechte weiterleiten müssen.

Thorbena
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Die Frage ist schlichtweg, warum die DB es gerne auf Eskalation ankommen lässt. Freundlich war der Mitarbeiter nicht, sondern er reagierte auf meine sachlich vorgetragene Bitte herablassend. Dass solcherlei Fahrkarten Umtausch und Erstattung zunächst ausschließen, ist ja trotzdem kein Freifahrtschein. Für eine einstündige Fahrt erstmal 2 Stunden nicht vom Bahnhof wegzukommen ist unverhältnismäßig und da steht der DB dieses Verhalten nicht gut an. Ich bin nicht mehr bereit, das unkommentiert entgegenzunehmen. Das ist nicht zu rechtfertigen. Aber bitte: Wo ist denn dann offiziell die Grenze? Wie wenig muss ich geboten bekommen, dass ich das Länderticket anstandslos voll zahlen soll? Soll ich mich mit einer Fahrt nach Bielefeld begnügen, wo ich eigentlich nach Siegburg wollte o.ä. anscheinend ja.

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Also bei einer voraussichtlichen Verspätung von 2 Stunden würde sich meine Dankbarkeit für die Erstattung eines Tickets, das für mich wertlos geworden ist, auch in Grenzen halten.

kirroyal
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Warum wird hier so darauf herumgeritten, dass es sich um ein "Ticket mit stark ermäßigtem Fahrpreis" handelt? Das ist zwar sachlich richtig, hat aber mit dem geschilderten Fall überhaupt nichts zu tun. Hier geht es um eine Erstattung, weil die Fahrt aufgrund einer Verspätung über 60 Minuten nicht angetreten wurde, und hier gibt es keine Einschränkungen.

Wenn die Verspätung am Schalter nachgeprüft werden kann, ist dort direkt die Erstattung möglich, auch beim NRW-Tarif. Das hat nichts mit Kulanz zu tun, sondern ist tariflich so vorgesehen. Letztendlich scheint es dann ja auch geklappt zu haben...

DB
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Hallo Thorbena,

die Aussage von kirroyal ist korrekt. Ab einer Verspätung von 60 Minuten können Sie vom Beförderungsvertrag zurücktreten und sich den Fahrpreis voll erstatten lassen. Warum der Mitarbeiter hier herablassend reagierte, erschließt sich mir nicht ganz, ich bitte Sie dafür aber um Entschuldigung. /ti

kabo
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Dass Sie einen Anspruch auf 100%-Erstattung des Tickets hatten, ist doch völlig klar - das bestreitet doch keiner (zumindest nicht hier in diesem Forum).

Aber fast genau so sicher ist, dass kein unmittelbarer Anspruch auf sofortige Erstattung vor Ort bestand.
Sofortige Erstattung vor Ort am Schalter ist ein "kann" (kein "muss"). Bei Online gekauften Tickets besteht z.B. das Problem, dass man am Schalter gar nicht uneingeschränkt prüfen kann, ob das Ticket zwischen zeitlich storniert wurde, unbezahlt geblieben ist, oder das Ticket vielleicht sogar schon (an einem anderen Schalter) erstattet wurde.

Der Schaltermitnarbeiter hätte das Ticket aber (zusammen mit dem von Ihnen ausgefüllten Fahrgastrechteformular) entgegennehmen müssen und an das Servicecenter Fahrgastrechte weiterleiten müssen.

Richtig ist, dasss das NRW-Ticket zu den sogenannten "besonders ermäßigten" Angeboten im Sinne der EU-Verordnung gehört. Da sind die Fahrgastrechte eingeschränkt. Das betrifft aber nur das Recht auf Kostenerstattung für einen Fernzug mit Mehrpreis, wenn der Regionalzug ausgefallen / verspätet ist. Bei Rückgabe des unbenutzten Tickets hat das keine Auswirkung.

Leo
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„Woher kommt diese Arroganz und warum bildet sich die DB ein, dass ihr die Gelder der Kunden auch ohne Gegenleistung zustünden?“

Das ist erst mal eine Frage der Weltanschauung: „Unsere AGB sind heilig, nicht etwa der gesunde Menschenverstand“, daher eben:

„warum bildet sich die DB ein, dass ihr die Gelder der Kunden auch ohne Gegenleistung zustünden?“

Daher eben der Rat, das Fahrgastrechteformular auszufüllen – und wenn das alles nichts bringt, sich bei der SÖP zu beschweren.

„wenn man das Ticket kauft, weil es für Hin- und Rückfahrt 1€ spart UND den Aufwand für den Kauf einer Rückfahrkarte am Zielbahnhof, ist es Tobak , von "starker Ermäßigung " zu sprechen“

Das geht immer nach Schema F, wie in einem für mich lehrreichen Fall, in dem die reine Bahnfahrt sogar mit Flexpreis billiger gewesen wäre und ich vorher nur etwas mit der Straßenbahn spazieren gefahren war.

Mit Sonderangeboten hat man fast keine Fahrgastrechte:

https://community.bahn.de/questions/950407-habe-anspruch-...

„Mit Sonderangeboten wie Länder- oder Schönem-Wochenend-Ticket ist man dagegen fast rechtloser Passagier
...
Mein Schlüsselerlebnis mit dem Schönen-Wochenend-Ticket auf EINFACHER Fahrt … Mitfahrt im IC mit meiner „erheblich ermäßigten Fahrkarte“ zu heute 40€ (statt Normalpreis mit Bahncard25 zu 35,10€!) verweigert! In Augsburg wiederholte sich das Ganze: … Mitfahrt in IC oder ICE wieder verweigert. (Teure Reklame für die Sonderangebote fällt nach solchen für das Kleingedruckte sensibilisierenden Erlebnissen dann natürlich beim potentiellen Kunden auf unfruchtbaren Boden; ca. 250km lassen sich ja schließlich auch problemlos und flexibel im Auto bewältigen.) Verbietet die EU der DB denn irgendwelche faire und kulante Ausführungsbestimmungen folgender Art:
• Abweichend von den EU-Mindestanforderungen wird Beförderer und Kunden mit Nahverkehrskarten das lästige Lösen und Erstatten der Übergangskarten auf den IC(E) erspart; auch Kunden mit Nahverkehrskarten können einfach den nächsten reservierungsfreien Zug nutzen – sogar mit Nahverkehrs-Sonderangeboten.“

„„wenn man das Ticket kauft, weil es für Hin- und Rückfahrt 1€ spart UND den Aufwand für den Kauf einer Rückfahrkarte am Zielbahnhof, ist es Tobak , von "starker Ermäßigung " zu sprechen“
-> Das ist kein starker Tobak, das ist europäisches Recht. Es gibt eine "europäische Verordnung (EG) 1371/2007 über die Rechte und Pflichten der Fahrgäste im Eisenbahnverkehr“. Danach gilt das von Ihnen erworbene Ticket als „Ticket mit stark ermäßigten Fahrpreis“. Ausdrücklich sind die Entschädigungen nach (EG) 1371/2007 eingeschränkt.“

Sorry, diese verfälschende Darstellung ist jetzt aber auch starker Tobak:

Die Eu-Verordnung soll(!) eigentlich für alle Fahrkarten und Züge gelten.
https://europa.eu/youreurope/citizens/travel/passenger-ri...
Alledings gibt es einen Weichmacher:
„Die europäischen Länder können selbst entscheiden, ob diese Rechte auch für Züge gelten, die im Inland (innerstädtischer Schienenverkehr, Nahverkehrs- und Regionalzüge usw.) verkehren, und für internationale Züge mit Ursprungs- oder Zielbahnhof außerhalb der EU.“

Im Originaltext

https://europa.eu/youreurope/citizens/travel/passenger-ri...

steht überhaupt nichts von „erheblich ermäßigten Fahrkarten“! Die sollten also nach EU-Standard eigentlich die gleichen Rechte gewähren! Allerdings findet sich ein leider ein Schlupfloch, das die DB und andere deutsche Beförderer kräftig ausnutzen:

(26)
Schienenpersonenverkehrsdienste des Stadtverkehrs, Vorortverkehrs oder Regionalverkehrs unterscheiden sich ihrer Art nach von Fernverkehrsdiensten. Die Mitgliedstaaten sollten deshalb die Möglichkeit haben, Ausnahmen von der Anwendung der Bestimmungen dieser Verordnung — mit Ausnahme einiger Bestimmungen, die für alle Schienenpersonenverkehrsdienste in der gesamten Gemeinschaft gelten sollten —, für Schienenpersonenverkehrsdienste des Stadtverkehrs, Vorortverkehrs oder Regionalverkehrs zu gewähren.

Der Minimum EU-Standard für den Fernverkehr gilt daher IN DEUTSCHLAND leider nicht für den Nahverkehr: Mit einem Nahverkehrs-Flexpreis-Ticket hat man immerhin noch gewisse Rechte, muß aber z.B. eine IC(E)-Fahrkarte kaufen, die man hinterher erstattet bekommt. Aber mit einem (wenn auch nur angeblich) erheblich ermäßigten Fahrausweis hat man nur Minimalst-Rechte mit erheblichen Einschränkungen gegenüber dem EU-Standard:

https://www.fahrgastrechte.info/

bzw. ab S. 22 hier:

https://www.bahn.de/p/view/mdb/bahnintern/agb/gesamt_2019...

Das Recht zum Rücktritt bei mehr als 60 Minuten zu erwartender Verpätung am Ziel gehört aber immerhin eindeutig noch zu den Mindestrechten, die man doch noch hat. Daher erwarte ich eigentlich die problemlose Erstattung an einem DB-Schalter, sofern ich die Karte an einem DB-Automat gekauft habe. Aber statt lang zu diskutieren würde ich dann einfach ein Fahrgastrechte-Formular mit Frei-Umschlag verlangen.

Fazit: Man sollte solch ein Sonderangebot wirklich nur dann kaufen, wenn es tatsächlich erheblich ermäßigt ist und sich der erheblichen Nachteile auch bewußt sein.

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Hallo Joeopitz,

was bei den stark ermäßigten Tickets nicht greift, ist die 20-Minuten-Regelung und die einfache Nutzung höherwertigerer Züge. Die Regelungen ab 60 Minuten gelten für alle Fahrkarten. /ti

Thorbena
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Vielen Dank für die erhellenden Antworten! Mir hat es bestätigt, dass mein Insistieren am Schalter (leider) berechtigt war.

DieAGtutweh
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Im Ganzen kann ich die Empörung von Thorbena nachvollziehen. Sie deckt sich komplett mit meinen Erfahrungen (besonders verstärkt in diesem milden Winter).
Die Trennung von Fahrkartenverkauf und Erstattung ist so nicht nachvollziehen.
Fahrtenverkauf: jederzeit, gerne, besonders wenn damit keine physische Handlung einhergeht. Erstattung: bloß nicht, da kann ja jeder kommen, Reisecenter geschlossen (wg. Urlaub, Krankheit, keiner da...), gegen Briefporto, 'kann man auch ohne einwerfen'.. haha, handschriftlich oder am PC ausfüllen... keine Sorge wie fragen sie nach der Bankverbindung noch 2mal, oder geben keine Rückmeldung.
Ich habe jetzt erstmals eine Lastschrift für eine nicht erbrachte Leistung zurückgehen lassen, da die Leistung dafür nachweislich nicht erbracht wurde. Nach den nach wie vor geltenden Gesetzen des BGB und HGB sind solche Abbuchungen (Erschleichung von Geldern trifft es besser) illegal!
Dem Ärger mit einem über den geltenden Bestimmungen stehenden System Bahn sehe ich schon entgegen.
Erste Anzeichen sind, das heute keine Lastschriftbuchungen möglich sind... wg. angeblicher Phishing-mails... na wer phisht denn da???
Nebenbei war das mal gänzlich anders zu Beginn der Zeiten der Handterminals: da wurde der Betrag gleichzeitig mit dem Kontrollvorgang abgebucht, nicht vorher und nicht nachher.
Das war am Anfang der Ära Mehdorn, bis der eine Möglichkeit der Bilanzverschönerung darin sah, diese Form der Transparenz zu unterlassen.

Als Bonmot nebenbei sei erwähnt, dass die wenigsten Bahnmitarbeiter ihr eigenes Fortbewegungsmittel zur Fahrt auf und von der Arbeit nutzen... wg. unpünktlichen Erscheinens auf der Arbeit und der damit einhergehenden arbeitsrechtlichen Konsequenzen. Ein KFZ zu haben ist quasi Pflicht!

Auf eine kompetente Rückmeldung von Seiten der community Mitarbeiter bitte ich daher zu unterlassen.

DB
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Hallo SiggiC, gern können Sie sich hier sachlich an der Diskussion beteiligen. Ihren Kommentar mit Beleidungen lösche ich. /ch