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Wie ist der vertretbare Aufwand für Erstattung eine Erstattung der Sitzplatzreservierung bei belegtem Sitzplatz

Mein Sohn fährt genau jetzt, am 21.2.2019 mit dem gebuchten und bezahlten Ticket für den Zug IC 2023 ab Bremen 8:44. Der gebuchte und mit 4,50 € bezahlte Sitzplatz ist belegt. Der Zugbegleiter gibt die Auskunft: Ja, die Dame darf dort sitzen bleiben, auch wenn sie keine Reservierung hat, aber ihr eigener Zug ist ausgefallen und für diese Wagengattung ist eine Reservierung sowieso nicht möglich. "Aber ich habe doch meine Resrevierung hier in der Hand". "Kann nicht sein, sie sehen doch, Reservierungen werden nicht angezeigt". Was ist denn nun mit der bezahlten eigenen Reservierung? Pech gahabt. Das kann es doch wohl nicht sein!
Wenn 100.000 Fahrgästen die 4,50 € abverlangt werden pro Reservierung und die Leistung nicht erbracht wird und der Geschädigte den AUFWAND für die Erstattung der 4,50 € nicht leisten kann, dann bleiben 450.000 € in der Kasse der Bahn. Ist das die Idee?

Prepeneit
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Man kann sich die 4,50 Euro in der Regel unkompliziert in bar zurückholen, wenn man in ein DB-Reisezentrum geht. Allerdings ist das natürlich keine 'Entschädigung' für den Ärger, den man als Kunde hat, wenn ein reservierter Platz aufgrund von DB-Verschulden nicht zur Verfügung steht. Das passiert ja laufend... Die Reaktion des Zugbegleiters kann ich auch nicht nachvollziehen - selbst wenn Reservierungen nicht angezeigt werden (was ja ebenfalls ständig vorkommt...), müsste man den Platz doch einnehmen können, wenn die Angaben auf der Reservierung zum Sitzplatz passen.
Damit sollten Sie sich vielleicht auch nochmal per Mail an den Kundendialog wenden.

„Man kann sich die 4,50 Euro in der Regel unkompliziert in bar zurückholen, wenn man in ein DB-Reisezentrum geht.“
-> In der Regel heißt konkret, es muss ein Reservierungsproblem für diesen Zug im System hinterlegt sein.

Wenn z.B. ein anderer Wagentyp (Ersatzzug) eingesetzt wird gelten die Reservierungen nicht mehr, da die Plätze nicht mehr so existieren (andere Wagen-/Sitznummern). Für den dann eingesetzten Wagentyp sind tatsächlich keine Reservierungen möglich. Ich vermute das war so, und der Zugbegleiter wollte das Ihrem Sohn erklären. Offensichtlich haben beide aneinander vorbeigeredet und mit dem Hinweis das keine Reservierungen angezeigt werden, wollte der ZUB Ihrem Sohn erklären, dass seine Reservierung nicht gilt.
Das ist der typische Fall. Da dann die Reservierung tatsächlich nicht mehr gegolten hat, ist das so im System hinterlegt und die Erstattung der Reservierungsgebühr in Reisezentrum geht problemlos.

Wenn der Platz tatsächlich noch für Ihren Sohn reserviert war und es eine Entscheidung des Schaffners war, diesen Platz jemand anderem zuzuweisen, dann sollte Ihr Sohn sich das vom Schaffner bescheinigen lassen, da das im Reisezentrum nicht nachgeprüft werden kann. Mit der Bescheinigung ist das dann auch problemlos im Reisezentrum.

Wichtig ist, das der Platz auch rechtzeitig aufgesucht wurde. 15 Minuten nach Abfahrt des Zuges vom auf der Reservierung angegebenen Bahnhofs erlischt der Anspruch auf den reservierten Platz.

Falls es inzwischen zu spät für diesen Tipp ist oder es im Reisezentrum nicht klappt, kann man sich noch an den Kundendialog wenden. Vielleicht ermöglicht man da etwas.

https://www.bahn.de/p/view/home/kontakt/kundendialog.shtm...

evng
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Ob die Reservierung nicht angezeigt wird oder ob die Reserverungen nicht gültig sind, sind zwei verschiedene Dinge (und vielleicht war wirklich beides der Fall, wie Joeopitz vermutet).
Mir ist allerdings die Regel nicht klar, wann bei fehlender Anzeige die Reservierungen als nicht gültig erklärt werden. Ich habe schon beides öfter erlebt, dass (trotz richtiger Wagenzusammensetzung, also kein Ersatzzug) mal drauf hingewiesen wurde, dass Reservierungsinhabern Platz gemacht werden soll, oder dass die Reservierungen für ungültig erklärt wurden. Ersteres ist für Besitzer von Reservierungen komfortabler, letzteres für flexibel Reisende ohne Reservierung.

„Mir ist allerdings die Regel nicht klar, wann bei fehlender Anzeige die Reservierungen als nicht gültig erklärt werden.“
-> Wenn tatsächlich der geplante Zug fährt und die Reservierung nur nicht angezeigt wird liegt das meist daran, dass die Daten nicht rechtzeitig vor der Abfahrt am Bereitstellungsbahnhof in das Zugsystem eingespielt werden konnten. Die Reservierung gelten, Sie werden nur nicht angezeigt.

Wird dagegen ein anderer Wagentyp eingesetzt, dann kann die Reservierung nicht eingespielt werden, weil das System im Zug die unpassenden Daten ablehnt. Auch wenn der Wagen ähnlich ist, führt bereits ein unterschiedlicher Sitz dazu. In diesem Fall wird die Reservierung ungültig.

Dass „trotz richtiger Wagenzusammensetzung, also kein Ersatzzug“ eine Reservierung nicht gilt, sollte die Ausnahme sein.

Prepeneit
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An Joeopiz und evng und Benutzerin, die mir alle geantwortet haben.
Zunächst "DANKE" für die vielen guten Antworten und Hinweise.
Die Wirklichkeit holt uns ein!
Mein Sohn ist mit diesem IC über Dortmund nach Aachen weitergefahren.
In Aachen zum Reisezentrum gegangen, sich angestellt und nach 20 Minuten Wartezeit von dem dort sitzenden Beamten sehr unprofessionell und unhöflich behandelt worden wie ein Betrüger. Obwohl die Zugbegleiterin und ein weiterer Zugbegleiter ( das lässt sich wunderbar nachprüfen ) gesagt haben, gehen Sie mit diesem hier im Zug abgestempelten Reservierungsnachweis zum Reisezentrum, dann bekommen Sie 4,50 € bar ertattet wurde behauptet, eine Überprüfung der Richtigkeit sei nich im Reisezentrum möglich, nehmen Sie diesen Anforderungsbeleg, füllen sie diesen aus und senden sie diesen Ein.

Erinnern Sie sich bitte alle an meine ursprüngliche Aussage:
Wenn 100.000 Fahrgästen die 4,50 € abverlangt werden pro Reservierung und die Leistung nicht erbracht wird und der Geschädigte den AUFWAND für die Erstattung der 4,50 € nicht leisten kann, dann bleiben 450.000 € in der Kasse der Bahn. Ist das die Idee?

Mein Ergebnis nach diesem zusätzlichen Verhalten der DB im Reisezentrum im Bahnhof Aachen:
Ja, das ist wohl die Idee ! Die Fixkosten des Beamten im Reisezentrum sind bei Ausgabe des Antragsformulars ja / nein dieselben. Die nicht erstatteten 4,50 e spüle ich abe in die Kasse.

DB
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Team

Hallo Prepeneit,

dass Ihr Sohn seine Sitzplatzreservierung nicht in Anspruch nehmen konnte, ist wirklich bedauerlich. Wenn im System nicht nachvollziehbar ist, dass die Reservierung nicht genutzt werden konnte und auch kein Vermerk vom Zugpersonal auf dem Ticket gemacht wurde, können die Kollegen im DB Reisezentrum die Reservierungskosten nicht erstatten. Ich empfehle Ihrem Sohn, sich mit dem genauen Sachverhalt an den Kundendialog zu wenden. Die Kontaktmöglichkeiten hat Ihnen ja bereits Joeopitz verlinkt. /ni

Prepeneit
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Sehr geehrte DB Team,
vielen Dank für Ihre Antwort. Mein Sohn wird dies tun, da 4,50 €, die einem als Rückerstattung für nicht erbrachte Leistung zustehen, nicht liegen gelassen werden. Dennoch wäre es ein Schritt in die richtige Richtung, wenn die Bahn sich hierbei auch eines Lernprozesses bedienen würde und nicht Freude darüber empfindet, dass wieder ein unzufriedener Kunde, der den zeitlichen Aufwand für seinen Schaden trägt, nicht mehr auftaucht in der Liste. Das Zugapersonal ( 2 Personen ) haben die Vorgehensweise für meinen Sohn VORGEGEBEN und dazu die Reservierung abgestempelt. Der zeitliche Aufwand im Reisezentrum, der Frust über die unfreundliche Behandlung und der dann jetzt weitere anschließende zeitliche und kostenverursachende Aufwand stehen wirtschaftlich in keinem Verhältnis zu der berechtigten Rückerstattung und einem nicht erkennbaren Veränderungsprozess bei der Bahn.
An dieser Stelle danke ich allen Beteiligten an dieser Diskussion und klinke mich jetzt aus dieser aus. Der Frust, der Ärger, die Enttäuschung und das Wissen um den nächsten Schaden bleiben. Es ist kein Trost, dass es so viele Reisende betrifft und viele,die sich nicht die Mühe machen, dies hier zu zeigen und zu benennen.
Mein Vorschlag: Jeden Monat reist der Bahnvorstand bestimmte Teststrecken selber mit der Bahn. Das bedeutet der Koch ist sein Essen einmal selbst und merkt, wie schrecklich es schmeckt.

Sparflieger
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@DB

Was mir nicht in den Kopf will ist der Umstand, dass es laut http://www.grahnert.de/fernbahn/ice-ersatz2019.html für desen Zug anscheinend keine feste Wagenreihung gibt und es sind trotz unterschiedlichster Wagentypn Reservierungen möglich.

Sonst werden doch Reservierungen wegen der kleinsten für den Kunden nicht nachvollziehbaren Gründe gesperrt.

Da sind doch die Schwierigkeiten vorprogrammiert.