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Dürfen DB-Mitarbeiter sich für Verspätungen in den Durchsagen "von oben" nicht mehr entschuldigen?

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte "DB-Fans",

heute Umstieg in München HBF in den ICE 782 Richtung Oldenburg...Das Gleis im DB-Navigator und im DB-Onlineticket war falsch angegeben...Dann startete der Zug mit 20min Verspätung. Keine Monitore funktionierten, kein Internet UND...mal wieder keine Seife auf der Toilette. Einfach asozial.

Aber dann die erste Durchsage: Keine Entschuldigung für die Verspätung...nichts. Keine Nennung eines Grundes, gar nichts. Als ob nichts wäre, werden dann die anderen Stationen mit der hinzugerechneten Zeit angesagt.

Auf meine persönliche Frage an den Zugführer, ob er es nicht nötig halte, sich mal zu allererst im Namen der DB zu entschuldigen, entgegnete mir dieser, dass er es nicht mehr dürfe! Anweisung von oben!

Bitte??? Wie tief kann ein Unternehmen eigentlich sinken? Armselig.

Meine Frage: Ist das so? Darf das DB-Personal sich nicht mehr für Verspätungen entschuldigen?

MFG

EisenbahnfürdenMenschen
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Ihre Frage kann ich nicht beantworten. Allerdings gehen mir die annähernd bei jeder Fahrt routinemäßig abgespulten Entschuldigungen für dieses und jenes eher auf den Geist.

kabo
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Passt aber zu meiner Beobachtung:
Früher war es üblich, bei jedem(!) Haltebahnhof den Satz "Wir danken für die Reise mit der Deutschen Bahn und möchten und für die entstandene Verspätung entschuldigen" abzuspulen. Wenn man von Dortmund nach München unterwegs ist, hat man den Satz bereits in Köln schon zum 5. Mal gehört und entwickelt langsam Gewaltphantasien, wie man den Zugchef zum Schweigen bringen könnte.
Der Satz kommt jetzt (gefühlt) nicht mehr ganz so oft. Und das ist auch gut so.

Guten Morgen, EisenbahnfürdenMenschen. Der ICE konnte den Hauptbahnhof in München nicht pünktlich verlassen, da der Fahrplan für den Triebfahrzeugführer noch nicht erstellt war. Die Kolleg*innen im Zug sind in dieser Zeit noch mit anderen betrieblichen Aufgaben vertraut, um dem Problem auf den Grund zu gehen. Sorry, wenn es hier keine Entschuldigung gab. Der Zug hat München Hbf mit einer Verspätung von 16 Minuten wegen „Verzögerungen im Betriebsablauf“ verlassen. Ich kann verstehen, wenn das bei Ihnen zu Unmut führt. Es ist auch für uns ärgerlich, wenn etwas nicht wie erwartet funktioniert. Entschuldigungen gibt es in dieser Form nur begrenzt, da dies bei den Pendlern leider sehr inflationär ist, wenn es bei jedem Halt eine Entschuldigung gibt. Es gibt Fahrgäste, die wünschen sich gerne ausführliche Hinweise und dann gibt es Pendler, die nur eine kurze Info benötigen, wenn es gravierende Betriebseinschränkungen gibt. Hier müssen wir einen Mittelweg finden und es lässt sich nicht jeder Einzelne befriedigen. /ch