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Stornierung bei Irrtümlicher Buchung

Ich habe irrtümlich via App ein Ticket auf den Namen meiner Frau, anstatt auf mich gekauft. Dies ist uns sofort aufgefallen, und ich habe 10 min später die Dame am Telefon gebeten die irrtümliche Bestellung zu stornieren. Diese sagte aber das wäre nicht möglich. Ist das richtig, dass Sie auch bei irrtümlicher Buchung und zeitnaher Anfrage, eine Buchung nicht stornieren?

am44
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Woodstock
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Eine Stornierung st eine reine Kulanzentscheidung auf die kein Anspruch besteht.

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Eine Stornierung st eine reine Kulanzentscheidung auf die kein Anspruch besteht.

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Wenn das heute passiert ist: Wagen Sie umgehend einen zweiten Anruf. Die Kundenfreundlichkeit der MitarbeiterInnen ist sehr unterschiedlich.

am44
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Vielen Dank für die Antworten, Woodstock und Benutzerin.
Ich bin kein Anwalt, aber nach meinem persönlichen Rechtsverständnis kann kein Vertrag zustandekommen, wenn eine Partei im Irrtum ist über den Vertragsgegenstand. Schaden ist der Bahn durch meinen Irrtum auch nicht entstanden. Natürlich kann die Bahn nach einer gewissen Zeit nach verschicken der Bestätigungsmail davon ausgehen, dass der Vertrag so gültig ist. Aber ist denn nicht die Funktion der Bestätigungsmail, dass man ihr im Falle des Irrtums widersprechen kann?

Aber wie gesagt, das ist nur meine persönliche Meinung. Ich habe der Bahn jetzt einen Brief geschrieben und warte die Antwort ab.

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Das mit dem Irrtum ist so eine Sache...
Es gibt ja z.B. auch den Spruch "Unwissenheit schützt vor Strafe nicht".
Als mündiger Verbraucher müssen Sie sich wohl oder übel mit den AGB Ihres Vertragspartners auseinandersetzen. Ich gebe zu, dass es einem die DB mit ihrem voluminösen Vertragswerk da besonders schwer macht.
Aber es ist nunmal so, dass man mit der Navigator App keine Einzel-Tickets für Dritte kaufen kann. Das hat die DB auch nicht irgendwie heimlich eingeführt - sondern das war schon immer so. Wenn Sie über diesen Umstand nicht bescheid wissen, ist das 'Ihr Problem'.
Allerdings hatten Sie wohl Pech, dass Sie beim zeitnahen Anruf bei der Hotline auf eine unkulante Mitarbeiterin getroffen sind. Ich hatte bisher den Eindruck, dass bei der von Ihnen beschriebenen Fehl-Buchung die Chancen auf Kulanz normalerweise relativ gut sind.

Begrüßenswert im Sinne von Kundenfreundlichkeit wäre sicher ein Zeitfenster (z.B. ein Kalendertag oder wenigstens eine Stunde) in der Falsch-Buchungen kostenfrei storniert bzw. korrigiert werden könnten. Aber leider ist die DB da, wie in so vielen Punkten, die die Kundenzufriedenheit ohne allzu großen Aufwand erhöhen könnten, beratungsresistent.

Joeopitz
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"Aber ist denn nicht die Funktion der Bestätigungsmail, dass man ihr im Falle des Irrtums widersprechen kann?"
->Nein. Bei Beförderungsdienstleistungen gibt es kein Widerspruchsrecht. Das hat der Gesetzgeber ausdrücklich ausgeschlossen. Die Bestätigungsmail ist der Hinweis, das Ihre Bestellung angekommen ist und der Vertrag so wie bestellt geschlossen wurde. Zu diesem Zeitpunkt kann man nichts mehr ändern. Da ist es schon zu spät. Der letzte Augenblick etwas zu ändern ist vor(!) dem Abschicken der Bestellung.

Joeopitz
Joeopitz

Joeopitz

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"Ich habe irrtümlich via App ein Ticket auf den Namen meiner Frau, anstatt auf mich gekauft"
Bei der App kann man nur für sich selbst Tickets bestellen. Ich gehe davon aus, das auf dem Handy Ihre Frau als Kunde angemeldet ist. Damit können Sie überhaupt kein Ticket für sich bestellen.

Tickerts auf einen anderen Namen gehendoch nur über bahn.de und nicht über die App.

Jurist bin ich auch nicht. Soweit ich weiß, wird ein Vertrag geschlossen, wenn beide Seiten eine übereinstimmende Willenserklärung abgeben: Vermutlich wird auch in der App alles angezeigt, was wichtig ist, und die weniger wichtigen Dinge stehen in den AGB, die man auch bestätigen muss. Für bestimmte Produkte ist auch für Fernabsatzverträge der Widerruf ausgeschlossen und Fahrkarten gehören dazu.
Wenn jemand anderes Ihren Account hackt, können Sie argumentieren, Sie hätten die Willenserklärung nicht abgegeben.
Für den vorliegenden Fall des Irrtums über die abgegebene Erklärung gibt es nur das Mittel der "Anfechtung". Dazu sollten Sie hier oder gleich anderswo die Suchfunktion bemühen, ggf. ergänzt durch "BGB". Falls Sie das nicht schon in Ihrem Brief explizit erklärt haben, müssten Sie zügig einen neuen aufsetzen (https://de.wikipedia.org/wiki/Unverz%C3%BCglichkeit#%C3%9...).

am44
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Zuerst möchte ich klarstellen, dass ich nicht vorhabe irgendwie zu klagen oder ähnliches. Aber als juristischer Laie finde ich das irgendwie interessant.

Ich hab dann auch mal etwas gegoogled und den Erklärungsirrtum nach BGB119 gefunden
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Erklärungsirrtum
Das geht in die Richtung von neptuns post, nur würde ich vermuten, das mein Anruf bei der Hotline als Anfechtung zu sehen ist, auch wenn ich da den BGB nicht zitiert habe.
Aber ich kann natürlich auch falsch liegen. Wahrscheinlich müsste man genaueres in einem juristischen Forum klären.

Bertrand
Bertrand

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Ich bitte um Rückerstattung eines dopp
Bitte um Antwort
mfg
Dr.G.Bertrand
die buchung XXXXXX bleibt bestehen

[Editiert durch Redaktion, 1. März 2019, 12.09 Uhr: Persönliche Daten entfernt.]

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