Frage beantwortet

Rückerstattung, wenn Bahn Abbruch Ihres Buchungssystems zu vertreten hat?

Ich habe am 12.02. ein Sparpreisticket über http://www.bahn.de online gebucht. Die Zahlung über paydirekt wurde abgebucht, vor dem Ticketausdruck kam seitens der Bahnsoftware eine Fehlermeldung, so dass der Vorgang abgebrochen wurde. Da ich erst am nächsten Tag festgestellt habe, dass kein Ticket ausgestellt wurde, mußte ich jetzt ein doppelt so teures Ticket buchen. Dies passiert lt. Bahnchat häufig. Ich hätte gerne die Differenz von der Bahn erstattet, da dies ein Verschulden der Bahn darstellt und mir dadurch ein Schaden entstanden ist (ca. 50 €). Bei der schlechten wirtschaftlichen Lage, in der sich die Bahn befindet, könnte man leicht systematischen Tricksereien zum Schaden der Kunden vermuten.

MausBonn
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Hallo MausBonn,

hier ist ein Forum in dem Bahnkunden auf die Fragen anderer Bahnkunden beantworten.

„Ich hätte gerne die Differenz von der Bahn erstattet, da dies ein Verschulden der Bahn darstellt und mir dadurch ein Schaden entstanden ist (ca. 50 €)“
-> Da hier niemand etwas dafür kann, wird Ihnen hier niemand etwas erstatten.

Tatsächlich ist es so, das öfter Buchungen nicht erfolgreich abgeschlossen werden. Das ist ärgerlich, Ihren Unmut kann ich gut verstehen. Ihre Chancen einen Schadensersatz zu bekommen sehe ich allerdings ziemlich gering.

1. Die angezeigten Preise bei (Super)Sparpreisen sind ein unverbindliches Angebot. Einen Anspruch auf diesen Preis haben Sie nicht. Da das Angebot kontingentiert ist, ist es möglich dass nur noch ein Ticket zu diesem Preis verfügbar ist, auch wenn 10 Kunden gleichzeitig nach Verbindungen suchen. Wenn sich dann zwei oder mehr Kunden für diese Verbindung entscheiden, ist klar dass nur einer dieses Ticket kaufen kann.

2. „vor dem Ticketausdruck kam seitens der Bahnsoftware eine Fehlermeldung, so dass der Vorgang abgebrochen wurde.“
-> Wenn eine Fehlermeldung kommt und der Vorgang abgebrochen wurde, ist klar dass der Ticketkauf nicht zustande kam.
„Da ich erst am nächsten Tag festgestellt habe, dass kein Ticket ausgestellt wurde...“
-> Das haben Sie doch schon bei der Buchung durch die Fehlermeldung festgestellt, nicht erst am nächsten Tag.

3. „da dies ein Verschulden der Bahn darstellt“
-> ob hier eindeutig ein Verschulden der Bahn vorliegt müsste erstmal nachgewiesen werden. Neben den Internetdienstleistern die für die Übertragung der Daten verantwortlich sind kommen auch Paydirekt und Ihre Bank als Verantwortliche infrage. Für den Abbruch Ihrer Buchung ist sicher eine „Zeitüberschreitung“ verantwortlich. Das heisst von Ihrem Versuch das Ticket zu bezahlen und der Information an die Bahn, dass das Ticket bezahlt wird ist so viel Zeit vergangen, dass das Buchungssystem den Vorgang abgebrochen hat. Wer ist dafür verantwortlich?

Schlussbemerkung:
Ihren Unmut kann ich gut verstehen. Einen „Schadensersatz“ werden Sie schwerlich bekommen.
Da der Schaden auch juristisch nur als entgangener Gewinn (Sie hätten einen Gewinn gehabt, wenn Sie ein günstigeres Ticket gebucht hätten) eingestuft werden kann, werden Sie kaum Recht bekommen.

Sie können sich noch an den Kundendialog wenden:
DB Fernverkehr AG
Kundendialog
Postfach 10 06 13
96058 Bamberg
Tel.: 01806 996633 (20 ct/Anruf aus dem Festnetz, Tarif bei Mobilfunk max. 60 ct/Anruf)
Mail: kundendialog@bahn.de

https://www.bahn.de/p/view/home/kontakt/kundendialog.shtm...

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Hallo MausBonn,

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„Ich hätte gerne die Differenz von der Bahn erstattet, da dies ein Verschulden der Bahn darstellt und mir dadurch ein Schaden entstanden ist (ca. 50 €)“
-> Da hier niemand etwas dafür kann, wird Ihnen hier niemand etwas erstatten.

Tatsächlich ist es so, das öfter Buchungen nicht erfolgreich abgeschlossen werden. Das ist ärgerlich, Ihren Unmut kann ich gut verstehen. Ihre Chancen einen Schadensersatz zu bekommen sehe ich allerdings ziemlich gering.

1. Die angezeigten Preise bei (Super)Sparpreisen sind ein unverbindliches Angebot. Einen Anspruch auf diesen Preis haben Sie nicht. Da das Angebot kontingentiert ist, ist es möglich dass nur noch ein Ticket zu diesem Preis verfügbar ist, auch wenn 10 Kunden gleichzeitig nach Verbindungen suchen. Wenn sich dann zwei oder mehr Kunden für diese Verbindung entscheiden, ist klar dass nur einer dieses Ticket kaufen kann.

2. „vor dem Ticketausdruck kam seitens der Bahnsoftware eine Fehlermeldung, so dass der Vorgang abgebrochen wurde.“
-> Wenn eine Fehlermeldung kommt und der Vorgang abgebrochen wurde, ist klar dass der Ticketkauf nicht zustande kam.
„Da ich erst am nächsten Tag festgestellt habe, dass kein Ticket ausgestellt wurde...“
-> Das haben Sie doch schon bei der Buchung durch die Fehlermeldung festgestellt, nicht erst am nächsten Tag.

3. „da dies ein Verschulden der Bahn darstellt“
-> ob hier eindeutig ein Verschulden der Bahn vorliegt müsste erstmal nachgewiesen werden. Neben den Internetdienstleistern die für die Übertragung der Daten verantwortlich sind kommen auch Paydirekt und Ihre Bank als Verantwortliche infrage. Für den Abbruch Ihrer Buchung ist sicher eine „Zeitüberschreitung“ verantwortlich. Das heisst von Ihrem Versuch das Ticket zu bezahlen und der Information an die Bahn, dass das Ticket bezahlt wird ist so viel Zeit vergangen, dass das Buchungssystem den Vorgang abgebrochen hat. Wer ist dafür verantwortlich?

Schlussbemerkung:
Ihren Unmut kann ich gut verstehen. Einen „Schadensersatz“ werden Sie schwerlich bekommen.
Da der Schaden auch juristisch nur als entgangener Gewinn (Sie hätten einen Gewinn gehabt, wenn Sie ein günstigeres Ticket gebucht hätten) eingestuft werden kann, werden Sie kaum Recht bekommen.

Sie können sich noch an den Kundendialog wenden:
DB Fernverkehr AG
Kundendialog
Postfach 10 06 13
96058 Bamberg
Tel.: 01806 996633 (20 ct/Anruf aus dem Festnetz, Tarif bei Mobilfunk max. 60 ct/Anruf)
Mail: kundendialog@bahn.de

https://www.bahn.de/p/view/home/kontakt/kundendialog.shtm...