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Zugausfall - Zugfahrt aber erst am nächsten Tag möglich?

Meine Zugverbindung für den 27.01.19 ist aus dem System verschwunden. Ich habe auch eine E-Mail erhalten, dass sich der Fahrplan geändert hat. Jetzt besteht nur die Möglichkeit eine Stunde später oder früher zu reisen. Da beides zeitlich nicht möglich ist, würde ich gerne auf den 28.01.19 ausweichen und das Ticket "umbuchen". Ist das möglich? Und wenn nicht, wie kann ich das Problem sonst lösen?

Katharina237
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Umbuchen ist nicht möglich. Sie haben die Möglichkeit, das Ticket zur Erstattung einzureichen und dann ein neues für den nächsten Tag zu buchen. Oder Sie können versuchen, ob Sie in einem DB-Reisezentrum einen kundenfreundlichen, mitfühlenden DB-Mitarbeiter finden, der Ihnen das vorhandene Ticket für den nächsten Tag gültigschreibt.

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Ergänzung zur Antwort von Benutzerin:
Mit „Einreichen zur Erstattung“ ist gemeint, das Ticket zusammen mit dem ausgefüllten Fahrgastrechte-Formular einzureichen (im Formular dann ankreuzen, dass die Fahrt wegen des Zugausfalls/der Verspätung nicht angetreten wurde).

Hier gibt es das Formular:
https://www.bahn.de/p/view/service/auskunft/fahrgastrecht...

Bei einem Flexpreis-Ticket kann man (vor der Reise) alternativ das Ticket auch einfach kostenlos stornieren. Bei Sparpreise ist das stornieren aber nicht kostenlos, bei Supersparpreisen ist das komplett ausgeschlossen, daher ist bei diesen Tickets der Weg über die Fahrgastrechte der einzige, wo man in diesem Fall das Ticket ohne Kosten komplett erstattet bekommt.

Hallo Katharina237 ,

die Antworten der Community sind korrekt.

Bei einer Fahrplanänderung können Sie vor dem ersten Geltungstag von der Fahrt zurücktreten und der Fahrschein wird komplett erstattet. Dazu können Sie das verlinkte Fahrgastrechte-Formular nutzen.
Ab dem ersten Geltungstag gelten die Regelungen der allgemeinen Fahrgastrechte. Bei einer zu erwartenden Verspätung ab 60 Minuten am Zielbahnhof können Sie auch dann von der Fahrt zurücktreten. Bei einer zu erwartenden Ankunftsverspätung ab 20 Minuten am Zielbahnhof ist die Zugbindung aufgehoben und Sie können eine andere Verbindung nutzen.
Reisen Sie am nächsten Tag, benötigen Sie einen neuen Fahrschein, eine Umbuchung ist nicht möglich. Es gelten die gültigen Stornierungsbedingungen.
Das Gültigschreiben der Fahrkarte im DB Reisezentrum ist nur eine Kulanzentscheidung. /ka

Neptun
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Meine "Minderheitsmeinung" lässt sich u.a. aus meiner Antwort in dem folgenden Thread entnehmen:
https://community.bahn.de/questions/1866604-sparpreis-sto...

Meiner Meinung nach täte die DB gut daran, die Kunden nicht zusätzlich zu schikanieren, wenn sie schon die versprochene Leistung nicht erbringen kann. Es ist auch nicht paradox, dass immer wieder neue Fahrgastrekorde erzielt werden, die Einnahmen jedoch nicht in gleichem Maße steigen, wenn zwar mit Kampfpreisen gegen Fernbus und Co konkurriert wird, aber die Kundschaft (insbesondere die Flexpreisnutzer) im Falle von Unregelmäßigkeiten regelmäßig im Regen stehen gelassen wird.

Hallo christoph11,

es kommt immer auf den Sachverhalt an. Wenn es keine Verbindung gibt, die einen am selben Reisetag ans Ziel bringt, dann kann man auch am nächsten Tag fahren. In jedem Fall ist eine entsprechende Gültigschreibung von den Kollegen vor Ort notwendig, wenn man es am nächsten Tag nutzen möchte. /di

Neptun
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Hallo DB /di,
würden Sie eine Verpflichtung zur Gültigschreibung der Fahrkarte (vermutlich leiten Sie diese aus der Annahme her, dass sich eine Geltungsdauer niemals automatisch verlängert) auch bejahen, wenn die Ersatzverbindung innerhalb der Gültigkeitsdauer der Fahrkarte liegt, d.h. Folgetag bis 10 Uhr bzw. 2 oder 4 Tage?
Auch wenn nein, wird der Abschluss der Reise in diesem Zeitfenster häufig nicht möglich oder gewünscht (extra frühes Aufstehen) sein. Auch das Aufsuchen einer DB-Information ist oftmals am Abfahrtsort nicht möglich und unterwegs nicht praktikabel, wenn z.B. der NV-Vorlauf einen Stundentakt hat und die Umsteigezeit kurz ist.

Wenn Ihr Hinweis auf die Notwendigkeit der Gültigschreibung also tatsächlich ernst genommen werden muss, hat dies möglicherweise absurde Folgen:
Jemand beginnt seine Reise an einem kleinen Bahnhof ohne Personal mit einer längeren NV-Strecke. Der Reisende informiert sich vorab, wie von der DB empfohlen, auf bahn.de und stellt fest, dass die Reise am gleichen Tag nicht mehr machbar ist. Da er am Ziel keinen zwingenden Termin einzuhalten hat, möchte er am nächsten Tag um 9 Uhr losfahren (Bus fährt zum Bahnhof, gute Verbindung).
Stellt er in diesem Forum oder anderswo die Frage, ob das möglich ist und was zu beachten wäre, müsste ich antworten: „Nein, das ist wegen dieses Stempels (auf den Sie zwar Anspruch haben, ihn aber nicht rechtzeitig erhalten können) nicht möglich. Sie müssen am Abend bis X Hbf fahren und sich dort einen Hotelgutschein geben lassen. Denn lieber zahlt Ihnen die Bahn ein Hotel, als dass sie Ihre Fahrkarte am Folgetag nach 10 Uhr anerkennt.“ Vielleicht ergänze ich dann noch: „Am besten fahren Sie zur ursprünglich geplanten Zeit los, dann kommen Sie sogar bis Y Hbf und sind am nächsten Tag früher am Ziel – auch wenn Sie das vielleicht gar nicht möchten. Aber die Bahn kann Ihnen nicht unterstellen, es hätte am Abend bei entsprechenden Verspätungen vielleicht doch mit der Reise geklappt. Außerdem sind Sie auf der sicheren Seite, was die Entschädigungsansprüche wegen Verspätung betrifft.“

Hallo Neptun,

bei innerdeutschen Verbindungen benötige ich erst einmal nicht zwingend eine Bestätigung, sofern die Fahrgastrechte greifen. Dennoch gibt es Situationen, in denen so eine Bestätigung ganz praktikabel ist. Im Zug erleichtert die Kontrolle. Besteht keine Möglichkeit dazu, ist das so. Dafür kann der Fahrgast ja nichts. /ti

Neptun
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Hallo DB-Moderationsteam,

der Kollege Daniel schreibt: "Wenn es keine Verbindung gibt, die einen am selben Reisetag ans Ziel bringt, dann kann man auch am nächsten Tag fahren. In jedem Fall ist eine entsprechende Gültigschreibung von den Kollegen vor Ort notwendig, wenn man es am nächsten Tag nutzen möchte." (keine Andeutung irgendwelcher Ausnahmen)

Moderator Tilo sieht aber hier keine Verpflichtung, sondern spricht von einer Empfehlung.
Ist sich das Team wenigstens insoweit einig, dass ein fahrgastrechtlicher Anspruch auf die Reise am Folgetag besteht (bei Voraussetzung wie von /di genannt)?

Vielleicht sollte ich dazu übergehen, die Aussagen der Moderatoren weniger als quasi amtliche Verlautbarungen der DB wahrzunehmen, sondern eher als persönliche Debattenbeiträge?