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Wie hoch ist die Nachberechnung bei fehlender BC25?

Bei Nachberechnung wegen fehlender BC25 sollten 25% nachberechnet werden. Es wurden jedoch 75% des bereits gezahlten Ticketpreises nachberechnet statt 25%. Wie bekomme ich das zu viel gezahlte Geld zurück?

DSii
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Joeopitz
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Hallo DSii,

offensichtlich geht die Rechnung auf, wenn man wie kabo mit einer Platzreservierung rechnet.
"43,85€ incl. 4,50€ Reservierung, macht ein Ticketpreis von 39,35€.
Bei einem Ticketpreis von 39,35€ incl. Bahncard-Rabatt hätte das Ticket ohne Bahncard 52,50€ gekostet. [...] Ihnen wurden also 25% von 52,50€ = 13,10€ zuzüglich 19€ Bordzuschlag berechnet. (13,10€ + 19€ = 32,10€)" [Zitat kabo]

Das ist der nachzuzahlende Betrag nach Punkt 3.8.2. der Beförderungsbedingungen der Bahn. So wird er bei allen Kunden, also auch bei Ihnen berechnet.

Der von kabo formulierte Einwand mit dem anteiligen Bordzuschlag entspringt dem ungenau formulierten Punkt 2.3. der BahnCard-Bedingungen. Ich bezweifle war, dass Sie Erfolg haben werden die 14,25 EUR zurückzubekommen, aber versuchen Sie es. Vielleicht klappt es ja. Oder es wird doch mal der Punkt in den BahnCard-Bedingungen präzise formuliert.

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Es werden 25% des Flexpreises nachberechnet.

kabo
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Wenn das bereits vorhandene Ticket ein Sparpreis / Supersparpreis ist, kann es durchaus sein, dass die Nachzahlung gefühlt zu hoch ausfällt.
Sie beträgt nämlich bei fehlener Bahncard25 immer 25% des Flexpreises - auch wenn das ursprüngliche Ticket ein Sparpreis oder Supersparpreis ist.
Dazu kommt noch der Bordzuschlag, wobei nach den Beförderungsbedingungen der Bordzuschlag nur anteilig anfällt - was auch noch für Irritationen sorgt.

kabo
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Außerdem liegt der Ausgangsfrage natürlich eine mathematische Fehleinschätzung zugrunde:
Selbst bei einem Flexpreisticket beträgt die Nachzahlung nicht 25% vom gezahlten Ticketpreis sondern 25% von dem Preis, den das Ticket ohne Bahncard gekostet hätte.
(Bespiel: Flexpreis ohne Bahncard 80€, mit BC25 also 60€. Kann man keine BC25 vorweisen, muss man 20€ plus anteiligem Bordzuschlag nachzahlen. 20€ sind nicht 25% von 60€, sondern 25% von 80€).

Rein Interessehalber: Für welche Strecke musste nachgezahlt werden und wie hoch war der Nachzahlungsbetrag in Euro? - Evtl.ist nämlich zu viel Bordzuschlag kassiert worden. Nach den Bahncardbedingungen wird der nur anteilig fällig - Zugbegleiter kassieren aber oft voll. Das macht 14,25€ aus, die man evtl. zurückfordern könnte.

Joeopitz
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Hallo DSii,

"Wie hoch ist die Nachberechnung bei fehlender BC25?"
25% vom Flexpreis plus 19 EUR Bordzuschlag.

"Bei Nachberechnung wegen fehlender BC25 sollten 25% nachberechnet werden. Es wurden jedoch 75% des bereits gezahlten Ticketpreises nachberechnet statt 25%."
-> Es sollten nicht 25% nachberechnet werden, schon garnicht 25% vom Ticketpreis. es werden 25% vom Flexprreis plus 19 EUR Bordzuschlag nachberechnet.

Beispiel Flexticket 80 EUR. Supersparpreis mit BC Rabatt 14,90.EUR.
Keine BahnCard zum Vorzeigen, dann werden 20 EUR (25% Flexpreis) plus 19 EUR (Zuschlag) also 39 EUR nachberechnet.

Wie bekomme ich das zu viel gezahlte Geld zurück?
->Wenn Sie keine zum Zeitpunkt der Fahrt gültige BahnCard besitzen, dann überhaupt nicht. Sollten Sie die BahnCard besitzen, haben Sie 14 Tage Zeit diese in einem Reisezentrum vorzulegen. Dann fallen nur 7 EUR Bearbeitungsgebühr an, der Rest wird erstattet.

DSii
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Es wurde der Flexpreis bezahlt 43,85€, die Nachberechnung waren 32,10€.
25% wären also 10,96€. Selbst wenn hier 19€ (für was genau???) drauf geschlagen worden wären, käme ich trotzdem nicht auf 32,10

kabo
kabo

kabo

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Vermute ich richtig, dass in den 43,85€ eine Sitzplatzreservierung enthalten war?

Sparflieger
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Den von Ihnen genannten Wert 43, 85 dürfen sie aber nicht als Grundlage nehmen.

Umgerchnet war der anwendbare Flexpreis 58,50€ hoch.

Das ergibt eine Differenz von 14,65 zzgl Bordzuschlag

Joeopitz
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Beim Nachrechnen komme ich auch nicht auf 32,10 EUR

Wenn Sie 43,85 bezahlt haben, dann müsste der Flexpreis ohne BC Rabatt 58,50 betragen haben.
25% davon sind 14,63. Plus 19 EUR Bordzuschlag sind 33.,63 EUR.

Sie haben "nur" 32,10 EUR gezahlt.

Allerdings ist mir das mit dem anteiligen Bordzuschlag neu. Vielleicht erklärt sich daraus die Differenz. Da müsste sie aber höher sein.

pedaa19
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Um welche Relation (von/nach) geht es?

kabo
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Es geht auf, wenn eine Platzreservierung drin ist:

43,85€ incl. 4,50€ Reservierung, macht ein Ticketpreis von 39,35€.
Bei einem Ticketpreis von 39,35€ incl. Bahncard-Rabatt hätte das Ticket ohne Bahncard 52,50€ gekostet, denn 52,50€ abzüglich 25% Rabatt ergeben 39,35€.

Ihnen wurden also 25% von 52,50€ = 13,10€ zuzüglich 19€ Bordzuschlag berechnet.
(13,10€ + 19€ = 32,10€)

Das ist aber der Fehler, den ich oben erwähnt habe. Es wurde der volle Bordzuschlag berechnet, was in der Verkaufssoftware so hinterlegt ist, aber den Bahncardbedingungen widerspricht. (Eines meiner Lieblingsthemen, wie Stamm-User hier wissen).

In den Bahncardbedingungen steht, dass die Nachzahlung 25% vom Bordpreis beträgt.
Der Bordpreis ist der volle Flexpreis (52,50€) zuzüglich 19€ Bordzuschlag = 71,50€. Davon hätten Sie 25% nachzahlen müssen. 25% von 71,50€ sind 17,85€.

Man hat also 14,25€ zu viel verlangt. Die würde ich zurückfordern.

Es gibt einen feinen Unterschied zwischen „25% vom Flexpreis plus vollem Bordzuschlag“ und „25% vom Bordpreis“. Das ist Mathematik 6.Klasse, aber die DB ist regelmäßig damit überfordert - zum Nachteil der Kunden.

pedaa19
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Wenden Sie sich hiermit am besten an kundendialog@bahn.de. Da kann Ihre Anfrage vermutlich halbwegs schnell bearbeitet werden.

Joeopitz
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@ kabo

das mit dem "reduzierten Bordpreis" bringt mich ins Grübeln. Dazu hab ich jetzt eine Frage. Die findet man hier:

https://community.bahn.de/questions/1900523-gibt-reduzier...

Leo
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Also irgendwie ist da wohl jemand vor einiger Zeit vom kundenfreundlichen Paulus zum Saulus mutiert und jetzt auch noch von Betrüger-Angst infiziert worden, wie sie früher immer bei Tino Groß heraus zu lesen war…

1. Wer sich in einen Nahverkehrszug ohne Fahrkarte setzt, kann als Betrüger angesehen werden, weil er meist nicht kontrolliert wird.

2. Im Fernzug findet grundsätzlich eine Fahrkartenkontrolle statt: Wer vorher gar keine Fahrkarte gekauft hat, ist genau so wenig ein Betrüger wie jemand, der zu wenig bezahlt hat – sei es weil er mit einer IC-Fahrkarte im ICE sitzt, einen Umweg fährt (oder im Fall Neubaustrecke Köln-Frankfurt eher eine teurere Abkürzung) oder eben ohne Bahncard fährt.

3. Erst wenn man sich der Kontrolle im Fernzug entzieht, kann man wohl Betrugsabsicht unterstellen.

4. Wer auf irgendeine Art gar nichts oder zu wenig bezahlt hat, muss den Bordpreiszuschlag zahlen. Der ist ja wohl auch deswegen dermaßen happig, damit es sich auf kurzen Strecken nicht lohnt, ohne Fahrkarte in den Zug einzusteigen. Die Höhe ist also daran bemessen, dass der Kunde 100% zu wenig bezahlt aht.

5. Es ist aber m.E. extrem unfair, wie der Bordpreiszuschlag zur Zeit erhoben wird: Ohne Fahrkarte z.Z. 19€ , OK. Wer aber nur einen kleinen Umweg fährt sollte dann m.E. nicht mit dem vollen Bordpreiszuschlag bestraft werden, im Gegenzug könnte man auch Leuten mit IC-Karte im ICE einen Bordpreiszuschlag aufbürden: Gerecht wäre z.B. folgendes: Wer x % zu wenig bezahlt hat, zahlt x% von 20€: Ohne Fahrkarte die vollen 20€, ohne Bahncard25 25% von 20€ also 5€ und ohne Bahncard50 bei Flexpreisen 50% von 20€ also 10€ und bei Sparpreisen 25% von 20€ also 5€.

6. Wer ohne Bahncard25 oder bei Sparpreisen ohne angegebene Bahncard50 fährt, hat 25% des ursprünglichen Fahrpreises ohne Bahncard zu wenig bezahlt, nämlich 75% statt 100%. Gerecht wäre daher eine Nachforderung von 25% des Fahrpreises ohne Bahncard (egal ob Spar- oder Flexpreis!) bzw. 25%/75%=33,33% des bezahlten Fahrpreises + 5€ anteiliger Bordpreiszuschlag.

7. Wer ohne Bahncard50 fährt, hat bei Flexpreisen 50% des ursprünglichen Fahrpreises ohne Bahncard zu wenig bezahlt, nämlich 50% statt 100%. Gerecht wäre daher eine Nachforderung von 50% des Flexpreises ohne Bahncard bzw. 50%/50%=100% des bezahlten Fahrpreises + 10€ anteiliger Bordpreiszuschlag.

8. Wer eine zu seinem Sparpreis unpassende Bahncard hat, hat überhaupt nicht zu wenig bezahlt, da ihm so oder so 25% Rabatt auf Sparpreise zustehen, egal ob Bahncard25 oder 50! Alles andere kann der geschröpfte Kunde nur als gnadenlose Paragrafenreiterei und Abzocke empfinden. (Bzgl. Kundenbindung hat das dann wohl eher negative Effekte...)

Es gibt etliche Gründe, warum der Kunde evtl. nicht die angegebene Bahncard hat, siehe etliche Fragen hier im Forum:

  • neue Bahncard im Abo nicht angekommen / bzw. woanders angekommen
  • vergessen, neue Bahncard zu kaufen
  • auf andere Bahncard umgestiegen, die nicht zum vor Monaten gekauften Sparpreis passt
  • ersatzweise für jemand anderen mit (anderer) Bahncard gefahren

In vielen solchen Fällen ist der Kunde kein Betrüger und bleibt auf dem Mehrkosten sitzen, da er eben nicht die passende Bahncard nachträglich vorzeigen kann. In solchen Fällen könnte man bei gutem Willen kulanterweise erlauben, später nachträglich eine rückdatierte (Probe-)Bahncard zu kaufen oder sogar die fehlende Bahncard gleich im Zug verkaufen..

Joeopitz
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Hallo DSii,

offensichtlich geht die Rechnung auf, wenn man wie kabo mit einer Platzreservierung rechnet.
"43,85€ incl. 4,50€ Reservierung, macht ein Ticketpreis von 39,35€.
Bei einem Ticketpreis von 39,35€ incl. Bahncard-Rabatt hätte das Ticket ohne Bahncard 52,50€ gekostet. [...] Ihnen wurden also 25% von 52,50€ = 13,10€ zuzüglich 19€ Bordzuschlag berechnet. (13,10€ + 19€ = 32,10€)" [Zitat kabo]

Das ist der nachzuzahlende Betrag nach Punkt 3.8.2. der Beförderungsbedingungen der Bahn. So wird er bei allen Kunden, also auch bei Ihnen berechnet.

Der von kabo formulierte Einwand mit dem anteiligen Bordzuschlag entspringt dem ungenau formulierten Punkt 2.3. der BahnCard-Bedingungen. Ich bezweifle war, dass Sie Erfolg haben werden die 14,25 EUR zurückzubekommen, aber versuchen Sie es. Vielleicht klappt es ja. Oder es wird doch mal der Punkt in den BahnCard-Bedingungen präzise formuliert.